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Deep Technology Podcast

Deep Technology Podcast

By Manuel Stagars
Im Deep Technology Podcast spricht Manuel Stagars mit Menschen in der Schweiz über den Einfluss neuer Technologien wie Digitalisierung, Apps, künstliche Intelligenz, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech auf ihr Leben. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag und die Gesellschaft.

Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz, der Ernst Göhner Stiftung und Kultur Wetzikon. Produktion: 8GR8.
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Wie denkt ein Food Architect über neue Technologien? Tilo Hühn
Tilo Hühn ist Leiter des Zentrums für Lebensmittelkomposition und -prozessdesign an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und Food Architect. Wir sprechen über den Zusammenhang zwischen Technologie und Lebensmitteln, Trends in der Lebensmittelkomposition, und warum es ein neues Bewusstsein für Lebensmittel braucht. Kernaussagen dieser Episode: Der Preisdruck auf Lebensmittel hat dazu geführt, dass unnötige Zusatzstoffe eingesetzt werden. Die Produktion von Lebensmitteln befindet sich in einer Abwärtsspirale. Ökologische Systeme sind ausgebeutet, man muss sich um die Bodengesundheit Sorgen machen. Es gibt heute Lebensmittel, die in einem Tank wachsen können, sogenannte Zellkulturtechnik oder Cellular Agriculture. Mit Wein geht das beispielsweise, und auch mit Schokolade, die aus dem Tank kommt. In 28 Tagen kann man eine Zelle ernten, und daraus Produkte herstellen. Das hat viele Vorteile, unter anderen auch eine kontinuierliche Produktion, nicht nur zweimal pro Jahr eine Ernte. Die Zellen selbst sind natürlich und werden einfach durch eine bestimmte Kultivierung vermehrt in einem Bioreaktor. Es braucht keine Transporte, keine Pflanzenschutzmittel, es ist keine Feldarbeit nötig. Unsere Vorstellung ist eine sogenannte Kulturei, wie eine Brauerei, in deren Tanks Zellkulturen für Lebensmittel wachsen. Food Waste ist eines der grössten Probleme für die weltweiten Emissionen. Wir sollten Lebensmittelrohstoffe immer zu Lebensmitteln verarbeiten, die von Menschen konsumiert werden können. dafür setzen wir Technologie ein. Lebensmittel müssen aber auch schmecken, sonst haben sie keinen Erfolg im Markt. Das Fliessband kommt nicht aus der Automobilindustrie, sondern aus der Lebensmittelherstellung, der Fleischverarbeit. Automatisierung und Digitalisierung sind sehr wichtig für ein nachhaltiges Nahrungssystem. Neue Drohnen, die Quadratzentimeter-genau Felder dokumentieren, selbstfahrende Schlepper, die mechanisch Unkraut entfernen, Roboter, Pflanzenschutztechnik: sehr viel Computertechnologie und Robotik fliesst ein in die Lebensmittelverarbeitung. Lebensmittel sind heute auch Mittel zur Identifikation und Selbstinszenierung. Das war schon immer so; Luxusgüter, wie Wein oder Schokolade waren früher etwas besonderes, aber heute sind sie massentauglich. Selber Denken macht schlau, und man muss sich auch über seinen eigenen Bias bewusst sein. Wir sind in einer sehr guten Position und haben so viele Möglichkeiten, auch mit Lebensmitteln, doch man kann sich in diesem Dschungel regelmässig verlaufen. Es braucht Feedback von Freunden und aus der Gesellschaft, dass man sich seiner blinden Flecken bewusst wird. --- Im Deep Technology Podcast sprechen Menschen in der Schweiz über die Rolle neuer Technologien in ihrer Arbeit und ihrem Leben. Projekt- und Medienpartner dieser Episode: Digitale Gesellschaft (www.digiges.ch) und nau.ch (www.nau.ch). Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz, der Ernst Göhner Stiftung und Kultur Wetzikon. Konzept und Produktion: 8GR8 Story-Driven Science, Manuel Stagars. Mehr Infos zum Projekt und neue Episoden sind abrufbar auf www.deeptechnology.ch.
37:02
October 17, 2021
Drogen und neue Technologien. Daniel Gnägi
Daniel Gnägi ist Programmierer und Administrator des Online-Forums Eve & Rave zur Aufklärung über Drogenkonsum. Wir sprechen über den Einfluss von Technologie auf Drogenkonsum und Drogenkultur und warum Drogen sowohl gefährlicher wie auch weniger gefährlich geworden sind. Kernaussagen dieser Episode: Es gibt viele Klischees mit Drogen, das stört mich. Nicht nur Bankangestellte konsumieren Kokain oder Hippies LSD, es gibt alle Schattierungen, das sieht man im Forum. Ecstasy, Amphetamin, Kokain sind immer ein Thema in unserem Forum. Opiode und Downer haben ein Revival, das hat auch etwas damit zu tun mit Popkultur, in der der Konsum von Pillen glorifiziert wird. Technologie beeinflusst den Drogenkonsum stark. Früher musste man jemand kennen oder auf der Gasse kaufen, jetzt kann man alles online kaufen. Die Drogen sind potenter geworden und Streckmittel seltener, auch dank dem Onlinehandel. Wenn ein Drogendealer online schlechte Qualität verkauft, dann sieht man das sofort als Bewertung, wie zum Beispiel auf Amazon.  Im Verkauf und Vertrieb hat sich mit Technologie viel verändert. Es gibt Darknetmarketplätze, Telegram-Vertriebsstrukturen, Dealer auf Instagram. Technologie macht die Lieferketten kürzer. Man kann ja immer noch Drogen auf der Strasse kaufen, das ist nicht verschwunden. Mit den neuen Vertriebswegen ist es für die Behörden viel schwieriger geworden. Die Nadel im Heuhaufen findet man nicht, und ich beneide die Polizei nicht, die diese Nadel finden muss. Ich sehe ihre Arbeit als einen verlorenen Kampf. Das Internet ist immer noch eine grosse Spielwiese. Die Strafverfolgung hat das Darknet jetzt mehr im Griff, doch das Dealen hat sich mehr und mehr auf Social Media verschoben. So fehlen auch die positiven Elemente des Darknets, wie beispielsweise die Bewertungenssyteme, die sich positiv auf die Qualität ausgewirkt haben. Das ist nicht gut für Konsumenten, da sie eher schlechtere Qualität angeboten bekommen. Konsum und Handel mit Substanzen kann man nicht verbieten, das ist ein Kampf gegen Windmühlen. Es braucht konstruktive neue Ansätze. Das Internet kann uns zeigen, dass Drogenkonsum eine gesellschaftliche Tatsache ist, die wir mit Repressalien nicht loswerden können. Neue Drogen sind nicht zwingend gefährlicher geworden, denn es gibt mehr Wissensaustausch heute und eine Onlinecommunity, in der man sein Wissen teilen kann. Ich sehe mehr Vorteile, Drogen online zu kaufen anstatt auf der Strasse.   Der Staat hat die Verantwortung, eine Struktur zu schaffen, so dass wegen neuen Technologien niemand auf der Strecke bleibt. Ich bin Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens. Das ist notwendig, finde ich. Die Politik hinkt immer hintendrein. Es ist schwierig, künstliche Intelligenz international zu regulieren, und Parlamentarier können das auch gar nicht. --- Im Deep Technology Podcast sprechen Menschen in der Schweiz über die Rolle neuer Technologien in ihrer Arbeit und ihrem Leben. Projekt- und Medienpartner dieser Episode: Digitale Gesellschaft (www.digiges.ch) und nau.ch (www.nau.ch). Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz, der Ernst Göhner Stiftung und Kultur Wetzikon. Konzept und Produktion: 8GR8 Story-Driven Science, Manuel Stagars. Mehr Infos zum Projekt und neue Episoden sind abrufbar auf www.deeptechnology.ch.
24:13
October 3, 2021
Wie denkt eine Psychiaterin über neue Technologien? Esther Pauchard
Esther Pauchard ist Psychiaterin und Krimiautorin. Wir sprechen über neue Technologien in der Psychotherapie, wie Fortschritt und Sucht zusammenhängen, gesellschaftlich konditionierten Narzissmus und warum wir mehr über unsere Werte nachdenken sollten.   Kernaussagen dieser Episode: Psychotherapie ist noch nicht gross verändert durch Technologie. Therapie-Apps sind noch Science Fiction. Thema ist die Frage der Fern-Psychotherapie, das wäre möglich, doch als Psychiaterin brauche ich direkten Kontakt für die Diagnose, per Email bleiben nur noch die Worte, und das ist eine Verarmung. Eine Psychologie-App kann nicht die Psychotherapie ersetzen, damit könnte der Eindruck entstehen, dass wir gar kein Personal mehr brauchen. Die negativen Effekte merkt man erst später.  Es sollte kein Wettlauf sein: wer ist die bessere Maschine, der Mensch oder der Computer? Stell dir vor, du hättest im Leben noch nie Fehler gemacht, dann würde man nichts lernen. Es geht nicht darum im Leben, möglichst effizient zu sein.  Neue Technologien können Sucht auslösen, vielleicht sogar auch Substanzensucht. Einige Substanzen sind wie Doping, und das passt zu einer Welt, in der immer alles schneller sein muss. Aber reden wir da von Sucht oder einfach nur von Leistungssteigerung? Die Grenze ist fliessend zwischen Krankheit und Lifestyle. Biotech treibt die Grundannahme weiter, dass Sterben ein Kunstfehler ist. Diese Richtung finde ich nicht gut. Das Leben ist endlich. Es gibt Leute, die nicht mehr leben können aus Angst vor dem Sterben. Wir leben nicht besser, wenn wir keinen natürlichen Zugang mehr haben zu den Zyklen des Lebens. Wir hören die Geschichten von neuen Technologien immer wieder und glauben dann, sie ist wahr. Das Credo vom stetigen Wachstum geht einfach nicht auf. Was braucht es, dass wir es endlich lernen? Das was uns von Maschinen unterscheidet macht uns Menschlich. Was hat einen Wert? In der heutigen Zeit leider vor allem Geld und Effizienz. Doch wozu? Wir suchen nach dem "Genug", doch es kommt nie. Wir sollten back to the roots gehen, doch diese Entwicklung sehe ich leider nicht. Wir plappern einfach nach und überlegen uns zu wenig. Alles geht so schnell, da wird das Nachdenken gar nicht gefördert. Viele Staatsführer und berühmte Unternehmer heutzutage haben mindestens eine psychiatrische Diagnose. In der westlichen Gesellschaft lohnt es sich ein Narzisst zu sein und manisch gerade auch noch, das sind Werte, die belohnt werden bei uns. Wer auffällig und etwas seltsam ist, wird gewählt. Das ist ein Fehler im System.  --- Im Deep Technology Podcast sprechen Menschen in der Schweiz über die Rolle neuer Technologien in ihrer Arbeit und ihrem Leben. Projekt- und Medienpartner dieser Episode: Digitale Gesellschaft (www.digiges.ch) und nau.ch (www.nau.ch). Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz, der Ernst Göhner Stiftung und Kultur Wetzikon. Konzept und Produktion: 8GR8 Story-Driven Science, Manuel Stagars. Mehr Infos zum Projekt und neue Episoden sind abrufbar auf www.deeptechnology.ch.
28:37
September 19, 2021
Wie denkt ein Zukunftsforscher über neue Technologien? Lars Thomsen
Lars Thomsen ist Zukunftsforscher. Wir sprechen über die Geschwindigkeit neuer Technologien und wo sich diese noch schneller entwickeln sollten, den Unsinn von Work-Life-Balance, eine partizipative Politik und wie unser Leben in 200 Wochen aussehen könnte. Kernaussagen: Das Problem heute ist die rasende Geschwindigkeit der Innovation. Es ist wie Popcorn, wo überall ständig neue Ideen aufpoppen, und das führt zu Exzessen. Wir brauchen Regulation von künstlicher Intelligenz oder auch der Effizienzgewinne durch Robotik, sodass unsere Gesellschaft nicht auseinanderbricht.  In 200 Wochen wird das Thema Robotik überall sein, wir haben nicht mehr viel Zeit, diese Diskussionen zu führen. Die Frage ist nicht, ob wir Roboter annehmen oder ablehnen, sondern, wie kein neues Gesellschaftsmodell aussieht, das die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz erhalten und auch allen ein gutes Leben ermöglichen kann.  Die Digitalisierung ist schon wieder vorbei. In den letzten 20 Jahren ist alles digital geworden. Der nächste Schritt ist, dass Computer intelligent werden und selbst lernen. Jeder Mensch wird in 200 Wochen eine künstliche Assistenz haben in Form einer KI mit der er oder sie spricht, wie mit einem Menschen. Die Art, wie wir mit Maschinen und nicht-Menschen umgehen, wird sich dramatisch verändern. Maschinen werden von selbst intelligenter. Das beginnt im Kleinen, dass beispielsweise der Toaster weiss, wie ich den Toast gerne mag, aber es wird so kommen, dass wir wirklich eine persönliche Assistenz haben, die für uns mitdenkt. Wir werden schon im Jahr 2030 keine Stundenwoche mehr haben, das kommt aus der Zeit der Dampfmaschine. Man kann gar nicht mehr genau sagen, wieviele Stunden wir wirklich pro Tag produktiv arbeiten. Meistens reicht ja eine gute Idee, und das ist das Wertvollste vom ganzen Tag. Eine Work-Life-Balance gibt es nicht: Arbeit, Gesundheit, Wohlempfinden, das gehört alles zusammen. Arbeit soll nicht belasten und Stress bringen und vermieden werden, wir sollten das ändern, so dass Menschen Arbeit als Erfüllung empfinden.  In vielen Bereichen sind wir noch total steinzeitlich unterwegs, beispielsweise, wie wir mit Tieren umgehen. Fleischproduktion ist nicht nachhaltig. Man kann heute aus Pflanzen künstliches Fleisch herstellen, das besser schmeckt als jeder Burger. Es geht auch darum, wie wir nachhaltig Nahrung für alle Menschen der Welt produzieren können. In der Schweiz können wir uns Fleisch leisten, aber für alle Menschen ist das unmöglich, nur schon wegen dem Methanausstoss der Tiere. Wir müssen mit Technologie die grossen Themen angehen. Wir wollen nicht in einem Museum leben, in dem man sehen kann, wie es früher war. Politiker*innen sollten neugieriger sein. Ihre Aufgabe ist nicht, etwas zu verwalten oder eine Wahl zu gewinnen, es geht darum, eine schöne Zukunft zu ermöglichen. Sie müssen die Schweiz im Jahr 2030, 2040, 2050 verstehen.  --- Im Deep Technology Podcast sprechen Menschen in der Schweiz über die Rolle neuer Technologien in ihrer Arbeit und ihrem Leben. Projekt- und Medienpartner dieser Episode: Digitale Gesellschaft (www.digiges.ch) und nau.ch (www.nau.ch). Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz, der Ernst Göhner Stiftung und Kultur Wetzikon. Konzept und Produktion: 8GR8 Story-Driven Science, Manuel Stagars. Mehr Infos zum Projekt und neue Episoden sind abrufbar auf www.deeptechnology.ch.
46:19
September 5, 2021
Wie denkt ein Bauer über neue Technologien? Martin Jucker
Martin Jucker ist Bauer auf der Juckerfarm. Wir sprechen darüber, wie Digitalisierung und Automatisierung in der Landwirtschaft ankommt, welche Rolle Daten und künstliche Intelligenz spielen, wie er Social Media einsetzt, Live-Streams in den Stall, und was er sich für eine nachhaltige Zukunft wünscht. Kernaussagen: Die Wissenschaft versteht erst etwa fünfzig bis siebzig Prozent von dem, was über dem Boden passiert und knapp zehn Prozent von dem, was im Boden passiert. Künstliche Intelligenz, Daten, Machine Learning, das ist sehr nützlich für die Landwirtschaft, doch wir benutzen es noch viel zu wenig. Daten in der Landwirtschaft, das ist ein riesiges brachliegendes Potenzial. Wir haben noch immer eine zu kurze Datenhistory, es ist nie ein Ankommen, wir sind ständig am Optimieren. Unser Hof ist schon ziemlich digitalisiert, zum Beispiel für die Vorhersage von Besuchern und in der Vermarktung, sodass wir Food Waste vermindern können. Es braucht nicht nur ein einziges Programm, sondern ein digitales Ökosystem, in dem man Daten austauschen kann auf dem Bauernhof. Jedes Jahr geht auf der ganzen Welt ein bisschen vom fruchtbaren Boden verloren, bis irgendwann gar nichts mehr da ist. Das Umdenken in der Landwirtschaft ist das einzige, was es ermöglicht, dass wir die Welt langfristig ernähren kann. Man kann nicht einfach die alten Prozesse digitalisieren oder automatisieren. Ein schlechtes System kann man nicht optimieren. Die Zeit der Werbeföteli und Werbefilmli ist vorbei in der Landwirtschaft. Man muss glaubwürdig sein, zum Beispiel mit einem Livestream direkt in den Stall. Veränderungen machen vielen Angst. Auf kurzfristige Bedrohungen reagieren wir sofort, aber wenn es zwanzig Jahre in der Zukunft liegt, dann machen wir nichts, wie beispielsweise beim Klimaschutz. Man sollte endlich vorwärts machen, ohne Angst zu haben. Veränderungen sind exponentiell, nicht linear. Es wird ganz plötzlich grosse Veränderungen geben, zum Beispiel wird schon bald keiner mehr ein normales Auto kaufen, sondern nur noch Elektroautos. Doch es gibt extrem starke Lobbies, die alles daran setzen, dass sich nichts verändert. Kein Politiker interessiert sich dafür, was genau in zehn Jahren ist, weil sie oder er dann vielleicht gar nicht mehr im Amt ist. Die Unternehmer müssen die Zukunft gestalten, nicht die Politiker. Es waren schon immer die Unternehmer, die die Gesellschaft verändert haben, die Politik muss vorallem Rahmenbedingungen schaffen. Mein Wunsch ist, dass man Veränderungen mit weniger Angst begegnet. Man sollte nicht immer Angst haben, etwas zu verlieren. --- Deep Technology ist ein Podcast, in dem Menschen in der Schweiz über Technologien wie künstliche Intelligenz, Apps, virtuelle Welten, selbstfahrende Autos, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech sprechen. Im Podcast kommt ein Querschnitt der Bevölkerung zu Wort: Schüler*innen, Lehrpersonen, Auszubildende, Menschen im Berufsleben, Unternehmer*innen, Politiker*innen und Künstler*innen. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag.   Medienpartner dieser Episode: watson. Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz. Konzept und Produktion: 8GR8 Story-Driven Science, Manuel Stagars.   Mehr Infos zum Projekt und neue Episoden sind abrufbar auf https://www.deeptechnology.ch.
42:09
October 30, 2020
Wie denkt eine Kochbuchautorin über neue Technologien? Nadia Damaso
Nadia Damaso ist Kochbuchautorin und kreativer Kopf in alle Richtungen. Wir sprechen über ihre Ansichten zu Social Media, Essen aus der Natur und aus dem Labor, den Einfluss von Filmen und Medien auf die Zukunft und auch darüber, warum sie künstliche Intelligenz unnötig findet. Kernaussagen:  Auf Instagram musst du eigentlich immer “on” sein, doch ich nehme es nicht so ernst. Ich bin das nicht als Mensch, ich mag nicht den ganzen Tag das Handy vor dem Gesicht haben, ich finde das zu anstrengend. Influencer, die andere beinflussen, das finde ich nicht positiv. Je mehr man sich beeinflussen lässt, desto mehr vergisst man seine eigenen Stärken und Talente. Man vergleicht sich auch viel zu stark of Social Media. Es wäre glaub für alle gut, wenn man mal zwei Monate von Social Media weg ist. Social Media ist nicht nur negativ. Wenn es Social Media nicht mehr gäbe, hätte ich bestimmt kein Problem damit. Manchmal würde ich am liebsten im Wald wohnen. Trotzdem bin ich froh, dass es Social Media gibt, weil ich dann auch eine gute Message verbreiten kann, um andere zu inspirieren. Man muss es bewusst und achtsam nutzen. Die Entwicklung von Technologie geht mir einen Schritt zu weit. Innerlich sträubt sich der Mensch dagegen. Der Kopf versteht es, aber das Herz nicht. Wir leben in einer gesellschaftlichen Struktur mit so vielen Regeln. Das zerreist uns innerlich fast. Ich verstehe nicht, warum wir alles automatisieren wollen. Ich habe lieber Sachen, die ich anfassen kann, als alles auf dem Handy. Alle Ideen kommen mir in der Natur draussen. Dort laufen meine Gedanken. Ich muss mir Zeit nehmen für mich selber. Es gibt in unserer Gesellschaft einen riesigen Leistungsdruck, der uns den Eindruck gibt, dass wir da irgendwie mithalten müssen. Viele sind sich glaube ich bewusst, dass sie etwas anderes wollen, doch sie unterdrücken dieses Gefühl. Wichtig ist, dass man ehrlich ist zu sich selber. Nur dann kann man wachsen. Künstliche Intelligenz und Roboter brauchen wir glaube ich nicht. Wir Menschen hätten noch so viele Fähigkeiten, die wir nicht nutzen. KI und das alles, das ist für mich mega begrenzt. Wie wenn man sich eine 500 Kilo schwere Ritterrüstung überstülpt, mit der man sich gar nicht mehr bewegen kann. Künstliche Intelligenz ist ein Kontrollmechanismus, eine Manipulation der Menschheit. Es geht darum, ein System von Macht und Geld aufrechtzuerhalten. Doch gerade in den letzten Monaten glaube ich, rebellieren immer mehr Menschen. Es kann nicht soweit kommen, dass wir alle einen Chip in Hirn haben werden. Ein Apfel oder eine Banane sind Superfood, das muss nicht aus dem Labor kommen. Sicher ist es gut, dass es künstliche Alternativen aus dem Labor gibt für Fleisch, aber ich kann künstliche Sachen nicht essen. Frisches Essen ist das Beste. --- Deep Technology ist ein Podcast, in dem Menschen in der Schweiz über Technologien wie künstliche Intelligenz, Apps, virtuelle Welten, selbstfahrende Autos, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech sprechen. Im Podcast kommt ein Querschnitt der Bevölkerung zu Wort: Schüler*innen, Lehrpersonen, Auszubildende, Menschen im Berufsleben, Unternehmer*innen, Politiker*innen und Künstler*innen. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag. Medienpartner dieser Episode: watson. Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz. Konzept und Produktion: 8GR8 Story-Driven Science, Manuel Stagars. Mehr Infos zum Projekt und neue Episoden sind abrufbar auf https://www.deeptechnology.ch.
34:04
October 23, 2020
Wie denkt ein Zivildienstler über neue Technologien? Jonas
Jonas hat gerade seine Matur gemacht und leistet Zivildienst bei einer Primarschule und einem Kindergarten. Er spricht über Technologie und ihren Impact in der Ausbildung, die Zukunft von Berufen, was es braucht, damit alles in geordneten und nachhaltigen Bahnen verläuft und warum er sich mehr Gesetze für Technologiefirmen wünscht. Kernaussagen: Ich habe zwar Social Media Accounts, die brauche ich aber nie, weil es mich nicht interessiert. Ich habe lieber mit weniger Leuten Kontakt, dafür sieht man sich richtig beim Abmachen. Mit YouTube kann man zwar viel lernen, aber ein Studium kann es nicht ersetzen. Man bleibt meistens oberflächlich, wenn man etwas mit YouTube lernt. Wenn die Automatisierung langsam ist, können wir damit umgehen, aber wenn es schnell geht, wird es ein Problem. Der Staat muss Lösungen finden.  Man muss vorsichtig sein, dass Internetgiganten keinen Freipass mehr haben für die Datensammlung. Lobbies sind oft stärker als die Politik und bringen teilweise erschreckende Forderungen durch. Es braucht Eigenverantwortung beim Umgang mit Ressourcen. Ein Wochenendausflug mit dem Flugzeug ist ein Seich. Wir müssen sparsamer und effizienter sein. Wir sollten mehr auf die einzelne Person schauen, und den Verbrauchern mehr Macht geben. Wir sollten schauen, was wir haben, was wir daraus machen, und wie wir miteinander umgehen. --- Deep Technology ist ein Podcast, in dem Menschen in der Schweiz über Technologien wie künstliche Intelligenz, Apps, virtuelle Welten, selbstfahrende Autos, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech sprechen. Im Podcast kommt ein Querschnitt der Bevölkerung zu Wort: Schüler*innen, Lehrpersonen, Auszubildende, Menschen im Berufsleben, Unternehmer*innen, Politiker*innen und Künstler*innen. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag. Medienpartner dieser Episode: watson. Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz. Konzept und Produktion: 8GR8 Story-Driven Science, Manuel Stagars. Mehr Infos zum Projekt und neue Episoden sind abrufbar auf https://www.deeptechnology.ch.
21:25
October 16, 2020
Wie denkt eine Juristin über neue Technologien? Karin Lorez
Karin Lorez ist selbständige Juristin und Modedesignerin. Sie spricht über den Einfluss von Technologie auf Gesetze und die Arbeit von Juristen, wie künstliche Intelligenz den Anwalt ersetzen kann und warum es gefährlich ist, wenn man Technologie und ihren Machern zu unkritisch gegenüber steht. Kernaussagen: Wie lange braucht es noch Juristen? In gewissen Bereichen definitiv nicht mehr.  Das unterscheidet uns noch von Maschinen: Selber denken, Ideen entwicklen, die eben nicht einer totalen Logik entsprechen, das sollte man fördern. Es ist wichtig, dass man in den Hochschulen lernt, dass man selber denken muss und kann. Digitalisierung finde ich super, Angst macht sie mir nicht, nur, dass die Leute nicht mehr denken können, das macht mir Angst. Tools, die mit künstlicher Intelligenz funktionieren, brauchen persönliche Daten. Man verlässt sich zu sehr auf diese ganzen Tools und hofft, dass nichts passiert. Wenn man Informationen über sich rausgibt, dann kann dein Gegenüber dich manipulieren und beeinflussen. Gerade, wenn es jemand ist, der es nicht gut meint mit dir oder einem ganzen Volk, dann ist das gefährlich. Es findet eine schleichende Verschiebung der Machtverhältnisse statt. Im Moment haben wir den Eindruck, dass der Staat die Macht hat. Aber private Firmen haben soviele Informationen und verstehen die Zusammenhänge oft besser, als der Staat. Das ist gefährlich. Ich wünsche mir, dass Technologie mich unterstützt in meinem Job, dass sie eine Vereinfachung bringt und ich effizienter werde, aber mir nicht sämtliche Entscheidungen und Gedankengänge wegnimmt. --- Deep Technology ist ein Podcast, in dem Menschen in der Schweiz über Technologien wie künstliche Intelligenz, Apps, virtuelle Welten, selbstfahrende Autos, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech sprechen. Im Podcast kommt ein Querschnitt der Bevölkerung zu Wort: Schüler*innen, Lehrpersonen, Auszubildende, Menschen im Berufsleben, Unternehmer*innen, Politiker*innen und Künstler*innen. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag. Medienpartner dieser Episode: watson. Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz. Konzept und Produktion: 8GR8 Story-Driven Science, Manuel Stagars. Mehr Infos zum Projekt und neue Episoden sind abrufbar auf https://www.deeptechnology.ch.
25:36
October 9, 2020
Wie denkt ein Kommunikationsberater über neue Technologien? Daniel Heller
Daniel Heller ist Kommunikationsberater und Verwaltungsratspräsident des Kantonsspitals Baden. Wir sprechen darüber, wie neue Technologien die Medien und Kommunikation beeinflussen, wie sie das Funktionieren des Spitals verändern, die Rolle der Demokratie und der Regierung im Umgang mit neuen Technologien, wichtige Skills im Umgang mit Technologie, und warum er trotz Robotern und künstlicher Intelligenz wenig Angst um die Zukunft der Arbeit hat. Kernaussagen: Technologien waren schon immer umstritten. Bis 1912 war das Auto in Graubünden verboten, oder man hatte Angst vor der Einführung der Eisenbahn. Man wusste nicht, ob es den Menschen schadet, wenn sie sich so schnell bewegen, oder ob die Kühe darunter leiden. Ich habe Mühe mit Technologien, die dazu dienen, die Menschen permanent zu überwachen. Aber wenn man ein Smartphone benutzt, dann ist das halt oft die Folge davon. Es wird immer nur annähernd gute Lösungen geben, was man zulässt. Die Daten, das ist das heikelste an den neuen Technologien, aus meiner Sicht. Die Angst, dass Technologie die menschliche Arbeitskraft überflüssig macht, die sehe ich nicht. Es ist prekär, wenn zu viele Leute nur noch Teilzeitjobs haben. Alle Roboter müssen ja auch fabriziert werden und gewartet und ersetzt. Es gibt so viele neue Businessmöglichkeiten, dass ich davor keine Angst habe. Es ist eher wieder der Staat, der hier hintendreinhinkt und stecken bleibt, weil er keinen hohen Innovationsdruck hat. Wenn Technologie helfen kann, eine Volkswirtschaft fit zu machen, dass möglichst viele ein gutes Einkommen haben, dass der Staat gut funktioniert und finanziert ist, dann finde ich leistet neue Technologie einen guten und wichtigen Beitrag. --- Deep Technology ist ein Podcast, in dem Menschen in der Schweiz über Technologien wie künstliche Intelligenz, Apps, virtuelle Welten, selbstfahrende Autos, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech sprechen. Im Podcast kommt ein Querschnitt der Bevölkerung zu Wort: Schüler*innen, Lehrpersonen, Auszubildende, Menschen im Berufsleben, Unternehmer*innen, Politiker*innen und Künstler*innen. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag. Medienpartner dieser Episode: watson. Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz. Konzept und Produktion: 8GR8 Story-Driven Science, Manuel Stagars. Mehr Infos zum Projekt und neue Episoden sind abrufbar auf https://www.deeptechnology.ch.
33:22
October 2, 2020
Wie denkt ein Pfarrer über neue Technologien? Kurt Stehlin
Kurt Stehlin ist reformierter Pfarrer. Wir sprechen über Technologie als Hilfsmittel, das den realen Kontakt nicht ersetzen kann, wie Technologie in die Arbeit als Pfarrer einfliesst, Informationsflut, Suchtpotenzial, Ansichten zu Biotech und Gentechnologie, und wie sich Innovation nachhaltiger gestalten liesse.  Kernaussagen:  Für mich ist Erlösung nicht in der Technik. Da geht der Mensch da und dort über die Grenzen hinaus, wo er Sachen initiiert, bei denen die Folgen nicht absehbar sind. Overnewsd and underinformed: Ich habe so viele Meldungen aber keine substantielle Information. Das begegnet mir regelmässig. Eine Grundfrage ist, wie Facebook, Google und wie sie alle heissen mit unseren Daten umgehen. Wenn ich eine Jogginguhr kaufe, die ich nur in Betrieb nehmen kann, wenn meine Daten weltweit ausgetauscht werden, sehe ich da eine Gefahr. Ich habe eine gewisse Skepsis, dass wir Menschen es besser machen können als die Natur. Wenn man ein neues Produkt gentechnisch verändert, dann weiss man einfach zu wenig, was das genau für Folgen hat. Einiges liest man, aber vieles hört man auch nie, weil es nicht sein darf. Wenn Forscher sagen, wir wollen den Menschen, die Pflanzen oder die Tiere besser machen, habe ich eine grosse Skepsis. Die Natur ist so faszinierend eingerichtet, wir Menschen bringen es nicht besser hin. Der Mensch darf nicht von Technik dominiert werden. Wo sind die Folgen bei Missbrauch von Technologie oder einer Entwicklung, die wir nicht abschätzen können und es wie beim Zauberlehrling aus dem Ruder läuft? --- Deep Technology ist ein Podcast, in dem Menschen in der Schweiz über Technologien wie künstliche Intelligenz, Apps, virtuelle Welten, selbstfahrende Autos, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech sprechen. Im Podcast kommt ein Querschnitt der Bevölkerung zu Wort: Schüler*innen, Lehrpersonen, Auszubildende, Menschen im Berufsleben, Unternehmer*innen, Politiker*innen und Künstler*innen. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag. Medienpartner dieser Episode: watson. Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz. Konzept und Produktion: 8GR8 Story-Driven Science, Manuel Stagars. Mehr Infos zum Projekt und neue Episoden sind abrufbar auf https://www.deeptechnology.ch.
24:30
September 25, 2020
Wie denkt eine Medienwissenschaftlerin über neue Technologien? Sarah Genner
Sarah Genner ist Medienwissenschaftlerin, Dozentin und Digitalexpertin. Wir sprechen über Forschungsresultate und Volksweisheiten zum Einfluss digitaler Technologien auf die Menschen, Life-Domain-Balance, das Big-Brother-Szenario, Internetsucht, und darüber, dass es parallele Zukünfte geben wird. Kernaussagen: Es braucht viel Neugier und eine hohe Frustrationstoleranz mit neuen Technologien. Es gibt ein Produktivitätsparadox mit digitalen Technologien: Manchmal ist der Aufwand grösser als der Effizienzgewinn. Wie können wir uns gesund halten in diesem digitalen Überfluss, wie halten wir eine gute Life-Domain-Balance? Es ist schwieriger geworden, konsequent Ferien zu machen, weil man immer erreichbar ist. Das Abschalten von Technologie muss man lernen. Menschen können erst ab etwa dem zwanzigsten Lebensjahr verantwortungsvoll mit digitalen Technologien umgehen, weil erst dann das Gehirn voll ausgebildet ist. Die Volksweisheit, dass die Digital Natives kompetent sind mit neuen Technologien ist ein Klischee. Es braucht Schulung und persönliche Reife, damit gut umzugehen. Es braucht viel, bis man sagen kann, dass man eine Internet- und Handysucht hat. Viele Firmen fördern zwar eine intensive Nutzung ihrer Technologie oder ihres sozialen Netzwerks, weil sie damit Geld verdienen, aber das ist nicht unbedingt eine Sucht. Technologien sind Werkzeuge, die man gut oder schlecht einsetzen kann. Verbote finde ich nicht gut, weil sie den Fortschritt hemmen. Dann wird es einfach in einem anderen Land gemacht. Die globale Diskussion ist sehr wichtig. Das Big Brother-Szenario finde ich übertrieben, denn die Angst vor neuen Technologien war schon immer da und ist unbegründet. Roboter und Künstliche Intelligenz übernehmen Arbeitsplätze aber es werden viel mehr neue geschaffen. Ich sehe keine Anzeichen, dass Roboter bald alle Arbeit machen werden. Wir driften in eine technologisierte und digitale Zukunft. Man kann sie nicht aufhalten, aber wenn man eine bestimmte Zukunft will, dann muss man sich dafür engagieren. Wir sind abhängig von Technologiefirmen. Sollte Microsoft den Laden dicht machen, würde die Schweiz zusammenbrechen, weil fast alle ihre Produkte benutzen. Es gibt auch eine Gegenbewegung: Leute ohne Smartphone, Ruhe in der Natur, der Retrotrend. Es gibt parallele Zukünfte. Man sollte Technologie nach seinen persönlichen Prioritäten einsetzen. Wir sollten die Zukunft aktiv gestalten und die Risiken und Nebenwirkungen möglichst gering halten. --- Deep Technology ist ein Podcast, in dem Menschen in der Schweiz über Technologien wie künstliche Intelligenz, Apps, virtuelle Welten, selbstfahrende Autos, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech sprechen. Im Podcast kommt ein Querschnitt der Bevölkerung zu Wort: Schüler*innen, Lehrpersonen, Auszubildende, Menschen im Berufsleben, Unternehmer*innen, Politiker*innen und Künstler*innen. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag. Medienpartner dieser Episode: watson. Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz. Konzept und Produktion: 8GR8 Story-Driven Science, Manuel Stagars. Mehr Infos zum Projekt und neue Episoden sind abrufbar auf https://www.deeptechnology.ch.
33:01
September 18, 2020
Wie denkt ein Unternehmer über neue Technologien? Peter Spoerry
Peter Spoerry ist Unternehmer und Betreiber einer Baumwollspinnerei für Luxusgarne. Wir sprechen über Innovation in der Spinnerei in den vergangenen Jahrzehnten, die Schwierigkeiten in der Entwicklung neuer Materialien, positive und negative Auswirkungen von Technologien, welche Herausforderungen sie stellen für Menschen und Staaten, und wer in der Verantwortung steht, dass die technologische Entwicklung nachhaltig verläuft. Kernaussagen:  Wir haben Garne mit Nanotechnologie entwickelt, doch es gab überhaupt keine Nachfrage. Die Leute haben vielleicht Angst vor Nanotechnologie. Wir haben auch mal ein Garn entwickelt, das nach Parfüm riecht. Doch niemand hat sich dafür interessiert. Die Qualität der Garne ist nicht mehr so wichtig für die Maschinenhersteller heute. Heute geht es nur noch um Quantität. Auch viele teure Marken produzieren billig. Wenn man für eine Geburtstagsparty ein T-Shirt macht, das danach weggeworfen wird, ist das doch blöd. Das ist halt Wohlstand. In der Schweiz gibt es ja schon viele soziale Netze, doch so ein Grundeinkommen, das wäre einen Versuch Wert. Mein Wunsch, den Technologie erfüllen soll? Nicht alt werden. Altwerden ist Scheisse. Man kann dem nicht ausweichen, aber man soll jung bleiben. --- Deep Technology ist ein Podcast, in dem Menschen in der Schweiz über Technologien wie künstliche Intelligenz, Apps, virtuelle Welten, selbstfahrende Autos, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech sprechen. Im Podcast kommt ein Querschnitt der Bevölkerung zu Wort: Schüler*innen, Lehrpersonen, Auszubildende, Menschen im Berufsleben, Unternehmer*innen, Politiker*innen und Künstler*innen. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag. Medienpartner dieser Episode: watson. Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz. Konzept und Produktion: 8GR8 Story-Driven Science, Manuel Stagars. Mehr Infos zum Projekt und neue Episoden sind abrufbar auf https://www.deeptechnology.ch.
22:38
September 11, 2020
Wie denkt eine Politikerin über neue Technologien? Sarah Bünter, Präsidentin JCVP Schweiz
Sarah Bünter ist Politikerin und Präsidentin der Jungen CVP Schweiz. Sie spricht darüber, wie neue Technologien ihr Leben, ihre Meinung und die Politik beeinflussen, welche Technologien sie problematisch findet, was man dagegen tun sollte, und welche Skills sie wichtig findet für die Zukunft. Kernaussagen: Der Mensch hinter der Politikerin ist wichtiger geworden wegen Social Media. Ich will erst etwas auf Social Media posten, wenn ich mich damit detailliert auseinandergesetzt habe, doch die Medien brauchen sofort eine Reaktion, sonst hat man keine Aufmerksamkeit. In 20 Jahren wird man darüber lachen, dass wir Smartphones speziell fanden. Die eigene Meinung zu etwas zu äussern, ist schwieriger geworden heute. Früher redete man mit den 100 Leuten im eigenen Dorf, heute redet die ganze Welt mit. Mit Fortpflanzungsmedizin hast du innerhalb einer halben Stunde ein neues Kind auf dem Papier geschaffen. Das finde ich extrem problematisch. Kritisches Denken kann Technologie nie ersetzen, das müssen wir unbedingt beibehalten. Der Mensch ist nie zufrieden mit dem, was er hat, aber mehr Konsum macht nicht glücklich. Die Schweiz ist gut aufgestellt für die Zukunft, wenn wir den kritischen Diskurs behalten. ---   Deep Technology ist ein Podcast, in dem Menschen in der Schweiz über Technologien wie künstliche Intelligenz, Apps, virtuelle Welten, selbstfahrende Autos, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech sprechen. Im Podcast kommt ein Querschnitt der Bevölkerung zu Wort: Schüler*innen, Lehrpersonen, Auszubildende, Menschen im Berufsleben, Unternehmer*innen, Politiker*innen und Künstler*innen. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag. Medienpartner dieser Episode: watson. Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz. Konzept und Produktion: 8GR8 Story-Driven Science, Manuel Stagars. Mehr Infos zum Projekt und neue Episoden sind abrufbar auf https://www.deeptechnology.ch.
27:01
September 4, 2020
Wie denkt ein Lehrer über neue Technologien? Remo Rueppel, Seklehrer
Remo Rueppel ist Sekundarlehrer. Er spricht über Technologie im Unterricht und in der Schule, wo soziale Medien Nutzen und Schaden anrichten, die Beschleunigung der Bildung durch Digitalisierung, den verantwortungsvollen Umgang mit dem Smartphone, und den Einfluss von künstlicher Intelligenz und Automation auf Berufe und das Leben der Menschen in der Zukunft. Kernaussagen: Ich glaube, Technologie ist ungesund für die innere Ruhe und die innere Zufriedenheit des Menschen. Aber es ist die heutige Welt, und man muss lernen, damit umzugehen. Du musst dich eigentlich unersetzbar machen. Gerade Führungsaufgaben kann noch nicht so schnell eine Maschine lösen. Man muss die Schüler dazu bringen, dass sie sich etwas zutrauen und gewisse exekutive Kompetenzen haben, Selbständigkeit, Planung, Kommunikation mit anderen Menschen, Denken, komplexe Zusammenhänge erschliessen, alles was Maschinen noch nicht können, das ist wichtig im Unterricht. Ich finde es ungesund, wenn sich Schüler nicht mehr lange auf etwas konzentrieren können. Viele Ideen entstehen auch in der Langeweile. Die Langeweile ist weg, eliminiert mit den ganzen Geräten. Ich glaube nicht, dass es so weitergeht. Es kommt ein kleinerer Zusammenbruch, dann ist alles wieder mehr down to earth. Die Zukunft unserer Schüler? Wirklich Angst habe ich um die unteren 20 Prozent. Sie werden es schwierig haben. 50 Prozent aufwärts, da sehe ich es optimistisch, vorallem in der Schweiz. Ich bin gespannt, ob wir unseren Wohlstand halten können. Tendenziell glaube ich nicht. Auf hundert Jahre sehe ich die Tendenz eher abwärts, aber immer noch lebenswert. --- Deep Technology ist ein Podcast, in dem Menschen in der Schweiz über Technologien wie künstliche Intelligenz, Apps, virtuelle Welten, selbstfahrende Autos, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech sprechen. Im Podcast kommt ein Querschnitt der Bevölkerung zu Wort: Schüler*innen, Lehrpersonen, Auszubildende, Menschen im Berufsleben, Unternehmer*innen, Politiker*innen und Künstler*innen. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag. Medienpartner dieser Episode: watson. Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz. Konzept und Produktion: 8GR8 Story-Driven Science, Manuel Stagars. Mehr Infos zum Projekt und neue Episoden sind abrufbar auf https://www.deeptechnology.ch.
26:17
August 28, 2020
Wie denkt eine 2. Sekundarklasse über neue Technologien?
Eine 2. Sekundarklasse aus dem Zürcher Oberland spricht über Vorteile und Gefahren von Social Media, Handysucht, ob es künstliche Intelligenz braucht, was sie für mögliche Auswirkungen hat, Automation von Berufen und ihre Wünsche für die Zukunft. Kernaussagen: Ich benutze das Smartphone 5 bis 8 Stunden pro Tag, eine Stunde kommt einem wie 10 Minuten vor. Die Bildschirmzeit ist explodiert in der Corona-Krise. Influencer schädigen mein Selbstbewusstsein und beeinflussen meine Meinung. Social Media ist dazu designt, dass man süchtig wird. Es gibt Leute, die handysüchtig sind, wenn man es ihnen wegnimmt werden sie sehr aggressiv oder traurig. Bis zur sechsten Klasse hatte ich kein Handy, und da war mir auch nie langweilig. Wenn man merkt, dass jemand ein Problem mit dem Handy oder Social Media hat, sollte man ihnen helfen. Lehrer können nie durch Roboter ersetzt werden. Selbstfahrende Autos sind gut, denn so wird Autofahren viel sicherer. Menschen sind vielleicht nur noch zuhause und schauen TikTok, und die Roboter übernehmen alles. Die Menschen werden fauler. Wann ist es zuviel? Es gibt die Grey Goo-Theorie: Wenn ein Roboter zwei Roboter macht, dann ist in kürzester Zeit die ganze Welt überlaufen. Es muss Grenzen und Regeln geben. Wir Menschen sind ja nicht so dumm, dass wir Roboter so programmieren, dass sie komplett selbständig sind. Was ist, wenn einem Entwickler Fehler passieren und ein Roboter sich selbstaendig macht? --- Deep Technology ist ein Podcast, in dem Menschen in der Schweiz über Technologien wie künstliche Intelligenz, Apps, virtuelle Welten, selbstfahrende Autos, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech sprechen. Im Podcast kommt ein Querschnitt der Bevölkerung zu Wort: Schüler*innen, Lehrpersonen, Auszubildende, Menschen im Berufsleben, Unternehmer*innen, Politiker*innen und Künstler*innen. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag. Medienpartner dieser Episode: watson. Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz. Konzept und Produktion: 8GR8 Story-Driven Science, Manuel Stagars. Mehr Infos zum Projekt und neue Episoden sind abrufbar auf https://www.deeptechnology.ch.
28:20
August 21, 2020
Wie denkt ein Musikproduzent über neue Technologien? Sergio Fertitta
Sergio Fertitta ist Musikproduzent und hat mit Stars wie Frank Ocean, Snoop Dogg und Shaggy gearbeitet. Er spricht darüber, wann Künstliche Intelligenz die Hitparade bestimmt, warum wir das vernetzte Denken verlernen und warum es in Zukunft keine Stars mehr geben wird. Wir sprechen über den Einfluss von Technologie in der Musik, wie sie Kreativität beflügelt oder hemmt, Auswirkungen von Sharing Culture auf die Kunst, Vor- und Nachteile und ethische Bedenken von Social Media und Automation und auch darüber, warum er nicht ewig leben möchte.  Kernaussagen: Ich kenne Programmierer, die selber sagen, dass sie an nichts anderem arbeiten, als Stellen abbauen. Jede App sind Tausende von Arbeitsstellen, die flöten gehen. Es braucht viel mehr Gesetze. Ich bin sicher, da wird daran gearbeitet, aber von wem? Von Google, oder sonst einer Tochterfirma, die es wieder so hinbiegt, dass sie alles so haben, wie sie es wollen. Es braucht Grenzen, wieviel man verdienen kann. Eigentlich hat keiner eine Million verdient. Auch wenn man viel gearbeitet hat ist man ein normaler Bürger wie jeder andere auch. Man sieht ja schon, was neue Technologien anrichten. Wieviel Gutes ist jetzt passiert? Wir verlieren Arbeitsstellen, die Leute können nicht mehr miteinander interagieren. Die Selbstmordrate wird boomen, weil es keinen Sinn mehr gibt. Klar hilft Technologie in vielen Bereichen, wie in der Medizin zum Beispiel, aber ich glaube nicht, dass wir das ewige Leben haben müssen. --- Deep Technology ist ein Podcast, in dem Menschen in der Schweiz über Technologien wie künstliche Intelligenz, Apps, virtuelle Welten, selbstfahrende Autos, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech sprechen. Im Podcast kommt ein Querschnitt der Bevölkerung zu Wort: Schüler*innen, Lehrpersonen, Auszubildende, Menschen im Berufsleben, Unternehmer*innen, Politiker*innen und Künstler*innen. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag. Medienpartner dieser Episode: watson. Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz. Konzept und Produktion: 8GR8 Story-Driven Science, Manuel Stagars. Mehr Infos zum Projekt und neue Episoden sind abrufbar auf https://www.deeptechnology.ch.
25:52
August 11, 2020
Deep Technology Podcast - Trailer (1. Staffel)
Deep Technology ist ein Podcast, in dem Menschen in der Schweiz über Technologien wie künstliche Intelligenz, Apps, virtuelle Welten, selbstfahrende Autos, Robotik, Drohnen, Cleantech oder Biotech sprechen. Im Podcast kommt ein Querschnitt der Bevölkerung zu Wort: Schüler*innen, Lehrpersonen, Auszubildende, Menschen im Berufsleben, Unternehmer*innen, Politiker*innen und Künstler*innen. Sie teilen ihre Ansichten, Hoffnungen und Zweifel am Einfluss von Technologie auf den Alltag. Konzept und Produktion: 8GR8 Story-Driven Science, Manuel Stagars. Dieser Podcast ist möglich dank Unterstützung der Stiftung Mercator Schweiz.  Mehr Informationen zum Projekt und neue Episoden sind abrufbar auf https://www.deeptechnology.ch.
01:44
March 19, 2020