Brandtelling – Storytelling für Marken

Brandtelling – Storytelling für Marken

By Matthias M. Mattenberger
Der Podcast über Menschen, Marken und ihre Geschichten. Von und mit dem Schweizer Brandtelling-Pionier und Storytelling-Experten Matthias M. Mattenberger.

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Reputation Institute – Lukas Zihlmann

Brandtelling – Storytelling für Marken

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Reputation Institute – Lukas Zihlmann
Mein heutiger Gast ist Lukas Zihlmann. Er leitet das Reputation Institute in der Schweiz. Mittels Befragungen von Zielgruppen und statistischen Auswertungen, messen sie die Reputation von Unternehmen und Produkten. Dieses Jahr ist der Kräuterbonbon-Hersteller, Ricola, die Schweizer Marke mit der höchsten Reputation. Interessant ist, dass Schweizer Marken im Ausland den besseren Ruf geniessen als innerhalb der eigenen Landesgrenzen. Was Reputation überhaupt ist und weshalb sie wichtig ist? Wie man sie als Unternehmen gewinnen und auch wieder verlieren kann, das erzählt uns Lukas Zihlmann in diesem Gespräch. Matthias M. Mattenberger: Was ist denn eigentlich Reputation? Das, was ihr messt? Lukas Zihlmann: Ja, das ist eine gute Frage und auch eine gute Einstiegsfrage. Reputation ist ein Begriff, den wir alle kennen und viele auch nutzen. Vielleicht spricht man manchmal auch vom «guten Ruf» als Synonym. Was wir wissen und was auch unserer Gründer in dem Sinne herausgefunden haben, ist das die Reputation im Kern eine emotionale Verbindung ist, die man mit einem Unternehmen hat. Daher die Stärke einer emotionalen Verbindung, die man einem Unternehmen gegenüber fühlt. Ganz einfach gesagt. Matthias M. Mattenberger: Weshalb ist Reputation für ein Unternehmen so wichtig? Lukas Zihlmann: Intuitiv weiss jeder, oder sagt auch jeder, ein guter Ruf, eine gute Reputation, das sei wichtig. Allerdings hat man sich lange ein wenig schwergetan, mit der Reputation wirklich im Geschäft etwas anzufangen. Wenn man will, kann man auch einen Blick in die Geschichte zurückwerfen. Wenn man sieht, wie die Unternehmenswerte sich im Laufe der Jahrzehnte entwickelt haben. Man sieht da natürlich eine wahnsinnige Entwicklung in den nicht-physischen Unternehmenswerten. Die sogenannten «Intangibles». Diese sehen wir heute im Zeitalter von Google, Amazon und Microsoft und den Unternehmen, die sehr hohe Werte haben. Die die Börse anführen, jedoch faktisch sehr wenige physische Unternehmenswerte haben. Reputation ist in dieser Welt natürlich wichtiger geworden als vielleicht vor 40 Jahren, als grosse Industrieunternehmen mit sehr grossen physischen Unternehmenswerte die Wirtschaft noch dominierten. Matthias M. Mattenberger: Konkret Unternehmen die früher mehrere Millionen in Stahl an Lager hatten, das gibt es heute fast nicht mehr. Sondern es sind eher die Vermögenswerte, wie Patente und Marken, die heute entscheidend sind. Lukas Zihlmann: Genau. Ja. Matthias M. Mattenberger: Das macht natürlich die Reputation für die Marke so wichtig. Wie sieht es in der Schweiz aus? Wer führt die Rangliste in der Schweiz an? Wer hat den besten Ruf als Unternehmen in der Schweiz? Lukas Zihlmann: Auf den Top 3 haben wir drei Unternehmen: Ricola, Swatch Group und Migros. Also drei Schweizer Unternehmen, die das Ranking anführen. Die kommen in den Augen der Bevölkerung am besten an. mattenberger.com Brandtelling – Storytelling für die erfolgreiche Markenführung
22:29
September 23, 2019
Vivi Kola & Vicafe – Christian Forrer
Mein heutiger Gast ist Christian Forrer. Inhaber von Vivi Kola. Das Schweizer Kola seit 1938. Dem Unternehmer ist es vor einigen Jahren gelungen, die Kultmarke aus Eglisau – seinem Kindheitsdorf – neu aufleben zu lassen. Mit grossem Erfolg führt er heute nicht nur das Schweizer Cola in die Zukunft, sondern auch eine eigens lancierte Kaffeemarke.  Christian amüsiert sich darüber, dass ihn die Medien ab und an als «Jungunternehmer» bezeichnen würden. Dabei denkt er jeweils an sein Haar, das an einigen Stellen bereits grau ist. Er verrät uns weiter, dass er als gelernter Grafiker ein Bild im Kopf hat, wenn er an eine Marke denkt. Nicht eine beschreibende Markenvision. Wie dieses Bild aussieht, verratet Christian Forrer in diesem Gespräch.  Mehr unter: https://mattenberger.com Teil des Transkripts Matthias M. Mattenberger: Herzlichen Dank Christian, dass du dir die Zeit genommen hast. Es war schwierig an einen Interviewtermin mit dir heranzukommen. Ich glaube, du bist derzeit ein vielbeschäftigter Unternehmer. Was treibt dich derzeit an? Christian Forrer: Mich treiben beide Unternehmen an: Vivi Kola und ViCafe. Derzeit treibt uns ViCafe mehr an. Da wir da viel mehr Leute eingestellt haben und mehr verschiedene Projekt am Laufen haben. Aus diesen Gründen beschäftigt mich ViCafe derzeit mehr. Grundsätzlich treiben mich beide diese Projekte an.  Matthias M. Mattenberger: Noch speziell, dass im Sommer das Kaffeegeschäft besser läuft. Ich hätte gedacht, es sei genau umgekehrt. Das Vivi Kola mehr getrunken wird und dich entsprechend auch mehr braucht.  Christian Forrer: ViviKola wird zwar mehr getrunken im Sommer. Das stimmt schon. Jedoch heisst das nicht, dass es mehr zu tun gibt im Hintergrund für mich. Beim ViCafe ist es extrem vielschichtig. Weil wir da eine viel grösseres Gebiet abdecken. Das reicht von Kaffee-Sourcing, Kaffeeröstung bis zur Zubereitung der Tasse am Schluss. Dazukommen verschiedene Locations, die ins sich eigentlich eine eigene Firma sind. Das ViCafe Geschäft ist viel verzweigter und hat mehr Projekte, die durchs ganze Jahr dauern. Nicht nur in der Zeit in der wir jetzt stecken – Sommerzeit.  Matthias M. Mattenberger: Okay. Gerne möchte ich noch kurz was zu Hintergrund der Marke und unserem Hintergrund erzählen: Wir sind zusammen aufgewaschen. Wir kennen uns seit Kindesbeinen. Ich kenne sogar deinen Vater bereits länger als dich. Ich bin zu ihm in die Schule gegangen in Eglisau. Eglisau ist das Städtchen am Rhein, wo wir beide aufgewachsen sind. An diesem Ort steht auch die Mineralquelle, die 1938 das erste Cola überhaupt in der Schweiz herausgebracht hatte. Das Cola, dass du 2010 zu neuem Leben erwecken konntest. Was sind deine ersten Erinnerungen an das Vivi Kola, damals in Eglisau? Christian Forrer: Das ist sicherlich diese Etikette, mit der Weltkarte, bei der Afrika im Zentrum steht. Die stach mir damals ins Auge. Ich bin später Grafiker geworden und bin ein wenig affin für alte Plakate aus den 40er bis 70er Jahren. Diese sehr plakativen Plakate. Da gibt es eine ganze Reihe von Vivi Kola. Diese Etikette passt bereits schon in diese Welt der Werbeplakate aus dieser Zeit. Das war das, das mir extrem Eindruck gemacht hat und meine erste Erinnerung an Vivi Kola ist. Zusammen mit dem Seifenkistenrennen, wo wir im Ziel jeweils ein Vivi Kola oder ein Orangina erhalten haben, wenn man mitgefahren ist.  Matthias M. Mattenberger: Später sind wir zusammen Drachenboot gefahren. Heute ist Vivi Kola ein grosser Sponsor am Drachenbootrennen. Oder zumindest als Marke sehr präsent im Dorf, was mich sehr freut.
23:08
September 17, 2019