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Bildungsstätte Anne Frank

Bildungsstätte Anne Frank

By Bildungsstätte Anne Frank
Zentrum für politische Bildung und Beratung in Hessen.
www.bs-anne-frank.de

Als landesweites Zentrum entwickelt die Bildungsstätte Anne Frank innovative Konzepte und Methoden, um Jugendliche und Erwachsene für die aktive Teilhabe an einer offenen und demokratischen Gesellschaft zu stärken und zu empowern. Wir möchten dazu ermutigen, gesellschaftliche Entwicklungen kritisch zu hinterfragen.

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Streitbar #3 - Linker Populismus - Chancen und Gefahren linker Sammelbewegungen - Mai 2019

Bildungsstätte Anne Frank

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Wer spricht? Wer hört zu? - Kritik an fundamentalistisch/jihadistischen Strömungen aus linker und migrantischer Perspektive
Wer spricht? Wer hört zu? - Kritik an fundamentalistisch/jihadistischen Strömungen aus linker und migrantischer Perspektive Nicht erst seit den vergangen Anschlägen in Kabul und Wien befasst sich die Linke mit dem Erstarken von Islamist:innen. Es sind aber vor allem geflüchtete und migrantische Linke und Sympathisant:innen, die seit Jahrzehnten auf Islamismus in Ländern wie z.B Afghanistan oder Syrien hinweisen. Im Live-Talk mit Amina Aziz, Ayesha Khan, Waslat Hasrat-Nazimi und Nava Zarabian werden wir versuchen, einen Einblick in die Komplexität und Vielschichtigkeit des Phänomens zu geben. 
1:02:24
November 18, 2020
Telling (Hi)Story: Über Rassismus und Empowerment mit Osman Ö.
In unserer neuen Podcastreihe wird sich im Rahmen des Projekts „Telling (Hi)Story – Migration-Geschichte-Empowerment“ mit Fragen rund um das Thema Empowerment für schwarze Menschen und People of Color beschäftigt. In der zweiten Folge spricht unsere Bildungsreferentin Folasade Farinde mit Osman Ö. Osman arbeitet schon länger mit Jugendlichen und Erwachsenen in der pädagogischen Bildungsarbeit – das Thema „Empowerment“ ist für ihn eher neu – aber irgendwie auch nicht! Was versteht er unter Empowerment? Wie wird in muslimischen Communities über Rassismus gesprochen? Und ist Empowerment in diesen Kontexten ein Thema? Diesen und weiteren Fragen wird in diesem Podcast nachgegangen. „Telling (Hi)Story – Migration-Geschichte-Empowerment“: Menschen aller Generationen erzählen. Von Diskriminierung und von Solidarität. Ganz privat – oder ganz offen. Vorurteile und Feindseligkeiten nehmen zu. Gegen antisemitische, rassistische und diskriminierende Übergriffe aktiv werden, geht nur gemeinsam: Betroffene zusammenbringen, sich gegenseitig zuhören, stärken und den eigenen Erfahrungen und Geschichten Öffentlichkeit geben – das ist „Telling (Hi)Story“!
1:19:22
November 12, 2020
Nachgefragt: Warum Muslime nicht "die neuen Juden" sind
In der vergangenen Woche wurde der französische Geschichtslehrer Samuel Paty von einem jungen Islamisten ermordet, nachdem Paty im Unterricht die Mohammed-Karikaturen des Satiremagazins Charlie Hebdo gezeigt hatte. Seit diesem grausamen Attentat wird die Debatte über Glaubens- und künstlerische Freiheit öffentlich wieder besonders polemisch geführt.  So behauptet etwa der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan „die Muslime erleben heute eine ähnliche Lynchkampagne, wie sie gegen Juden in Europa zu Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg geführt wurde“ und ruft zum Boykott französischer Produkte auf. Inwiefern Erdogans Aussage antimuslimischen Rassismus instrumentalisiert und den Holocaust verharmlost, erklärt Saba-Nur Cheema, Pädagogische Leiterin der Bildungsstätte Anne Frank:
03:50
October 30, 2020
GESTERN IM HEUTE. — Aktuelle Herausforderungen der historisch-politischen Bildungsarbeit (Folge 1)
„Man muss uns jetzt diese zwölf Jahre nicht mehr vorhalten“ – über die Bedeutung von „Geschichte“ im aktuellen Rechtspopulismus. Mit Michael Sturm In den Argumentationsmustern extrem rechter und rechtspopulistischer Strömungen spielt der Verweis auf Geschichte eine zentrale Rolle. Entweder, um eine angeblich bessere Vergangenheit zu verklären, oder, um eine gemeinsame „exklusive“, kulturell und ethnisch homogene Identität zu beschwören. Immer wieder rückt aber auch die Erinnerung an die NS-Zeit in den Fokus extrem rechter Agitation. Die Mythen und Erzählmuster sind keineswegs neu. Vielmehr gründet das Geschichtsverständnis, das für den aktuellen Rechtspopulismus kennzeichnend ist, auf einem Bündel immer wieder neu beschworener extrem rechter Kampfbegriffe wie „Volk“, „Gemeinschaft“ oder „Nation“, die ein vermeintlich homogenes und exklusives Kulturverständnis rechtfertigen sollen und die Grundlage eines völkischen Geschichtsbildes darstellen. Geschichtspolitik ist demnach Ausdruck eines von rechtspopulistischen Strömungen geführten „Kulturkampfes“. Im Gespräch erläutert der Referent die gesellschaftlichen Resonanzen dieser geschichtspolitischen Vorstöße und geht dabei auch auf die aktuellen sog. Hygiene-Demos ein als Teil der „neuen sozialen Bewegung von rechts“. Er gibt außerdem Anregungen zu den Fragen, wie historisch-politische Bildung auf die zunehmend eine vielfältige Erinnerungskultur angreifende Geschichtspolitik reagieren kann und wie konkret kritische Erinnerungskulturen gestaltet werden können, die gesellschaftskritische Perspektiven entwickeln. Michael Sturm ist Historiker und pädagogisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter im Geschichtsort Villa ten Hompel, Münster Die Reihe "GESTERN IM HEUTE." ist eine gemeinsame Veranstaltung der Gedenkstätte Breitenau und der Bildungsstätte Anne Frank.
1:12:02
October 27, 2020
Nachgefragt: Israelbezogener Antisemitismus
Manchmal hören wir auf Demonstrationen Parolen, die wir nicht ganz zuordnen können. Nicht immer wissen wir, was eigentlich dahinter steckt. Gerade der Nahost-Konflikt führt oft zu Diskussionen. In den letzten Tagen wurde deshalb viel über Israelbezogenen Antisemitismus gesprochen. Wir wollen euch heute erklären, was es damit auf sich hat und wie ihr dem entgegen wirken könnt.
04:38
October 9, 2020
Nachgefragt: Von Halle bis Moria - Rassistische Kontinuitäten im öffentlichen Diskurs
In der Diskussion um die Aufnahme Geflüchteter ist  Rassismus allgegenwärtig. Dass aus Worten Taten werden können, zeigte  der Attentäter von Halle. Nachdem er vergeblich versucht hatte, in die  örtliche Synagoge einzudringen, tötete er gezielt migrantisch gelesene  Menschen. Ein halbes Jahr später löste der Mord an George Floyd eine  weltweite Debatte über Polizeigewalt und den damit einhergehenden  strukturellen Rassismus aus. Als kürzlich über 12.000 Geflüchtete durch  den Brand in Moria obdachlos wurden, trat dieser Rassismus wieder einmal  offen zu Tage. Über rassistische Kontinuitäten im öffentlichen Diskurs  sprechen wir mit Deborah Krieg, Bildungsreferentin der Bildungsstätte  Anne Frank. #Moria #Geflüchtete #refugees #europe #evacuatenow #halle #hanau #rassismus #politischebildung #bildungsstätte #Bildungsstätteannefrank
03:19
September 18, 2020
Sound of da Police - Vom Schutzmann zum Kriegertypus
Wenn wir an Polizei denken, haben unterschiedliche Leute vermutlich sehr unterschiedliche zum Teil konträre Bilder im Kopf: Die einen denken vielleicht an die freundliche Wachmeisterin, die man anrufen kann, wenn man in Schwierigkeiten gerät, die freundlich nickend die Aussage vom gestohlenen Fahrrad aufnimmt und das Gelingen staatlicher Verantwortung repräsentiert. Für andere tritt die Polizei in martialischer Kriegerrüstung in Erscheinung, gepanzert, mit Schlagstöcken, Pfefferspray, Kabelbinder und Wasserwerfern, oder als Schikaneure, die den öffentlichen Raum durchstreifen und mit maßlosen Befugnissen ausgestattet sind. Vortrag von Tom Uhlig am 08.06.2020 im Rahmen der Reihe „Montagsimpulse – Diskriminierungen und Feindbilder im Jahr 2020“ der Villa Merländer.
42:15
September 16, 2020
Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt – Folge 5: (K)ein Thema für die Kommunalpolitik?
Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt ist ein Problem. Doch was kann politisch dagegen getan werden? Wie können menschenwürdige Wohnverhältnisse für alle sichergestellt werden?   In der fünften und letzten Folge des Podcasts „Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt“ geht es genau darum: Drei Politikerinnen im Kasseler Rathaus, Violetta Bock (die LINKE), Judith Boczkowski (SPD) und Awet Tesfaiesus (Grüne) diskutieren mit Juri Kilian, Sprecher der AG „Wohnraum für ALLE“ über die Perspektive der Kommunalpolitik auf das Thema. Sie erörtern, welche Forderungen und Handlungsmöglichkeiten es am Kasseler Beispiel für die Politik gibt, was sich schon getan hat – und wo noch dringender Handlungsbedarf besteht.  Das AdiNet Nordhessen stärkt und vernetzt Antidiskriminierungsarbeit in der Region Nordhessen und wird durch Mittel des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration gefördert.  
58:24
September 11, 2020
Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt - Folge 4: Rassismus schlägt Türen zu.
In der vierten Folge des Podcasts “Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt” geht es um Ausreden rassistischer Vermieter*innen und Nachbar*innen, die Ghettoisierung deutscher Städte, dem Wohnen in ‘Schrottimmobilien’ und den tiefsitzenden Rassismus der Gesellschaft. Merlin Yemdji Kuete, stellvertretender Vorsitzender des Ausländerbeirats Kassel, Iskra Ivanova, Gründungsmitglied des Kasseler Vereins ReFIT (Regionale Förderung, Inklusion und Teilhabe von Roma und Sinti e.V.) und Omar Dergui, Berater für Geflüchtete auf dem Weg in den Arbeitsmarkt, berichten von den Erfahrungen von Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte, People of Color, Schwarzen Menschen und Roma und Sinti auf dem Wohnungsmarkt.    Das AdiNet Nordhessen stärkt und vernetzt Antidiskriminierungsarbeit in der Region Nordhessen und wird durch Mittel des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration gefördert.  Referent*innen:  Omar Dergui (mbv, mittelhessischer Bildungsverband)   Merlin Yemdji Kuete (Ausländerbeirat Kassel)   Iskra Ivanova (ReFIT – Regionale Förderung, Inklusion und Teilhabe von Roma und Sinti e.V., Kassel)
44:53
August 28, 2020
Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt – Folge 3: Aus der Jugendhilfe auf die Straße?
Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt – Eine Gesprächsreihe des AdiNet Nordhessen Folge 3: Aus der Jugendhilfe auf die Straße?  Aus der Jugendhilfe in die eigene Wohnung ziehen – ohne Unterstützung kaum machbar für junge Care-Leaver*innen. Denn auf dem Wohnungsmarkt erfahren sie nicht nur Verunsicherung, sondern auch strukturelle Hürden, Stigmatisierung und Diskriminierung.   In der dritten Folge der Gesprächsreihe des AdiNet Nordhessen zu Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt berichten die beiden Care-Leaver Benjamin Mertz und Taqi Ayobi von ihren Erfahrungen. Ergänzt werden sie von Laura Brüchle, Mitglied im Bundesvorstand Care-Leaver e.V., die ebenfalls einen Jugendhilfehintergrund hat, und von André Kranich, Sozialarbeiter und Sprecher des ‘Arbeitskreises für Care Leaver Hessen’. Dabei geht es auch darum, wie der Diskriminierungsschutz von Care-Leaver*innen verbessert werden kann.  Das AdiNet Nordhessen stärkt und vernetzt Antidiskriminierungsarbeit in der Region Nordhessen und wird durch Mittel des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration gefördert.
48:41
August 14, 2020
Nachgefragt: Junge Stimmen zu Racial Profiling in Fankfurt
Eine Woche nach den Ausschreitungen am Frankfurter Opernplatz hat die Polizei am vergangenen Wochenende im Stadtgebiet rund 2000 Menschen kontrolliert und hunderte Platzverweise erteilt. Während die Frankfurter Polizei vermeldet: „Lage am Opernplatz ist im Griff“, berichten zahlreiche Augenzeug*innen, dass in der Innenstadt und im Bahnhofsviertel vornehmlich junge People of Colour kontrolliert worden seien und kritisieren systematisches Racial Profiling. Die Bildungsstätte Anne Frank hat drei junge Erwachsene, Reza (20), Nasi (19) und Ayla (23), die vor Ort waren, zu ihren persönlichen Eindrücken befragt.
06:38
July 31, 2020
Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt – Folge 2: Barrierefreies Wohnen – bezahlbar?
Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt – Eine Gesprächsreihe des AdiNet Nordhessen Folge 2: Barrierefreies Wohnen – bezahlbar?  Eine Wohnung, verfügbar, günstig und barrierefrei? Aktuell fast ein Ding der Unmöglichkeit. In der zweiten Folge der Gesprächsreihe des Antidiskriminierungsnetzwerks Nordhessen zu Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt geht es genau darum: die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen im Bereich Wohnen; die Auswirkungen auf ihren Alltag; Möglichkeiten, sich zu wehren – und was sich auf dem Wohnungsmarkt strukturell dringend ändern muss.  Es diskutieren Angela Heitbrink, Wohnraumberaterin beim Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab e.V.), der Rechtsanwalt und Geschäftsführer der Organisation “Rechte behinderter Menschen“ (RBM gGmbH) Dr. Michael Richter, und Max Malirsch, ebenfalls Rechtsanwalt und Geschäftsführer des DMB Mieterbund Nordhessen e.V.  Das AdiNet Nordhessen stärkt und vernetzt Antidiskriminierungsarbeit in der Region Nordhessen und wird durch Mittel des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration gefördert.
45:48
July 31, 2020
Vergessene Opfer: NS-"Euthanasie"-Opfer im Kalmenhof - Vortrag und Gespräch - Juni 2020
NS-"Euthanasie"-Opfer gelten als "vergessene Opfer". Am Beispiel der  Geschichte des Kalmenhofs - heute eine sozialpädagogische Einrichtung  der Jugend- und Behindertenhilfe - lässt sich erörtern, ob das ein  zutreffender Ausdruck ist.   Der Kulturwissenschaftler Christoph Schneider spricht darüber, wie der  Ermordung von etwa 700 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit  Behinderungen im Kalmenhof erinnert wird. Der Tatort - das dortige  Krankenhaus - sollte 2016 verkauft werden. In Folge des Konflikts wurden  Forschungen vorangetrieben, die nun belegen, dass viele Opfer außerhalb  der 1987 als "Kalmenhof-Friedhof" gekennzeichneten Fläche liegen.  Sowohl für die Stadt Idstein wie für den Träger der Einrichtung wirft  dies viele Fragen auf.   Im anschließenden Gespräch mit Dr. Uta George, AmkA, wird erörtert, wie  sich die Thematik NS-"Euthanasie"-Morde im Geschichtsunterricht  bearbeiten lässt. Welche Anknüpfungen bietet die Erinnerungsgeschichte  für ein interkulturelles Geschichtslernen an?  Gespräch: Christoph Schneider (Kulturwissenschaftler und Autor) mit Dr.  Uta George (Abteilungsleiterin Amt für multikulturelle Angelegenheiten)   Veranstalter: Amt für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt  Frankfurt Aufzeichnung vom 16.06.2020
1:23:11
July 21, 2020
Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt – Eine Gesprächsreihe des AdiNet Nordhessen - Folge 1: Wohnen ist Menschenrecht!
Wohnen ist Menschenrecht! Doch dieses Menschenrecht wird immer häufiger durch Diskriminierung und mangelnden Wohnraum bedroht. Wie sich das äußert und zusammenhängt, inwiefern das Recht auf Wohnen in Deutschland verankert ist, wer betroffen ist und was sich ändern muss – diese Fragen sind Teil der ersten Folge der neuen Gesprächsreihe über „Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt“ des Antidiskriminierungsnetzwerks Nordhessen (AdiNet). Die Juristin und Antidiskriminierungs-Beraterin Asmaa El Idrissi, die Sozialarbeiterin und Sprecherin der „AG Wohnraum für Alle“ im AdiNet Nordhessen, Deborah Jellinghaus, und der Koordinator des Projekts „Wohnen ist Menschenrecht“ beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Hessen, Lars Lauer, diskutieren Problemlagen und Forderungen zur Verbesserung der Situation. Das AdiNet Nordhessen stärkt und vernetzt Antidiskriminierungsarbeit in der Region Nordhessen und wird durch Mittel des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration gefördert.
48:04
July 17, 2020
Telling (Hi)Story: Über Empowerment mit Modou Diedhiou
In unserer neuen Podcastreihe wird sich im Rahmen des Projekts „Telling (Hi)Story – Migration-Geschichte-Empowerment“ mit Fragen rund um das Thema Empowerment für schwarze Menschen und People of Color beschäftigt. In der ersten Folge spricht unsere Bildungsreferentin Folasade Farinde mit Modou Diedhiou. Modou beschäftigt sich schon seit längerer Zeit mit dem Thema Empowerment und bringt als Pädagoge Jugendlichen und Erwachsenen in Workshops und Vorträgen Empowerment näher. Wie bringt er eigentlich Jugendlichen in seinen Workshops Empowerment näher? Welche Rolle spielt Rap-Musik? Und was versteht er unter Empowerment? Diesen und weiteren Fragen wird in diesem Podcast nachgegangen. „Telling (Hi)Story – Migration-Geschichte-Empowerment“: Menschen aller Generationen erzählen. Von Diskriminierung und von Solidarität. Ganz privat – oder ganz offen. Vorurteile und Feindseligkeiten nehmen zu. Gegen antisemitische, rassistische und diskriminierende Übergriffe aktiv werden, geht nur gemeinsam: Betroffene zusammenbringen, sich gegenseitig zuhören, stärken und den eigenen Erfahrungen und Geschichten Öffentlichkeit geben – das ist „Telling (Hi)Story“!
40:13
July 13, 2020
response: Betroffenen - Gespräch zu antimuslimischen Rassismus mit Nillufar Hossaini
A.H. (Name geändert) hat sich im Mai 2020 an response, Beratungsstelle für Betroffene von rechter, rassistischer und antisemischer Gewalt gewendet. Im Interview mit response-Beraterin Nillufar Hossaini spricht sie über die Auswirkungen von rassistischen Erfahrungen auf ihr Leben und wie unsere Beratung ihr helfen konnte.
47:07
July 1, 2020
Diskriminierung von Romn*ja im Kontext Schule - Talk mit Dzoni Sichelschmidt - Juni 2020
Wir sprechen mit Dzoni Sichelschmidt über Antiziganismus und die Diskriminierung von Rom*nja im Kontext Schule. Mit welchen Ausschlüssen,  Benachteiligungen und Ungleichbehandlungen sind Rom*nja konfrontiert, welche Einfluss hat dies auf die Zugänge zu schulischer Bildung und  welche Handlungsstrategien gibt es, um der Diskriminierung entgegen zu  wirken? Aufzeichnung vom 25. Juni 2020
1:57:48
June 29, 2020
TuesdayTalk #9: Romeo Franz (MEP Bündnis 90/Die Grünen) zur Situation von Rom*nja in Zeiten von Corona - Juni 2020
Am 23.06. berichtet Romeo Franz beim 9. TuesdayTalk über die Situation von Rom*nja und Sinti*zze in Zeiten von Corona und Antiziganismus in Deutschland und Europa. Romeo Franz ist  Europaabgeordneter für die Grünen, setzt sich seit vielen Jahren für die Rechte von Sinti und Roma ein und engagiert sich gegen Antiziganismus.  Die Corona-Pandemie verschärft die Situation von Sinti*zze und Rom*nja, besonders in Südost-Europa. Dort leben viele Angehörige der Minderheit  in abgesonderten Vierteln unter ohnehin schwierigen ökonomischen und  hygienischen Bedingungen.  Während der Pandemie wurden diese Viertel  teilweise abgeriegelt, wodurch sich die Missstände noch verschärften.  Mit Romeo Franz sprechen wir über die gesellschaftlichen Ursachen des  Antiziganismus und seine Folgen, die mitunter tödlich sind. Die TuesdayTalks der Bildungsstätte Wie sieht die Situation Geflüchteter in Griechenland aus und was ist der  Stand im Mordfall Walter Lübcke? Zu diesen und weiteren Themen laden wir  einmal wöchentlich Expert*innen zum Gespräch. Die digitalen Talks  laufen auf YouTube und werden moderiert von Adrian Oeser (Hessischer Rundfunk). Teilnehmer*innen können Fragen stellen und miteinander in den Austausch treten. Aufzeichnung vom 23. Juni 2020
1:06:46
June 29, 2020
TuesdayTalk #8: Isabel Schayani & Christoph Zenses über die Lage Geflüchteter in Griechenland - Juni 2020
In unserem achten #TuesdayTalk haben wir die  WDR-Journalistin Isabel Schayani und Arzt Dr. Christoph Zenses zu Gast,  um über die Lage Geflüchteter in Griechenland zu sprechen, insbesondere  im Camp Moria. Isabel Schayani absolvierte nach Ihrem Studium der  Islamwissenschaften, Neueren Geschichte und Völkerrecht ein  WDR-Volontariat und war unter anderem Redakteurin beim ARD-Morgenmagazin  und bei MONITOR. Sie ist Mitbegründerin des mittlerweile größten  Online-Projekts für Geflüchtete in Deutschland, „WDRforyou“. Mit diesem  Projekt sollen Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind,  informiert, unterhalten und mit dem Alltagsleben in Deutschland vertraut  gemacht werden. Dr. Christoph Zenses, Facharzt für Innere Medizin in  Solingen, war im Februar dieses Jahres zum vierten Mal im  Geflüchteten-Camp Moria auf Lesbos (in dem rund 20.000 Geflüchtete  untergebracht sind), um dort medizinische Hilfe zu leisten. Als  Vorsitzender des Vereins „Solingen hilft e.V.“ sammelt er Spenden, um  die medizinische Versorgung im Camp zu verbessern.  Die TuesdayTalks  der Bildungsstätte: Wie sieht die Situation Geflüchteter in Griechenland  aus und was ist der Stand im Mordfall Walter Lübcke? Zu diesen und  weiteren Themen laden wir einmal wöchentlich Expert*innen zum Gespräch. Die digitalen Talks laufen auf YouTube und werden moderiert von Adrian Oeser (Hessischer Rundfunk). Teilnehmende können Fragen stellen und  miteinander in den Austausch treten. Aufzeichnung vom 16. Juni 2020
1:26:29
June 29, 2020
Rassistische Polizeigewalt: (auch) in Deutschland ein Problem - Gespräch mit Tahir Della - Juni 2020
Live-Stream: #BlackLivesMatter Gespräch mit Tahir Della (Sprecher der Initiative Schwarze Menschen in  Deutschland) "Rassistische Polizeigewalt: (auch) in Deutschland ein  Problem. #BlackLivesMatter".   Links / show notes:  Initiative Schwarze Deutsche    response. hessen - Beratung für Betroffene von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt - ein Angebot der Bildungsstätte Anne Frank  hessenschauthin.de Rechte und rassistische Vorfälle melden  „The Talk“  Streitbar über „Cop Culture“       Neuer „Integritätsbeauftragter“ für die hessische Polizei Taz-Dossier zu tödlicher Polizeigewalt  Interview mit Biplab Basu zu "Death in Custody" Oury-Jalloh Podcast Kollaborative Forschungsgruppe Racial Profiling: Erfahrung, Wirkung,  Widerstand Das können Sie gegen Rassismus tun  Aufzeichnung vom 4. Juni 2020 
58:32
June 12, 2020
TuesdayTalk #7: Deborah Feldman über ihren autobiografischen Roman "Unorthodox" - Juni 2020
Für unseren siebten #TuesdayTalk haben wir die Autorin Deborah Feldman  zu Gast. Sie ist in einer ultraorthodoxen jüdischen Satmar-Gemeinde in  Williamsburg (Brooklyn) aufgewachsen. Mit 17 wurde sie  zwangsverheiratet, mit 19 bekam sie einen Sohn. Als dieser drei Jahre  alt war, floh sie aus der Gemeinde; heute lebt sie in Berlin. Mit ihrem  autobiografischen Roman „Unorthodox“ landete sie einen internationalen  Erfolg. Aktuell läuft die Verfilmung der Serie auf Netflix. Im  Gespräch werden wir sowohl über ihr Buch als auch die Verfilmung  sprechen. Einen Schwerpunkt werden wir u.a. auf die Reaktionen zur Serie  setzen. So warf etwa Alan Posener der Serie in der „Welt" vor,  antisemitische Klischees zu bedienen. In diesem Kontext wird mit Deborah  Feldman auch über die Frage gesprechen, welches Bild in Deutschland von  Jüdinnen und Juden gezeichnet wird. Spannend ist auch, dass es zur  Zeit viele Serien gibt, die sich mit dem Leben der Satmar-Gemeinde in  Williamsburg beschäftigen. So laufen neben „Unorthodox“ allein auf  Netflix mit „Shtisel“ und „One of Us“ zwei weitere Serien, die sich mit  der Thematik beschäftigen. Auch darüber werden wir sprechen. . Die TuesdayTalks der Bildungsstätte: Wie sieht die Situation Geflüchteter in Griechenland aus und was ist der Stand im Mordfall Walter Lübcke? Zu diesen und weiteren Themen laden wir einmal wöchentlich Expert*innen zum Gespräch. Die digitalen Talks laufen über die Plattform Zoom und werden moderiert von Adrian Oeser (Hessischer Rundfunk). Teilnehmende können Fragen stellen und miteinander in den Austausch treten. Aufzeichnung vom 09. Juni 2020
1:14:15
June 12, 2020
TuesdayTalk #6: Extremismusforscherin Julia Ebner über Radikalisierung und Hass im Netz - Juni 2020
Für unseren sechsten #TuesdayTalk haben wir die Autorin und  Extremismusforscherin Julia Ebner zu Gast. Mit ihr sprechen wir über  Hass im Netz und darüber, wie sich Menschen online radikalisieren. Auch  Strategien zum Umgang mit diesen Phänomenen sollen thematisiert werden.  Die TuesdayTalks der Bildungsstätte: Wie sieht die Situation  Geflüchteter in Griechenland aus und was ist der Stand im Mordfall  Walter Lübcke? Zu diesen und weiteren Themen laden wir einmal  wöchentlich Expert*innen zum Gespräch. Die digitalen Talks laufen über  die Plattform Zoom und werden moderiert von Adrian Oeser (Hessischer  Rundfunk). Teilnehmende können Fragen stellen und miteinander in den  Austausch treten.   Aufzeichnung vom 02. Juni 2020
1:27:44
June 12, 2020
TuesdayTalk#5: Drei Monate nach dem Terroranschlag von Hanau - Mai 2020
Wie  lässt sich das Gedenken an die Ermordeten von Hanau angemessen  wachhalten, sodass es nicht nur bei einem kurzen Moment der Empörung  seitens der Mehrheitsgesellschaft bleibt? Welche politischen  Konsequenzen müssen aus dem Anschlag folgen, welche Fragen sind bei den  Hinterbliebenen noch offen und wie können sie - und andere von Rassismus  betroffene Menschen - auch in Zeiten der Corona-Pandemie unterstützt  werden? Darüber wollen wir mit der Initiative 19. Februar Hanau bei  unserem TuesdayTalk Nr. 5 sprechen. In unserer neuen  Online-Diskussionsrunde TuesdayTalks wollen wir uns in aktuelle  Zeitfragen einmischen. Dazu laden wir im Mai und Juni einmal wöchentlich  Expert*innen zum Gespräch ein. Die digitalen Talks werden moderiert von  Adrian Oeser (Hessischer Rundfunk). Aufzeichnung vom 26. Mai 2020
1:17:23
June 12, 2020
Rassismus erkennen und benenen - Zwischenzeit Podcast (Freies Radio Kassel) - Juni 2020
Mitschnitt der Sendung „Zwischenzeit“ zum Thema "Rassismus erkennen und benenen".  Was ist Rassismus, wie zeigt er sich im Alltag und was löst er aus. Zu Gast sind: Saba-Nur Cheema, die Leiterin des pädagogischen Teams der Bildungsstätte Anne Frank; Selvet Elevliv als Vertreterin von BENGI e.V. , einer migrantischen Selbstorganisationen aus Kassel; und Ruth Hunstock, die Initiatorin der Initiative „Afrodeutsche und Schwarze Menschen in Nordhessen“. Moderiert wird die Sendung von Maria Seip, der Leiterin der Kasseler Zweigstelle der Bildungsstätte Anne Frank. 
48:36
June 8, 2020
TuesdayTalk #4 - Anastassia Pletoukhina über Halle, Sicherheit der jüdischen Gemeinden - Mai 2020
#TuesdayTalk IV: über Halle, Sicherheit der jüdischen Gemeinden und jüdisches Leben in Deutschland  Bei unserem vierten TuesdayTalk wird Anastassia Pletoukhina, Doktorandin der Soziologie & Überlebende des Anschlags von Halle über (junges) jüdisches Leben in Deutschland und die Stimmung in den Gemeinden nach dem Anschlag sprechen. Ein Thema wird auch die Sicherheit jüdischer Gemeinden sein. Außerdem geht es darum, was man gegen Antisemitismus tun kann und warum jüdische Stimmen im Diskurs so wichtig sind.  In unserer neuen Online-Diskussionsrunde TuesdayTalks wollen wir uns in aktuelle Zeitfragen einmischen. Dazu laden wir im Mai und Juni einmal wöchentlich Expert*innen zum Gespräch ein. Die digitalen Talks werden moderiert von Adrian Oeser (Hessischer Rundfunk).   Aufzeichnung vom 19.05.2020
1:31:11
May 22, 2020
TuesdayTalk #3 - Zwischen Kritik an der israelischen Regierung und Antisemitismus mit Daniel Cohn-Bendit - Mai 2020
Zwischen Kritik an der israelischen Regierung und Antisemitismus mit Daniel Cohn-Bendit  In unserer neuen Reihe #TuesdayTalk spricht der Politiker Daniel Cohn-Bendit über den Graubereich zwischen Kritik an der Israelischen Regierung und Antisemitismus. Der Tuesday Talk läuft über die Plattform Zoom und wird moderiert von Adrian Oeser (Hessischer Rundfunk). Aufzeichnung vom 12.05.2020
1:16:37
May 22, 2020
TuesdayTalk #2 - Antisemitismus an Schulen in Deutschland - mit Prof. Dr. Julia Bernstein - Mai 2020
Für unseren nächsten #TuesdayTalk haben wir Prof. Dr. Julia Bernstein zu Gast. Die an der Frankfurt University of Applied Sciences dozierende Professorin wird ihr Buch „Antisemitismus an Schulen in Deutschland“ vorstellen. Bernstein legt darin Befunde, Analysen & Handlungsoptionen ihrer Forschung zu Antisemitismus an Schulen dar.   Wie steht es um die Sicherheit jüdischer Gemeinden nach dem antisemitischen Anschlag von Halle 2019? Welche Folgen hat der rechtsterroristische Anschlag von Hanau auf Menschen vor Ort, die von Rassismus betroffenen sind und Angehörige oder Freund*innen verloren haben? Zu diesen und vielen weiteren Themen laden wir im Mai und Juni einmal wöchentlich Expert*innen zum Gespräch. Die digitalen Talks werden moderiert von Adrian Oeser (Hessischer Rundfunk).  Aufzeichnung vom 5. Mai 2020
1:35:19
May 22, 2020
TuesdayTalk #1: Causa Mbembe. Hexenjagd oder notwendige Debatte? - (Content-Warnung) - April 2020
Content-Warnung: Im Gespräch wird beim Zitieren das N-Wort  verwendet. TuesdayTalk #1: Causa Mbembe. Hexenjagd oder notwendige Debatte?  Mit: Patrick Bahners (FAZ) und Saba-Nur Cheema (Bildungsstätte Anne  Frank)    Seit nun mehr als einer Woche wird heftig über die Einladung des  Philosophen Achille Mbembe seitens der Ruhrtriennale für die  Eröffnungsrede gestritten. Kritik kommt von vielen Seiten: der  Antisemitismusbeauftragte Felix Klein und Journalisten kritisieren ihn  für seine Äußerungen bezüglich Israel und des Holocausts. Mit der Absage  der Ruhrtriennale scheint die Causa Mbembe nicht erledigt: Mbembe wehrt  sich gegen die Vorwürfe. Wir laden das Publikum dazu ein, sich aktiv in  die Diskussion mit Fragen einzubringen. Aufzeichnung vom 28. April 2020
1:03:04
May 22, 2020
Ein Mädchen allein auf der Flucht - Zeitzeuginnengespräch mit Eva Szepesi - Mai 2020
Eva Szepesi, geboren 1932 in Budapest, hat als Kind das Vernichtungslager Auschwitz überlebt. Seit vielen Jahren teilt sie ihre Erfahrungen in Zeitzeuginnengesprächen mit Jugendlichen. 2011 veröffentlichte sie ihre Autobiografie „Ein Mädchen allein auf der Flucht“. Eva Szepesi lebt in Frankfurt.   Link zum Buch "Ein Mädchen allein auf der Flucht - Ungarn – Slowakei – Polen (1944–1945)" von Eva Szepesi: https://metropol-verlag.de/produkt/eva-szepesi-ein-maedchen-allein-auf-der-flucht/ Aufzeichnung vom 18.05.2020
1:20:46
May 22, 2020
Digitales Zeitzeugengespräch mit Zvi Cohen - Mai 2020
Digitales Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Zvi Cohen aus Israel, moderiert von Adrian Oeser (Hessischer Rundfunk).  Zum Filmprojekt "Erhobenen Hauptes. (Über)Leben im Kibbuz Ma'abarot": https://www.docview.org/  Zum Buch "Der Junge mit der Mundharmonika. Aus dem Ghetto Theresienstadt mit dem Zug in die Freiheit": https://metropol-verlag.de/produkt/zvi-cohen-mit-joerg-huber-und-elisa-makowski-der-junge-mit-der-mundharmonika/ Aufzeichnung vom 05. Mai 2020
2:15:46
May 22, 2020
Erinnern und Gedenken - Teil 3 des Webinars mit Ayşe Güleç - 6. April 2020
„Man möchte die Verbrechen des NSU aus dem kollektiven Gedächtnis bekommen“  Ayşe Güleç von der Initiative 6. April sprach im Webinar mit unseren Kolleg*innen Lena Reichstetter und Oliver Fassing über Gedenken und zivilgesellschaftliches Ringen um die Aufklärung des NSU-Komplexes. Im dritten Teil der Aufzeichnung geht es um die Forderungen von Betroffenen und Angehörigen sowie um das Gedenken an die Opfer des NSU.  Ayşe Güleç erklärt, warum der NSU-Prozess noch mehr Ungerechtigkeit geschaffen hat, was das Sperren der NSU-Akten für die kollektive Erinnerung bedeutet und welche Forderungen zum Gedenken und zur Aufklärung des NSU-Komplex bestehen.  Aufzeichnung vom 6. April 2020 Weitere Informationen:  HR-Podcast zu Verbindungen zwischen dem NSU-Komplex und dem Mord an Walter Lübcke Offener Brief der Initiative „Herkesin Meydanı — Platz für alle“ für ein Mahnmal in der Keupstraße/Ecke Schanzenstraße Petition zur Freigabe der NSU-Akten Ausschnitte aus der Videodokumentation der Demo „Kein 10. Opfer“ im Mai 2006 in Kassel Untersuchung von "forensic architecture" über die Rolle von Andreas Temme beim Mord an Halit Yozgat Podcast von NSU-Watch Refpolk & Kutlu: "Niemand Wird Vergessen / Hiç unutmadık" 
33:56
May 8, 2020
Staatliche (Nicht-)Aufarbeitung - Teil 2 des Webinars mit Ayşe Güleç - 6. April 2020
„Und dann ist Herr Yozgat aufgestanden und hat sich im Gerichtssaal auf den Boden gelegt“ Ayşe Güleç von der Initiative 6. April sprach im Webinar mit unseren Kolleg*innen Lena Reichstetter und Oliver Fassing über Gedenken und zivilgesellschaftliches Ringen um die Aufklärung des NSU-Komplexes. Im zweiten Teil der Aufzeichnung geht es um den NSU-Prozess und die Untersuchungsausschüsse. Ayşe Güleç zeigt, was vom Versprechen einer „lückenlosen Aufklärung“ geblieben ist, und erklärt anhand von bewegenden Beispielen, welche Rolle die Angehörigen beim Prozess hatten.  Aufzeichnung vom 6. April 2020 Weitere Informationen:  HR-Podcast zu Verbindungen zwischen dem NSU-Komplex und dem Mord an Walter Lübcke Offener Brief der Initiative „Herkesin Meydanı — Platz für alle“ für ein Mahnmal in der Keupstraße/Ecke Schanzenstraße Petition zur Freigabe der NSU-Akten Ausschnitte aus der Videodokumentation der Demo „Kein 10. Opfer“ im Mai 2006 in Kassel Untersuchung von "forensic architecture" über die Rolle von Andreas Temme beim Mord an Halit Yozgat Podcast von NSU-Watch Refpolk & Kutlu: "Niemand Wird Vergessen / Hiç unutmadık" 
53:18
May 8, 2020
Der Mord an Halit Yozgat - Teil 1 des Webinars mit Ayşe Güleç - 6. April 2020
„Auch antifaschistische Strukturen haben dieses migrantisch situierte Wissen nicht wahrgenommen“ Ayşe Güleç von der Initiative 6. April sprach im Webinar mit unseren Kolleg*innen Lena Reichstetter und Oliver Fassing über  Gedenken und zivilgesellschaftliches Ringen um die Aufklärung des NSU-Komplexes. Im ersten Teil der Aufzeichnung geht es um den Mord an  Halit Yozgat, den strukturellen Rassismus in den Behörden und die  Schikanierung der Angehörigen von Halit Yozgat bei den Ermittlungen. Ayşe Güleç erklärt die besondere Rolle der Demonstration  „Kein 10. Opfer“ mit 4.000 Menschen in Kassel im Mai 2006. Lange vor der Selbstenttarnung des NSU hatten die Demo-Teilnehmer*innen auf die  rassistische Motivation der Mordserie aufmerksam gemacht. Doch wurde  diese überwiegend migrantische Perspektive auch von Antifaschistinnen lange nicht wahrgenommen. Güleç spricht hier von struktureller Ignoranz und Empathielosigkeit. Aufzeichnung vom 6. April 2020 Weitere Informationen: HR-Podcast zu Verbindungen zwischen dem NSU-Komplex und dem Mord an Walter Lübcke Offener Brief der Initiative „Herkesin Meydanı — Platz für alle“ für ein Mahnmal in der Keupstraße/Ecke Schanzenstraße Petition zur Freigabe der NSU-Akten Ausschnitte aus der Videodokumentation der Demo „Kein 10. Opfer“ im Mai 2006 in Kassel Untersuchung von "forensic architecture" über die Rolle von Andreas Temme beim Mord an Halit Yozgat Podcast von NSU-Watch Refpolk & Kutlu: "Niemand Wird Vergessen / Hiç unutmadık" 
43:59
May 8, 2020
Streitbar#12 - Alles unter Kontrolle: Überleben die Bürgerrechte die Krise? - Mai 2020
Streitbar mit Philip Eppelsheim und Thomas Kaspar Moderation: Hadija Haruna-Oelker Abstand halten, Kontakte meiden, zu Hause bleiben: In Zeiten der  Corona-Pandemie sind unsere Freiheitsrechte aus Gründen des  Infektionsschutzes drastisch eingeschränkt worden. Und wo es neue Gebote  und Verbote gibt, sind auch Kontrollen nichtweit. Berittene Polizei vor  Spielplätzen oder Streifenwagen vor Parkbänken sind ein fast schon  alltäglicher Anblick geworden, mancherorts kreisen auch Drohnen. Die  Politik diskutiert das Für und Wider von Handydaten-Tracking und  Corona-Apps, in den sozialen Netzwerken und bei Behördenhotlines weisen  Bürger*innen regelmäßig auf vermeintliches Fehlverhalten ihrer  Mitmenschen hin und selbst der private Raum scheint nicht mehr  unantastbar. Ist das alles notwendig, gut und richtig so, umunsere Gesundheit zu  schützen und uns verantwortlich und solidarisch mit unseren Mitmenschen  zu verhalten? Oder sind die pandemiebedingten Kontrollmaßnahmen der  erste Schritt in den Über-wachungsstaat? Und: wie steht es eigentliche  um den Wert demokratischer Teilhabe, wenn erst das  Bundesverfassungsgericht pauschale Demonstrationsverbote untersagt?  Darüber wollen wir bei unserer StreitBar diskutieren – via Stream können  Sie auf den Social Media-Kanälen der Bildungs- stätte Anne Frank  kontrollieren, ob dabei nach allen Regeln der Kunst gestritten wird. Aufzeichnung vom 05. Mai 2020
1:01:35
May 7, 2020
Migrationsgesellschaften im Wandel - Teil 5: Panel Migrationsbiografien - Februar 2020
Marina Chervinsky, Leiterin des Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment der Zentralwohlfahrtstelle der Juden in Deutschland (ZWST) und Sanem Kleff, Direktorin des Netzwerks Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, gehen der Frage nach, was Menschen zur Einwanderung nach Israel und Deutschland bewegt. Gelenkt wird der Blick auf die Erfahrungen der ersten Generation und verortet sie im Zusammenhang der jeweiligen Migrationsgesellschaft.  Aufzeichnung vom 05. Februar 2020
1:50:32
April 30, 2020
Migrationsgesellschaften im Wandel - Teil 4: Podiumsdiskussion - Februar 2020
Prof. Dr. Armin Nassehi und Richard C. Schneider in einer Podiumsdiskussion zum Thema Migrationsgesellschaft und Integration in Israel und Deutschland.  Aufzeichnung vom 05. Februar 2020
47:06
April 30, 2020
Migrationsgesellschaften im Wandel - Teil 3: Keynote Armin Nassehi - Februar 2020
Prof. Dr. Armin Nassehi, Soziologe mit Lehrstuhl für Soziologie an der Universität München, zur Frage nach der Bedeutung von und den Umgang mit Migration in Deutschland.  Aufzeichnung vom 05. Februar 2020
48:11
April 30, 2020
Migrationsgesellschaften im Wandel - Teil 2: Keynote Richard C Schneider - Februar 2020
Richard C. Schneider, Journalist, Autor und Dokumentarfilmer und ehem. Leiter des ARD-Studios in Tel Aviv, über die ethnischen Zugehörigkeiten, Integration und Konflikte in der israelischen Migrationsgesellschaft. Der gesamte Mitschnitt ist hier zu finden.  Aufzeichnung vom 02. Februar 2020
48:41
April 30, 2020
Migrationsgesellschaften im Wandel - Teil 1: Begrüßung - Februar 2020
Die Begrüßungsrede für die  Veranstaltung „Migrationsgesellschaften im Wandel“ wurde gehalten von  Karin Müller, der Vizepräsidentin des Hessischen Landtages. Darauf  folgte eine Begrüßungsrunde mit Kai Klose, Hessischer Minister für  Soziales und Integration, Sandra Simovich, Generalkonsulin des Staates  Israel, Uwe Becker, Beauftragter der Hessischen Landesregierung für  Jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus in Hessen und  Gabriele Scherle, Vorstandsvorsitzende der Bildungsstätte Anne Frank. Aufzeichnung vom 5. Februar 2020
34:36
April 30, 2020
Digitales Zeitzeugengespräch mit Zvi Cohen - April 2020
Digitales Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Zvi Cohen aus Israel, moderiert von Adrian Oeser (Hessischer Rundfunk). Zum Filmprojekt "Erhobenen Hauptes. (Über)Leben im Kibbuz Ma'abarot": https://www.docview.org/  Zum Buch "Der Junge mit der Mundharmonika. Aus dem Ghetto Theresienstadt mit dem Zug in die Freiheit":   http://metropol-verlag.de/produkt/zvi-cohen-mit-joerg-huber-und-elisa-makowski-der-junge-mit-der-mundharmonika/ Aufzeichnung vom 16. April 2020
2:29:47
April 17, 2020
Verschwörungstheorien in Zeiten von Corona - Oliver Fassing im Gespräch mit Tom Uhlig - April 2020
“Die Impfindustrie kassiert jetzt ab!“ - “Die italienischen Kliniken  wollen doch nur an die Finanzhilfen!” - “Cui bono?” In aufgewühlten  Zeiten wie diesen haben Verschwörungstheorien wieder eine traurige  Hochkonjunktur; ob sie sich nun um Italien, den IS oder die USA drehen. Unsere Kollegen Oliver Fassing und Tom Uhlig haben sich aktuelle  Corono-Verschwörungstheorien angesehen. Im Podcast sprechen sie über  Funktion und Argumentationsmuster dieser Theorien und ihre  sozialpsychologische Funktion: Über Verschwörungstheorie erscheinen  Erfahrungen eigener Ohnmacht und Entfremdung plötzlich erklär- und  beherrschbar. Die beiden geben auch Tipps, was man tun kann, wenn im  privaten Umfeld oder in sozialen Medien Verschwörungstheorien umgehen.
47:00
April 3, 2020
Streitbar #11: Wie weiter nach der Corona-Krise? - April 2020
STREITBAR #11: Und wenn wir wieder rausdürfen: Kapitalismus abschaffen oder weiter wirtschaften wie zuvor?  Mit:  ➮ Janine Wissler: Die Diplom-Politologin ist Vorsitzende der Fraktion „Die Linke“ im Hessischen Landtag und stellvertretende Bundes-Vorsitzende ihrer Partei. ➮ Ascan Iredi Der Bankkaufmann und Kapitalmarkt-experte arbeitet als Fondsmanager für die DZ Privatbank und ist Beisitzer im Kreisvorstand der Hochtaunus-FDP. Moderation: Stefan Wolff ARD-Börsenexperte Abgesagte Aufträge, Ausgangsbeschränkungen, Abstand halten: Die Corona-Krise führt zu einer Entschleunigung des Alltags bei gleichzeitiger Beschleunigung politischer Entscheidungen. Was gestern noch undenkbar schien, ist plötzlich Realität: Nicht mehr die Wachstumslogik des kapitalistischen Wirtschaftssystems steht an erster Stelle, sondern ethische Überlegungen haben Vorrang. Wo Flugzeuge am Boden bleiben und Kon-sum auf ein Minimalmaß schrumpft, erscheinen antikapitalistische und ökologische Forderungen in einem neuen Licht. Was also kommt nach der Corona-Krise: Kapitalismus abschaffen oder weiter wirtschaften wie zuvor?  Wir verlegen unsere monatliche StreitBar in den digitalen Raum und wollen diskutieren über die Grenzen von Markt- und Wachstumslogik und Alternativen wie das bedingungslose Grundeinkommen. Müssen wir nach der Krise schnellstmöglich weitermachen wie bisher, um unser Wirt-schaftssystem am Laufen zu halten? Oder ist jetzt der Moment, Gesellschaft sozial, ökologisch und ökonomisch ganz neu zu denken, unser Konsumverhalten zu hinterfragen und auch mit Blick auf die Klimakrise neue Wege einzuschlagen? Kurz: Wird nach Ende der Corona-Krise sofort wieder in die Hände gespuckt fürs Bruttosozialprodukt oder hinterfragen wir das kapitalistische System? Streiten Sie mit uns – wir freuen uns auf Kommen-tare auf unseren Social Media-Kanälen. Aufzeichnung vom 31.03.2020
1:17:06
April 3, 2020
Buchvorstellung "Extrem Unbrauchbar" (Freies Radio Kassel) - Februar 2020
Gleichsetzungen von links und rechts, Hufeisen- und andere krude politische Theorien - darum geht's in unserem Band "Extrem Unbrauchbar", erschienen im Verbrecher-Verlag Berlin. Den Mitschnitt zu unserer Lesung im Freien Radio Kassel stellen wir Euch heute zur Verfügung!
59:59
March 27, 2020
Hessen Ganz Rechts: Und wieder tötet Rassismus - Februar 2020
Hessen ganz rechts - und wieder tötet Rassismus Sonder-Abendveranstaltung anlässlich der Morde von Hanau Trauer, Wut, Angst: Wir möchten morgen einen solidarischen Raum bieten, in dem wir über das, was uns nach Hanau beschäftigt, sprechen können. Was brauchen von Rassismus betroffene Menschen jetzt? Welche politischen Konsequenzen fordern wir? Und wie sorgen wir dafür, dass es nicht nur bei einem Momentum der Empörung seitens der Mehrheitsgesellschaft bleibt? Auf dem Podium: ▪️Olivia Sarma - Leiterin der Beratungsstelle Response für Betroffene rechter, rassistischer & antisemitischer Gewalt ▪️Mehmet Daimagüler - Jurist & Autor, Anwalt der Nebenklage im NSU-Prozess ▪️Danijel Majic - Journalist (hessenschau) ▪️Walid Malik - antirassistischer Aktivist Moderation: Aisha Camara (Response Hessen)
1:29:46
February 26, 2020
Streitbar #9: Kulturelle Aneignung - Februar 2020
Gehört das jemandem?  Dreadlocks, Kostüme & Ethno-Kitsch   Wir wollen das Konzept der kulturellen Aneignung genauer unter die Lupe  nehmen. Zur Diskussion steht, wo die Kritik daran Machtverhältnisse  aufdeckt – und ob sich gesellschaftliche Realitäten durch den Verzicht  auf „Indianer“-Kostüme wirklich ändern lassen.    Mit Deborah Krieg, Fadila Madougou & Patsy l'Amour laLove   Moderation: Hadija Haruna-Oelker
2:01:32
February 14, 2020
Comic-Lesung & Gespräch: "Madgermanes" - Januar 2020
"Madgermanes" Comic-Lesung & Gespräch mit Autorin Birgit Weyhe und Emiliano Chaimite (Afropa e.V.) "Madgermanes"  werden in Mosambik diejenigen genannt, die als sogenannte  Vertragsarbeiter*innen in der DDR beschäftigt waren. Nach dem Mauerfall  verlor ein Großteil von ihnen Arbeitsverträge und  Aufenthaltsgenehmigungen. Emiliano Chaimite und Birgit Weyhe erzählen von diesem kaum bekannten Teil deutsch-mosambikanischer Geschichte. Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung 2015/Max-und-Moritz-Preis 2016 Moderation: Jakob Hoffmann ("stories + strips"). Teil des Rahmenprogrammes von "Anderen wurde es schwindelig. 1989/90:Schwarz, Jüdisch, Migrantisch" - Sonderausstellung zum 30. Jahrestag des Mauerfalls www.bs-anne-frank.de/ausstellungen/anderen-wurde-es-schwindelig/
1:42:41
February 7, 2020
Geschichtsrevisionismus & Antisemitismus - wie die Rechten die Geschichte umdeuten - Februar 2020
Vorstellung des neuen Themenheftes der Bildungsstätte Anne Frank   Die Neue Rechte kämpft ihren Kampf um kulturelle Hegemonie – und die  Deutungshoheit über die jüngere Geschichte ist einer seiner wichtigsten  Schauplätze. Zwar ist Geschichtsrevisionismus kein neues Phänomen, doch  mit dem Erstarken rechtspopulistischer Kräfte in den vergangenen Jahren,  dem Einzug der AfD in den Bundestag und in sämtliche Landtage sowie der  Gründung der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung werden  geschichtsrevisionistische Positionen auch in der Öffentlichkeit  zunehmend prominenter geäußert.   Die Umdeutung der Geschichte soll dabei einen positiven Bezug zur "eigenen Nation", zur "Volksgemeinschaft" herstellen – die in der  Vorstellung der Neuen Rechten selbstverständlich weiß und christlich ist: Jüdinnen und Juden, Muslime, People of Color und Homosexuelle gehören nicht dazu.   Das Themenheft "Geschichtsrevisionismus – Wie die Rechten die Geschichte umdeuten" gibt einen Überblick über aktuelle Formen von  Geschichtsrevisionismus, benennt wichtige Akteur*innen und deren  typische Argumentationsfiguren und zeigt, an welche gesellschaftlichen  Einstellungen sie anknüpfen. Schließlich gibt das Themenheft Anregungen,  geschichtsrevisionistischen Positionen argumentativ oder praktisch  entgegenzutreten.  Zur Online-Version: bs-anne-frank.de/revisionismus   Mit Martín Steinhagen (Journalist, Frankfurt), Natascha Strobl  (Politikwissenschaftlerin, Wien) und Dr. Meron Mendel (Bildungsstätte  Anne Frank) Moderation: Marie-Sophie Adeoso (Bildungsstätte Anne Frank).
1:43:10
February 7, 2020
Buchvorstellung: "Extrem Unbrauchbar" (Universität Wien) - Januar 2020
Buchvorstellung "Extrem Unbrauchbar" Nach den Protesten gegen den G20- Gipfel in Hamburg gab der damalige  deutsche Außenminister Sigmar Gabriel bekannt: “Alle angeblichen  politischen Motive für diese Orgie an Brutalität sind verlogen und  sollen nur das Deckmäntelchen dafür sein, worum es den Tätern aus allen  Teilen Europas ging: um Gewalt an sich. […] Die Täter unterscheiden sich  überhaupt nicht von Neonazis und deren Brandanschlägen. Mit angeblich  ‘linken Motiven’ hat das alles nichts zu tun.” Gabriel verschweigt hier einerseits natürlich die  Eskalationsstrategie der Polizei, die für eben jene Aufnahmen gesorgt  hat, derer man sich im Nachhinein so empört, andererseits ist der  Vergleich auffällig: Unterscheiden sich die ‚Täter‘ durch überhaupt  nichts von Neonazis? Einige angezündete Autos oder Papierkörbe werden  hier mit angezündeten Geflüchtetenunterkünften, der Mordserie des NSU  und der gewaltsamen Verfolgung von allen, die in den Augen der Nazis als  nicht-deutsch gelten, auf eine Stufe gestellt. Die Verwirrung Gabriels ist keine zufällige, sondern folgt dem  Paradigma der Extremismustheorie, einem bis zur Unkenntlichkeit  entstellenden Verständnis von Gesellschaft, nach dem die ‚gesunde‘ Mitte  von ihren Rändern – Rechts- und Linksextremismus wie Islamismus –  bedroht wird. Dieses Hufeisenmodell besagt, dass in der (vermeintlichen)  Ablehnung der demokratischen Grundordnung sich die Extreme näher sind  als sie es wahrhaben wollen, und ignoriert darüber den ständigen  Schulterschluss konservativ-bürgerlicher mit völkisch Rechten Kräften.  Die Extremismustheorie ist extrem Unbrauchbar, sie verschleiert mehr als  sie erhält. Mit der Buchvorstellung möchten wir einen Einblick in die Kritik der  Extremismustheorie geben und insbesondere auf die Extremisierung von  Geschlechter- und Sexualitätsentwürfen jenseits gesellschaftlicher  Normalitätsvorstellungen eingehen.
1:06:27
January 22, 2020
Tom Uhlig & Andreas Fischer: Verpönte Erfahrung. Videospiele als Realitätszugang - Juli 2019
Die Kids vergraben sich zuhause vor Konsolen und Rechnern, zocken Nächte  durch und vermeiden so, sich dem »wahren Leben« da draußen zu stellen,  das sie überfordert und einschüchtert – so oder so ähnlich geht ein  gängiger Alltagsdiskurs über den Konsum von Videospielen. Dabei sind  Videospiele selbstverständlich Bestandteil der Wirklichkeit: Der Drache  in World of Warcraft ist als Niederschlag menschlicher Praxis ebenso  echt wie das nächstgelegene Fußballfeld. Erfahrungen, die mit  Videospielen gemacht bzw. in ihnen gesammelt werden, sind  gesellschaftlich verpönt, außer das Feuilleton bescheinigt ihnen, Kunst  zu sein. Was aber macht trotz ihrer weitverbreiteten sozialen  Geringschätzung Videospiele so attraktiv? Welche Erfahrungen lassen sich  mit ihnen machen? Warum spielen Leute in ihrer Freizeit  Arbeitssimulatoren, warum Spiele, die viel zu schwer sind? Warum sind  die Spiele von früher am besten? Und warum stimmt das überhaupt nicht?
1:42:42
December 17, 2019
Podium zum Release: "Extrem Unbrauchbar - über Gleichsetzungen von links und rechts" - Oktober 2019
Podium: Leo Fischer, Katha Rhein, Deborah Krieg, Tom Uhlig Rechtspopulistische  Strömungen finden auf ihrem Feldzug gegen die Demokratie ein mächtiges  begriffliches Mittel vor, welches ihnen die bürgerliche Mitte  vorbereitet hat: die Extremismustheorie. Gewonnen aus einer spezifischen  Lesart totalitarismuskritischer Arbeiten, etwa von Hannah Arendt, hat  sich im Sprechen über die Gesellschaft ein Hufeisenmodell durchgesetzt:  Eine Mitte der Gesellschaft werde von ihren Rändern bedroht. Islamismus,  Rechtsextremismus und Linksextremismus arbeiten daran, die Demokratie  zu zerstören. Doch besonders die Gleichsetzung von Rechtsextremismus und  Linksextremismus führt oft dazu, ersteres auf Kosten von letzterem zu  verharmlosen. Eine Veranstaltung von Milchsackfabrik in Kooperation mit Bildungsstätte Anne Frank und Verbrecher Verlag.
1:09:19
December 17, 2019
Buchvorstellung: "Extrem Unbrauchbar" (Frankfurter Buchmesse) - Oktober 2019
Rechtspopulistische Strömungen  finden auf ihrem Feldzug gegen die Demokratie ein mächtiges  begriffliches Mittel vor: die Extremismustheorie. Gewonnen aus einer  spezifischen Lesart totalitarismuskritischer Arbeiten, etwa von Hannah  Arendt, hat sich im Sprechen über die Gesellschaft ein Hufeisenmodell  durchgesetzt: Eine Mitte der Gesellschaft werde von ihren Rändern  bedroht. Besonders die Gleichsetzung von Rechtsextremismus und  Linksextremismus führt oft dazu, ersteres auf Kosten von letzterem zu  verharmlosen. Zudem ist die Konstruktion einer gesellschaftlichen Mitte  selbst problematisch. Was gehört zu dieser Mitte, was nicht? Gerade die  aktuellen Erscheinungsformen rechter Ideologien zielen darauf ab, gerade  noch anschlussfähig zum gesellschaftlichen Diskurs zu bleiben und ihn  durch kalkulierte Grenzverletzungen nach rechts zu verschieben – mit  einigem Erfolg. Im Rahmen der Buchmesse sind Tom Uhlig und Katharina Rhein (Herausgeber*innen) auf die markantesten Thesen eingegangen
21:39
December 17, 2019
Streitbar #8: Extremismus - Das Hufeisenmodell: Linksextrem = Rechtsextrem? - Dezember 2019
Rechtsextremismus, Linksextremismus und Islamismus - aus der Perspektive der Extremismustheorie eint diese Ideologien mehr, als sie trennt. Ihre Vertreter*innen, so die Theorie, befänden sich am den Rändern der Gesellschaft, arbeiteten daran, die Demokratie zu zerstören, und seien nur in ihrer Weltanschauung, nicht aber in ihren Methoden voneinander zu trennen. Dieses Hufeisenmodell geht von einer gesunden, vernünftigen Mitte der Gesellschaft aus, die von allen Seiten von Extremen bedroht wird. Nicht erst seit der jüngsten Landtagswahl in Thüringen haben die Extremismustheorie und das Hufeisenmodell wieder Konjunktur. Politiker*innen von AfD und Linkspartei werden als gleichermaßen "extrem" und "verfassungsfeindlich" bezeichnet, zur Bedrohung für die "politische Mitte" stilisiert. Doch wer gehört zu dieser konstruierten gesellschaftlichen Mitte - und wer nicht? Bei unserer Streitbar wollen wir diskutieren, ob oder inwiefern die politischen Ziele und Aktionsformen von Linken und Rechten überhaupt vergleichbar sind. Ist die Extremismustheorie ein geeignetes Modell, um gesellschaftliche Wirklichkeit zu beschreiben? Oder birgt sie die Gefahr, Rechtsextremismus auf Kosten von Linksextremismus zu verharmlosen. Diese Fragen wollen wir gemeinsam mit Uwe Backes (Professor für Politikwissenschaft und Vize Direktor des Hannah Arendts Institut für Totalitarismusforschung, TU Dresden) und Julika Bürgin (Professorin am Institut für Sozialpolitik und Soziale Arbeit an der Hochschule Darmstadt) diskutieren. Die Moderation übernimmt diesmal Hanning Voigts (Frankfurter Rundschau)
2:09:54
December 6, 2019
Lesung: Wladimir Kaminer - Der Rebbe fiel in Ohnmacht (Jüdische Kulturwochen) - November 2019
Über den Neuanfang und das deutsch-deutsche Hurra: Auch für Jüdinnen und Juden in Ost und West war der Mauerfall ein Wendepunkt. Mit der Migration von rund einer Viertelmillion jüdischen EinwanderInnen aus den ehemaligen GUS-Staaten erlebten die jüdischen Gemeinden in Deutschland einen tiefen Einschnitt und einen neuen Aufschwung. Gleichzeitig warf der lautstarke Einheitspatriotismus die Frage auf, ob auch Jüdinnen und Juden zum neuen Volks-Wir gezählt würden – oder nicht. Wuchs zusammen, was zusammengehört? Und was kam dabei heraus? Ein Abend, der die deutsche Einheit gegen den Strich bürstet: humoristisch, leicht nachdenklich – Frankfurt/Main meets Russendisko/Berlin. Ein Wende-Abend mit Autor Wladimir Kaminer und Dr. Rachel Heuberger Moderation: Dr. Ruth Fühner
1:21:16
November 22, 2019
Vortrag: Rechte Strukturen & Netzwerke in Deutschland – Andreas Speit – November 2019
Andreas Speit hat bei unserem Fachtag „Ganz extrem oder mittendrin?“ über rechte Strukturen und Netzwerke gesprochen. Anhand von vielen Beispielen hat er aufgezeigt, dass 'Identitäre Bewegung', Burschenschaften, Ein Prozent und viele weitere (extrem) rechte Gruppen und Netzwerke sind fester Bestandteil des Umfelds der AfD sind: „Die AfD ist das parteipolitische Gravitationsfeld vieler (extrem) rechter Sozialbewegung, die ineinander greifen & sich miteinander absprechen. Es unglaublich viele heterogene Angebote für Jugendliche & Erwachsene - von 'poppig-modern' bis zur klassischen Nazi-Gruppe.“ Vortrag von Andreas Speit (Journalist): „Rechte Strukturen und Netzwerke in Deutschland und ihre Anziehungskraft auf Jugendliche und junge Erwachsene“ Beim Fachtag: „Ganz extrem oder mittendrin? – Zum Umgang mit (extrem) rechten Ideologien in Deutschland“ der Bildungsstätte Anne Frank Mitschnitt vom 21.11.2019
1:34:51
November 22, 2019
Streitbar #7: Sind Ostdeutsche die neuen Migrant*innen? - November 2019
Mit Anetta Kahane & Naika Foroutan Moderation: Esther Schapira Knapp 30 Jahre nach der Widervereinigung gibt es noch immer strukturelle Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern. Zwar nimmt das Einkommensgefälle langsam ab - doch das Lohnniveau im Osten ist weiterhin niedriger und das Armutsrisiko höher.  Das wirkt sich auf das Selbstwertgefühl der Ostdeutschen aus. Laut einer Studie der Soziologin Naika Foroutan fühlt sich ein Drittel von ihnen als Bürger*innen zweiter Klasse und damit ähnlich benachteiligt wie (speziell muslimische) Migrant*innen. Zugleich richtet sich der Zorn vieler Ostdeutscher nicht nur gegen die die Politik, sondern entlädt sich in Rassismus, Antisemitismus und geschichtsreversionistischen Nationalismus. Aus westdeutscher Sicht blicken viele entsetzt auf "die Nazis im Osten" - und ignorieren die hohen Zustimmungswerte für rassistische Positionen in der eigenen Mitte. Kritik an sozialer Ungleichheit wird als Gemaule ewiger "Jammer-Ossis" abgetan. Ist die Kritik der Ostdeutschen berechtigt? Sind die Erfahrung, die Ostdeutsche und Migrant*innen bzw. Muslime machen vergleichbar - oder wird damit Rassismus banalisiert? Befördert ein ostdeutsches Opfernarrativ  vielleicht sogar antidemokratisches Handeln? Unsere siebte Streitbar, will sich genau diesen Fragen widmen. Dafür haben wir Anetta Kahane (Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung) und Naika Foroutan (Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik HU Berlin) zu einem Streitgespräch eingeladen. 
2:00:18
November 19, 2019
Demokratiekonferenz - Podiumsgespräch: Differenzen & Schnittmengen - November 2019
Beim Abschluss-Podium der Demokratiekonferenz haben vier Vertreter*innen von Frankfurter Initiativen ihre Bündnis-Erfahrungen geteilt und sich darüber ausgetauscht wo gemeinsame Schnittmengen und wo Differenzen liegen. ➮ Leonie Wicke von Fridays For Future erzählte von Erfahrungen mit Menschen innerhalb der Klima-Bewegung, die noch nicht für Rassismus oder andere Formen von Diskriminierung sensibilisiert sind. Sie betonte, dass gerade deshalb der Austausch zwischen unterschiedlichen politischen Bewegungen notwendig ist: „Es ist wichtig, dass Leute zu uns kommen und ihre Perspektiven hereintragen und wir müssen auch nach außen gehen und nachfragen, wo wir noch etwas dazuzulernen haben“. Im Streitgespräch zwischen ➮ Imke Meyer von Aufstehen gegen Rassismus und ➮ Daniel Röder von Pulse of Europe stellten sich spannende Schnittmengen und Differenzen heraus in der Frage zum Umgang mit antidemokratischen und rassistischen Organisationen heraus: „Ihr seid euch einig darüber dass ihr dem entgegentreten möchtet, aber nicht darüber wie“ stellte die Moderatorin Prasanna Oommen-Hirschberg fest. Allianzen sind absolut notwendig! Auf welche besondere Weise Kunst- und Kulturinitiativen von antidemokratischen Diskursen und betroffen sind, erzählte ➮ Sophie Osburg von der Frankfurter Erklärung der Vielen. Sie machte deutlich, wo für sie die Grenzen demokratischer Auseinandersetzung verlaufen und wie sich Kulturinitiativen gegen Angriffe wehren. Moderation: ➮ Prasanna Oommen-Hirschberg Mitschnitt vom 11. November 2019
1:02:16
November 18, 2019
Demokratiekonferenz - Podiumsgespräch: Zwischen Allianzen und Abschottung - November 2019
Im Podiumsgespräch haben ➮ Sylvia Weber (Dezernentin für Integration und Bildung der Stadt Frankfurt am Main), ➮ Olivia Sarma (response.) und ➮ Massimo Perinelli (Rosa-Luxemburg-Stiftung) die Impulse der beiden Vorträge aufgenommen und darüber diskutiert, wie antidemokratischen Bewegungen begegnet werden sollte. ➮ Meron Mendel, der das Gespräch moderierte, spitzte die Impulsvorträge zu: Interkulturelle Sensibilisierung und interkulturelle Öffnung sind wichtig – aber müsste es nicht vor allem darum gehen, Rassismus zu bekämpfen? Sylvia Weber betonte, dass beides wichtig ist: „Wir sind eine Stadt der Vielen. Verwaltung und Politik müssen empathisch und professionell mit dieser Vielfalt umgehen und für Rassismus sensibilisiert werden. Dass wir für gleiche Teilhabe und Bildungschancen eintreten schließt sich mit Antisemitismus- und Rassismus-Bekämpfung überhaupt nicht aus - im Gegenteil!“ Mitschnitt vom 11. November 2019
38:01
November 18, 2019
Demokratiekonferenz - Vortrag: Wir sind die Vielen, aber gespalten - Massimo Perinelli - November 2019
Massimo Perinelli ist Referent für Migration bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung. In seinem Input-Vortrag ging es um die Frage: „Wo hakt es bei der Solidarität? Und warum glaubt niemand mehr ernsthaft etwas verändern zu können?“.  Er kritisiert identitätspolitische Konzepte und gegenwärtige Dynamiken in der politischen Linken, die dazu verleiten, sich immer bloß auf das Gleiche; auf Allianzen und gemeinsame Schnittmengen zurückzuziehen. Denn: „Solidarität kann es nur zwischen Verschiedenen geben“. Deshalb plädiert er für eine „echte Beziehung von Unterschiedlichen“ die vom Affekt des Interesses und der Öffnung des sozialen Raums geleitet wird. Nur so kann ein radikal solidarisches Miteinander entstehen, eine „postmigrantische Gesellschaft der Vielen“ mit Orten der Begegnung, in denen die Teilnehmenden um ihre Position streiten und sich verändern können - ohne sich anzugleichen.  Audiomitschnitt von der Demokratiekonferenz im Amt für multikulturelle Angelegenheiten am 11. November 2019 www.partnerschaft-demokratie-ffm.de
31:53
November 18, 2019
Demokratiekonferenz - Vortrag: Von Solidaritätsbekundungen & Allianzen - Olivia Sarma - November 2019
Olivia Sarma leitet die  Beratungsstelle response für Betroffene rechter, rassistischer und  antisemitischer Gewalt. Anhand von drei Beispielen aus der Beratungsarbeit zeigte sie in ihrem Vortrag auf, wie praktische  Solidarität und Empowerment von Bündnissen und Allianzen für Betroffene hilfreich sein können. Außerdem plädierte sie für spezifische Brücken  und Allianzen in Behörden und Institutionen: „Wir brauchen Polizist*innen und Staatsanwält*innen, Mitarbeitende in den Ministerien, Ambulanzen und in den Wohnungsämtern, von denen wir wissen, dass sie gute Arbeit machen, dass sie sensibel sind und dass sie die Perspektive von Betroffenen ernst nehmen.“ Audiomitschnitt von der Demokratiekonferenz im Amt für multikulturelle Angelegenheiten am 11. November 2019 www.partnerschaft-demokratie-ffm.de
32:27
November 18, 2019
Mitschnitt: Danke Antifa! - Kritik ohne Extremismusverdacht. (Tom Uhlig)
Der Extremismusbegriff verzerrt Gesellschaft, indem er sie zwischen  einem vermeintlichen politischen Spektrum polarisiert, dessen Mitte es  gegen die Exzesse der Ränder zu schützen gelte. Diese Logik zeigt sich  für die politische Bildung gänzlich unbrauchbar, da Ideologien wie  Antisemitismus, Rassismus, Antiromaismus etc. sich keineswegs auf  bestimmte „extreme“ Szenen reduzieren lassen, sondern  gesamtgesellschaftlich ideologische Deutungsmuster bereitstellen, die  Unsicherheiten in der Moderne falsch zu interpretieren. Insbesondere bei  politischer Bildungsarbeit, die problematische Ressentiments innerhalb  der politischen Linken thematisieren will, verunmöglicht der  Extremismusbegriff und seine Wirkung, linke und rechte ‚Extreme‘ zu  nivellieren und gleichermaßen zu bekämpfen, die produktive Reflexion.
1:18:09
November 16, 2019
Buchmesse 2019 – Lesung: Mama Superstar – Oktober 2019
Beschreibung folgt
26:46
October 19, 2019
Lesung: Weil sind die Leute blöd - September 2019
LESUNG MIT ELKE WITTICH UND MIKE WUHLIGER Wie läuft es sich bei Demos auf High Heels im Schwarzen Block? Behalten Juden ihre kleinen Käppchen auch beim Duschen auf? Was sucht die AfD in fremder Männer Hosenlätzen? Diese und weitere lebensnahe Fragen beantworten Elke Wittich und Michael Wuliger im Rahmen ihrer Lesung. Des Weiteren wird es um Abenteuer bei der Israel-Lobby, Erich Honeckers Couchgarnitur und missglückte Stadtguerilla in der niederrheinischen Provinz gehen. Elke Wittich ist Leiterin des Sportressorts der Jungle World. Mike Wuliger war bei der Jüdischen Allgemeinen für Kultur verantwortlich, und schreibt dort eine wöchentliche Kolumne.
1:43:55
October 8, 2019
Podiumsdiskussion: Antisemitismus in Deutschland - September 2019
Antisemitismus ist in Deutschland offenbar weiterhin tief verwurzelt. Laut einer Umfrage der EU-Grundrechteagentur fühlen sich Juden in Deutschland wesentlich häufiger antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt als in anderen EU-Staaten. Der Studie zufolge verzichten rund 75 Prozent der Befragten in Deutschland auf das Tragen jüdischer Symbole wie etwa der Kippa in der Öffentlichkeit, teilweise aus Angst angefeindet zu werden. Für Liberale wie Nordrhein-Westfalens erste Antisemitismus-Beauftragte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, ist dieser Zustand „unerträglich“. Sie setzt sich unter anderem dafür ein, den Besuch eines Konzentrationslagers als verpflichtenden Bestandteil der Schullaufbahn einzuführen. Nach Auffassung von Dr. Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, ziehen sich antisemitische Einstellungen durch alle gesellschaftlichen Bereiche. Sie würden dort jeweils auf unterschiedliche Weisen artikuliert – mal subtiler als Verschwörungsideologien oder als eine einseitige vermeintliche Israelkritik, mal als offene Beschimpfungen oder tätliche Übergriffe gegen Menschen, die als Jüdinnen und Juden erkennbar sind. Doch unter Demokraten herrscht Einigkeit: Antisemitismus, gleich welcher Art, hat in unserer freiheitlichen, demokratischen Grundordnung nichts zu suchen.
1:33:29
September 13, 2019
Streitbar #5: BDS - Boykott Boykottieren oder Räume belassen? - September 2019
Wie umgehen mit der Antiisraelischen Boykott-Bewegung?  Mit Volker Beck & Hanno Loewy Moderatorin: Hadi Ja Haruna-Oelker Der Bundestag hat kürzlich eine Resolution gegen die antiisraelische Bewegung Boycott, Divestment, Sanctions (BDS) verabschiedet. Projekte, die zum Boykott Israels aufrufen oder BDS aktiv unterstützen, sollen nicht länger finanziell gefördert werden. Daraufhin haben 60 jüdische und israelische Wissenschaftler*innen die Resolution kritisiert, weil sie „der am weitesten rechts stehenden Regierung in der Geschichte Israels“ nützen und im israelischen Alltag einen Großteil des Engagements für die Rechte der Palästinenser*innen als antisemitisch abqualifizieren würde.
1:57:47
September 13, 2019
Micha Brumlik - Interview zur Sonderausstellung "Das Gegenteil von Gut" - 2019
 „Linker Antisemitismus tritt auf, wo strukturelle Verhältnisse falsch  konkretisiert und personalisiert werden.“  Micha Brumlik war Professor für Erziehungswissenschaften an der  Goethe-Universität Frankfurt. Von ihm erschienen zahlreiche Sachbücher,  Artikel und Essays über erziehungswissenschaftliche und philosophische  Fragen sowie die Geschichte und Gegenwart des Judentums.   Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen?   www.gegenteilvongut.de 
20:44
August 1, 2019
Elli Kaminer Zamberk - Interview zur Sonderausstellung "Das Gegenteil von Gut" - 2019
 „Wir haben über unsere Gefühle gesprochen und die über ihre Kunst.“    Elli Kaminer-Zamberk ist Gruppenanalytikerin mit eigener Praxis in  Frankfurt am Main. 2006-2012 arbeitete sie ehrenamtlich in einem  psychosozialen Zentrum für Überlebende der Shoah und ihre Familien und  seit 2010 als freie Mitarbeiterin am Institut für Traumabearbeitung und  Weiterbildung in Frankfurt.    Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen?   www.gegenteilvongut.de 
15:57
August 1, 2019
Ivo Bozic - Interview zur Sonderausstellung "Das Gegenteil von Gut" - 2019
 „Heute muss man sich entscheiden, ob man zu der einen oder der anderen  radikalen Linken gehören will.“   Ivo Bozic ist Journalist und war 1997 einer der Mitbegründer der  Wochenzeitung „Jungle World“, deren Mitherausgeber er nach wie vor ist.  Heute arbeitet er in der Naturbildung als stellvertretender Leiter der  Deutschen Wildtier Stiftung.    Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen?   www.gegenteilvongut.de 
21:39
August 1, 2019
Julia König - Interview zur Sonderausstellung "Das Gegenteil von Gut" - 2019
 „Antisemitische und antizionistische Motive werden intellektuell  verbrämt in die Theoriebildung integriert.“   Julia König ist Juniorprofessorin an der Johannes Gutenberg Universität  Mainz. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind kritische Theorie,  Sexualgeschichte, Psychoanalyse sowie feministische, postkoloniale und  Kindheitsforschung. Aktuell arbeitet sie an einem Projekt zum Verhältnis  von Verletzlichkeit, Gewalt und Emanzipation in der Idee der  Zivilisation.    Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen?   www.gegenteilvongut.de 
09:46
August 1, 2019
Daniel Keil - Interview zur Sonderausstellung "Das Gegenteil von Gut" - 2019
 „Was wir erfahren haben ist, dass es sinnvoll ist, diese Kritik auch im  Handgemenge auf der Straße zu äußern.“    Daniel Keil arbeitet an seiner Habilitation mit einem Stipendium der  Rosa Luxemburg Stiftung. Er arbeitet zum Europaverständnis der (neuen)  Rechten und dessen Bedeutung im Erstarken (neu)rechter Bewegungen und  Parteien im Kontext der politischen Krise der EU. Er spielt zudem in  einer sehr lauten Noise-Band.   Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen?   www.gegenteilvongut.de 
25:23
August 1, 2019
Jutta Ditfurth - Interview zur Sonderausstellung "Das Gegenteil von Gut" - 2019
 „Was man braucht ist nicht Harmonie, sondern Streit.“    Jutta Ditfurth ist Soziologin, Autorin und Gründungsmitglied der Partei  die Grünen, die sie in Kritik der realpolitischen Wende 1991 verließ und  die Partei ÖkoLinx gründete. Sie veröffentlichte zahlreiche Bücher über  die deutschen Verhältnisse, u.a. eine Biographie über Ulrike Meinhof  und jüngst „Haltung und Widerstand. Eine epische Schlacht um Werte und  Weltbilder“.    Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen?  www.gegenteilvongut.de 
15:31
August 1, 2019
Ismail Küpeli - Interview zur Sonderausstellung "Das Gegenteil von Gut" - 2019
„Viele Linke haben ein Selbstverständnis, dass Linkssein ein Ticket  sei.“   Ismail Küpeli ist Politikwissenschaftler und Historiker. Derzeit  schreibt er eine Dissertation über die kurdischen Aufstände in der  Türkei der 1920er und 30er Jahre am Institut für Diaspora- und  Genozidforschung (Ruhr-Universität Bochum). Er forschte im Auftrag der  Amadeu Antonio Stiftung über Hate Speech, die türkische Nationalisten in  Deutschland über soziale Netzwerke verbreiten.   Das Interview ist Teil unserer Sonderausstellung „Das Gegenteil von Gut –  Antisemitismus in der Linken“ von März bis September 2019. Im Fokus der  Auseinandersetzung stehen die verkürzte Kapitalismuskritik in Teilen der  politischen Linken, der Antiimperialismus der Häuserkampfbewegung und  der außerparlamentarischen Opposition sowie Boykottaufrufe kultureller  und wirtschaftlicher Waren aus Israel. Was bedeutet die Geschichte des  antisemitischen Ressentiments für das Heute? Wie haben sich  Argumentationsformen und Gefühle tradiert - und wie ist ihnen  bildungspolitisch zu begegnen? www.gegenteilvongut.de 
14:14
August 1, 2019
Schlecht getauft. Religionskritik nach Freud - Vortrag von Tom Uhlig - Juni 2019
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe: "Religion & Kapital. Zur Kritik des Glaubens in der Moderne" des Referats für Ringvorlesungen im AStA der TU Darmstadt war unser Bildungsreferent ➮ Tom Uhlig zu einem Vortrag über Religionskritik nach Freud eingeladen: "Schlecht getauft. Zu Religionskritik nach Freud und christlichem Antijudaismus Die explizite Auseinandersetzung mit Antisemitismus findet sich in Freuds Werk eher verstreut, teilweise in Fußnoten. Selbst die Massenpsychologie und Ich-Analyse, in der Freud sich den zwei großen antisemitischen Institutionen Österreichs seiner Zeit widmet – der Kirche und dem Heer –, wird diese ihre grundlegende Eigenschaft nicht dezidiert behandelt. In einer frühen Notiz zu Otto Weininger (1909) nahm Freud noch an, der Kastrationskomplex sei „die tiefste unbewusste Wurzel des Antisemitismus, denn schon in der Kinderstube hört der Knabe, daß dem Juden etwas am Penis – er meint ein Stück des Penis – abgeschnitten werde, und dies gibt ihm das Recht, den Juden zu verachten.“ Allerdings verfolgte er diese Linie von Emaskulation, Frauenhass und Antisemitismus nicht weiter, sondern suchte in seinem Spätwerk Der Mann Moses und die monotheistischen Religionen (1939) nach theologisch-mythischen Motiven, welche dem antisemitischen Ressentiment zugrunde liegen und befindet, es sei die erhöhte Vergeistigung der jüdischen Religion gegenüber dem Christentum, welche den Juden den Hass zugezogen hätte. Vom paganistischen Götzendienst ausgehend sei Gott im Monotheismus zu einem abstrakten Prinzip gemacht worden, ein Vorgang, der sich mit dem von Freud früher beschriebenen Mythos des Vatermordes durch die Bruderhorde parallelisieren lässt: Durch die Ermordung der konkreten, das heißt stofflichen Verkörperung des Gesetzes wird dieses abstrakt internalisiert und dadurch ungleich viel wirkmächtiger. Im Judentum werde nach Freud diese Struktur aufrechterhalten, indem der Gottesmord konsequent verdrängt und damit wirksam bleibe, während das Christentum das abstrakte Gesetz abzuschütteln trachtet. Das Christentum wird Gott abermals verdinglicht, um sogleich dann wieder umgebracht zu werden, womit sich die Christen paradoxerweise frei der Sünde wähnen würden: „Wir haben freilich dasselbe getan, aber wir haben es zugestanden und wir sind seither entsühnt.“ Dass dieser Wunsch nach Selbstentlastung zu einer Wiederkehr des Schuldgefühls führt, zeigt dessen Abwehr in der antisemitischen Unterstellung, welche den Juden den Christusmord zulasten legt. Die Rückkehr des abstrakten Gesetzes, die Strafe, welche doch eigentlich gesühnt sein sollte, erscheint als vom Anderen aufgezwungen: Dabei ist „[i]hr Judenhaß ist im Grunde Christenhaß“ beziehungsweise der Hass gegen die eigene Christianisierung und die nicht abgegoltene Schuld – die Christen sind „schlecht getauft“. In dem Vortrag sollen Grundzüge Freuds Religionskritik skizziert und der Frage nachgegangen werden, welche Bedeutung die Judenfeindschaft  darin hat."  Aufzeichnung vom 26.06.2019 im 806qm - Darmstadt
48:48
July 22, 2019
Blickwinkel 2019: Tagungsbeobachtung - Juni 2019
Tagungsbeobachtung mit ➮ Rosa Fava (Amadeu Antonio Stiftung, Berlin) und ➮ Deborah Krieg (Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt /Main) bei der BLICKWINKEL-Tagung 2019 in Berlin.  Die BLICKWINKEL-Tagung will 2019 unter dem  Titel »Die Rückseite der  Nation« sowohl den »autochthonen«  deutschen als auch den ethnischen  Nationalismus von Migrantisierten vor der Folie eines  antisemitismus-kritischen Ansatzes reflektieren. Wir fragen, was  nationales Bewusstsein heute mit antijüdischen Ressentiments zu tun hat,  was das Problematische am Nationalismus ist und ob Unterschiede zum  Patriotismus bestehen. Kann Nationalismus ohne die Ausgrenzung von  Minderheiten funktionieren? Welche pädagogischen Konzepte eignen sich  zum Umgang mit Nationalismus?  Zum Tagungs-Programm: https://www.bs-anne-frank.de/fileadmin/user_upload/Slider/Projekte/2_Blickwinkel_Flyer_alt.pdf Aufzeichnung vom 18. Juni 2019
1:02:14
July 11, 2019
Blickwinkel 2019: »Party-Patriotismus«: Gibt es einen positiven Nationalismus? - Juni 2019
»Party-Patriotismus«: Gibt es einen positiven Nationalismus? - Podium mit  ➮ Leo Fischer (Autor und Kolumnist, Frankfurt/Main),  ➮ Lena Gorelik (Autorin, München) und ➮ Stefanie Sargnagel (Autorin und Künstlerin, Wien) bei der BLICKWINKEL-Tagung 2019 in Berlin.  Die  BLICKWINKEL-Tagung will 2019 unter dem  Titel »Die Rückseite der  Nation« sowohl den »autochthonen«  deutschen als auch den ethnischen  Nationalismus von Migrantisierten vor der Folie eines  antisemitismus-kritischen Ansatzes reflektieren. Wir fragen, was  nationales Bewusstsein heute mit antijüdischen Ressentiments zu tun hat,  was das Problematische am Nationalismus ist und ob Unterschiede zum  Patriotismus bestehen. Kann Nationalismus ohne die Ausgrenzung von  Minderheiten funktionieren? Welche pädagogischen Konzepte eignen sich  zum Umgang mit Nationalismus?  Zum Tagungs-Programm: https://www.bs-anne-frank.de/fileadmin/user_upload/Slider/Projekte/2_Blickwinkel_Flyer_alt.pdf Aufzeichnung vom 17. Juni 2019 
1:15:07
July 11, 2019
Blickwinkel 2019: Heimatsbegriff zwischen Nationalismus und Hybridität - Juni 2019
"Heimatsbegriff zwischen Nationalismus und Hybridität" - Vortrag von ➮ Naika Foroutan (Deutsches Institut für Migration und  Integrationsforschung, Berlin) bei der BLICKWINKEL-Tagung 2019 in Berlin.  Die BLICKWINKEL-Tagung will 2019 unter dem  Titel »Die Rückseite der  Nation« sowohl den »autochthonen«  deutschen als auch den ethnischen  Nationalismus von Migrantisierten vor der Folie eines  antisemitismus-kritischen Ansatzes reflektieren. Wir fragen, was  nationales Bewusstsein heute mit antijüdischen Ressentiments zu tun hat,  was das Problematische am Nationalismus ist und ob Unterschiede zum  Patriotismus bestehen. Kann Nationalismus ohne die Ausgrenzung von  Minderheiten funktionieren? Welche pädagogischen Konzepte eignen sich  zum Umgang mit Nationalismus?  Zum Tagungs-Programm: https://www.bs-anne-frank.de/fileadmin/user_upload/Slider/Projekte/2_Blickwinkel_Flyer_alt.pdf Aufzeichnung vom 17. Juni 2019
39:08
July 11, 2019
Blickwinkel 2019: Re-Nationalisierungen in der postnationalsozialistischen Gesellschaft - Juni 2019
"Re-Nationalisierungen in der postnational-sozialistischen Gesellschaft" - Vortrag von ➮ Astrid Messerschmidt (Bergische Universität Wuppertal) mit einem Kommentar von ➮ Markus Brunner (Sigmund Freud PrivatUniversität, Wien) bei der BLICKWINKEL-Tagung 2019 in Berlin.  Die BLICKWINKEL-Tagung will 2019 unter dem  Titel »Die Rückseite der Nation« sowohl den »autochthonen«  deutschen als auch den ethnischen Nationalismus von Migrantisierten vor der Folie eines antisemitismus-kritischen Ansatzes reflektieren. Wir fragen, was nationales Bewusstsein heute mit antijüdischen Ressentiments zu tun hat, was das Problematische am Nationalismus ist und ob Unterschiede zum Patriotismus bestehen. Kann Nationalismus ohne die Ausgrenzung von Minderheiten funktionieren? Welche pädagogischen Konzepte eignen sich zum Umgang mit Nationalismus?  Zum Tagungs-Programm: https://www.bs-anne-frank.de/fileadmin/user_upload/Slider/Projekte/2_Blickwinkel_Flyer_alt.pdf Aufzeichnung vom 17. Juni 2019
1:02:18
July 11, 2019
#Kein Platz für Hass Teil 2 - Podiumsgespräch zum Tag gegen Antimuslimischen Rassismus - Juli 2019
Zum 10. Todestag von Marwa El-Sherbini, die am 01. Juli 2009 von dem Rechtsextremisten Alex W. in einem Dresdner Gerichtssaal ermordet wurde, haben wir in der Bildungsstätte Anne Frank zum Empowerment Salon eingeladen. Der Fokus des Abends lag bei Strategien und Möglichkeiten zur Selbstermächtigung von marginalisierten Menschen, besonders muslimischen und muslimisch markierten Menschen. Gespräch mit:  ➮ İdil Baydar ➮ Ayesha Khan  ➮ Karima Benbrahim, Leiterin des Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in NRW.  Aufzeichnung vom 1. Juli 2019 in der Bildungsstätte Anne Frank 
55:37
July 4, 2019
#Kein Platz für Hass Teil 1 - Spoken Word & Stand-up zum Tag gegen Antimuslimischen Rassismus - Juli 2019
Zum 10. Todestag von Marwa El-Sherbini, die am 01. Juli 2009 von dem Rechtsextremisten Alex W. in einem Dresdner Gerichtssaal ermordet wurde, haben wir in der Bildungsstätte Anne Frank zum Empowerment Salon eingeladen. Der Fokus des Abends lag bei Strategien und Möglichkeiten zur Selbstermächtigung von marginalisierten Menschen, besonders muslimischen und muslimisch markierten Menschen. Teil 1:  ➮  Gedenkvideo: „Ich bin Marwa“ von Datteltäter (im Mitschnitt nicht enthalten). Zum Video:  https://www.youtube.com/watch?v=CAsXI8Xxl-4Datteltäter.  ➮  Performance von Artist Shiva aka Jalabi ➮  Stand-up von Schauspielerin und Kabarettistin Idil Nuna Baydar als ihre Kunstfigur Jilet Ayşe  ➮  Spoken Word von Furat Abdulle ➮  Spoken Word von Sanna und Siham ➮  Hate-Speech-Kommentare und empowernde Nachrichten gelesen von Ayesha Khan  ➮  Moderatorin des Abends, Aisha Camara: Aufzeichnung vom 1. Juli 2019 in der Bildungsstätte Anne Frank
1:18:02
July 4, 2019
Streitbar #4 - Der Hijab - Der Streit um das muslimische Kopftuch. - Juni 2019
Passen Hijab und Feminismus zusammen? Oder spaltet das Kopftuch die  Frauenwelt? Was hat Religion mit Antikapitalismus zu tun? Und wie hat eine Komparsinnenrolle in einem Film über das Leben von Bushido bei Emel Zeynelabidin zu einer völlig neuen Einstellung zum muslimischen Kopftuch geführt?  Bei unser vierten Streitbar über das muslimische Kopftuch haben ➮ Khola Maryam Hübsch und ➮ Emel Zeynelabidin kräftig gestritten: Über Feminismus und Religion,  über Mode und Modeindustrie, über Identität und Selbstbestimmung.  Vielen Dank an euch und an unsere großartige StreitBar-Moderatorin ➮ Hadija Haruna-Oelker für diese tolle innermuslimische, feministische Debatte, bei der wir alle viele neue Perspektiven und Fragen erlangt haben.  Zum Trailer der aktuellen Ausstellung "Contemporary Muslim Fasions" des Museum für angewandte Kunst (unsrer Kooperationspartner des Abends): https://vimeo.com/332633567  #Streitbar 
2:03:33
June 7, 2019
Release-Party - Triggerwarnung. Identitätspolitik zwischen Abwehr, Abschottung und Allianzen. - Mai 2019
„Dass wir mit unserem Buch sagen wollen, ‚macht euch mal locker‘, ist natürlich kein Freifahrtschein für sexistische Macker. Wir wollen diese genuin linke Kultur des Aufschreiens, wenn es mal nicht gelingt, kritisieren.“ Gemeinsam mit text&beat haben wir gestern im frankfurtersalon den neuen Sammelband „Triggerwarnung. Identitätspolitik zwischen Abwehr, Abschottung und Allianzen“ von Saba-Nur Cheema, Eva Berendsen und Meron Mendel released. Denn: Obwohl es große Angriffe gegen Identitätspolitik gibt - von links, von rechts und aus der Mitte -, wollen sie über Stränge der Identitätspolitik sprechen, die problematisch sind.  Mit:  ➮ Den Herausgeber*innen Eva Berendsen, Saba-Nur Cheema und Meron Mendel  ➮ Autor*innen des Sammelbands: Hadija Haruna-Oelker, Lena Gorelik, Deborah Krieg, Charlotte Busch, Ayesha Khan, Céline Wendelgaß & Tom Uhlig. ➮ Klaus Walter von Text und Beat Mitschnitt vom 21.05.2019
1:47:02
May 22, 2019
Die zwei Seiten des Westends - Podiumsgespräch mit Musik - Mai 2019
FRANKFURT LIEST EIN BUCH: DIE ZWEI SEITEN DES WESTENDS. Über die Geschichte eines Viertels zwischen Synagoge und IG-Farben Haus Mit: ➮ Dalia Moneta ➮ Jutta Zwilling Musik: ➮ Claude Frochaux (Cello)  Die Geschichte des Westends wollen wir entlang der Entwicklung zweier entgegengesetzter Orte, zweier Kulminationspunkte deutscher Geschichte erzählen: der Westend Synagoge und dem IG-Farben-Haus. Von den zwanziger Jahren bis in die heutige Zeit wollen wir uns der Parallelität dieser zwei Orten widmen, deren Geschichte auf unheilvolle Weise miteinander verflochten ist – die Geschichte(n) erzählen die Historikerin Jutta Zwilling und die Autorin Dalia Wissgott-Moneta im Gespräch mit Tom Uhlig. Untermalt werden die verschiedenen Epochen musikalisch.  Aufzeichnung vom 16.05.2019
1:23:24
May 17, 2019
Streitbar #3 - Linker Populismus - Chancen und Gefahren linker Sammelbewegungen - Mai 2019
STREITBAR # 3: Linker Populismus – Chancen und Gefahren linker Sammlungsbewegungen  Mit:  ➮ Ismail Küpel ➮ Norma Tiedemann ➮ Sebastian Winte Moderation: Hadija Haruna-Oelker Ausnahmsweise gab es bei unserer dritten Streitbar weniger Streit und mehr Harmonie auf dem Podium als sonst. Denn darin, dass „linker Populismus“ problematisch ist, waren sich Ismail Küpeli, Norma Tiedemann und Sebastian Winter einig. Kontrovers war die Diskussion über Chancen und Gefahren linker Sammelbewegungen trotzdem.  Sebastian Winter wies darauf hin, dass Populismus sozialpsychologisch vor allem über die affekthafte Konstruktion von "Wir" gegen "die Eliten" funktioniert. Norma Tiedemann argumentierte, dass die Benennung von konkreten Herrschaftsverhältnissen deshalb noch lange nicht problematisch sein muss. Dem Populismus, der Chantal Mouffe verschwebt, setzte sie das Konzept einer Mobilisierung zur Selbstorganisierung entgegen. Ismail Küpeli machte den Begriff der Solidarität stark und verwies darauf, dass dieses nicht im Widerspruch dazu steht, innerlinke Konfliktverhältnisse z.B. über Rassismus oder Geschlechterverhältnisse auszutragen.  Vielen Dank an unsere Streitbar-Moderatorin Hadija Haruna-Oelker, unsere Podiumsgäste sowie an das interessierte Publikum für die spannende Auseinandersetzung! 
2:02:25
May 3, 2019
Der Nahostkonflikt wird im Plenum gelöst! - Podiumsgespräch - April 2019
DER  NAHOSTKONFLIKT WIRD IM PLENUM GELÖST. Israel und  Antisemitismus als Streitfrage der deutschen Linken - Podiumsgespräch im Rahmen unserer Sonderausstellung "Das Gegenteil von gut. Antisemitismus in der deutschen Linken seit 1968" mit:  ➮ Meron Mendel ➮ Daniel Bax ➮ Nissar Gardi ➮ Darja Klingenberg ➮ Moderation: Hanning Voigts Aufzeichnung vom 11. April 2019 Alle Infos zur Veranstaltung sowie zur Sonderausstellung: www.gegenteilvongut.de 
1:55:34
April 12, 2019
Streitbar#2: Cop-Culture - Über Rassismus in der Polizei - April 2019
Racial Profiling-Vorwürfe, rassistische Ermittlungstaktik und Neonazis in den eigenen Reihen: Polizei steht in der Kritik. Schlaglicht Hessen: Am 6. April 2006 wurde Halit Yozgat vom Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) in Kassel ermordet. Ein mögliches rassistisches Motiv wurde von den Ermittler*innen ausgeschlossen, sie vermuteten die Täter*innen im „kriminellen migrantischen Milieu“. 2018/2019: Die Frankfurter Anwältin Seda Başay-Yıldız erhält rassistische Drohbriefe, die mit „NSU 2.0“ gezeichnet sind. Spuren führen zu einem rechtsextremen Netzwerk inmitten der Polizei. Vorgesetzte und Kolleg*innen wollen von all dem nichts mitbekommen haben. Cop Culture, also die Organisationskultur und Verfahrensmuster der Polizei, ist höchst umstritten. Wie tief die Missstände verankert sind, wird heftig diskutiert. Die 2. Streitbar ermittelt zwischen problematischer Polizeipraxis und einer Kultur der Zivilcourage. Diskussion mit:  ➮ Prof. Dr. Rafael Behr 15 Jahre Polizeidienst in Hessen, danach Studium der Soziologie und Psychoanalyse in Frankfurt/Main. Seit 2008 Professor für Polizeiwissenschaften am Fachhochschulbereich der Akademie der Polizei Hamburg. ➮ Biplab Basu  Gründer der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP Berlin), Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt Berlin (ReachOut Berlin)  Moderatorin: Hadija Haruna-Oelker, Hessischer Rundfunk Aufzeichnung vom 04. April 2019
2:17:40
April 5, 2019
Vernissage: Sonderausstellung "Das Gegenteil von Gut" - März 2019
DAS GEGENTEIL VON GUT - ANTISEMITISMUS IN DER DEUTSCHEN LINKEN SEIT 1968   Begrüßung:  ➮ Eva Berendsen (Leiterin Kommunikation in der Bildungsstätte  Anne Frank)  ➮ Thomas Heppener (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)  Podiumsgespräch:    ➮ Dalia Moneta (ehem. Leiterin der Sozialabteilung der jüdischen  Gemeinde Frankfurt) ➮ Meron Mendel (Direktor der Bildungsttätte Anne Frank)   ➮ Julia König (Erziehungswissenschaftlerin an der Johannes  Gutenberg-Universität Mainz)   Moderation: Eva Berendsen Einführung in die Ausstellung:  ➮ Tom Uhlig (Kurator der Ausstellung und Mitarbeiter der Bildungsstätte Anne Frank)    Kraken-­Symbolik bei Massenprotesten, Boykottaufrufe gegen Israel  und  der Streit ums Palituch – die Geschichte der politi­schen Linken in der  Bundesrepublik ist immer wieder auch von Momenten gekennzeichnet, in  denen antisemitische Stereo­type in Umlauf  gebracht und ignoriert  wurden oder die Szene tief spalteten. Momente, in denen linkspolitische  Anliegen hin­ter ihre eigenen  emanzipatorischen Ansprüche zurückfallen,  Widersprüche in  Theorie und Praxis sind Gegenstand dieser Ausstellung.   Frankfurt  war und ist dabei immer wieder Austragungsort solcher  Auseinandersetzungen: Wir blicken auf den Häuser­kampf der  frühen Siebziger, die geplante Aufführung des Fassbinder-­Stücks »Der  Müll,  die Stadt und der Tod« und die jüngsten Blockupy­-Proteste.   1968 bildet den Ausgangspunkt, weil in diesem Jahr die Stimmung zu  kippen scheint: Eine vor­mals eher israelsolidarische Haltung der Linken  mündete in den Antizionismus. Dabei folgt die Ausstellung  einer  Topographie von Räumen, in denen linkspolitische Kritik geübt wurde: an  der Trinkhalle, an der Universität, im Supermarkt, in der Wohnung, auf  der Bühne und auf der Straße zeichnet sie die Traditionslinien  anti­semitischer Argumentationsformen nach. Auch – nicht nur in  Frankfurt.  Die Ausstellung und ihr Begleitprogramm laden  dazu ein, zu  ergründen, wann das Gutgemeinte das Gegenteil von gut ist.   www.gegenteilvongut.de  Aufzeichnung vom 
1:18:11
March 28, 2019
Streitbar#1: Heimat - German Dream oder Albtraum? - März 2019
HEIMAT - GERMAN DREAM ODER ALBTRAUM? STREITBAR #1 vom 07.03.2019 mit:   ➮  Hengameh Yaghoobifarah (freie*r Redakteur*in beim Missy Magazine,  schreibt u. a. die Kolumne „Habibitus“ für die taz. Mitherausgeberin des  Sammelbands „Eure Heimat ist unser Albtraum“) ➮  Dr. Sergey Lagodinsky (Anwalt, Autor und Repräsentanzmitglied der  Jüdischen Gemeinde zu Berlin. In 2019 Kandidat für das Europäische  Parlament [Bündnis 90/ Die Grünen]). ➮  Moderation: Hadija Haruna-Oelker (Hessischer Rundfunk)   „Heimat“ ist schwer en vogue: für das Marketing von Sweatshirts und  Limonaden, als Sehnsuchtsort und als strategischer Versuch, patriotisch gesinnten Bürger*innen ein Alternativangebot zur AfD zu unterbreiten (Stichwort: Heimatministerium).   „Heimat“ bleibt höchst umstritten. Auch unter Migrant*innen, Jüdinnen  und Juden, Schwarzen Menschen und People of Color: Für die einen lockt  ein neues deutsches Integrationsversprechen mit Chancen auf Anerkennung  und Aufstieg. Für die anderen verbirgt sich hinter einem weichgespülten Zugehörigkeitsfeeling die hässliche Fratze von völkischem Nationalismus,  Hass und Gewalt.   German Dream oder Albtraum? Integration oder Desintegration? Wer sind  wir eigentlich – und wie kommen wir dahin? Bei unserer ersten „Streitbar“ geht’s gleich um’s Ganze: Wir vermessen  die Chancen und Grenzen der Migrationsgesellschaft und diskutieren mit  denjenigen, die von „Heimat“ ganz besonders betroffen sind.   #Streitbar - Immer am ersten Donnerstag im Monat - Der Eintritt ist frei.   Wir wollen nicht dabei zusehen, wie Konflikte in den Echokammern der  Sozialen Netzwerke verschwinden. Die „Streitbar“ steht für Kontroverse  statt Konsens, Auseinandersetzung statt Abschottung: Hier feiern wir die  Debatte, hier treffen wir spannende Gäste zu strittigen Fragen. Und  Drinks. bs-anne-frank.de/streitbar 
1:42:36
March 8, 2019
Was kann Fußball gegen rechte Tendenzen tun? - Gespräch bei der Konferenz "Strategien gegen Antisemitismus im Fußball" (3/3) - Februar 2019
You'll never walk alone - Konferenz: Strategien gegen Antisemitismus im Fußball Teil 3/3: Gespräch - Was kann Fußball gegen rechte Tendenzen zun? ➭ Peter Fischer (Eintracht Frankfurt) ➭ Esther Schapira (Hessischer Rundfunk) Anfeindungen gegen jüdische Fußballspieler*innen, NS-verherrlichende Fangesänge, Antisemitismus beim Sponsoring: Auch im Fußball kommt es immer wieder zu antisemitischen Vorfällen, die sich mal offener, mal subtiler äußern. Zwar stellen sich zahlreiche Fans und Organisationen gegen antisemitische, rassistische und rechte Aussagen, eine breite   Sensibilisierung bleibt bisher jedoch aus – und Sportgerichte urteilen  weiterhin nur zögerlich über menschenfeindliche Aussagen und Aktionen. Bei der Konferenz haben wir Antisemitismus im beliebtesten Sport Deutschlands in den Blick genommen: Dabei wagten wir einen kritischen Blick in die Fanszene, aufs Spielfeld sowie in die Institutionen und haben uns mit Fan-Organisationen, Vereinen und Akteur*innen vernetzt.  Mitschnitt vom 21. Februar 2019 
46:02
February 22, 2019
Antisemitismus heute - Gespräch bei der Konferenz "Strategien gegen Antisemitismus im Fußball" (2/3) - Februar 2019
You'll never walk alone - Konferenz: Strategien gegen Antisemitismus im Fußball Teil 2/3: Gespräch - Antisemitismus heute ➭ Daniel Cohn-Bendit (Publizist und Politiker) ➭ Esther Schapira (Hessischer Rundfunk) ➭ Alon Meyer (Makkabi Deutschland)   Anfeindungen gegen jüdische Fußballspieler*innen, NS-verherrlichende  Fangesänge, Antisemitismus beim Sponsoring: Auch im Fußball kommt es  immer wieder zu antisemitischen Vorfällen, die sich mal offener, mal  subtiler äußern. Zwar stellen sich zahlreiche Fans und Organisationen  gegen antisemitische, rassistische und rechte Aus-sagen, eine breite  Sensibilisierung bleibt bisher jedoch aus – und Sportgerichte urteilen  weiterhin nur zögerlich über menschenfeindliche Aussagen und Aktionen.  Bei der Konferenz haben wir Antisemitismus im beliebtesten Sport  Deutschlands in den Blick genommen: Dabei wagten wir einen kritischen  Blick in die Fanszene, aufs Spielfeld sowie in die Institutionen und  haben uns mit Fan-Organisationen, Vereinen und Akteur*innen vernetzt.  Mitschnitt vom 21. Februar 2019 
50:09
February 22, 2019
Begrüßung zur Konferenz "Strategien gegen Antisemitismus im Fußball" (1/3) - Februar 2019
You'll never walk alone - Konferenz: Strategien gegen Antisemitismus im Fußball Teil 1/3: Begrüßung mit: ➭ Kai Klose (Staatsminister des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration) ➭ Dr. Meron Mendel (Bildungsstätte Anne Frank) ➭ Alon Meyer (Makkabi Deutschland)  Anfeindungen gegen jüdische Fußballspieler*innen, NS-verherrlichende Fangesänge, Antisemitismus beim Sponsoring: Auch im Fußball kommt es immer wieder zu antisemitischen Vorfällen, die sich mal offener, mal subtiler äußern. Zwar stellen sich zahlreiche Fans und Organisationen gegen antisemitische, rassistische und rechte Aussagen, eine breite  Sensibilisierung bleibt bisher jedoch aus – und Sportgerichte urteilen weiterhin nur zögerlich über menschenfeindliche Aussagen und Aktionen. Bei der Konferenz haben wir Antisemitismus im beliebtesten Sport  Deutschlands in den Blick genommen: Dabei wagten wir einen kritischen  Blick in die Fanszene, aufs Spielfeld sowie in die Institutionen und  haben uns mit Fan-Organisationen, Vereinen und Akteur*innen vernetzt.  Mitschnitt vom 21. Februar 2019 
29:44
February 22, 2019
LÖSCH DICH: Über Hassrede im Netz – und was man dagegen tun kann. (22/01/2019)
 Die gespaltene Gesellschaft tobt sich zunehmend online aus: Betroffene von Rassismus, Sexismus & anderen Diskriminierungen finden über die Sozialen Netzwerke 6 Hashtags wie #metoo oder #metwo immer erfolgreicher Gehör für ihre Belange. Gleichzeitig gehören Verleumdung, Morddrohungen, Selbstmordaufrufe oder die Androhung von Gewalt für viele zur Tagesordnung, die sich auf Facebook, Twitter & Co. zu umstrittenen Themen äußern. Hassbotschaften wie „Lösch dich“ & Vergewaltigungsfantasien werden zunehmend unter Klarnamen verschickt. All das wirkt sich auf das Sicherheitsgefühl im „echten“ Leben aus. Wie gehen Betroffene mit Hatespeech um? Was tun die Sozialen Netzwerke gegen Trolle und Stalker? Wie funktioniert NetzDG? Und wie kann digitale Zivilcourage konkret aussehen? mit: Ali Can (Initiator von #metwo) Ayesha Khan (Netz-Aktivistin), Olivia Sarma (response. Beratung für Betroffene rechter & rassistischer Gewalt) Nava Zarabian (jugendschutz.net). Moderation: Pola Nathusius (hr).
1:33:34
January 24, 2019
Die Abwehr von Antisemitismuskritik in der politischen Linken - Tom Uhlig - 2018
„Man kann nicht gleichzeitig den Judenmord aufarbeiten und die Revolution machen“: Die Abwehr von Antisemitismuskritik in der politischen Linken. Inputvortrag von Tom Uhlig im Rahmen der Konferenz "Antisemitismus in gegenwärtigen gesellschaftlichen Debatten: Tendenzen – Erscheinungsformen – Gegenwirkung" am 29. November 2018 an der Geothe-Universität Frankfurt.
24:56
January 21, 2019
Newsletter - Dezember 2018
Newsletter der Bildungsstätte Anne Frank - Informationen im Dezember 2018 www.bs-anne-frank.de/index.php?id=477
01:31
December 7, 2018
Nachsitzen! Nichts gelernt aus dem NSU? - Podiumsgespräch - 2018
Rassismus in Behörden, Medien und Zivilgesellschaft. Podiumsdiskussion vom 23.11.2018 Keynote: „10 Thesen zum Institutionellen Rassismus“ ⚫ Dr. Mehmet Daimagüler (Vertreter der Nebenklage im Münchener NSU-Prozess und Autor) Podiumsgespräch mit: ⚫ Dr. Mehmet Daimagüler (Vertreter der Nebenklage im Münchener NSU-Prozess und Autor) ⚫ Dr. Tanjev Schulz (Journalist, Autor und Professor für Journalismus) ⚫ Olivia Sarma (Leiterin von response. Beratung für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt) ⚫ Siraad Wiedenroth (ISD Frankfurt - Initiative Schwarze Menschen in Deutschland) Es ist unbestritten, dass der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) seine rassistische Mordserie über mehrere Jahre fortsetzen konnte, weil institutioneller Rassismus vor allem in Behörden, aber auch in großen Teilen der Medien und der Zivilgesellschaft eine zentrale Rolle gespielt hat: Die Ermittlungsbehörden kriminalisierten und stigmatisierten die Opfer und ihre Angehörigen. Hinweise auf möglicherweise neonazistische Tatmotive wurden zugleich ignoriert. Große Teile der Medien übernahmen und bestärkten sogar diese Sichtweise und Sprache (siehe Unwort des Jahres 2011). Die Stimmen der Angehörigen wurden auch von der Mehrheitsgesellschaft nicht gehört. Institutioneller Rassismus verursacht ein „Leben in Unsicherheit“ (Amnesty International) für Minderheiten in Deutschland. Bis heute? Was haben wir gelernt aus dem NSU? Wie stellen wir sicher, dass die Aufklärung des NSU-Komplexes und die Aufdeckung seines Netzwerks weiter vorangetrieben wird, nachdem der Prozess in München alle Erwartungen enttäuschte? Welche Konsequenzen wurden gezogen aus dem gesammelten Wissen, das in einer Vielzahl parlamentarischer Untersuchungsausschüsse von Bund und Ländern und in vielen selbstkritischen Artikeln und Berichten zusammengetragen wurde? Und ist das alles auch genug? Angesichts der Vorfälle von Chemnitz, eines bleibend hohen Niveaus rechter Gewalt in Deutschland und einer dramatischen Verschiebung der Grenzen des öffentlich Sagbaren zugunsten rassistischer Äußerungen und Positionen sind wir skeptisch und sagen: Nachsitzen!
1:55:39
November 27, 2018
Deutschextremismus in Linksland - Tom Uhlig - 2018
Unser Bildungsreferent Tom Uhlig hat am 14.11.2018 einen Vortrag für das Team meX der Landeszentrale für politische Bildungs Baden-Württemberg gehalten: In Zeiten einer erstarkenden völkischen Rechten, deren kaum verhohlener Antisemitismus von Teilen der sogenannten Mehrheitsgesellschaft weithin toleriert wird, scheint vielen der Fokus auf Antisemitismus in der politischen Linken zunächst weniger relevant. Jedoch zeigte sich gerade in jüngerer Vergangenheit, dass mangelnde Reflexion von Antisemitismus Teile linker Bewegungen durchaus anschlussfähig für Querfront-strategien gemacht haben, weshalb eine Kritik von Antisemitismus in der politischen Linken wichtiger denn je ist. Antizionismus, manichäischer Antiimperialismus, regressive Kapitalismuskritik – diese und andere Erscheinungsformen von Antisemitismus in der Linken werden im Vortrag offen gelegt.
49:01
November 27, 2018
Newsletter - November 2018
Newsletter der Bildungsstätte Anne Frank - Informationen im November 2018 https://www.bs-anne-frank.de/index.php?id=472
02:21
November 20, 2018
Antisemitische Feindbilder gestern und heute - Podiumsdiskussion - 2018
Podiumsdiskussion an der Heinrich-Böll-Schule Hattersheim:  Wie ist das momentane Wiedererstarken des Antisemitismus einzuschätzen? Welche historischen Anknüpfungspunkte bestehen im gegenwärtigen Antisemitismus in Deutschland? Und vor allem: Was kann man dagegen tun? Diese Fragen diskutierten:   ⇒ Günther Jikeli, Indiana University Bloomington (USA), Mitbegründer und Vorstandsmitglied des International Institute for Education and Research on Antisemitism (IIBSA) in London und Fellow am Moses Mendelssohn Zentrum in Potsdam   ⇒ Deborah Krieg, Bildungsstätte Anne Frank   ⇒ Manfred Levy, Fritz Bauer Institut Frankfurt 9. November 2018
1:55:48
November 20, 2018
Fachtag: Stifma Kopftuch - Rassistische Diskurse über Musliminnen und den Hidschab - 2018
Warum ist das Kopftuch, getragen von muslimischen Frauen, das in Deutschland wohl am hitzigsten diskutierte Stück Stoff der vergangenen zehn Jahre? Darüber haben wir beim Fachtag "Stigma Kopftuch" diskutiert. Dabei stellte Günter Bauer vom Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt in seinem Grußwort fest, dass Kopftücher schon seit Langem in Frankfurt präsent seien und zu der diversen Stadt gehörten. Saba-Nur Cheema, Leiterin der politischen Bildung in der Bildungsstätte Anne Frank, belegte die Kontroversen, die durch das Kopftuch regelmäßig ausgelöst werden, mit dem aktuellen Werbeclip einer israelischen Bekleidungsfirma, in dem eine Frau als Akt der Befreiung einen Niqab ablegt. Die Wissenschaftlerin Meltem Kulaçatan führte mit ihrem Vortrag „Projektionsfläche Kopftuch" in das Thema genderspezifische Diskriminierung und die daraus resultierenden Konsequenzen für Musliminnen ein. Für ihre Forschung hat Kulaçatan Interviews mit Betroffenen von antimuslimischem Rassismus geführt.
1:40:12
November 20, 2018
Queerfeindlichkeit & Antisemitismus in der neuen Rechten - TableTalk 3/3 auf der FBM 2018
Queerfeindlichkeit und Antisemitismus in der neuen Rechten Es diskutierten: Felicia Ewert, Rachel Liven & Olivia Sarma. Die Autorin Felicia Ewert analysiert in ihren Arbeiten und Vorträgen unterschiedliche Diskriminierungsformen gegen transgeschlechtliche Menschen. Im Oktober hat sie ihr Buch „Trans. Frau. Sein. Aspekte geschlechtlicher Marginalisierung.“ Herausgebracht. Rachel Liven ist Buchbloggerin und befasst sich inhaltlich mit Antisemitismus, Feminismus und Sexismus. Unter dem Hashtag #metwo hat sie jüdische Perspektiven und Erfahrungen geteilt. Olivia Sarma leitet unsere Beratungsstelle response. Beratung für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt. Mit unserer Pädagogischen Leiterin Saba-Nur Cheema sprachen sie darüber, wie sich Queerfeindlichkeit und Antisemitismus in der neuen Rechten äußern.
26:31
November 20, 2018
Social Media Movement - TableTalk 2/3 auf der Frankfurter Buchmesse 2018
Welche Formen von Solidarität mit Betroffenen von Diskriminierung werden durch soziale Medien ermöglicht? Ash Kay ist freie Autorin und Social-Media-Aktivistin. Als intersektionale Queerfeministin of color macht sie auf Twitter unter @problematash auf Rassismen aufmerksam & problematisiert Täter-Opfer-Umkehrungen. Die Autorin & Bloggerin Juna Grossmann schreibt über ihr Leben als Jüdin, Museen und Literatur. Im September hat sie ihr neuestes Buch, „Schonzeit vorbei – Über das Leben mit dem täglichen Antisemitismus“ herausgebracht. Max Czollek ist Lyriker, Essayist und Kurator. In seinem aktuellen Buch „Desintegriert euch!“ kritisiert er den deutschen Integrationsdiskurs & richtet sich gegen das Konstrukt eines gesamtdeutschen „Wir“. Mit ihnen diskutiert unsere Kollegin Eva Berendsen, welche Formen von Solidarität gegenüber Betroffenen von Diskriminierung über soziale Netzwerke ermöglicht werden und wie diese entstehen.
25:12
November 20, 2018
Die Normalisierung von Rassismus - TableTalk 1/3 auf der Frankfurter Buchmesse 2018
Wir starten unsere Table-Talk-Reihe auf der Frankfurter Buchmesse 2018 mit Mahret Ifeoma Kupka und dem DIASPOR.ASIA Podcast. Mahret Ifeoma Kupka schreibt, spricht, lehrt und kuratiert Ausstellungen zu den Themen Mode, Körper und Performatives beim Museum für Angewandte Kunst Frankfurt. Unter dem Hashtag #MeTwo hat sie ihre Rassismus-Erfahrungen geteilt. Diaspor.Asia Podcast ist ein unabhängiger Podcast, der aus einer asiatischen Perspektive Diaspora in Deutschland thematisiert und asiatische Identitäten und Geschichten sichtbar macht. Unsere Kollegin Eva Berendsen diskutiert mit ihnen, ob und wie Hashtags beim Kampf gegen Normalisierung von Rassismus helfen.
31:59
November 20, 2018
Zur Sozialpsychologie der Identitären Bewegung - Tom Uhlig - 2018
Vortrag von unserem Mitarbeiter Tom Uhlig am 6. Juli 2018 in Frankfurt über sozialpsychologische Betrachtungen der Identitären Bewegung.
1:10:37
November 20, 2018
Abgründe des Anti-Europäismus - Tom Uhlig - 2018
Unser Kollege Tom Uhlig hat auf dem diesjährigen Europakongress von Attac über eine ideologische Konstellation gesprochen, die sich in den letzten Jahren zunehmend verstärkt hat: dem irrationalen Hass auf Europa. Es geht dabei weniger um gerechtfertigte Kritik an all den Mängeln und Unvollkommenheiten der Europäischen Union, als um die Ablehnung der positiven Seiten. Europa sei, so Uhlig, zu einem Symbol der politischen Vermittlung geworden, welche diese Ideologie beseitigen wolle. Es gehe ihr um die Herstellung von "Eigentlichkeit", von einer Unmittelbarkeit, die letztendlich auf vorpolitische Orientierungshilfen wie Gott, 'Volk' und Schicksal hinauslaufe. Wie diese Art zu denken zudem mit Antisemitismus zusammenhängt, lässt sich in dem Kurzinput nachhören.
29:22
November 20, 2018
Antisemitismus in der AfD - Tom Uhlig - 2018
Auf einer Konferenz des DGB hielt unser Kollege Tom Uhlig einen Vortrag über Antisemitismus in der AfD. Dabei konzentriert er sich weniger auf offenen Antisemitismus einzelner Mitglieder der Partei, sondern den strukturellen Antisemitismus, der in der völkischen Ideologie, dem Geschichtsrevisionismus, der Wirtschaftspolitik und im Zusammenspiel mit Rassismus zu finden ist. Antisemitismus sei, so Uhlig, die Kehrseite der ‚Volksgemeinschaft‘, letztere ohne ersteres überhaupt nicht denkbar. Ergänzt wird sein Referat von einem Kommentar Volkhard Moslers, der sich den Fall um die antisemitischen und Shoah-verharmlosenden Schriften des AfD-Abgeordneten Wolfgang Gedeons widmet.
59:00
November 20, 2018