Bildungsstätte Anne Frank

Streitbar #3 - Linker Populismus - Chancen und Gefahren linker Sammelbewegungen - Mai 2019

An episode of Bildungsstätte Anne Frank

By Bildungsstätte Anne Frank
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Zentrum für politische Bildung und Beratung in Hessen.
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Als landesweites Zentrum entwickelt die Bildungsstätte Anne Frank innovative Konzepte und Methoden, um Jugendliche und Erwachsene für die aktive Teilhabe an einer offenen und demokratischen Gesellschaft zu stärken und zu empowern. Wir möchten dazu ermutigen, gesellschaftliche Entwicklungen kritisch zu hinterfragen.

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Streitbar #7: Sind Ostdeutsche die neuen Migrant*innen? - November 2019
Mit Anetta Kahane & Naika Foroutan Moderation: Esther Schapira Knapp 30 Jahre nach der Widervereinigung gibt es noch immer strukturelle Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern. Zwar nimmt das Einkommensgefälle langsam ab - doch das Lohnniveau im Osten ist weiterhin niedriger und das Armutsrisiko höher.  Das wirkt sich auf das Selbstwertgefühl der Ostdeutschen aus. Laut einer Studie der Soziologin Naika Foroutan fühlt sich ein Drittel von ihnen als Bürger*innen zweiter Klasse und damit ähnlich benachteiligt wie (speziell muslimische) Migrant*innen. Zugleich richtet sich der Zorn vieler Ostdeutscher nicht nur gegen die die Politik, sondern entlädt sich in Rassismus, Antisemitismus und geschichtsreversionistischen Nationalismus. Aus westdeutscher Sicht blicken viele entsetzt auf "die Nazis im Osten" - und ignorieren die hohen Zustimmungswerte für rassistische Positionen in der eigenen Mitte. Kritik an sozialer Ungleichheit wird als Gemaule ewiger "Jammer-Ossis" abgetan. Ist die Kritik der Ostdeutschen berechtigt? Sind die Erfahrung, die Ostdeutsche und Migrant*innen bzw. Muslime machen vergleichbar - oder wird damit Rassismus banalisiert? Befördert ein ostdeutsches Opfernarrativ  vielleicht sogar antidemokratisches Handeln? Unsere siebte Streitbar, will sich genau diesen Fragen widmen. Dafür haben wir Anetta Kahane (Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung) und Naika Foroutan (Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik HU Berlin) zu einem Streitgespräch eingeladen. 
2:00:18
November 19, 2019
Demokratiekonferenz - Vortrag: Wir sind die Vielen, aber gespalten - Massimo Perinelli - November 2019
Massimo Perinelli ist Referent für Migration bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung. In seinem Input-Vortrag ging es um die Frage: „Wo hakt es bei der Solidarität? Und warum glaubt niemand mehr ernsthaft etwas verändern zu können?“.  Er kritisiert identitätspolitische Konzepte und gegenwärtige Dynamiken in der politischen Linken, die dazu verleiten, sich immer bloß auf das Gleiche; auf Allianzen und gemeinsame Schnittmengen zurückzuziehen. Denn: „Solidarität kann es nur zwischen Verschiedenen geben“. Deshalb plädiert er für eine „echte Beziehung von Unterschiedlichen“ die vom Affekt des Interesses und der Öffnung des sozialen Raums geleitet wird. Nur so kann ein radikal solidarisches Miteinander entstehen, eine „postmigrantische Gesellschaft der Vielen“ mit Orten der Begegnung, in denen die Teilnehmenden um ihre Position streiten und sich verändern können - ohne sich anzugleichen.  Audiomitschnitt von der Demokratiekonferenz im Amt für multikulturelle Angelegenheiten am 11. November 2019 www.partnerschaft-demokratie-ffm.de
31:53
November 18, 2019
Demokratiekonferenz - Vortrag: Von Solidaritätsbekundungen & Allianzen - Olivia Sarma - November 2019
Olivia Sarma leitet die  Beratungsstelle response für Betroffene rechter, rassistischer und  antisemitischer Gewalt. Anhand von drei Beispielen aus der Beratungsarbeit zeigte sie in ihrem Vortrag auf, wie praktische  Solidarität und Empowerment von Bündnissen und Allianzen für Betroffene hilfreich sein können. Außerdem plädierte sie für spezifische Brücken  und Allianzen in Behörden und Institutionen: „Wir brauchen Polizist*innen und Staatsanwält*innen, Mitarbeitende in den Ministerien, Ambulanzen und in den Wohnungsämtern, von denen wir wissen, dass sie gute Arbeit machen, dass sie sensibel sind und dass sie die Perspektive von Betroffenen ernst nehmen.“ Audiomitschnitt von der Demokratiekonferenz im Amt für multikulturelle Angelegenheiten am 11. November 2019 www.partnerschaft-demokratie-ffm.de
32:27
November 18, 2019
Mitschnitt: Danke Antifa! - Kritik ohne Extremismusverdacht. (Tom Uhlig)
Der Extremismusbegriff verzerrt Gesellschaft, indem er sie zwischen  einem vermeintlichen politischen Spektrum polarisiert, dessen Mitte es  gegen die Exzesse der Ränder zu schützen gelte. Diese Logik zeigt sich  für die politische Bildung gänzlich unbrauchbar, da Ideologien wie  Antisemitismus, Rassismus, Antiromaismus etc. sich keineswegs auf  bestimmte „extreme“ Szenen reduzieren lassen, sondern  gesamtgesellschaftlich ideologische Deutungsmuster bereitstellen, die  Unsicherheiten in der Moderne falsch zu interpretieren. Insbesondere bei  politischer Bildungsarbeit, die problematische Ressentiments innerhalb  der politischen Linken thematisieren will, verunmöglicht der  Extremismusbegriff und seine Wirkung, linke und rechte ‚Extreme‘ zu  nivellieren und gleichermaßen zu bekämpfen, die produktive Reflexion.
1:18:09
November 16, 2019
Buchmesse 2019 – Lesung: Mama Superstar – Oktober 2019
Beschreibung folgt
26:46
October 19, 2019
Lesung: Weil sind die Leute blöd - September 2019
LESUNG MIT ELKE WITTICH UND MIKE WUHLIGER Wie läuft es sich bei Demos auf High Heels im Schwarzen Block? Behalten Juden ihre kleinen Käppchen auch beim Duschen auf? Was sucht die AfD in fremder Männer Hosenlätzen? Diese und weitere lebensnahe Fragen beantworten Elke Wittich und Michael Wuliger im Rahmen ihrer Lesung. Des Weiteren wird es um Abenteuer bei der Israel-Lobby, Erich Honeckers Couchgarnitur und missglückte Stadtguerilla in der niederrheinischen Provinz gehen. Elke Wittich ist Leiterin des Sportressorts der Jungle World. Mike Wuliger war bei der Jüdischen Allgemeinen für Kultur verantwortlich, und schreibt dort eine wöchentliche Kolumne.
1:43:55
October 8, 2019
Podiumsdiskussion: Antisemitismus in Deutschland - September 2019
Antisemitismus ist in Deutschland offenbar weiterhin tief verwurzelt. Laut einer Umfrage der EU-Grundrechteagentur fühlen sich Juden in Deutschland wesentlich häufiger antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt als in anderen EU-Staaten. Der Studie zufolge verzichten rund 75 Prozent der Befragten in Deutschland auf das Tragen jüdischer Symbole wie etwa der Kippa in der Öffentlichkeit, teilweise aus Angst angefeindet zu werden. Für Liberale wie Nordrhein-Westfalens erste Antisemitismus-Beauftragte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, ist dieser Zustand „unerträglich“. Sie setzt sich unter anderem dafür ein, den Besuch eines Konzentrationslagers als verpflichtenden Bestandteil der Schullaufbahn einzuführen. Nach Auffassung von Dr. Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, ziehen sich antisemitische Einstellungen durch alle gesellschaftlichen Bereiche. Sie würden dort jeweils auf unterschiedliche Weisen artikuliert – mal subtiler als Verschwörungsideologien oder als eine einseitige vermeintliche Israelkritik, mal als offene Beschimpfungen oder tätliche Übergriffe gegen Menschen, die als Jüdinnen und Juden erkennbar sind. Doch unter Demokraten herrscht Einigkeit: Antisemitismus, gleich welcher Art, hat in unserer freiheitlichen, demokratischen Grundordnung nichts zu suchen.
1:33:29
September 13, 2019
Streitbar #5: BDS - Boykott Boykottieren oder Räume belassen? - September 2019
Wie umgehen mit der Antiisraelischen Boykott-Bewegung?  Mit Volker Beck & Hanno Loewy Moderatorin: Hadi Ja Haruna-Oelker Der Bundestag hat kürzlich eine Resolution gegen die antiisraelische Bewegung Boycott, Divestment, Sanctions (BDS) verabschiedet. Projekte, die zum Boykott Israels aufrufen oder BDS aktiv unterstützen, sollen nicht länger finanziell gefördert werden. Daraufhin haben 60 jüdische und israelische Wissenschaftler*innen die Resolution kritisiert, weil sie „der am weitesten rechts stehenden Regierung in der Geschichte Israels“ nützen und im israelischen Alltag einen Großteil des Engagements für die Rechte der Palästinenser*innen als antisemitisch abqualifizieren würde.
1:57:47
September 13, 2019
Micha Brumlik - Interview zur Sonderausstellung "Das Gegenteil von Gut" - 2019
 „Linker Antisemitismus tritt auf, wo strukturelle Verhältnisse falsch  konkretisiert und personalisiert werden.“  Micha Brumlik war Professor für Erziehungswissenschaften an der  Goethe-Universität Frankfurt. Von ihm erschienen zahlreiche Sachbücher,  Artikel und Essays über erziehungswissenschaftliche und philosophische  Fragen sowie die Geschichte und Gegenwart des Judentums.   Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen?   www.gegenteilvongut.de 
20:44
August 1, 2019
Elli Kaminer Zamberk - Interview zur Sonderausstellung "Das Gegenteil von Gut" - 2019
 „Wir haben über unsere Gefühle gesprochen und die über ihre Kunst.“    Elli Kaminer-Zamberk ist Gruppenanalytikerin mit eigener Praxis in  Frankfurt am Main. 2006-2012 arbeitete sie ehrenamtlich in einem  psychosozialen Zentrum für Überlebende der Shoah und ihre Familien und  seit 2010 als freie Mitarbeiterin am Institut für Traumabearbeitung und  Weiterbildung in Frankfurt.    Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen?   www.gegenteilvongut.de 
15:57
August 1, 2019
Ivo Bozic - Interview zur Sonderausstellung "Das Gegenteil von Gut" - 2019
 „Heute muss man sich entscheiden, ob man zu der einen oder der anderen  radikalen Linken gehören will.“   Ivo Bozic ist Journalist und war 1997 einer der Mitbegründer der  Wochenzeitung „Jungle World“, deren Mitherausgeber er nach wie vor ist.  Heute arbeitet er in der Naturbildung als stellvertretender Leiter der  Deutschen Wildtier Stiftung.    Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen?   www.gegenteilvongut.de 
21:39
August 1, 2019
Julia König - Interview zur Sonderausstellung "Das Gegenteil von Gut" - 2019
 „Antisemitische und antizionistische Motive werden intellektuell  verbrämt in die Theoriebildung integriert.“   Julia König ist Juniorprofessorin an der Johannes Gutenberg Universität  Mainz. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind kritische Theorie,  Sexualgeschichte, Psychoanalyse sowie feministische, postkoloniale und  Kindheitsforschung. Aktuell arbeitet sie an einem Projekt zum Verhältnis  von Verletzlichkeit, Gewalt und Emanzipation in der Idee der  Zivilisation.    Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen?   www.gegenteilvongut.de 
09:46
August 1, 2019
Daniel Keil - Interview zur Sonderausstellung "Das Gegenteil von Gut" - 2019
 „Was wir erfahren haben ist, dass es sinnvoll ist, diese Kritik auch im  Handgemenge auf der Straße zu äußern.“    Daniel Keil arbeitet an seiner Habilitation mit einem Stipendium der  Rosa Luxemburg Stiftung. Er arbeitet zum Europaverständnis der (neuen)  Rechten und dessen Bedeutung im Erstarken (neu)rechter Bewegungen und  Parteien im Kontext der politischen Krise der EU. Er spielt zudem in  einer sehr lauten Noise-Band.   Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen?   www.gegenteilvongut.de 
25:23
August 1, 2019
Jutta Ditfurth - Interview zur Sonderausstellung "Das Gegenteil von Gut" - 2019
 „Was man braucht ist nicht Harmonie, sondern Streit.“    Jutta Ditfurth ist Soziologin, Autorin und Gründungsmitglied der Partei  die Grünen, die sie in Kritik der realpolitischen Wende 1991 verließ und  die Partei ÖkoLinx gründete. Sie veröffentlichte zahlreiche Bücher über  die deutschen Verhältnisse, u.a. eine Biographie über Ulrike Meinhof  und jüngst „Haltung und Widerstand. Eine epische Schlacht um Werte und  Weltbilder“.    Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen?  www.gegenteilvongut.de 
15:31
August 1, 2019
Ismail Küpeli - Interview zur Sonderausstellung "Das Gegenteil von Gut" - 2019
„Viele Linke haben ein Selbstverständnis, dass Linkssein ein Ticket  sei.“   Ismail Küpeli ist Politikwissenschaftler und Historiker. Derzeit  schreibt er eine Dissertation über die kurdischen Aufstände in der  Türkei der 1920er und 30er Jahre am Institut für Diaspora- und  Genozidforschung (Ruhr-Universität Bochum). Er forschte im Auftrag der  Amadeu Antonio Stiftung über Hate Speech, die türkische Nationalisten in  Deutschland über soziale Netzwerke verbreiten.   Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen? www.gegenteilvongut.de 
14:14
August 1, 2019
Schlecht getauft. Religionskritik nach Freud - Vortrag von Tom Uhlig - Juni 2019
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe: "Religion & Kapital. Zur Kritik des Glaubens in der Moderne" des Referats für Ringvorlesungen im AStA der TU Darmstadt war unser Bildungsreferent ➮ Tom Uhlig zu einem Vortrag über Religionskritik nach Freud eingeladen: "Schlecht getauft. Zu Religionskritik nach Freud und christlichem Antijudaismus Die explizite Auseinandersetzung mit Antisemitismus findet sich in Freuds Werk eher verstreut, teilweise in Fußnoten. Selbst die Massenpsychologie und Ich-Analyse, in der Freud sich den zwei großen antisemitischen Institutionen Österreichs seiner Zeit widmet – der Kirche und dem Heer –, wird diese ihre grundlegende Eigenschaft nicht dezidiert behandelt. In einer frühen Notiz zu Otto Weininger (1909) nahm Freud noch an, der Kastrationskomplex sei „die tiefste unbewusste Wurzel des Antisemitismus, denn schon in der Kinderstube hört der Knabe, daß dem Juden etwas am Penis – er meint ein Stück des Penis – abgeschnitten werde, und dies gibt ihm das Recht, den Juden zu verachten.“ Allerdings verfolgte er diese Linie von Emaskulation, Frauenhass und Antisemitismus nicht weiter, sondern suchte in seinem Spätwerk Der Mann Moses und die monotheistischen Religionen (1939) nach theologisch-mythischen Motiven, welche dem antisemitischen Ressentiment zugrunde liegen und befindet, es sei die erhöhte Vergeistigung der jüdischen Religion gegenüber dem Christentum, welche den Juden den Hass zugezogen hätte. Vom paganistischen Götzendienst ausgehend sei Gott im Monotheismus zu einem abstrakten Prinzip gemacht worden, ein Vorgang, der sich mit dem von Freud früher beschriebenen Mythos des Vatermordes durch die Bruderhorde parallelisieren lässt: Durch die Ermordung der konkreten, das heißt stofflichen Verkörperung des Gesetzes wird dieses abstrakt internalisiert und dadurch ungleich viel wirkmächtiger. Im Judentum werde nach Freud diese Struktur aufrechterhalten, indem der Gottesmord konsequent verdrängt und damit wirksam bleibe, während das Christentum das abstrakte Gesetz abzuschütteln trachtet. Das Christentum wird Gott abermals verdinglicht, um sogleich dann wieder umgebracht zu werden, womit sich die Christen paradoxerweise frei der Sünde wähnen würden: „Wir haben freilich dasselbe getan, aber wir haben es zugestanden und wir sind seither entsühnt.“ Dass dieser Wunsch nach Selbstentlastung zu einer Wiederkehr des Schuldgefühls führt, zeigt dessen Abwehr in der antisemitischen Unterstellung, welche den Juden den Christusmord zulasten legt. Die Rückkehr des abstrakten Gesetzes, die Strafe, welche doch eigentlich gesühnt sein sollte, erscheint als vom Anderen aufgezwungen: Dabei ist „[i]hr Judenhaß ist im Grunde Christenhaß“ beziehungsweise der Hass gegen die eigene Christianisierung und die nicht abgegoltene Schuld – die Christen sind „schlecht getauft“. In dem Vortrag sollen Grundzüge Freuds Religionskritik skizziert und der Frage nachgegangen werden, welche Bedeutung die Judenfeindschaft  darin hat."  Aufzeichnung vom 26.06.2019 im 806qm - Darmstadt
48:48
July 22, 2019
Blickwinkel 2019: Tagungsbeobachtung - Juni 2019
Tagungsbeobachtung mit ➮ Rosa Fava (Amadeu Antonio Stiftung, Berlin) und ➮ Deborah Krieg (Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt /Main) bei der BLICKWINKEL-Tagung 2019 in Berlin.  Die BLICKWINKEL-Tagung will 2019 unter dem  Titel »Die Rückseite der  Nation« sowohl den »autochthonen«  deutschen als auch den ethnischen  Nationalismus von Migrantisierten vor der Folie eines  antisemitismus-kritischen Ansatzes reflektieren. Wir fragen, was  nationales Bewusstsein heute mit antijüdischen Ressentiments zu tun hat,  was das Problematische am Nationalismus ist und ob Unterschiede zum  Patriotismus bestehen. Kann Nationalismus ohne die Ausgrenzung von  Minderheiten funktionieren? Welche pädagogischen Konzepte eignen sich  zum Umgang mit Nationalismus?  Zum Tagungs-Programm: https://www.bs-anne-frank.de/fileadmin/user_upload/Slider/Projekte/2_Blickwinkel_Flyer_alt.pdf Aufzeichnung vom 18. Juni 2019
1:02:14
July 11, 2019
Blickwinkel 2019: »Party-Patriotismus«: Gibt es einen positiven Nationalismus? - Juni 2019
»Party-Patriotismus«: Gibt es einen positiven Nationalismus? - Podium mit  ➮ Leo Fischer (Autor und Kolumnist, Frankfurt/Main),  ➮ Lena Gorelik (Autorin, München) und ➮ Stefanie Sargnagel (Autorin und Künstlerin, Wien) bei der BLICKWINKEL-Tagung 2019 in Berlin.  Die  BLICKWINKEL-Tagung will 2019 unter dem  Titel »Die Rückseite der  Nation« sowohl den »autochthonen«  deutschen als auch den ethnischen  Nationalismus von Migrantisierten vor der Folie eines  antisemitismus-kritischen Ansatzes reflektieren. Wir fragen, was  nationales Bewusstsein heute mit antijüdischen Ressentiments zu tun hat,  was das Problematische am Nationalismus ist und ob Unterschiede zum  Patriotismus bestehen. Kann Nationalismus ohne die Ausgrenzung von  Minderheiten funktionieren? Welche pädagogischen Konzepte eignen sich  zum Umgang mit Nationalismus?  Zum Tagungs-Programm: https://www.bs-anne-frank.de/fileadmin/user_upload/Slider/Projekte/2_Blickwinkel_Flyer_alt.pdf Aufzeichnung vom 17. Juni 2019 
1:15:07
July 11, 2019
Blickwinkel 2019: Heimatsbegriff zwischen Nationalismus und Hybridität - Juni 2019
"Heimatsbegriff zwischen Nationalismus und Hybridität" - Vortrag von ➮ Naika Foroutan (Deutsches Institut für Migration und  Integrationsforschung, Berlin) bei der BLICKWINKEL-Tagung 2019 in Berlin.  Die BLICKWINKEL-Tagung will 2019 unter dem  Titel »Die Rückseite der  Nation« sowohl den »autochthonen«  deutschen als auch den ethnischen  Nationalismus von Migrantisierten vor der Folie eines  antisemitismus-kritischen Ansatzes reflektieren. Wir fragen, was  nationales Bewusstsein heute mit antijüdischen Ressentiments zu tun hat,  was das Problematische am Nationalismus ist und ob Unterschiede zum  Patriotismus bestehen. Kann Nationalismus ohne die Ausgrenzung von  Minderheiten funktionieren? Welche pädagogischen Konzepte eignen sich  zum Umgang mit Nationalismus?  Zum Tagungs-Programm: https://www.bs-anne-frank.de/fileadmin/user_upload/Slider/Projekte/2_Blickwinkel_Flyer_alt.pdf Aufzeichnung vom 17. Juni 2019
39:08
July 11, 2019
Blickwinkel 2019: Re-Nationalisierungen in der postnationalsozialistischen Gesellschaft - Juni 2019
"Re-Nationalisierungen in der postnational-sozialistischen Gesellschaft" - Vortrag von ➮ Astrid Messerschmidt (Bergische Universität Wuppertal) mit einem Kommentar von ➮ Markus Brunner (Sigmund Freud PrivatUniversität, Wien) bei der BLICKWINKEL-Tagung 2019 in Berlin.  Die BLICKWINKEL-Tagung will 2019 unter dem  Titel »Die Rückseite der Nation« sowohl den »autochthonen«  deutschen als auch den ethnischen Nationalismus von Migrantisierten vor der Folie eines antisemitismus-kritischen Ansatzes reflektieren. Wir fragen, was nationales Bewusstsein heute mit antijüdischen Ressentiments zu tun hat, was das Problematische am Nationalismus ist und ob Unterschiede zum Patriotismus bestehen. Kann Nationalismus ohne die Ausgrenzung von Minderheiten funktionieren? Welche pädagogischen Konzepte eignen sich zum Umgang mit Nationalismus?  Zum Tagungs-Programm: https://www.bs-anne-frank.de/fileadmin/user_upload/Slider/Projekte/2_Blickwinkel_Flyer_alt.pdf Aufzeichnung vom 17. Juni 2019
1:02:18
July 11, 2019
#Kein Platz für Hass Teil 2 - Podiumsgespräch zum Tag gegen Antimuslimischen Rassismus - Juli 2019
Zum 10. Todestag von Marwa El-Sherbini, die am 01. Juli 2009 von dem Rechtsextremisten Alex W. in einem Dresdner Gerichtssaal ermordet wurde, haben wir in der Bildungsstätte Anne Frank zum Empowerment Salon eingeladen. Der Fokus des Abends lag bei Strategien und Möglichkeiten zur Selbstermächtigung von marginalisierten Menschen, besonders muslimischen und muslimisch markierten Menschen. Gespräch mit:  ➮ İdil Baydar ➮ Ayesha Khan  ➮ Karima Benbrahim, Leiterin des Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in NRW.  Aufzeichnung vom 1. Juli 2019 in der Bildungsstätte Anne Frank 
55:37
July 4, 2019
#Kein Platz für Hass Teil 1 - Spoken Word & Stand-up zum Tag gegen Antimuslimischen Rassismus - Juli 2019
Zum 10. Todestag von Marwa El-Sherbini, die am 01. Juli 2009 von dem Rechtsextremisten Alex W. in einem Dresdner Gerichtssaal ermordet wurde, haben wir in der Bildungsstätte Anne Frank zum Empowerment Salon eingeladen. Der Fokus des Abends lag bei Strategien und Möglichkeiten zur Selbstermächtigung von marginalisierten Menschen, besonders muslimischen und muslimisch markierten Menschen. Teil 1:  ➮  Gedenkvideo: „Ich bin Marwa“ von Datteltäter (im Mitschnitt nicht enthalten). Zum Video:  https://www.youtube.com/watch?v=CAsXI8Xxl-4Datteltäter.  ➮  Performance von Artist Shiva aka Jalabi ➮  Stand-up von Schauspielerin und Kabarettistin Idil Nuna Baydar als ihre Kunstfigur Jilet Ayşe  ➮  Spoken Word von Furat Abdulle ➮  Spoken Word von Sanna und Siham ➮  Hate-Speech-Kommentare und empowernde Nachrichten gelesen von Ayesha Khan  ➮  Moderatorin des Abends, Aisha Camara: Aufzeichnung vom 1. Juli 2019 in der Bildungsstätte Anne Frank
1:18:02
July 4, 2019
Streitbar #4 - Der Hijab - Der Streit um das muslimische Kopftuch. - Juni 2019
Passen Hijab und Feminismus zusammen? Oder spaltet das Kopftuch die  Frauenwelt? Was hat Religion mit Antikapitalismus zu tun? Und wie hat eine Komparsinnenrolle in einem Film über das Leben von Bushido bei Emel Zeynelabidin zu einer völlig neuen Einstellung zum muslimischen Kopftuch geführt?  Bei unser vierten Streitbar über das muslimische Kopftuch haben ➮ Khola Maryam Hübsch und ➮ Emel Zeynelabidin kräftig gestritten: Über Feminismus und Religion,  über Mode und Modeindustrie, über Identität und Selbstbestimmung.  Vielen Dank an euch und an unsere großartige StreitBar-Moderatorin ➮ Hadija Haruna-Oelker für diese tolle innermuslimische, feministische Debatte, bei der wir alle viele neue Perspektiven und Fragen erlangt haben.  Zum Trailer der aktuellen Ausstellung "Contemporary Muslim Fasions" des Museum für angewandte Kunst (unsrer Kooperationspartner des Abends): https://vimeo.com/332633567  #Streitbar 
2:03:33
June 7, 2019
Release-Party - Triggerwarnung. Identitätspolitik zwischen Abwehr, Abschottung und Allianzen. - Mai 2019
„Dass wir mit unserem Buch sagen wollen, ‚macht euch mal locker‘, ist natürlich kein Freifahrtschein für sexistische Macker. Wir wollen diese genuin linke Kultur des Aufschreiens, wenn es mal nicht gelingt, kritisieren.“ Gemeinsam mit text&beat haben wir gestern im frankfurtersalon den neuen Sammelband „Triggerwarnung. Identitätspolitik zwischen Abwehr, Abschottung und Allianzen“ von Saba-Nur Cheema, Eva Berendsen und Meron Mendel released. Denn: Obwohl es große Angriffe gegen Identitätspolitik gibt - von links, von rechts und aus der Mitte -, wollen sie über Stränge der Identitätspolitik sprechen, die problematisch sind.  Mit:  ➮ Den Herausgeber*innen Eva Berendsen, Saba-Nur Cheema und Meron Mendel  ➮ Autor*innen des Sammelbands: Hadija Haruna-Oelker, Lena Gorelik, Deborah Krieg, Charlotte Busch, Ayesha Khan, Céline Wendelgaß & Tom Uhlig. ➮ Klaus Walter von Text und Beat Mitschnitt vom 21.05.2019
1:47:02
May 22, 2019
Die zwei Seiten des Westends - Podiumsgespräch mit Musik - Mai 2019
FRANKFURT LIEST EIN BUCH: DIE ZWEI SEITEN DES WESTENDS. Über die Geschichte eines Viertels zwischen Synagoge und IG-Farben Haus Mit: ➮ Dalia Moneta ➮ Jutta Zwilling Musik: ➮ Claude Frochaux (Cello)  Die Geschichte des Westends wollen wir entlang der Entwicklung zweier entgegengesetzter Orte, zweier Kulminationspunkte deutscher Geschichte erzählen: der Westend Synagoge und dem IG-Farben-Haus. Von den zwanziger Jahren bis in die heutige Zeit wollen wir uns der Parallelität dieser zwei Orten widmen, deren Geschichte auf unheilvolle Weise miteinander verflochten ist – die Geschichte(n) erzählen die Historikerin Jutta Zwilling und die Autorin Dalia Wissgott-Moneta im Gespräch mit Tom Uhlig. Untermalt werden die verschiedenen Epochen musikalisch.  Aufzeichnung vom 16.05.2019
1:23:24
May 17, 2019
Streitbar #3 - Linker Populismus - Chancen und Gefahren linker Sammelbewegungen - Mai 2019
STREITBAR # 3: Linker Populismus – Chancen und Gefahren linker Sammlungsbewegungen  Mit:  ➮ Ismail Küpel ➮ Norma Tiedemann ➮ Sebastian Winte Moderation: Hadija Haruna-Oelker Ausnahmsweise gab es bei unserer dritten Streitbar weniger Streit und mehr Harmonie auf dem Podium als sonst. Denn darin, dass „linker Populismus“ problematisch ist, waren sich Ismail Küpeli, Norma Tiedemann und Sebastian Winter einig. Kontrovers war die Diskussion über Chancen und Gefahren linker Sammelbewegungen trotzdem.  Sebastian Winter wies darauf hin, dass Populismus sozialpsychologisch vor allem über die affekthafte Konstruktion von "Wir" gegen "die Eliten" funktioniert. Norma Tiedemann argumentierte, dass die Benennung von konkreten Herrschaftsverhältnissen deshalb noch lange nicht problematisch sein muss. Dem Populismus, der Chantal Mouffe verschwebt, setzte sie das Konzept einer Mobilisierung zur Selbstorganisierung entgegen. Ismail Küpeli machte den Begriff der Solidarität stark und verwies darauf, dass dieses nicht im Widerspruch dazu steht, innerlinke Konfliktverhältnisse z.B. über Rassismus oder Geschlechterverhältnisse auszutragen.  Vielen Dank an unsere Streitbar-Moderatorin Hadija Haruna-Oelker, unsere Podiumsgäste sowie an das interessierte Publikum für die spannende Auseinandersetzung! 
2:02:25
May 3, 2019
Der Nahostkonflikt wird im Plenum gelöst! - Podiumsgespräch - April 2019
DER  NAHOSTKONFLIKT WIRD IM PLENUM GELÖST. Israel und  Antisemitismus als Streitfrage der deutschen Linken - Podiumsgespräch im Rahmen unserer Sonderausstellung "Das Gegenteil von gut. Antisemitismus in der deutschen Linken seit 1968" mit:  ➮ Meron Mendel ➮ Daniel Bax ➮ Nissar Gardi ➮ Darja Klingenberg ➮ Moderation: Hanning Voigts Aufzeichnung vom 11. April 2019 Alle Infos zur Veranstaltung sowie zur Sonderausstellung: www.gegenteilvongut.de 
1:55:34
April 12, 2019
Streitbar#2: Cop-Culture - Über Rassismus in der Polizei - April 2019
Racial Profiling-Vorwürfe, rassistische Ermittlungstaktik und Neonazis in den eigenen Reihen: Polizei steht in der Kritik. Schlaglicht Hessen: Am 6. April 2006 wurde Halit Yozgat vom Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) in Kassel ermordet. Ein mögliches rassistisches Motiv wurde von den Ermittler*innen ausgeschlossen, sie vermuteten die Täter*innen im „kriminellen migrantischen Milieu“. 2018/2019: Die Frankfurter Anwältin Seda Başay-Yıldız erhält rassistische Drohbriefe, die mit „NSU 2.0“ gezeichnet sind. Spuren führen zu einem rechtsextremen Netzwerk inmitten der Polizei. Vorgesetzte und Kolleg*innen wollen von all dem nichts mitbekommen haben. Cop Culture, also die Organisationskultur und Verfahrensmuster der Polizei, ist höchst umstritten. Wie tief die Missstände verankert sind, wird heftig diskutiert. Die 2. Streitbar ermittelt zwischen problematischer Polizeipraxis und einer Kultur der Zivilcourage. Diskussion mit:  ➮ Prof. Dr. Rafael Behr 15 Jahre Polizeidienst in Hessen, danach Studium der Soziologie und Psychoanalyse in Frankfurt/Main. Seit 2008 Professor für Polizeiwissenschaften am Fachhochschulbereich der Akademie der Polizei Hamburg. ➮ Biplab Basu  Gründer der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP Berlin), Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt Berlin (ReachOut Berlin)  Moderatorin: Hadija Haruna-Oelker, Hessischer Rundfunk Aufzeichnung vom 04. April 2019
2:17:40
April 5, 2019
Vernissage: Sonderausstellung "Das Gegenteil von Gut" - März 2019
DAS GEGENTEIL VON GUT - ANTISEMITISMUS IN DER DEUTSCHEN LINKEN SEIT 1968   Begrüßung:  ➮ Eva Berendsen (Leiterin Kommunikation in der Bildungsstätte  Anne Frank)  ➮ Thomas Heppener (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)  Podiumsgespräch:    ➮ Dalia Moneta (ehem. Leiterin der Sozialabteilung der jüdischen  Gemeinde Frankfurt) ➮ Meron Mendel (Direktor der Bildungsttätte Anne Frank)   ➮ Julia König (Erziehungswissenschaftlerin an der Johannes  Gutenberg-Universität Mainz)   Moderation: Eva Berendsen Einführung in die Ausstellung:  ➮ Tom Uhlig (Kurator der Ausstellung und Mitarbeiter der Bildungsstätte Anne Frank)    Kraken-­Symbolik bei Massenprotesten, Boykottaufrufe gegen Israel  und  der Streit ums Palituch – die Geschichte der politi­schen Linken in der  Bundesrepublik ist immer wieder auch von Momenten gekennzeichnet, in  denen antisemitische Stereo­type in Umlauf  gebracht und ignoriert  wurden oder die Szene tief spalteten. Momente, in denen linkspolitische  Anliegen hin­ter ihre eigenen  emanzipatorischen Ansprüche zurückfallen,  Widersprüche in  Theorie und Praxis sind Gegenstand dieser Ausstellung.   Frankfurt  war und ist dabei immer wieder Austragungsort solcher  Auseinandersetzungen: Wir blicken auf den Häuser­kampf der  frühen Siebziger, die geplante Aufführung des Fassbinder-­Stücks »Der  Müll,  die Stadt und der Tod« und die jüngsten Blockupy­-Proteste.   1968 bildet den Ausgangspunkt, weil in diesem Jahr die Stimmung zu  kippen scheint: Eine vor­mals eher israelsolidarische Haltung der Linken  mündete in den Antizionismus. Dabei folgt die Ausstellung  einer  Topographie von Räumen, in denen linkspolitische Kritik geübt wurde: an  der Trinkhalle, an der Universität, im Supermarkt, in der Wohnung, auf  der Bühne und auf der Straße zeichnet sie die Traditionslinien  anti­semitischer Argumentationsformen nach. Auch – nicht nur in  Frankfurt.  Die Ausstellung und ihr Begleitprogramm laden  dazu ein, zu  ergründen, wann das Gutgemeinte das Gegenteil von gut ist.   www.gegenteilvongut.de  Aufzeichnung vom 
1:18:11
March 28, 2019
Streitbar#1: Heimat - German Dream oder Albtraum? - März 2019
HEIMAT - GERMAN DREAM ODER ALBTRAUM? STREITBAR #1 vom 07.03.2019 mit:   ➮  Hengameh Yaghoobifarah (freie*r Redakteur*in beim Missy Magazine,  schreibt u. a. die Kolumne „Habibitus“ für die taz. Mitherausgeberin des  Sammelbands „Eure Heimat ist unser Albtraum“) ➮  Dr. Sergey Lagodinsky (Anwalt, Autor und Repräsentanzmitglied der  Jüdischen Gemeinde zu Berlin. In 2019 Kandidat für das Europäische  Parlament [Bündnis 90/ Die Grünen]). ➮  Moderation: Hadija Haruna-Oelker (Hessischer Rundfunk)   „Heimat“ ist schwer en vogue: für das Marketing von Sweatshirts und  Limonaden, als Sehnsuchtsort und als strategischer Versuch, patriotisch gesinnten Bürger*innen ein Alternativangebot zur AfD zu unterbreiten (Stichwort: Heimatministerium).   „Heimat“ bleibt höchst umstritten. Auch unter Migrant*innen, Jüdinnen  und Juden, Schwarzen Menschen und People of Color: Für die einen lockt  ein neues deutsches Integrationsversprechen mit Chancen auf Anerkennung  und Aufstieg. Für die anderen verbirgt sich hinter einem weichgespülten Zugehörigkeitsfeeling die hässliche Fratze von völkischem Nationalismus,  Hass und Gewalt.   German Dream oder Albtraum? Integration oder Desintegration? Wer sind  wir eigentlich – und wie kommen wir dahin? Bei unserer ersten „Streitbar“ geht’s gleich um’s Ganze: Wir vermessen  die Chancen und Grenzen der Migrationsgesellschaft und diskutieren mit  denjenigen, die von „Heimat“ ganz besonders betroffen sind.   #Streitbar - Immer am ersten Donnerstag im Monat - Der Eintritt ist frei.   Wir wollen nicht dabei zusehen, wie Konflikte in den Echokammern der  Sozialen Netzwerke verschwinden. Die „Streitbar“ steht für Kontroverse  statt Konsens, Auseinandersetzung statt Abschottung: Hier feiern wir die  Debatte, hier treffen wir spannende Gäste zu strittigen Fragen. Und  Drinks. bs-anne-frank.de/streitbar 
1:42:36
March 8, 2019
Was kann Fußball gegen rechte Tendenzen tun? - Gespräch bei der Konferenz "Strategien gegen Antisemitismus im Fußball" (3/3) - Februar 2019
You'll never walk alone - Konferenz: Strategien gegen Antisemitismus im Fußball Teil 3/3: Gespräch - Was kann Fußball gegen rechte Tendenzen zun? ➭ Peter Fischer (Eintracht Frankfurt) ➭ Esther Schapira (Hessischer Rundfunk) Anfeindungen gegen jüdische Fußballspieler*innen, NS-verherrlichende Fangesänge, Antisemitismus beim Sponsoring: Auch im Fußball kommt es immer wieder zu antisemitischen Vorfällen, die sich mal offener, mal subtiler äußern. Zwar stellen sich zahlreiche Fans und Organisationen gegen antisemitische, rassistische und rechte Aussagen, eine breite   Sensibilisierung bleibt bisher jedoch aus – und Sportgerichte urteilen  weiterhin nur zögerlich über menschenfeindliche Aussagen und Aktionen. Bei der Konferenz haben wir Antisemitismus im beliebtesten Sport Deutschlands in den Blick genommen: Dabei wagten wir einen kritischen Blick in die Fanszene, aufs Spielfeld sowie in die Institutionen und haben uns mit Fan-Organisationen, Vereinen und Akteur*innen vernetzt.  Mitschnitt vom 21. Februar 2019 
46:02
February 22, 2019
Antisemitismus heute - Gespräch bei der Konferenz "Strategien gegen Antisemitismus im Fußball" (2/3) - Februar 2019
You'll never walk alone - Konferenz: Strategien gegen Antisemitismus im Fußball Teil 2/3: Gespräch - Antisemitismus heute ➭ Daniel Cohn-Bendit (Publizist und Politiker) ➭ Esther Schapira (Hessischer Rundfunk) ➭ Alon Meyer (Makkabi Deutschland)   Anfeindungen gegen jüdische Fußballspieler*innen, NS-verherrlichende  Fangesänge, Antisemitismus beim Sponsoring: Auch im Fußball kommt es  immer wieder zu antisemitischen Vorfällen, die sich mal offener, mal  subtiler äußern. Zwar stellen sich zahlreiche Fans und Organisationen  gegen antisemitische, rassistische und rechte Aus-sagen, eine breite  Sensibilisierung bleibt bisher jedoch aus – und Sportgerichte urteilen  weiterhin nur zögerlich über menschenfeindliche Aussagen und Aktionen.  Bei der Konferenz haben wir Antisemitismus im beliebtesten Sport  Deutschlands in den Blick genommen: Dabei wagten wir einen kritischen  Blick in die Fanszene, aufs Spielfeld sowie in die Institutionen und  haben uns mit Fan-Organisationen, Vereinen und Akteur*innen vernetzt.  Mitschnitt vom 21. Februar 2019 
50:09
February 22, 2019
Begrüßung zur Konferenz "Strategien gegen Antisemitismus im Fußball" (1/3) - Februar 2019
You'll never walk alone - Konferenz: Strategien gegen Antisemitismus im Fußball Teil 1/3: Begrüßung mit: ➭ Kai Klose (Staatsminister des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration) ➭ Dr. Meron Mendel (Bildungsstätte Anne Frank) ➭ Alon Meyer (Makkabi Deutschland)  Anfeindungen gegen jüdische Fußballspieler*innen, NS-verherrlichende Fangesänge, Antisemitismus beim Sponsoring: Auch im Fußball kommt es immer wieder zu antisemitischen Vorfällen, die sich mal offener, mal subtiler äußern. Zwar stellen sich zahlreiche Fans und Organisationen gegen antisemitische, rassistische und rechte Aussagen, eine breite  Sensibilisierung bleibt bisher jedoch aus – und Sportgerichte urteilen weiterhin nur zögerlich über menschenfeindliche Aussagen und Aktionen. Bei der Konferenz haben wir Antisemitismus im beliebtesten Sport  Deutschlands in den Blick genommen: Dabei wagten wir einen kritischen  Blick in die Fanszene, aufs Spielfeld sowie in die Institutionen und  haben uns mit Fan-Organisationen, Vereinen und Akteur*innen vernetzt.  Mitschnitt vom 21. Februar 2019 
29:44
February 22, 2019
LÖSCH DICH: Über Hassrede im Netz – und was man dagegen tun kann. (22/01/2019)
 Die gespaltene Gesellschaft tobt sich zunehmend online aus: Betroffene von Rassismus, Sexismus & anderen Diskriminierungen finden über die Sozialen Netzwerke 6 Hashtags wie #metoo oder #metwo immer erfolgreicher Gehör für ihre Belange. Gleichzeitig gehören Verleumdung, Morddrohungen, Selbstmordaufrufe oder die Androhung von Gewalt für viele zur Tagesordnung, die sich auf Facebook, Twitter & Co. zu umstrittenen Themen äußern. Hassbotschaften wie „Lösch dich“ & Vergewaltigungsfantasien werden zunehmend unter Klarnamen verschickt. All das wirkt sich auf das Sicherheitsgefühl im „echten“ Leben aus. Wie gehen Betroffene mit Hatespeech um? Was tun die Sozialen Netzwerke gegen Trolle und Stalker? Wie funktioniert NetzDG? Und wie kann digitale Zivilcourage konkret aussehen? mit: Ali Can (Initiator von #metwo) Ayesha Khan (Netz-Aktivistin), Olivia Sarma (response. Beratung für Betroffene rechter & rassistischer Gewalt) Nava Zarabian (jugendschutz.net). Moderation: Pola Nathusius (hr).
1:33:34
January 24, 2019
Die Abwehr von Antisemitismuskritik in der politischen Linken - Tom Uhlig - 2018
„Man kann nicht gleichzeitig den Judenmord aufarbeiten und die Revolution machen“: Die Abwehr von Antisemitismuskritik in der politischen Linken. Inputvortrag von Tom Uhlig im Rahmen der Konferenz "Antisemitismus in gegenwärtigen gesellschaftlichen Debatten: Tendenzen – Erscheinungsformen – Gegenwirkung" am 29. November 2018 an der Geothe-Universität Frankfurt.
24:56
January 21, 2019
Newsletter - Dezember 2018
Newsletter der Bildungsstätte Anne Frank - Informationen im Dezember 2018 www.bs-anne-frank.de/index.php?id=477
01:31
December 7, 2018
Nachsitzen! Nichts gelernt aus dem NSU? - Podiumsgespräch - 2018
Rassismus in Behörden, Medien und Zivilgesellschaft. Podiumsdiskussion vom 23.11.2018 Keynote: „10 Thesen zum Institutionellen Rassismus“ ⚫ Dr. Mehmet Daimagüler (Vertreter der Nebenklage im Münchener NSU-Prozess und Autor) Podiumsgespräch mit: ⚫ Dr. Mehmet Daimagüler (Vertreter der Nebenklage im Münchener NSU-Prozess und Autor) ⚫ Dr. Tanjev Schulz (Journalist, Autor und Professor für Journalismus) ⚫ Olivia Sarma (Leiterin von response. Beratung für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt) ⚫ Siraad Wiedenroth (ISD Frankfurt - Initiative Schwarze Menschen in Deutschland) Es ist unbestritten, dass der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) seine rassistische Mordserie über mehrere Jahre fortsetzen konnte, weil institutioneller Rassismus vor allem in Behörden, aber auch in großen Teilen der Medien und der Zivilgesellschaft eine zentrale Rolle gespielt hat: Die Ermittlungsbehörden kriminalisierten und stigmatisierten die Opfer und ihre Angehörigen. Hinweise auf möglicherweise neonazistische Tatmotive wurden zugleich ignoriert. Große Teile der Medien übernahmen und bestärkten sogar diese Sichtweise und Sprache (siehe Unwort des Jahres 2011). Die Stimmen der Angehörigen wurden auch von der Mehrheitsgesellschaft nicht gehört. Institutioneller Rassismus verursacht ein „Leben in Unsicherheit“ (Amnesty International) für Minderheiten in Deutschland. Bis heute? Was haben wir gelernt aus dem NSU? Wie stellen wir sicher, dass die Aufklärung des NSU-Komplexes und die Aufdeckung seines Netzwerks weiter vorangetrieben wird, nachdem der Prozess in München alle Erwartungen enttäuschte? Welche Konsequenzen wurden gezogen aus dem gesammelten Wissen, das in einer Vielzahl parlamentarischer Untersuchungsausschüsse von Bund und Ländern und in vielen selbstkritischen Artikeln und Berichten zusammengetragen wurde? Und ist das alles auch genug? Angesichts der Vorfälle von Chemnitz, eines bleibend hohen Niveaus rechter Gewalt in Deutschland und einer dramatischen Verschiebung der Grenzen des öffentlich Sagbaren zugunsten rassistischer Äußerungen und Positionen sind wir skeptisch und sagen: Nachsitzen!
1:55:39
November 27, 2018
Deutschextremismus in Linksland - Tom Uhlig - 2018
Unser Bildungsreferent Tom Uhlig hat am 14.11.2018 einen Vortrag für das Team meX der Landeszentrale für politische Bildungs Baden-Württemberg gehalten: In Zeiten einer erstarkenden völkischen Rechten, deren kaum verhohlener Antisemitismus von Teilen der sogenannten Mehrheitsgesellschaft weithin toleriert wird, scheint vielen der Fokus auf Antisemitismus in der politischen Linken zunächst weniger relevant. Jedoch zeigte sich gerade in jüngerer Vergangenheit, dass mangelnde Reflexion von Antisemitismus Teile linker Bewegungen durchaus anschlussfähig für Querfront-strategien gemacht haben, weshalb eine Kritik von Antisemitismus in der politischen Linken wichtiger denn je ist. Antizionismus, manichäischer Antiimperialismus, regressive Kapitalismuskritik – diese und andere Erscheinungsformen von Antisemitismus in der Linken werden im Vortrag offen gelegt.
49:01
November 27, 2018
Newsletter - November 2018
Newsletter der Bildungsstätte Anne Frank - Informationen im November 2018 https://www.bs-anne-frank.de/index.php?id=472
02:21
November 20, 2018
Antisemitische Feindbilder gestern und heute - Podiumsdiskussion - 2018
Podiumsdiskussion an der Heinrich-Böll-Schule Hattersheim:  Wie ist das momentane Wiedererstarken des Antisemitismus einzuschätzen? Welche historischen Anknüpfungspunkte bestehen im gegenwärtigen Antisemitismus in Deutschland? Und vor allem: Was kann man dagegen tun? Diese Fragen diskutierten:   ⇒ Günther Jikeli, Indiana University Bloomington (USA), Mitbegründer und Vorstandsmitglied des International Institute for Education and Research on Antisemitism (IIBSA) in London und Fellow am Moses Mendelssohn Zentrum in Potsdam   ⇒ Deborah Krieg, Bildungsstätte Anne Frank   ⇒ Manfred Levy, Fritz Bauer Institut Frankfurt 9. November 2018
1:55:48
November 20, 2018
Fachtag: Stifma Kopftuch - Rassistische Diskurse über Musliminnen und den Hidschab - 2018
Warum ist das Kopftuch, getragen von muslimischen Frauen, das in Deutschland wohl am hitzigsten diskutierte Stück Stoff der vergangenen zehn Jahre? Darüber haben wir beim Fachtag "Stigma Kopftuch" diskutiert. Dabei stellte Günter Bauer vom Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt in seinem Grußwort fest, dass Kopftücher schon seit Langem in Frankfurt präsent seien und zu der diversen Stadt gehörten. Saba-Nur Cheema, Leiterin der politischen Bildung in der Bildungsstätte Anne Frank, belegte die Kontroversen, die durch das Kopftuch regelmäßig ausgelöst werden, mit dem aktuellen Werbeclip einer israelischen Bekleidungsfirma, in dem eine Frau als Akt der Befreiung einen Niqab ablegt. Die Wissenschaftlerin Meltem Kulaçatan führte mit ihrem Vortrag „Projektionsfläche Kopftuch" in das Thema genderspezifische Diskriminierung und die daraus resultierenden Konsequenzen für Musliminnen ein. Für ihre Forschung hat Kulaçatan Interviews mit Betroffenen von antimuslimischem Rassismus geführt.
1:40:12
November 20, 2018
Queerfeindlichkeit & Antisemitismus in der neuen Rechten - TableTalk 3/3 auf der FBM 2018
Queerfeindlichkeit und Antisemitismus in der neuen Rechten Es diskutierten: Felicia Ewert, Rachel Liven & Olivia Sarma. Die Autorin Felicia Ewert analysiert in ihren Arbeiten und Vorträgen unterschiedliche Diskriminierungsformen gegen transgeschlechtliche Menschen. Im Oktober hat sie ihr Buch „Trans. Frau. Sein. Aspekte geschlechtlicher Marginalisierung.“ Herausgebracht. Rachel Liven ist Buchbloggerin und befasst sich inhaltlich mit Antisemitismus, Feminismus und Sexismus. Unter dem Hashtag #metwo hat sie jüdische Perspektiven und Erfahrungen geteilt. Olivia Sarma leitet unsere Beratungsstelle response. Beratung für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt. Mit unserer Pädagogischen Leiterin Saba-Nur Cheema sprachen sie darüber, wie sich Queerfeindlichkeit und Antisemitismus in der neuen Rechten äußern.
26:31
November 20, 2018
Social Media Movement - TableTalk 2/3 auf der Frankfurter Buchmesse 2018
Welche Formen von Solidarität mit Betroffenen von Diskriminierung werden durch soziale Medien ermöglicht? Ash Kay ist freie Autorin und Social-Media-Aktivistin. Als intersektionale Queerfeministin of color macht sie auf Twitter unter @problematash auf Rassismen aufmerksam & problematisiert Täter-Opfer-Umkehrungen. Die Autorin & Bloggerin Juna Grossmann schreibt über ihr Leben als Jüdin, Museen und Literatur. Im September hat sie ihr neuestes Buch, „Schonzeit vorbei – Über das Leben mit dem täglichen Antisemitismus“ herausgebracht. Max Czollek ist Lyriker, Essayist und Kurator. In seinem aktuellen Buch „Desintegriert euch!“ kritisiert er den deutschen Integrationsdiskurs & richtet sich gegen das Konstrukt eines gesamtdeutschen „Wir“. Mit ihnen diskutiert unsere Kollegin Eva Berendsen, welche Formen von Solidarität gegenüber Betroffenen von Diskriminierung über soziale Netzwerke ermöglicht werden und wie diese entstehen.
25:12
November 20, 2018
Die Normalisierung von Rassismus - TableTalk 1/3 auf der Frankfurter Buchmesse 2018
Wir starten unsere Table-Talk-Reihe auf der Frankfurter Buchmesse 2018 mit Mahret Ifeoma Kupka und dem DIASPOR.ASIA Podcast. Mahret Ifeoma Kupka schreibt, spricht, lehrt und kuratiert Ausstellungen zu den Themen Mode, Körper und Performatives beim Museum für Angewandte Kunst Frankfurt. Unter dem Hashtag #MeTwo hat sie ihre Rassismus-Erfahrungen geteilt. Diaspor.Asia Podcast ist ein unabhängiger Podcast, der aus einer asiatischen Perspektive Diaspora in Deutschland thematisiert und asiatische Identitäten und Geschichten sichtbar macht. Unsere Kollegin Eva Berendsen diskutiert mit ihnen, ob und wie Hashtags beim Kampf gegen Normalisierung von Rassismus helfen.
31:59
November 20, 2018
Zur Sozialpsychologie der Identitären Bewegung - Tom Uhlig - 2018
Vortrag von unserem Mitarbeiter Tom Uhlig am 6. Juli 2018 in Frankfurt über sozialpsychologische Betrachtungen der Identitären Bewegung.
1:10:37
November 20, 2018
Abgründe des Anti-Europäismus - Tom Uhlig - 2018
Unser Kollege Tom Uhlig hat auf dem diesjährigen Europakongress von Attac über eine ideologische Konstellation gesprochen, die sich in den letzten Jahren zunehmend verstärkt hat: dem irrationalen Hass auf Europa. Es geht dabei weniger um gerechtfertigte Kritik an all den Mängeln und Unvollkommenheiten der Europäischen Union, als um die Ablehnung der positiven Seiten. Europa sei, so Uhlig, zu einem Symbol der politischen Vermittlung geworden, welche diese Ideologie beseitigen wolle. Es gehe ihr um die Herstellung von "Eigentlichkeit", von einer Unmittelbarkeit, die letztendlich auf vorpolitische Orientierungshilfen wie Gott, 'Volk' und Schicksal hinauslaufe. Wie diese Art zu denken zudem mit Antisemitismus zusammenhängt, lässt sich in dem Kurzinput nachhören.
29:22
November 20, 2018
Antisemitismus in der AfD - Tom Uhlig - 2018
Auf einer Konferenz des DGB hielt unser Kollege Tom Uhlig einen Vortrag über Antisemitismus in der AfD. Dabei konzentriert er sich weniger auf offenen Antisemitismus einzelner Mitglieder der Partei, sondern den strukturellen Antisemitismus, der in der völkischen Ideologie, dem Geschichtsrevisionismus, der Wirtschaftspolitik und im Zusammenspiel mit Rassismus zu finden ist. Antisemitismus sei, so Uhlig, die Kehrseite der ‚Volksgemeinschaft‘, letztere ohne ersteres überhaupt nicht denkbar. Ergänzt wird sein Referat von einem Kommentar Volkhard Moslers, der sich den Fall um die antisemitischen und Shoah-verharmlosenden Schriften des AfD-Abgeordneten Wolfgang Gedeons widmet.
59:00
November 20, 2018
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