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Frauen von damals

Frauen von damals

By Bianca Walther
Im Podcast erzähle ich von Frauen, die mir im Laufe der Jahre in der Forschung begegnet sind. Es sind Frauen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, die Grenzen überschritten, mit neuen Lebensmodellen experimentierten und sich Freiräume nahmen – oft jenseits der heterosexuellen Norm. Wir gehen mit ihnen auf Reisen und Radausflüge, in den Reichstag und auf Kneipentour – und manchen schauen wir über die Schulter, wie sie Liebesbriefe schrieben.

Am Mikro: Bianca Walther

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Frauen von damals trifft ... Kerstin Wolff

Frauen von damals

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Ottilie Roederstein und Elisabeth Winterhalter: Porträt eines Paares.
50 Jahre lang waren die Malerin Ottilie Roederstein und die Ärztin Elisabeth Winterhalter ein Paar. In Zürich lernten sie sich kennen, in Frankfurt schufen sie sich ein erstes Zuhause, und in Hofheim am Taunus fanden sie schließlich ihren Alterssitz. "Gemeinsam frei sein" - so könnte man ihre Lebensgemeinschaft charakterisieren. Jede für sich und beide zusammen hatten sie die Ambition, sich in der bildungsbürgerlichen Gesellschaft des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts einen Platz zu schaffen. Die eine als Künstlerin, die andere als Ärztin und später Managerin von Haus, Hof und allerlei sozialen Bestrebungen. Wie sie dabei vorgingen und auf welche starken Netzwerke sie sich stützen konnten, erzähle ich euch in der neuesten Folge. Und natürlich wird es auch um Kunst gehen. Weiterführende Links zur Folge: 1. Porträts von Ottilie Roederstein: Selbstbildnis mit Schlüsseln, 1937 Elisabeth Winterhalter als Studentin, 1887 Selbstbildnis mit Pinseln, 1917 Dr. med. E. H. Winterhalter, 1918.  Zum Selbstbildnis mit Pinseln erzählt Kuratorin Sandra Gianfreda vom Kunsthaus Zürich hier mehr. (Darin ist auch kurz das Selbstporträt mit Zigarillo zu sehen). Zum Selbstporträt mit Zigarillo und dem Porträt von Elisabeth Winterhalter mit Hund konnte ich keinen Link finden, bei dem ich mir sicher war, dass die Abbildung genehmigt ist. Deshalb habe ich auf Verlinkung verzichtet.  2. Weitere Links: Frei. Schaffend. Die Roederstein-Retrospektive im Städel-Museum (20.7.-16.10.2022) Ottilie W. Roederstein. Eine Schweizer Künstlerin wiederentdeckt. Retrospektive im Kunsthaus Zürich (18.12.2020-5.4.2021) Twitter-Thread und Instagram-Beitrag der Frauen von damals über Rosa Bonheur HerStory über Rosa Bonheur Quellen und Literatur: Barbara Rök: Ottilie W. Roederstein (1859-1937). Eine Künstlerin zwischen Tradition und Moderne, Marburg 1999 Sandra Gianfreda: Zürich, Berlin, Paris: Stationen einer Künstlerinnenausbildung, in: Sandra Gianfreda, Alexander Eiling, Eva-Maria Höllerer (Hg.): Ottilie W. Roederstein. Ausstellungskatalog zu den Retrospektiven im Kunsthaus Zürich und im Städel Museum, Frankfurt, Zürich 2020, S. 20-35 Elga Kern (Hg.), Führende Frauen Europas, München 1930. (Darin: Autobiografische Schilderungen von Ottilie Roederstein und Elisabeth Winterhalter Nachlass Hermann Jughenn, Roederstein-Jughenn-Archiv im Städel-Museum. - Zitat Elisabeth Winterhalter über Kennenlernen (NR Biografie 1) - Brief von Johanna Voos an Ottilie Roederstein vom 19.5.1887 (NR Briefe 2a) - Brief von Ottilie Roederstein an Elisabeth Winterhalter vom 12.10.1937 (NR Biografie 3). Ich danke dem Stadtarchiv Hofheim und Ingeborg Luijendijk, Hofheim.
01:06:15
June 03, 2022
Mildred Harnack - Eine Frau im Widerstand. Interview mit Biografin Rebecca Donner (Deutsche Version)
Mildred Harnack war führendes Mitglied des Widerstandsnetzes, das die Gestapo "Rote Kapelle" nannte. Geboren in Wisconsin, kam sie 1929 mit ihrem Mann Arvid nach Deutschland. 2021 zeichnete ihre Urgroßnichte Rebecca Donner ihren Weg in den Widerstand in einer Biografie nach, und ich hatte das große Vergnügen, für die Frauen von damals mit ihr zu sprechen. Hier hört ihr das Interview mit deutscher Simultanverdolmetschung. Diese Folge enthält Werbung für Rebecca Donners Buch.  Erwähnte Literatur: Shareen Blair Brysac: Resisting Hitler: Mildred Harnack and the Red Orchestra. New York 2000. (Auf Deutsch erschienen als: Mildred Harnack und die 'Rote Kapelle', übers. v. Klaus Kochmann, Augsburg 2003). Rebecca Donner: All the Frequent Troubles of Our Days. The True Story of the American Woman at the Heart of the German Resistance to Hitler, New York 2021. Norman Ohler: Harro und Libertas, Köln 2020. Memoiren: Greta Kuckhoff: Vom Rosenkranz zur Roten Kapelle, Berlin (Ost) 1978. Maria Gräfin von Maltzan: Schlage die Trommel und fürchte dich nicht. Erinnerungen, München 1986. Elfriede Paul: Ein Sprechzimmer der Roten Kapelle, Berlin 1981. Auch empfehlenswert: Henning Fischer: Überlebende als Akteurinnen. Die Frauen der Lagergemeinschaften Ravensbrück: Biografische Erfahrung und politisches Handeln, 1945 bis 1989. Konstanz 2018. Frauke Geyken: Wir standen nicht abseits. Frauen im Widerstand gegen Hitler, München 2014. Florence Hervé (Hg.): Mit Mut und List. Europäische Frauen im Widerstand gegen Faschismus und Krieg, Köln 2020. Claudia Koonz: Mothers in the Fatherland: Women, the Family, and Nazi Politics, New York, 1987. +++ Unterstütze die Frauen von damals mit einer Einmalzahlung auf Ko-Fi oder einem freiwilligen Abo auf Steady. Wenn du eins der vier verschiedenen Abos abschließt, erhältst du einmal im Monat den Newsletter "Centralblatt der Frauen von damals" direkt ins E-Mail-Postfach! +++ #frauengeschichte #frauen #nationalsozialismus #widerstand
01:41:28
May 06, 2022
Mildred Harnack - Eine Frau im Widerstand. Interview mit Biografin Rebecca Donner (Englische Version)
Mildred Harnack war führendes Mitglied des Widerstandsnetzes, das die Gestapo "Rote Kapelle" nannte. Geboren in Wisconsin, kam sie 1929 mit ihrem Mann Arvid nach Deutschland. 2021 zeichnete ihre Urgroßnichte Rebecca Donner ihren Weg in den Widerstand in einer Biografie nach, und ich hatte das große Vergnügen, für die Frauen von damals mit ihr zu sprechen. Hier hört ihr das Interview in der englischen Originalfassung. Diese Folge enthält Werbung für Rebecca Donners Buch. Erwähnte Literatur: Shareen Blair Brysac: Resisting Hitler: Mildred Harnack and the Red Orchestra. New York 2000. (Auf Deutsch erschienen als: Mildred Harnack und die 'Rote Kapelle', übers. v. Klaus Kochmann, Augsburg 2003). Rebecca Donner: All the Frequent Troubles of Our Days. The True Story of the American Woman at the Heart of the German Resistance to Hitler, New York 2021. Norman Ohler: Harro und Libertas, Köln 2020. Memoiren: Greta Kuckhoff: Vom Rosenkranz zur Roten Kapelle, Berlin (Ost) 1978. Maria Gräfin von Maltzan: Schlage die Trommel und fürchte dich nicht. Erinnerungen, München 1986. Elfriede Paul: Ein Sprechzimmer der Roten Kapelle, Berlin 1981. Auch empfehlenswert: Henning Fischer: Überlebende als Akteurinnen. Die Frauen der Lagergemeinschaften Ravensbrück: Biografische Erfahrung und politisches Handeln, 1945 bis 1989. Konstanz 2018. Frauke Geyken: Wir standen nicht abseits. Frauen im Widerstand gegen Hitler, München 2014. Florence Hervé (Hg.): Mit Mut und List. Europäische Frauen im Widerstand gegen Faschismus und Krieg, Köln 2020. Claudia Koonz: Mothers in the Fatherland: Women, the Family, and Nazi Politics, New York, 1987. +++ Unterstütze die Frauen von damals mit einer Einmalzahlung auf Ko-Fi oder einem freiwilligen Abo auf Steady. Wenn du eins der vier verschiedenen Abos abschließt, erhältst du einmal im Monat den Newsletter "Centralblatt der Frauen von damals" direkt ins E-Mail-Postfach! +++ #frauengeschichte #frauen #nationalsozialismus #widerstand
01:41:23
May 05, 2022
Frauen für den Frieden: Der Internationale Frauenkongress 1915 in Den Haag
Vom 28. April bis 1. Mai 1915 kamen über 1500 Frauen zusammen, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Allen Widrigkeiten zum Trotz, trafen sie sich im holländischen Den Haag zu einer großen Frauenfriedenskonferenz. Sie streckten einander die Hände aus, debattierten und verabschiedeten 20 Resolutionen, die sie in die Hauptstädte der kriegführenden wie auch der neutralen Länder trugen. Wer sie waren, wie sie vorgingen und was aus ihrer Initiative wurde, verrate ich euch im neuesten Streifzug durch die Frauengeschichte. Verwendete Quellen und Literatur: Jane Addams, Emily Greene Balch und Alice Hamilton: Women at The Hague. the International Congress of Women and its Results, New York 1915 (Digitalisat hier abrufbar). Lida Gustava Heymann: Erlebtes, Erschautes: Deutsche Frauen kämpfen für Freiheit, Recht und Frieden 1850–1940, hg. v. Margrit Twellmann, Meisenheim 1977. Jus suffragii. Monthly Organ of the International Woman Suffrage Association, Ausgaben November 1914 bis Mai 1915 (Band 9, Digitalisate hier abrufbar). Report of the International Congress of Women: The Hague, The Netherlands, April 28th to May 1st, 1915: President's Address, Resolutions Adopted, Report of the Committees Visting European Capitals, New York 1915 (Digitalisat hier abrufbar) Weiterführende Links zur Folge: Bilder vom Kongress Resolutionen des Kongresses (Achtung Transkriptionsfehler: Unter Punkt 2 muss es "Sufferings" statt "Suffrage" heißen). Podcast-Folge von Laura Baumgarten über Luise Zietz Podcast-Folge von Susanne Popp und Petra Hucke über Helene Stöcker Podcast-Folge von Jasmin Lörchner und Bianca Walther über Anita Augspurg und Lida Gustava Heymann Unterstützt die Frauen von damals mit einem freiwilligen Abo auf Steady oder mit einer Einmalzahlung auf Ko-Fi! Grundlage für das Beitragsbild: Foto des Podiums auf dem Frauenfriedenskongress, unbekannte:r Fotograf:in, via Wikimedia Commons. #frauen #frauengeschichte #kaiserzeit #ersterweltkrieg
01:16:01
April 01, 2022
Frauen von damals trifft ... Susanne Wosnitzka
Über manche Folgen möchte man nur sagen: "Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört." Dies ist eine davon. Für Folge 19 der Frauen von damals hatte ich das große Vergnügen, ein Stündchen mit Musikwissenschaftlerin Susanne Wosnitzka zu plaudern. Sie ist Fachfrau für Komponistinnen, Lesbengeschichte, die Geschichte lesbischer Komponistinnen und vieles mehr und hat für uns ihr Schatzkistchen geöffnet. Freut euch auf ein wahres Feuerwerk an Überraschungsfunden, Anekdoten, liebevoll zusammengetragenen Details und Geschichten aus dem Leben einer Forscherin! Weiterführende Infos und Links: Internetseite von Susanne Wosnitzka Clara Schumann hat null Bock Ethel Smyth - Suffragette in München  Die Löwinnen von Paris Susanne Wosnitzka auf Twitter Das Archiv Frau und Musik in Frankfurt / Main The March of the Women (YouTube) Wikipedia-Eintrag zu Ethel Smyth (mit Bildern!) Erwähnte Literatur: Brigitte Hamann: Elisabeth. Kaiserin wider Willen, München u. a. 1987. Brigitte Hamann: Hitlers Wien, München u. a. 1996. Lillian Faderman: Köstlicher als die Liebe der Männer. Romantische Freundschaft und Liebe zwischen Frauen von der Renaissance bis heute, München 1990. Das englische Original von 1981 gibt es unter dem Titel: "Surpassing the Love of Men. Romantic Friendship and Love Between Women from the Renaissance to the Pesent". Ethel Smyth; Ronald Chrichton (Hg.) , Jory Bennett (Hg.): The Memoires of Ethel Smyth, London 1987. Wenn euch gefällt, was ihr hier hört, könnt ihr die Frauen von damals auch unterstützen - per Einmalzahlung auf Ko-Fi und im freiwilligen Abo auf Steady. Alle Hinweise auf Bücher, Produkte und Leistungen in diesem Podcast geschehen unbeauftragt; jede Werbung ist freiwillig und unbezahlt. #frauen #frauengeschichte #interview #lesbengeschichte #komponistinnen #musikgeschichte #feminismus #frauenbewegung #kaiserzeit #neueregeschichte
01:03:21
March 04, 2022
Helene Lange: Pädagogin, Frauenrechtlerin, Politikerin
Helene Lange war die unbestrittene Führungsfigur des "gemäßigten" Flügels der bürgerlichen Frauenbewegung. Sie war Großmeisterin des sarkastischen Humors, Pionierin der Mädchenbildung und Trägerin des wahrscheinlich höchsten Dutts im Vorstand des Bunds deutscher Frauenvereine. Für ihre 25 Jahre jüngere Lebensgefährtin Gertrud Bäumer und die anderen jüngeren Frauen der Bewegung war sie schlicht „der Meeschter“. Dieser Frau wollen wir endlich einmal eine eigene Folge widmen. Wir begleiten sie durch ihre Kindheit und Jugend im Oldenburger Land, gehen mit ihr ins Elsass und folgen ihr schließlich nach Berlin, wo sie ihren Wirkungskreis als Pädagogin und Frauenrechtlerin entfaltete. Obwohl sie ihren Gegnerinnen als "gemäßigt" galt, scheute sie sich herzlich wenig vor Konfrontation. Weder Politiker noch selbsternannte "Experten" der Mädchenbildung waren vor ihrer scharfen Zunge sicher. Auch die eine oder andere Mitstreiterin in der Frauenbewegung bekam gelegentlich Helene Langes Kritik ab. Der Pragmatikerin Lange war stets an konkreten Verbesserungen im Kleinen gelegen. Dennoch ging es ihr letztlich immer auch um den "großen Wurf": die Öffnung von Bildungseinrichtungen für Frauen - und das Wahlrecht. Als das Frauenwahlrecht 1919 kam, wählte sie nicht nur ihre Lebensgefährtin Gertrud Bäumer in die Nationalversammlung. Sie hatte auch selbst kandidiert - und wurde gewählt: als erste Alterspräsidentin der Hamburger Bürgerschaft. Links und weiterführende Informationen zur Folge: Dossier des DDF über den Allgemeinen deutschen Lehrerinnenverein Möchtet ihr den Podcast unterstützen? Auf Steady könnt ihr ein freiwilliges Abo abschließen - oder einmalig auf Ko-Fi etwas in den Hut werfen. Vielen Dank! Verwendete Literatur: Bäumer, Gertrud: Lebensweg durch eine Zeitenwende, Tübingen 1933. Göttert, Margit: Macht und Eros. Eine neue Perspektive auf Helene Lange und Gertrud Bäumer, Königstein/Ts. 2000. Lange, Helene: Lebenserinnerungen, Berlin 1930. Lange, Helene: Was ich hier geliebt. Briefe, hg. v. Emmy Beckmann, Tübingen 1957. Schaser, Angelika: Helene Lange und Gertrud Bäumer. Eine politische Lebensgemeinschaft. 2. Aufl., Köln u. a. 2010. *** Bildgrundlage: Atelier Elvira, via Wikimedia Commons (gemeinfrei)
59:50
February 04, 2022
Frauen von damals trifft ... Kerstin Wolff
In der ersten Interviewfolge der Frauen von damals unterhalten wir uns mit der Leiterin der Forschungsabteilung des Archivs der deutschen Frauenbewegung, Dr. Kerstin Wolff. Sie erzählt uns von den Anfängen des Archivs in den 1980er Jahren, gibt einen Überblick über die Sammlungspraxis und die Aktivitäten des AddF und hat natürlich viele spannende Geschichten mitgebracht. Am Ende wird es sogar feuchtfröhlich - lasst euch überraschen! Links: Archiv der deutschen Frauenbewegung META-Katalog des i.d.a. Dachverbands deutschsprachiger Frauen- und Lesbenarchive (wenn ihr nach Digitalisaten suchen möchtet, einfach bei den Ergebnissen einen Haken bei "enthält Digitalisate" setzen!) Minna Cauer mit der Gießkanne (Link zum Internationalen Institut für Sozialgeschichte in Amsterdam) Eine kleine Auswahl aus Kerstin Wolffs Veröffentlichungen: Anna Pappritz (1861–1939). Die Rittergutstochter und die Prostitution, Sulzbach/Taunus 2017. Frauenwahlrecht. Die Demokratisierung der Demokratie in Deutschland und Europa. Hamburg 2017 (herausgegeben gemeinsam mit Hedwig Richter) Helene Stöcker – Lebenserinnerungen. Die unvollendete Autobiographie einer frauenbewegten Pazifistin. Wien u. a. 2015 (herausgegeben gemeinsam mit Reinhold Lütgemeier-Davin) „Stadtmütter“. Bürgerliche Frauen und ihr Einfluss auf die Kommunalpolitik im 19. Jahrhundert, Königstein/Taunus 2003. *** Gefällt euch, was ihr hört? Auf Steady und Ko-Fi könnt ihr die Frauen von damals jetzt ganz einfach unterstützen. Aber Achtung! Sie könnten dann noch redseliger werden. *** #frauen #frauengeschichte #frauenbewegung #demokratie #kaiserreich #weimarerrepublik
01:03:50
January 07, 2022
Klara Johanson: K. J. und die Frauen
Für Folge 16 der Frauen von damals fahren wir einmal wieder nach Schweden. Die Frau, um die es heute geht, hatte als erste Frau ihrer Heimatstadt das Abitur abgelegt, ging danach nach Uppsala zum Studieren und wurde schließlich in Stockholm zu einer gefragten Kolumnistin und gefeierten Literaturkritikerin. Sie liebte das Spiel mit den Geschlechterrollen, trug lausbübische Spitznamen wie „Knirps“ und „Strolch“ ebenso stolz wie ihren akademischen Grad – und sie liebte Frauen. Wir begleiten sie durch Studienzeit und erste Verliebtheit und ziehen dann mit ihr nach Stockholm, wo sie sich niederließ. Hier fand sie Arbeit, Freundinnen und die große Liebe ihres Lebens: Ellen Kleman – oder, wie sie sie nannte: „Choice“, die Auserwählte. Natürlich schauen wir ihr auch über die Schulter, während sie Liebesbriefe schrieb. Aber natürlich ist ein Leben nicht vorbei, wenn die Protagonistin in den Hafen der Ehe einläuft. Was passiert, wenn eine temperamentvolle Bildhauerin die Szene betritt? Und warum holt die große Ellen Key, Grande Doyenne der Reformpädagogik, plötzlich zur Backpfeife aus? Die vollständigen Shownotes findet ihr unter https://biancawalther.de/klara-johanson/. Einen Twitter-Thread mit Kurzinfos und Bildern der vielen Frauen in dieser Folge findet ihr hier. Ihr könnt ihn auch sehen, wenn ihr nicht bei Twitter angemeldet seid. Den versprochenen Link zur Aufzeichnung des Panels mit Laura, Jasmin und meiner Wenigkeit gibt es, sobald er verfügbar ist! Quellen und Literatur (Auswahl) Königliche Bibliothek, Stockholm: Nachlass Klara Elisabet Johanson, Signatur SE S-HS L2. Burman, Carina: K.J. En biografi om Klara Johanson, Stockholm 2007. Johanson, Klara, Afzelius, Nils (Hg.): K. J. själv, Stockholm 1952. Johanson, Klara; Afzelius, Nils (Hg.): Brev, Stockholm 1953. Johanson, Klara, Eman, Greger (Hg.): Ur dagböckerna, Lund 1989. Pärletun, Ingrid: Lydia Wahlström, Lund 2018. Wahlström, Lydia: „Personliga erfarenheter av psykoanalys“, in Gösta Nordquist (Hg.): Pastoralpsykologi, Stockholm 1945, S. 41-60. Wahlström, Lydia: Trotsig och försagd. Mitt livs minnen, Stockholm 1949. Das Bild zur Folge ist das Frontispiz der Ausgabe „K.J. själv“ und illustriert den biografischen Artikel im Svenskt biografiskt lexikon. Es zeigt Johanson vermutlich um 1910. Gefällt euch, was ihr hört? Ich freue mich über ein Abo auf Steady oder ein Käffchen über Ko-Fi - vielen Dank! . #frauengeschichte #frauen #lgbtq #lesbengeschichte #schweden #neueregeschichte
01:20:49
December 03, 2021
Marie-Elisabeth Lüders: Pionierin im Parlament
Marie-Elisabeth Lüders war eine ganz Große des Liberalismus. Aufgewachsen als höhere Tochter in Berlin, wusste sie, was es hieß, Chancen verwehrt zu bekommen. Sie erkämpfte sich Bildung - und nutzte sie, um auch anderen Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen. Sie wurde Beamtin im Sozialwesen, Abgeordnete in Nationalversammlung und Reichstag, kämpfte für Frauenrechte und widersetzte sich den Nationalsozialisten. Dafür wurde sie 1937 für mehrere Monate inhaftiert. Nach der Nazizeit begann ihre zweite Parlamentskarriere: Als Alterspräsidentin des Deutschen Bundestags. Alles Grund genug, ihr eine Folge zu widmen! Das Bonusmaterial: Eröffnung des Deutschen Bundestags 1953 Eröffnung des Deutschen Bundestags 1957 Fernsehinterview mit Marie-Elisabeth Lüders von 1957 Literatur: Marie-Elisabeth Lüders: Fürchte dich nicht. Persönliches und Politisches aus mehr als 80 Jahren. 1878–1962. Köln und Opladen 1963. Cornelia Baddack: Katharina von Kardorff-Oheimb (1879–1962) in der Weimarer Republik. Göttingen 2016. Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit: Broschüre Wer war Marie-Elisabeth Lüders? Erwähnte Podcasts: Jasmin Lörchner, Laura Baumgarten und Bianca Walther über Frauen im Widerstand: Teil 1 und Teil 2. Laura Baumgarten aka Frau Abgeordnete über Louise Schroeder. Folge "Pionierinnen der Mitbestimmung" des Podcasts "Systemrelevant" der Hans-Böckler-Stiftung mit Bettina Kohlrausch und Johanna Wenckebach. Unterstütze die Frauen von damals mit einem Abo auf Steady.de oder per Einmal-Spende auf Ko-Fi.com . #frauengeschichte #frauen #weimarerrepublik #deutschland #neueregeschichte
01:13:47
November 05, 2021
"Sind wir Frauen der Emanzipation homosexual ..." - Johanna Elberskirchen (1864-1943)
"Sind wir Frauen der Emanzipation homosexual - nun, dann lasse man uns doch! Dann sind wir es doch mit gutem Recht." Mit dieser klaren Ansage nahm die Feministin Johanna Elberskirchen im Jahr 1904 den Kampf gegen das Schweigen über die Liebe zwischen Frauen auf.  Ein solch offenes Bekenntnis war zu einer Zeit, in der weibliches Begehren jeder Art noch ein großes Tabuthema war, äußerst ungewöhnlich. Wer war die Frau, die so selbstbewusst zu ihrer Liebe zu und Lust auf Frauen stand?  Johanna Elberskirchen war nie eine Frau gewesen, die sich fromm in die vorgezeichneten Bahnen fügte. Als Tochter eines Kleinkaufmanns erkämpfte sie sich zunächst einen Abschluss auf der höheren Töchterschule, ging dann auf Lehr- und Wanderjahre und schließlich zum Studium nach Bern. Sie wurde Frauenrechtlerin, Sozialdemokratin und Aktivistin für die Belange homosexueller Frauen. Liebe fand sie auch - in der Person der Medizinstudentin Anna Eysoldt. Bis die beiden zusammenleben konnten, sollten jedoch noch einige Hürden zu überwinden sein. Welche was waren und was die Schweizer Justiz damit zu tun hat? Lasst euch überraschen! Natürlich werfen wir in dieser Folge auch einen Blick in Johanna Elberskirchens Schriften. Immerhin befanden sich darunter so schlagkräftige Titel wie: "Was hat der Mann aus Weib, Kind und sich gemacht? Revolution und Erlösung des Weibes; eine Abrechnung mit dem Mann - ein Wegweiser in die Zukunft!", aus dem das Titelzitat dieser Folge entnommen ist. Und Johanna Elberskirchen wäre nicht sie selbst gewesen, wenn ihr bewegtes Leben nicht auch ein bewegtes Ende genommen hätte. Am Schluss wird es also noch eine kleine Räuberpostille geben. Literatur zur Folge (Auswahl): Christiane Leidinger: Keine Tochter aus gutem Hause. Johanna Elberskirchen (1864-1943), Konstanz 2008. Johanna Elberskirchen: Die Prostitution des Mannes - auch eine Bergpredigt, auch eine Frauenlektüre, Zürich 1896. Johanna Elberskirchen: Was hat der Mann aus Weib, Kind und sich gemacht? Revolution und Erlösung des Weibes; eine Abrechnung mit dem Mann - ein Wegweiser in die Zukunft! Berlin 1904. *** Übrigens: Ab sofort könnt ihr die Frauen von damals auch unterstützen! Bei Steady gibt es vier verschiedenen Abomodelle - und wer lieber einmalig etwas in den Hut werfen möchten, kann das jetzt auf Ko-Fi tun. Ihr unterstützt mich damit bei den Hosting-Kosten, der Literaturbeschaffung und der technischen Infrastruktur. *** . #frauengeschichte #frauen #lgbtq #lesbengeschichte #neueregeschichte #kaiserreich #weimarerrepublik #deutschland #homosexualität
01:13:33
September 30, 2021
Die Reisen der Amelia B. Edwards
Amelia Ann Blanford Edwards lebte eigentlich drei Leben in einem: Zunächst Romanautorin, wurde sie nach einer Italienreise zur gefeierten Reiseschriftstellerin und schließlich zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Ägyptologie. Sie liebte Frauen, ihre Freiheit und ferne Länder, war am liebsten auf neuen Pfaden unterwegs. Kam sie je an? Oder war der Weg das Ziel? Vielleicht wir das ihr Geheimnis bleiben. In dieser Sonderfolge erzähle ich euch die Geschichte einer Frau, die immer wieder mit Kreativität und Hingabe ihrem Herzen folgte. Die Geschichte führt uns nach Rom, in die Dolomiten, den Nil hinauf und über den Atlantik und schließlich nach Westbury-on-Trym, wo Amelia Edwards neben Ellen Braysher (1804-1892) begraben liegt - der Gefährtin, mit der sie 30 Jahre lang zusammenlebte. Die vollständigen Shownotes findet ihr unter https://biancawalther.de/amelia-edwards. Die Folge und ihre Kapitel: 04:00 - Kapitel 1: Die frühen Jahre (1831-1855) 14:00 - Kapitel 2: Die Nachwuchsschriftstellerin und ihre Netzwerke (1855-1857) 23:30 - Kapitel 3: Eine Reise nach Rom (1857) 31:00 - Kapitel 4: Umbrüche (1857-1864) 33:20 - Kapitel 5: Liebe und Schmerz in Westbury-on-Trym (1864-1871) 48:00 - Kapitel 6: Marianne North (1871) 54:00 - Kapitel 7: Zu neuen Gipfeln! (1871-73) 1:12:00 - Kapitel 8: 1000 Meilen auf dem Nil (1873-1881) 1:28:00 - Kapitel 9: Ägyptomanie! 1:37:00 - Kapitel 10: Der Egypt Exploration Fund (1882) 1:44:00 - Kapitel 11: Die Reise in die USA und die letzten Jahre (1889-1892) Die Links und Bilder: Amelia Edwards, 1850er Jahre (NPG)  Matilda Hays und Charlotte Cushman, ca. 1855 (Harvard Theatre Collection) Amelia Edwards zum Zeitpunkt der Ägypten-Reise (NPG) Amelia Edwards zum Zeitpunkt der USA-Reise (Wikimedia Commons) HerstoryPod über Hatschepsut tumblr der University of Chicago mit Gedichtband von Amelia Edwards  Mehr in den vollständigen Shownotes unter https://biancawalther.de/amelia-edwards Die Quellen und Literatur: Amelia B. Edwards: Untrodden Peaks and Unfrequented Valleys. A Midsummer Ramble in the Dolomites, London 1873. Amelia B. Edwards: A Thousand Miles up the Nile, London 1877. Joan Rees: Amelia Edwards. Traveller, Novelist and Egyptologist, London 1998 Brenda E. Moon: More Usefully Employed. Amelia B. Edwards, Writer, Traveller and Campaigner for Ancient Egypt, London 2006 Sean Brady: John Addington Symonds (1840-1893) and Homosexuality. A Critical Edition of Sources, Basingstoke 2012. The Amelia Edwards Papers, Somerville College, Oxford. Alle weiteren Quellen unter https://biancawalther.de/amelia-edwards Hat dir die Folge gefallen? Unterstütze die Frauen von damals auf https://ko-fi.com/frauenvondamals oder it einem Abo auf Steady: https://steady.de/frauenvondamals! . #frauengeschichte #frauen #lgbtq #lesbengeschichte #ägypten #england #neueregeschichte
01:58:49
April 14, 2021
Monokel-Ball im Monbijou: Streifzug durch das lesbische Berlin der 1920er
Zum Staffelfinale nehme ich euch wie versprochen mit auf Kneipentour durchs lesbische Berlin der 1920er Jahre! Wir beginnen im Damenklub Violetta, blättern nach einem erbaulichen Ausflug in die Begriffsgeschichte ein wenig in der Freundin und der Frauenliebe und tanzen anschließend bei Mondschein auf dem Müggelsee bis zum Morgen. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten! Verwendete Literatur: Hacker, Hanna: Frauen und Freundinnen. Studien zur "weiblichen Homosexualität" am Beispiel Österreich 1870-1938, Weinheim und Basel 1987. Krafft-Ebing, Richard v.: Psychopathia sexualis. Eine klinisch-forensische Studie, 2. und 7. Auflage, Stuttgart 1891 und 1892. Schader, Heike: Virile, Vamps und Wilde Veilchen. Sexualität, Begehren und Erotik in den Zeitschriften homosexueller Frauen im Berlin der 1920er Jahre, Königstein/Taunus 2004. ... und natürlich die Frauenliebe und die Freundin. Hat dir die Folge gefallen? Unterstütze die Frauen von damals auf https://ko-fi.com/frauenvondamals oder mit einem Abo auf Steady: https://steady.de/frauenvondamals! . #frauengeschichte #frauen #lgbtq #lesbengeschichte #weimarerrepublik #berlin #deutschland #neueregeschichte #homosexualität
01:00:20
November 27, 2020
"Wo ist das Recht der Frau?" - Anita Augspurg (1857-1943)
„Wo ist das Recht der Frau?“ Anita Augspurg – Juristin, Feministin, Pazifistin Sie war radikale Frauenrechtlerin, Juristin mit scharfer Feder und ab 1914 engagierte Pazifistin. Mit ihrer Lebensgefährtin Lida Gustava Heymann mischte sie nicht nur die Männerwelt in Kaiserzeit und Weimarer Republik gehörig auf: Dr. Anita Augspurg (1857-1943). Im übrigen wächst in dieser Folge zusammen, was zusammengehört: Jasmin von HerstoryPod und Geschichtsdolmetscherin Bianca senden diese Woche gemeinsam – und haben sich viel zu erzählen. *** Das im Podcast versprochene Foto des Verbands fortschrittlicher Frauenvereine mit den Namen der Abgebildeten (vermerkt in Minna Cauers Handschrift) findet ihr auf der Website des IISG Amsterdam, wo auch Cauers Nachlass lagert: https://search.iisg.amsterdam/Record/1309653. Und wer genau hinsieht, bemerkt auch, dass es nicht, wie Bianca dachte, das Gründungsfoto ist, sondern ein Foto von einer Sitzung im Jahr 1901 – zwei Jahre nach der Gründung. Die anderen Bilder aus Jasmins heiterem Fotoraten findet ihr hier (Gruppenfoto aus dem Atelier Elvira) und hier (Orgateam des Berliner Frauenkongresses 1912). Jasmins Podcast über Pionierinnen und andere starke Frauen findet ihr unter https://herstorypod.de.  *** Wir freuen uns, mit diesem Podcast an der wunderbaren Blogparade #FemaleHeritage der Monacensia im Hildebrandhaus teilzunehmen.  Schaut doch mal dort vorbei! *** Verwendete Literatur: Augspurg, Anita:  Rechtspolitische Schriften. Kommentierte Studienausgabe. Herausgegeben und kommentiert von Christiane Henke, Köln 2013. Cauer, Minna: Briefe an Muschka von Witt (Archivgut), IISG Amsterdam, Minna Cauer Papers Nr. 79. Cauer, Minna: Tagebuch (Archivgut), IISG Amsterdam, Minna Cauer Papers, Nr. 71. Henke, Christiane: Anita Augspurg, Reinbek 2000. Heymann, Lida G.: Erlebtes, Erschautes: Deutsche Frauen kämpfen für Freiheit, Recht und Frieden 1850–1940, hg. v. Margrit Twellmann. Meisenheim 1977. Heymann, Lida G.: "Offener Brief an die Redaktion der Zeitschrift für Frauenstimmrecht", in: Zeitschrift für Frauenstimmrecht, Beilage zu Die Frauenbewegung, 20. Jg., Nr. 26 (1. Oktober 1914), S. 49-50. Kinnebrock, Susanne: Anita Augspurg (1857–1943). Feministin und Pazifistin zwischen Journalismus und Politik. Eine kommunikationshistorische Biographie, Herbolzheim 2005 . #frauengeschichte #frauen #kaiserreich #weimarerrepublik #nationalsozialismus #deutschland #frauenbewegung #frauenwahlrecht #lgbtq #lesbengeschichte #neueregeschichte
02:14:23
November 13, 2020
Minna Cauer (1841-1922) - Mit Leidenschaft für Frauen, Frieden und Demokratie
Minna Cauer war eine der wichtigsten Frauenrechtlerinnen im Kaiserreich. Trotzdem ist seit 95 Jahren kein Buch mehr über sie geschrieben worden - vielleicht, weil sie immer zwischen den Stühlen saß: Den einen zu links, den anderen zu emotional, wieder anderen zu alt. Zeit, einer ganz Großen zu ihrem Geburtstag etwas Aufmerksamkeit zu schenken! Wie immer freue ich mich über euer Feedback auf Twitter oder Instagram unter @frauenvondamals - oder per Email an rohrpost at biancawalther punkt de! Verwendete Literatur: Else Lüders: Minna Cauer. Leben und Werk, Gotha/Stuttgart 1925. (Das Bild zu dieser Folge ist das Frontispiz aus diesem Buch) Anne-Laure Briatte; Meiken Endruweit (Übers.): Bevormundete Staatsbürgerinnen. Die 'radikale' Frauenbewegung im deutschen Kaiserreich, München 2020. Bianca Walther: "Diese Zeit findet kein großes Geschlecht, besonders nicht unter den Frauen." - Minna Cauer und die bürgerliche Frauenbewegung, 1914-1918. Unveröffentlichte Hausarbeit, Fernuniversität Hagen, 2014. *** Viel Material zu Minna Cauer findet ihr auch auf den Internetseiten des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (https://digitales-deutsches-frauenarchiv.de) und in deren Katalog https://meta-katalog.eu, der auch zahlreiche Digitalisate enthält. Und hier wie versprochen das Bild, das ich euch ganz am Schluss der Folge versprochen habe: https://search.iisg.amsterdam/Record/593987 . #frauengeschichte #frauen #kaiserreich #weimarerrepublik #deutschland #berlin frauenbewegung #frauenwahlrecht #neueregeschichte
49:19
October 30, 2020
Die Lieben der Selma Lagerlöf
Die schwedische Schriftstellerin Selma Lagerlöf (1858-1940) ist in Deutschland heute hauptsächlich als Autorin des Kinderbuchs "Nils Holgerssons wunderbare Reise mit den Wildgänsen" bekannt. Sie hatte aber noch deutlich mehr auf dem Kasten: Als erste Frau bekam sie 1909 den Literaturnobelpreis zugesprochen. In Schweden ist sie nach wie vor eine Ikone, zierte jahrzehntelang den 20-Kronen-Schein. Was allerdings erst 50 Jahre nach ihrem Tod bekannt wurde, war, dass sie neben der Schriftstellerei noch zwei andere große Lieben hatte: ihre Kollegin Sophie Elkan und die Studienrätin Valborg Olander - ihre "Sekretärin", wie es nach außen hieß. In dieser Folge erzähle ich euch die Geschichte dazu - und habe für euch ein paar Briefauszüge übersetzt. Hat dir die Folge gefallen? Unterstütze die Frauen von damals auf https://ko-fi.com/frauenvondamals! Verwendete Quellen und Literatur: Andersson, Eva: Valborg H C Olander, https://sok.riksarkivet.se/sbl/artikel/7676, Svenskt biografiskt lexikon (abg. 10/2020) Edström, Vivi: Selma Lagerlöf. Livets vågspel, Stockholm 2002. Frunck, Ingrid: "Minnesteckning över Valborg Olander", in: Falu folkskoleseminariums kamratförbunds årsskrift, Jg. 1956, S. 9-20. Königliche Bibliothek, Stockholm: Nachlass Selma Lagerlöf (KB1:L1) und Sophie Elkan (KB1:L84). Lagerlöf, Selma: Mårbacka. Kindheitserinnerungen, dt. v. Pauline Klaiber-Gottschau, München o. J. [orig.: 1922]. Lagerlöf, Selma: Aus meinen Kindertagen, dt. v. Pauline Klaiber-Gottschau, München 1931 [orig.: 1930]. Lagerlöf, Selma: Tagebuch der Selma Ottilia Lovisa Lagerlöf, dt. v. Pauline Klaiber-Gottschau, München 1934 [orig: 1932]. Lagerlöf, Selma: Du lär mig att bli fri. Selma Lagerlöf skriver till Sophie Elkan, hg. v. Ying Toijer-Nilsson, Stockholm 1992. Lagerlöf, Selma: En riktig författarhustru. Selma Lagerlöf skriver till Valborg Olander, hg. v. Ying Toijer-Nilsson, Stockholm 2006. Oterdahl, Jeanna: Sophie Elkan (f. Salomon), https://sok.riksarkivet.se/sbl/artikel/16006, Svenskt biografiskt lexikon (abg. 10/2020) Toijer-Nilsson, Ying: "Den nya vännen", in: Karl-Erik Lagerlöf (Hg.): Selma Lagerlöf och kärleken, Södertälje 1997, S. 9-15. Ulvros, Eva Helen: Sophie Elkan. Hennes liv och vänskap med Selma Lagerlöf, Lund 2001. Wägner, Elin: Selma Lagerlöf I: Från Mårbacka till Jerusalem, Stockholm 1942. Wägner, Elin: Selma Lagerlöf II: Från Jerusalem till Mårbacka, Stockholm 1943. Walther, Bianca: Jedes ist ein Eigenes und auf seine Art Einziges. Weibliche Lebensgemeinschaften und Freundinnenkultur im Bürgertum, 1890-1940. Unveröffentlichte Masterarbeit, FernUni Hagen 2014. . #frauengeschichte #frauen #schweden #frauenbewegung #frauenwahlrecht #lgbtq #lesbengeschichte #neueregeschichte #homosexualität #literaturgeschichte
47:13
October 16, 2020
Von Olympe bis Helene: Streifzug durch 100 Jahre Frauenbewegung
Nachdem wir uns schon ein paar Mal mit Biografien einzelner Frauenrechtlerinnen befasst haben, wagen wir uns ab heute in unregelmäßigen Abständen an einen Überblick über die deutsche Frauenbewegung in Kaiserzeit und Weimarer Republik. Los geht es - wie könnte es anders sein? - mit den Anfängen. Wir marschieren so um die Zeit der Französischen Revolution los und erreichen unser Etappenziel Hamburg im Jahr 1898, gerade pünktlich zu einer denkwürdigen Jahresversammlung des Bunds deutscher Frauenvereine (BDF). Natürlich können wir nur einen Ausschnitt abbilden. Mehr über das äußerst reiche, komplexe Gebilde, das sich "Frauenbewegung" nannte, könnt ihr zum Beispiel erfahren, indem ihr das wunderbare Internetportal des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de) durchstöbert - oder aus den folgenden Büchern: Literatur: Angelika Schaser: Frauenbewegung in Deutschland 1848-1933, Darmstadt 2006. Ute Gerhard: Unerhört. Die Geschichte der deutschen Frauenbewegung, Reinbek 1990. Barbara Beuys: Die neuen Frauen – Revolution im Kaiserreich München, 2014. Anne-Laure Briatte-Peters (Autorin); Meiken Endruweit (Übers.): Bevormundete Staatsbürgerinnen: Die »radikale« Frauenbewegung im Deutschen Kaiserreich, München 2020. Herrad Schenk: Die feministische Herausforderung. 150 Jahre Frauenbewegung in Deutschland, München 1980. Bei der Bundeszentrale für politische Bildung gibt es ferner günstig (sofern noch lieferbar) ein Überblickswerk von Rosemarie Nave-Herz. Weitere Tipps, auch zu Einzeldarstellungen und Biografien, gebe ich auch gern auf Twitter unter dem Handle @frauenvondamals, auf dem ihr mich gern kontaktieren dürft. Ich freu mich! . #frauengeschichte #frauen #kaiserreich #deutschland #frauenbewegung #frauenwahlrecht #deutschland #tourismus #reisen #reisendefrauen #neueregeschichte
44:38
October 01, 2020
Gertrud Bäumer (1873-1954) - Frauenrechtlerin, Politikerin, Multitaskerin
Gertrud Bäumer war eine Frauenrechtlerin, die polarisierte: Die einen fanden sie zu moderat, die anderen bewunderten ihren Pragmatismus. Den einen war sie zu machtbewusst, wieder anderen war sie Vorbild und Inspiration. Ein Jahrzehnt lang stand sie dem Bund deutscher Frauenvereine vor; danach machte sie sich auf den Marsch durch die Institutionen - ohne Landkarte, denn sie war fast überall eine der Ersten. Zeit für Privatleben fand sie trotzdem. Ein Blick in die Geschichte einer Frau, die sich nicht in eine Schublade pressen lässt und für die vielleicht noch nicht einmal eine ganze Kommode ausreicht. Verwendete Literatur: Bäumer, Gertrud: Lebensweg durch eine Zeitenwende, Tübingen 1933. Bäumer, Gertrud: Des Lebens wie der Liebe Band. Briefe (hg. v. Emmy Beckmann), Tübingen 1956. Göttert, Margit: Macht und Eros. Eine neue Perspektive auf Helene Lange und Gertrud Bäumer, Königstein/Ts. 2000. Lange, Helene: Lebenserinnerungen, Berlin 1921. Lange, Helene: Was ich hier geliebt. Briefe (hg. v. Emmy Beckmann), Tübingen 1957 Schaser, Angelika: Helene Lange und Gertrud Bäumer. Eine politische Lebensgemeinschaft, Köln u.a. 2000. Velsen, Dorothee von: Im Alter die Fülle, Tübingen 1957. Bildquelle: Zeitungsausschnitt der "Gartenlaube" vom Sommer 1912, via Wikipedia. . #frauengeschichte #frauen #kaiserreich #deutschland #frauenbewegung #frauenwahlrecht #deutschland #neueregeschichte
42:08
September 17, 2020
Eine afrikanische Frauenrechtlerin: Adelaide Casely-Hayford (1868-1960)
Adelaide Casely-Hayford, geboren 1868 in Freetown, lebte unabhängig, bereiste drei Kontinente und reformierte die Mädchenbildung in ihrer Heimat Sierra Leone. Die Geschichte einer Powerfrau, die Chancen ergriff und Konflikte nicht scheute. Verwendete Literatur: Adelaide Cromwell:  An African Victorian Feminist. The Life and Times of Adelaide Smith Casely Hayford (1868-1960), Washington D. C.  1992 (Daraus auch das Bild, das diese Episode ziert) Keisha Blain: Emerging Feminisms - A Historical Note. Pan-African Feminist Adelaide Casely-Hayford, The Feminist Wire, 28. März 2016, https://thefeministwire.com/2016/03/a-historical-note-pan-african-feminist-adelaide-casely-hayford/ Mary Louise Pratt: Imperial Eyes. Travel Writing and Transculturation. London/New York 1992. Erwähnte historische Personen: Mary Seacole - https://de.wikipedia.org/wiki/Mary_Seacole Edmonia Lewis - https://en.wikipedia.org/wiki/Edmonia_Lewis Und natürlich die Podcast-und-Sonstiges-Empfehlungen: Petra Tabarelli und andere: Frauen reden über Fußball - https://www.fruef.de/ Laura Baumgarten: Frau Abgeordnete - https://www.instagram.com/frauabgeordnete/ Nora Hespers: Die Anachronistin - https://www.die-anachronistin.de/ Jasmin Lörchner: Herstory Pod - https://herstorypod.de/ Wenn es euch gefallen hat, wenn ihr Fragen, Wünsche oder sonstiges Feedback habt, freue ich mich, von euch zu hören. Ihr findet mich auf Twitter und Instagram unter @frauenvondamals (https://twitter.com/frauenvondamals und https://www.instagram.com/frauenvondamals/), auf Facebook unter https://www.facebook.com/DieGeschichtsdolmetscherin und auf meiner Internetseite https://biancawalther.de/ Und natürlich freu ich mich auch immer über Sterne, wo auch immer ihr welche hinterlassen könnt! :) . #frauengeschichte #frauen #afrika #westafrika #sierraleone #kolonialgeschichte #imperialismus #reisen #reisendefrauen #frauenbewegung #neueregeschichte
37:24
September 03, 2020
Mary Kingsley - Grenzgängerin zwischen Kulturen und Konventionen
Die englische Afrikareisende Mary Kingsley (1862-1900) war eine Grenzgängerin im wahrsten Sinne des Wortes: Mit 32 Jahren trat die Tochter einer Köchin und eines Arztes aus der Enge des viktorianischen Fräuleindaseins heraus, um Forschungsreisende zu werden. Sie reiste dreimal nach Afrika, schrieb einen schillernden Reisebericht und begeisterte das Publikum zu Hause mit ihren Vorträgen. Die britische Kolonialverwaltung war indes weniger angetan von ihren lautstarken Rufen nach Reformen. In dieser Folge beleuchten wir Mary Kingsleys Grenzgänge und begeben uns mit ihr auf Reisen - zu Flusspferden und Krokodilen, durch den Dschungel und natürlich auch zu Menschen. . #frauengeschichte #frauen #afrika #westafrika #kolonialgeschichte #imperialismus #tourismus #reisen #reisendefrauen #neueregeschichte
31:59
July 23, 2020
Eine Frauenrechtlerin reist nach Indien: Das Reisetagebuch der Anna Pappritz (Teil 2)
Im Winter 1912/13 reiste die Berliner Frauenrechtlerin Anna Pappritz nach Indien. In dieser Folge stelle ich euch Auszüge aus ihrem Reisetagebuch vor. Wir begleiten Anna Pappritz übers Meer und durch Ceylon (das heutige Sri Lanka), nach Darjeeling, und zum Taj Mahal, bevor wir auf der Rückreise noch einen Zwischenstopp in Kairo einlegen und übers Mittelmeer wieder nach Europa übersetzen. Bildquelle: BArch N1151/341 Fol. 12. . #frauengeschichte #frauen #kaiserreich #deutschland #frauenbewegung #indien #kolonialgeschichte #imperialismus #tourismus #reisen #reisendefrauen #neueregeschichte
31:30
July 09, 2020
Eine Frauenrechtlerin reist nach Indien: Das Reisetagebuch der Anna Pappritz
Im Winter 1912/1913 ging die Berliner Frauenrechtlerin Anna Pappritz auf große Fahrt: Mit zwei Reisebüchern und viel Gepäck ging es zunächst per Schiff nach Ceylon und dann mit dem Zug einmal quer durch Indien. Im Juli 2019 tauchte ihr Reisetagebuch wieder auf; jetzt ist es im Röhrig Universitätsverlag als kommentierte Edition erschienen.  In diesem Podcast erzähle ich über den Fund, stelle euch Anna Pappritz vor und mache einen Vorschlag, wie wir uns heute den Reiseberichten weißer, westlicher Frauen sinnvoll nähern können.  Das Buch gibt es hier (Link zum Verlag). Ein digitales Begleitangebot zum Buch gibt es auf meiner Webseite. Bildquelle: BArch N1151/341 Fol. 9. . #frauengeschichte #frauen #kaiserreich #deutschland #frauenbewegung #frauenwahlrecht #indien #kolonialgeschichte #imperialismus #tourismus #reisen #reisendefrauen #neueregeschichte
25:59
June 26, 2020
Ika Freudenberg (1858-1912): Rheinische Lebensfreude trifft Münchner Frauenbewegung
Wie kam eine Westerwälder Klavierlehrerin dazu, die Münchner Frauenbewegung zu organisieren? Die noch nie so ganz erzählte Geschichte einer vergessenen Frauenrechtlerin. Den Text zur Folge findet ihr unter https://biancawalther.de/ika-freudenberg. *** Hinweis: Im Podcast sage ich, Ika Freudenberg habe am Berliner Konservatorium ihres Bruders Klavier studiert. Wilhelm ging aber erst 1886 nach Berlin; zu diesem Zeitpunkt wäre Ika fast 30 Jahre alt gewesen. Wahrscheinlicher ist, dass Ika am 1870 ebenfalls von Wilhelm gegründeten Wiesbadener Konservatorium studierte. . #frauengeschichte #frauen #kaiserreich #weimarerrepublik #nationalsozialismus #deutschland #frauenbewegung #frauenwahlrecht #lgbtq #lesbengeschichte #neueregeschichte #münchen
36:52
June 17, 2020
Charlotte Ritters reale Kolleginnen: Martha Mosse und Friedrike Wieking
In der Fernsehserie Babylon Berlin begegnet uns eine Kriminalassistentin, die offenbar nie einer Kollegin begegnet. 1929 gab es in der 'Roten Burg' am Alex jedoch schon einige Polizistinnen. Zwei davon stelle ich euch heute vor: Polizeirätin Dr. Martha Mosse und Kriminalpolizeirätin Friedrike Wieking (die amtlich übrigens Friederike hieß, aber selbst immer ohne das mittlere 'e' zeichnete). Den Text zur Folge (mit einer kleinen nachträglichen Fehlerkorrektur) findet ihr unter https://biancawalther.de/martha-mosse-friedrike-wieking/. Die Kriminalinspektion hieß nämlich G, nicht K. Da hat sich ein Tippfehler aus einem Polizeidokument von 1927 munter durch die Jahrzehnte verselbständigt ... Bildquelle: United States Army Office of the Chief of Counsel for War Crimes (n.d.), photographer - USHMM, courtesy of National Archives and Records Administration, College Park [Photograph #43031] (via Wikipedia) . #frauengeschichte #frauen #weimarerrepublik #nationalsozialismus #deutschland #frauenbewegung #lgbtq #lesbengeschichte #neueregeschichte
20:05
May 24, 2020