Freiheit ohne Druck

Freiheit ohne Druck

By Therapieverbund Ludwigsmühle
EIN PODCAST ÜBER DROGEN- UND SUCHTHILFE: Wissen, Rat, Hilfe und mehr ...

Sucht ist in unserer Gesellschaft Alltag: Irgendwie kennt jede_r jemanden, der_die mal Suchtprobleme hatte oder hat. Trotzdem ist das Themenfeld noch immer ein Tabu, und es scheint nicht leicht zu sein, darüber zu reden. Aber das machen wir jetzt!
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Legalize it ... or not?! - Cannabis
In der ersten Folge des neuen Jahres starten wir gleich in ein kontroverses Thema: Cannabis ist noch immer die meist konsumierte illegale Substanz in Deutschland. Und dass diese Substanz illegal ist und wie schädlich sie eigentlich ist, darüber existieren seit Jahren unterschiedliche Diskussionen auf politischer und fachlicher Ebene. Sollte man die Substanz legalisieren, wie es andere Länder schon vorgemacht haben? Was sind die Gefahren des Konsums? Diese und viele weitere Fragen beantwortet Dirk zusammen mit Prof. Dr. Derik Hermann, dem Chefarzt des Therapieverbundes Ludwigsmühle. Was ist eure Meinung zu Cannabis in Deutschland? Habt ihr noch Fragen zum Thema? Schreibt es in die Kommentare. Wir freuen uns auf euer Feedback! Shownotes: Vita und Infos Prof. Dr. Derik Hermann: https://www.ludwigsmuehle.de/ueber-uns/geschaeftsleitung/derik-hermann/ Ergebnisse CaPRis-Studie: https://www.drogenbeauftragte.de/fileadmin/dateien-dba/Drogenbeauftragte/2_Themen/2_Suchtstoffe_und_Abhaengigkeiten/6_Cannabis/Downloads/BMG_CaPris_A5_Info_web.pdf Studie zum Cannabis-Gebrauch im jungen Erwachsenenalter: Nur bei hohem genetischen Risiko für Schizophrenie führt Cannabis zu Störungen der corticalen Hirnentwicklung: https://jamanetwork.com/journals/jamapsychiatry/fullarticle/2429551 Review Cannabis und Psychose: https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736%2807%2961162-3/fulltext Effekte im Cannabis-Konsum vor und nach der Legalisierung am Beispiel des Staates Washington: https://jamanetwork.com/journals/jamapediatrics/fullarticle/2718512?resultClick=1 Thema “Legal Highs”: https://www.drugcom.de/topthema/legal-high-legaler-rausch/ fdr+ Stellungnahme zur Entkriminalisierunng von Cannabis: https://www.fdr-online.info/wp-content/uploads/2019/12/fdrStellungnahme-Cannabis-Entkriminalisierung-und-Ausgestaltung-der-Regulierung.pdf
48:25
January 12, 2020
Die Mauer der Lüge
"Du hast doch was getrunken oder was genommen, oder?" - "Nee, wieso?": Insbesondere Angehörige Suchtkranker kennen diese Gesprächseröffnung und wissen schon zu Beginn, wohin sich das Gespräch entwickeln wird. Verschiedene Strategien wurden bereits versucht, nichts hat bei dem geliebten Menschen zu einer Verhaltensänderung geführt. Und natürlich sieht jene Person das ganz anders, denn er_sie hat ja eigentlich kein Problem, oder? Marc und Dirk sprechen in dieser Folge über die "Mauer der Lüge", die durch die Suchterkrankung aufgebaut wird und die nur schwer zu überwinden ist. Hilfreich für die angehörige Person kann eine Selbstreflexion in professioneller Begleitung (Coach_in, Therapeut_in, etc.) sein, um nicht der Suchterkrankung des Gegenübers die Kontrolle zu überlassen. Es gilt Ansatzpunkte zu erkennen, um einerseits selbst die Steuerung in konflikthaften Gesprächssituationen zu behalten. Andererseits ist es wichtig, einige "Löcher" in der "Mauer" zu erkennen, um mit dem Gegenüber wieder eine gemeinsame Ebene des Vertrauens und der Verständigung zu finden. Ein Tool für diese reflexive Arbeit ist der Selbststeuerungskreis nach Krüger (2010), der durch eine_n Therapeut_in oder Coach_in professionell angeleitet werden sollte. In der Episode beschreibt Dirk aber auch einen "Selbststeuerungskreis light" für Angehörige, der für ständig wiederkehrende Konfliktsituationen mit einem suchtbelasteten, nahestehenden Menschen angewendet werden kann. Auch hier dient er der Reflexion für die angehörige Person und sollte bestenfalls begleitet werden. Mit entsprechender Übung in Selbstreflexion kann er auch in Einzelarbeit z.B. als Vorbereitung auf die nächste Sitzung der Selbsthilfegruppe oder das nächste Gespräch mit dem_der Coach_in / Therapeut_in durchgeführt werden. Wichtig: Nicht in einer akuten Krisen- oder Stresssituation anwenden. Der Ablauf ist wie folgt: Ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand nehmen, dann als ersten Punkt ein Wort aufschreiben, das für die Eskalation des letzten Konfliktes steht (z.B. das kurzschlussartige Verlassen der gemeinsamen Wohnung). -> Darunter schreiben: a) Was habe ich in dieser Situation getan? b) Was habe ich dabei gedacht? c) Was habe ich dabei gefühlt? Von dieser Situation ausgehend, versucht man die Szene langsam rückwärts laufen zu lassen: Was ist direkt vor dieser Eskalation passiert? Die Antwort als Begriff oder Satz aufschreiben. -> Zu dieser nächsten Situation ebenfalls wieder dazuschreiben: a) Was habe ich in dieser Situation getan? b) Was habe ich dabei gedacht? c) Was habe ich dabei gefühlt? Das setzt man jetzt fort Situation für Situation, wie in einem Film, der langsam rückwärts läuft. Häufig kann eine befreundete Person als Feedback-Gegenüber dabei helfen. Die Übung ist fürs Erste beendet, wenn man in der Szene in der Situation angekommen ist, in der noch alles friedlich war. Auch hier wird notiert: a) Was habe ich in dieser Situation getan? b) Was habe ich dabei gedacht? c) Was habe ich dabei gefühlt? Wo erkennen Sie Handlungsoptionen, die z.B. eine Eskalation verhindern? Erkenne ich "Löcher" in der "Mauer der Lüge"? Schreibt uns gerne ins Feedback. wie ihr mit der Übung klar gekommen seid. Habt ihr weitere Anregungen und Ideen? Ein ausführlicher Artikel zum Selbststeuerungskreis: https://link.springer.com/article/10.1007/s11620-010-0075-4 Eine Beschreibung findet sich ebenfalls in Stadler, C./ Spitzer-Prochazka, S./ Kern, E./ Kress, B. (2016): Act creative! Effektive Tools für Beratung, Coaching, Psychotherapie und Supervision. Stuttgart: Klett-Cotta. S. 172-175.
1:06:28
December 30, 2019
Weihnachten als suchtkranker Mensch
Weihnachten steht vor der Tür, und bei vielen suchtkranken Menschen gehen die Alarmglocken los. Es sind Fest- und Feiertage, die es zu überstehen gilt. Dazu werden alle Notfallstrategien ausgegraben, die man kennt, um nicht rückfällig zu werden. Für viele suchtbelastete Menschen sind deswegen die ungeliebtesten Tage des Jahres. Wieso ist das so und wie kann man mit Weihnachten anders umgehen? Geschenke, Familie, Essen, Trinken und noch Vieles mehr verbinden die meisten Menschen mit Weihnachten. Suchtkranke Menschen erleben oft Enge, Erwartungen, Unechtheit und offen gelebte Konsummuster, die es oftmals schwer machen, abstinent zu bleiben. Deswegen ist Weihnachten leider auch häufig die Zeit der Rückfälle, der Notaufnahmen und der Ausnüchterungszellen. Eine Episode für gesunde Festtage! Shownotes: Telefonseelsorge: https://www.telefonseelsorge.de/ 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222
1:06:04
December 16, 2019
Internationale Suchtselbsthilfe
Was machen suchtkranke Menschen, wenn sie im Urlaub merken dass es ihnen nicht gut geht? Was tun wenn der Suchtdruck groß wird und die eigene Selbsthilfegruppe nicht erreichbar ist? Marc ist zur Zeit in den USA unterwegs und hatte eben dieses Erlebnis.  In der heutigen Episode berichtet Marc über seinen Besuch einer "Narcotics Anonymous" Selbsthilfegruppe in Brooklyn / New York City. Ist es wirklich so wie man in Filmen immer sieht? Gibt es zu Anfang Kaffee und Tee und alle sitzen in Stuhlreihen? Ist es möglich einfach so in die Gruppe zu sitzen und über sich zu reden oder gibt es Voraussetzungen.  "...Narcotics Anonymous (NA) ist eine internationale, auf Gemeinschaft begründete, gemeinnützige Organisation von genesenden Drogenabhängigen, deren Zwölf-Schritte-Programm auf dem Programm der Anonymen Alkoholiker beruht." p.s. Entschuldigung für die anfangs holprige Audioqualität.  Shownotes: Narcotics Anonymous (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Narcotics_Anonymous NA Meetings in New York City: https://newyorkna.org/members/brooklyn-area-service/ Therapieverbund Ludwigsmühle Selbsthilfe-Angebote: https://www.ludwigsmuehle.de/angebote/nidro/selbsthilfe/
58:32
December 1, 2019
Digitalisierung in der Suchthilfe - Teil 2
Wie finden Jugendliche, die sich in einer persönlichen Hilfesituation befinden, in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft zur richtigen Anlaufstelle? Mit dieser Frage knüpfen wir in dieser Episode an unsere letzte Folge an und zeigen Ausschnitte aus unserem Forum beim vergangenen DHS-Kongress. Darin kommt Beat Weichsler vom Vorstand von Between the Lines e.V. zu Wort, der uns die gleichnamige Hilfe-App für Jugendliche vorstellt. Der Verein „Between The Lines e. V.“ hat sich Ende 2015 aus der Projektgruppe „Between The Lines“ des Solinger Jugendstadtrats gegründet. Unter Leitung einer Fachkraft für Kinder- und Jugendpsychiatrie bestand der Schwerpunkt der Vereinstätigkeit zunächst in einer intensiven, angeleiteten inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Fragestellung „Was kann ich tun wenn es mir oder meinen Freunden nicht gut geht?“. 2017 kam auf Grundlage dieser Arbeit erstmalig die Idee einer „Hilfe-App“ auf, die seit 2018 im Rahmen eines Studienprojektes weiterentwickelt wurde. Shownotes: Between the lines e.V.: https://between-the-lines.info/
42:17
November 18, 2019
Wie kann Digitalisierung in der Suchthilfe gelingen? - Ein Kongressrückblick
In den letzten zwei Jahren waren Fachkräfte auf verschiedene Konferenzen und Kongressen über die Auswirkungen der Digitalisierung im Gespräch. Die DHS Fachkonferenz SUCHT 2019 griff unter dem Titel #Suchthilfe #Digital aktuelle Entwicklungen in der Arbeit mit Abhängigkeitserkrankten auf und widmete sich dabei u.a. den folgenden Fragestellungen:  Wie verändert sich die Kommunikation in der Begleitung, Beratung und Behandlung von Suchtkranken durch den digitalen Wandel?  Apps in der Suchthilfe – wie gut funktionieren sie? Wie gelingt eine systematische Vernetzung und Kombination von analoger und digitaler Beratung (Blended Counseling)?  Welche neuen Möglichkeiten der Ansprache von Menschen mit problematischem Konsumverhalten oder Abhängigkeitserkrankungen ergeben sich durch die Digitalisierung?  Webbasierte Trainings – welche Chancen zur Vernetzung eröffnen sie? Wie gelingt es, digitale Angebote qualitativ gut und sicher zu gestalten? Dirk und Marc reflektieren in dieser Episode ihre Erfahrungen der letzten Kongresse. Ob es innovativ nach vorne geht oder eher eine angstbesetzte Haltung gegenüber digitalen Themen vorherrscht soll in dieser Episode ebenso behandelt werden wie der (fehlende) politische Wille wenn es um die Finanzierung digitaler Infrastruktur geht. Shownotes: DHS Suchtkongress 2019: https://www.dhs.de/dhs-veranstaltungen/rueckschau/fachkonferenz.html fdr Suchtkongress 2019: https://fdr-online.info/project/41-fdr-suchtkongress/
48:42
November 3, 2019
Arbeitsmarktintegration suchtkranker Menschen
Arbeit ist essentieller Bestandteil des Lebens. Der erlebte Sinn in der eigenen Tätigkeit ist dabei einer der wesentlichen Faktoren der persönlichen Zufriedenheit und natürlich abhängig von den eigenen Lebensumständen. Ebenso werden Übergänge von der einen Lebenssituation in die andere oftmals als anstrengend und schwer erlebt. Es sind Übergänge wie den ersten Gang zum Kindergarten, vom Kindergarten in die Schule, von der Schule in die Ausbildung oder Studium, von der Ausbildung in den ersten Job, von Job zu Job und von der Arbeit in den Ruhestand. All diese Übergänge sind für den Betroffenen oft schwer. So ist auch nach einer Langzeittherapie der erfolgreiche Übergang ins Arbeitsleben für die Betroffenen mit einer Vielzahl von Ängsten verbunden. Dirk und Marc sprechen heute über diesen Übergang aus ihren jeweiligen Erfahrungen. Ein oft unterrepräsentiertes Thema in der Suchthilfe. Shownotes: Centrum für berufliche Entwicklung des Therapieverbunds Ludwigsmühle: https://www.ludwigsmuehle.de/angebote/cb/ 57. DHS Fachkonferenz SUCHT, Forum 104: https://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Veranstaltungen/Fachkonferenz_2017/Beitrag_Henke.pdf Erhebung von Ansätzen guter Praxiszur Integration und Aktivierungsuchtkranker Leistungsberechtigternach dem SGB II: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Drogen_und_Sucht/Berichte/Abschlussbericht_SGB_II_Sucht.pdf Positionspapier Arbeit, Beschäftigung  und Qualifizierung für suchtkranke Menschen: https://fdr-online.info/wp-content/uploads/file-manager/redakteur/downloads/informationen/arbeitshilfen/fdr_Positionspapier_Arbeit_2012.pdf Schnittstellenmanagement zwischen Suchtkrankenhilfe & Arbeitsmarktintegration: https://suchthilfe.de/veranstaltung/jt/2011/frietsch_arbeit.pdf
43:24
October 14, 2019
Ex-User in der Suchthilfe / Teil 2
In der letzten Episode hat Alex über ihren Weg in die professionelle Suchthilfe gesprochen. In der heutigen Episode reflektieren Dirk und Marc die gewonnen Erkenntnisse, schauen welche Möglichkeiten gibt es als Ex-In in der Suchthilfe Fuß zu fassen und welche Chancen aber auch Gefahren sich für die Beteiligten auftun. Wie kann man als Ex-In die eigene Geschichte distanziert von den Geschichten der Klienten sehen? Wie vermeidet man, das eigene Suchtthema ständig lauwarm zu halten? Welche qualifikatorischen Anforderungen der Arbeitswelt müsste man mit (arbeits-)therapeutischen Kontexten verbinden? Shownotes: https://www.ludwigsmuehle.de/angebote/cb/ https://www.ludwigsmuehle.de/angebote/adaption/adaptionludwigsmuehle/ https://www.ludwigsmuehle.de/angebote/adaption/adaption-villamaria/
43:16
September 30, 2019
Ex-In | Einbeziehung Erfahrener in der professionellen Suchthilfe
Der Begriff Ex-In (häufig als Experienced Involvement ausgeschrieben, aus dem Englischen, dt. Einbeziehung Erfahrener) steht für ein 2005 von der Europäischen Union aufgelegtes Modell. Das Modell (und somit auch die Ausbildung) basiert auf der Überzeugung, dass Menschen, die psychische Krisen durchlebt haben, diese persönlichen Erfahrungen nutzen können, um andere Menschen in ähnlichen Situationen zu verstehen und zu unterstützen.  In der heutigen Episode spricht Marc noch einmal mit Alex über ihren Weg als suchtkranke Frau in der professionellen Suchthilfe Fuß zu fassen. Es in dieser Episode um Augenhöhe zu den Klienten und den Sozialarbeiter_innen gleichermaßen. Wir sprechen über Wertschätzung, Ausbrennen und das ewige "Warmhalten" des eigenen Suchtthemas als Ex-In. Danke Alexandra für diese Offenheit! Das Modell Ex-In (EU): https://www.ex-in.info/
24:40
September 16, 2019
Frauenspezifische Suchtarbeit
In  der  historischen,  traditionellen  Entwicklung  des  letzten  Jahrhunderts  war  es  verbreitet, Männer und Frauen in getrennten stationären Einrichtungen zu behandeln. Weder in diesen noch  in  den  sich  etablierenden  gemischtgeschlechtlichen  Einrichtungen  wurde  die  Bedeutung des eigenen Geschlechts - im Sinne von Gender - im Zusammenhang mit den Entstehungsbedingungen  von  Abhängigkeit,  der  Lebenssituation  und  der  sozialen  Rolle  thematisiert, schreibt die deutsche Hauptstellle für Suchtfragen in Ihrem Positionspapier.  In der heutigen Episode spricht Marc mit Alexandra, einer Frau die seit 10 Jahren clean lebt, schwer abhängig war, im Gefängnis saß und als Mutter und Ehefrau von Ihrem Weg berichtet. Eine bewegende Geschichte eine mutigen Frau. Alexandra hat Ihre Sicht der Dinge in der professionellen Suchthilfe, sie begründet das Für und Wider frauenspezifischer Suchtarbeit und appeliert für mehr Individualisierung im Suchthilfeprozess. Shownotes: DHS Stellungnahme Gender: https://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/dhs_stellungnahmen/gender.pdf Fachstelle Frauen & Sucht (Ludwigsmühle): https://www.ludwigsmuehle.de/angebote/nidro/frauen-und-sucht/ Folder Frauen & Sucht (Ludwigsmühle): https://www.ludwigsmuehle.de/wp-content/uploads/2019/03/Folder-Frauen-8-4-2017.pdf
29:18
September 2, 2019
Die Kapitulation – Der erste Schritt in ein neues Leben
Der erste Schritt in ein abstinentes Leben ist die Kapitulation. Das  Eingeständnis, das eigene Leben nicht mehr im Griff zu haben. Diese  Einsicht spiegelt sich im ersten Schritt der Narcotics Anonymous wieder,  einer 12-Schritte Selbsthilfegruppe. In der heutigen Episode soll es um  den ersten und zentralsten Schritt gehen.  “Wir gaben zu, daß wir  unserer Sucht gegenüber machtlos waren und unser Leben nicht mehr  meistern konnten.” Marc liest dabei Passagen aus dem NA-Basic-Text vor  und schildert seine eigenen Erfahrungen mit diesem Schritt. Muss man  dazu in eine Selbsthilfegruppe gehen, müssen es die Narcotics Anonymous  sein und wie kann ich als suchtkranker Mensch allein die Schritte  “arbeiten”, sind die Fragen die sich Marc in der heutigen Episode  stellt. Shownotes: Narcotics Anonymous Deutschland: https://www.narcotics-anonymous.de/ Narcotics Anonymous World Service: https://na.org/ 12 Schritte: https://www.narcotics-anonymous.de/die-12-schritte-von-na.html Anonyme Alkoholiker: https://www.anonyme-alkoholiker.de/ Selbsthilfeangebote des Therapieverbunds Ludwigsmühle: https://www.ludwigsmuehle.de/angebote/nidro/selbsthilfe/
24:46
August 19, 2019
Seelsorge in der Suchthilfe
 In der heutigen Episode geht es um ein weiteres wichtiges Thema in der Suchthilfe, die Seelsorge. Was ist Seelsorge in diesem Zusammenhang und was kann ein(e) Seelsorger_in im Vergleich zu Therapeuten und Sozialarbeitsfachkäften im Genesungsprozess anbieten? Wie wirkt Gott, Religion oder die Gemeinschaft in diesen anstrengenden Phasen von Entgiftung, Therapie und Alltag? Marc hat mit Pfarrer Dr. Schäfer, Krankenhauspfarrer / -seelsorger des ZfP Südwürttemberg/Weissenau, über seine Erfahrungen als Seelsorger in der Psychiatrie und Religionslehrer bei CleanKick gesprochen. Herr Dr. Schäfer gibt spannende Einblicke in die Möglichkeiten von Seelsorge auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Seelsorgerinnen und Seelsorger begleiten Rehabilitanden und Patienten in der Zeit des Klinik- /Therapieaufenthaltes. Oft ist dann Zeit zum Nachdenken, Zeit zum Hadern, zum Klagen, vielleicht auch zum Staunen oder zur Dankbarkeit auf dem Weg in die Abstinenz. In solchen Zeiten tut es gut ein Gegenüber zu haben, einen Menschen, der begleitet und zuhört. Eine(n) Seelsorger_in.  Klinikseelsorge im ZfP Südwürttemberg:  https://www.zfp-web.de/patientenportal/klinikseelsorge-im-zfp-suedwuerttemberg  Seelsorge / Spiritual Care: https://de.wikipedia.org/wiki/Spiritual_Care 
43:58
August 5, 2019
Smombies, Loot, Familienstreit
Themen wie Handysucht, Internetsucht oder Computerspielsucht haben eine hohe Konjunktur, gerne verbunden mit neuen Begriffen wie "Smombie" (Verbindung zwischen "Smartphone" und "Zombie"), womit beispielsweise Handy-Dauernutzer*innen bezeichnet werden. Nachdem wir in der letzten Folge über das Thema Glücksspielsucht auch das Thema Lootboxen gestreift haben, wollen wir uns in dieser Episode näher mit dem Themenfeld Medienabhängigkeit beschäftigen. Wie könnte man dieses Phänomen umschreiben? Wo liegen tatsächlich die Gefahren und wann wird es zu einer kulturpessimistischen Diskussion? Kann man von Serien-Streaming süchtig werden? Und vor allem: Was kann man tun, wenn in der Familie wieder mal Streit über den Medienkonsum ausgebrochen ist, bevor Router versteckt oder Handys entzogen werden müssen? Dirk spricht zur Klärung dieser und weiterer Fragen erneut mit dem Medienpädagogen Martin Hügel von Fachstelle Spielsucht im Therapieverbund Ludwigsmühle. Shownotes: Fachstelle Spielsucht im Therapieverbund Ludwigsmühle: https://www.ludwigsmuehle.de/angebote/nidro/spielsucht/ Selbsttest Videospielen: http://www.unimedizin-mainz.de/psychosomatik/patienten/poliklinik-und-ambulanzen/ambulanz-fuer-spielsucht/selbsttest-computerspiel.html Test für Eltern: http://www.unimedizin-mainz.de/psychosomatik/patienten/poliklinik-und-ambulanzen/ambulanz-fuer-spielsucht/checkliste-computerspiel.html Webinar zum Thema "Medienabhängigkeit" auf Klicksafe.de: https://www.klicksafe.de/service/aktuelles/webinare/#c31969 Artikel zum Thema Handyvereinbarung: https://www.handysektor.de/artikel/handyverbot-handyvereinbarung/ Hilfe für einen Mediennutzungsvertrag in der Familie: https://www.mediennutzungsvertrag.de
43:36
July 22, 2019
Vom Pech, Glück zu haben
In der heutigen Episode geht es um Glücksspielsucht vom Automatenspiel bis zu Sportwetten. In Deutschland sind ca. 500.000 Menschen von problematischem oder gar pathologischem Glücksspielen betroffen (Zahlen der DHS: https://www.dhs.de/datenfakten/gluecksspiel.html). Aber was ist Glücksspielsucht überhaupt, und wie kann man diese Verhaltenssucht beschreiben? Was ist der Unterschied zur Medienabhängigkeit? Und was mache ich, wenn ich selbst oder eine bekannte Person (scheinbar) spielsüchtig ist? Dirk hat Martin Hügel, Medienpädagoge von der Fachstelle Spielsucht im Therapieverbund Ludwigsmühle, diese Fragen gestellt. So ist ein sehr praxisnaher Blick auf die Problematik entstanden. Die beiden sprechen über Hilfsangebote für spielsüchtige Menschen, klären über die Mechanismen hinter dieser Sucht auf und zeigen Parallelen und Unterschiede zu stoffgebundenen Süchten. Fachstelle Spielsucht: https://www.ludwigsmuehle.de/angebote/nidro/spielsucht/ Aufklärungsseite der BzgA: https://www.check-dein-spiel.de Fachverband Glücksspielsucht e.V.: http://www.gluecksspielsucht.de Anonyme Spieler (Selbsthilfe): https://www.anonyme-spieler.org Infos zum Film „The Gambler“: https://de.wikipedia.org/wiki/The_Gambler Aus dem Feedback: Infos zum Projekt von Dennis Breiter: https://dennis-breiser.de
43:49
July 8, 2019
Digitaler Aufbruch in der Suchthilfe – Eine Live-Workshop-Episode
Vom 20. bis 21. Mai 2019 fand in Frankfurt am Main der 41. fdr+sucht+kongress statt. Dirk und Marc konnten dort im Rahmen eines Workshops mit Kongress-Teilnehmer*innen über digitale Kommunikation in der Suchthilfe diskutieren und dabei zeigen, wie eine Podcast-Folge produziert wird. Es war sozusagen der erste Versuch eines Live-Podcasts mit Fachkräften aus der Suchthilfe. Wir sprachen mit den Teilnehmer*innen über ihre Erfahrung der digitalen Kommunikation, die Hürden im täglichen Umgang mit digitalen Tools und fragten, was die Klient*innen von diesen neuen Möglichkeiten halten. Für diese Folge haben wir relevante Teile unserer Diskussion zusammengeschnitten. Leider ist an einigen Stellen die Ton-Qualität nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben, wofür wir uns entschuldigen möchten. Dennoch können wir festhalten: Experiment geglückt! Oder was meint ihr? Welche Erfahrungen habt ihr mit digitalen Angeboten in der Suchthilfe gesammelt, ob nun als Hilfesuchende*r oder als Fachkraft? Schreib uns und diskutiert mit uns weiter! Und nicht zuletzt: Ein herzliches Danke allen Teilnehmer*innen für die Bereitschaft vor dem Mikrofon zu sprechen! Shownotes:  41.fdr Suchtkongress: https://fdr-online.info/project/41-fdr-suchtkongress/ Frau sucht Zukunft e.V.: https://frausuchtzukunft.de/aktuelles/ LaGaya - Verein zur Hilfe suchtmittelabhängiger Frauen e. V.: https://www.lagaya.de/ DHS - Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.: https://www.dhs.de/
25:32
June 24, 2019
Still und vergessen? - Kinder aus suchtbelasteten Familien
Fast jedes sechste Kind stammt aus einer Familie, in der Suchtprobleme trauriger Alltag geworden sind. Diese Kinder sehen sich mit einer hohen Belastung konfrontiert, deren Auswirkungen sie ihr ganzes Leben begleiten können. Obwohl schon 2004 die damalige Bundesdrogenbeauftragte  10 Eckpunkte zur Verbesserung der Situation von Kindern aus suchtbelasteten Familien auf den Weg gebracht hatte, sind bis heute  keine nachhaltigen Unterstützungsstrukturen entstanden. Nicht nur aus  diesem Grund wird häufig von „vergessenen Kindern“ gesprochen, sondern auch, da sie von den regulären Angeboten des Bildungs- bzw. Hilfesystems  nur selten erreicht werden. Mit dieser Folge geben wir einen kleinen Einblick in dieses Thema, sprechen mit Henning Mielke, dem Vorsitzenden von NACOA Deutschland, und mit Dorothea Kugler-Weber aus dem Kinderhaus der Fachklinik Villa Maria.  Link zu NACOA Deutschland: https://nacoa.de Situation in Deutschland - https://nacoa.de/sites/default/files/images/stories/pdfs/ein%20netz%20mit%20weiten%20maschen.pdf Link Kinderhaus der Fachklinik Villa Maria: https://www.ludwigsmuehle.de/angebote/fachkliniken/villamaria/kinderhaus/ Die Seite der Bundesdrogenbeauftragten zum Thema: https://www.drogenbeauftragte.de/themen/drogenpolitik/kinder-aus-suchtbelasteten-familien.html?L=0 Grundsatzpapier zu Fakten und Forschungslage: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Drogen_und_Sucht/Broschueren/Broschuere_Kinder_aus_suchtbelasteten_Familen.pdf Expertisen - Arbeitsgruppe Kinder psychisch und suchtkranker Eltern: https://www.ag-kpke.de/arbeitsgruppe/berichte-und-expertisen/ Video aus dem ARD Mittagsmagazin: https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/mittagsmagazin/videos/schwerpunkt-suchtkranke-eltern-video-100.html Film Zoey: https://www.medienprojekt-wuppertal.de/zoey Begleitmaterial zum Film: http://zoey-der-film.blaues-kreuz.de/fileadmin/Filme/Zoey/PDF/ZOEY--Begleitmaterial.pdf 
54:22
June 11, 2019
Wenn Kinder und Jugendliche süchtig werden
In der letzten Folge haben wir die Eltern- und Angehörigenperspektive eingenommen und sind zu der Frage gelangt: Was tun, wenn mein Kind suchtkrank wird? Welche Angebote gibt es hier? Und kann man von einer Problemeinsicht bei Kindern und Jugendlichen ausgehen, wenn sich doch auch Erwachsene damit sehr schwer tun? In dieser Episode schauen schauen wir auf das meist sehr frühe Einstiegsalter für eine Suchterkrankung und inwiefern hier eine Versorgungslücke in Deutschland besteht. Dazu ist Marc zu Cleankick in Weißenau gefahren und hat ein Interview mit Frau Dr. Amann, der Fachbereichsleitung, geführt.  Link zum Nidro Jahresbericht 2017: https://www.ludwigsmuehle.de/wp-content/uploads/2019/04/Jahresbericht-2017.pdf Link zu Cleankick: https://www.zfp-web.de/fachgebiete/kinder-und-jugendpsychiatrie/weissenau/cleankick/station/
58:00
May 27, 2019
Leben auf der Achterbahn
Angehörige Suchtkranker sind irgendwie beides: Sie sind mittendrin im Geschehen, stehen aber doch am Rande. Sie erleben sich als hilflos und erleben gleichzeitig die Stigmatisierung durch die Suchterkrankung eines Familienmitgliedes direkt mit, u.a. über die Zuschreibung „Co-Abhängig“. Wie soll man sich als Angehörige_r verhalten? Gibt es einen „Königsweg“? (Spoiler: nein, den gibt es leider nicht) Dirk hat für diese Folge mit Beate gesprochen, einer selbst betroffenen Mutter eines suchtkranken Sohnes, die die Selbsthilfegruppe InES - Initiative für Eltern suchtkranker und suchtgefährdeter Söhne und Töchter leitet. Link zum AnNet (Angehörigennetzwerk) - Arbeitsbuch für Angehörige von Angehörigen: https://www.uni-hildesheim.de/bibliothek/forschen-publizieren/universitaetsverlag/verlagsprogramm/ausser-der-reihe/annet-arbeitsbuch/ Link zu Al-Anon mit Suchfunktion nach Gruppen in der Nähe: https://al-anon.de Link zum Bundesverband der Elternkreise suchtgefährdeter und suchtkranker Söhne und Töchter e. V.: http://bvek.org/ek_bundesverb.html
1:28:16
May 13, 2019
Suchttherapie ist kein Ponyhof (Teil 2 von 2)
Nach der letzten Mammut-Folge wenden wir uns in diesem Teil 2 der Abschlussphase der stationären Suchtbehandlung in Deutschland zu. Wie geht es danach weiter und wie wird der Übergang bewältigt? Wer oder was ist eine „Adaption“? Wie ist die Nachsorge organisiert? Und: Welche Probleme gibt es hier im deutschen Hilfesystem? In einem Interview kommt die erfahrene Psychologin und Therapeutin Carla Held zu Wort, die in der Adaption der Fachklinik Ludwigsmühle arbeitet. Die Adaption ist die 2. Phase einer stationären, medizinischen Rehabilitationsmaßnahme. Diese Behandlungsphase dient der nachhaltigen Stabilisierung der Abstinenz unter realen Bedingungen und fördert die Fähigkeit zur selbstständigen, suchtmittelfreien Lebensführung. Die Adaption bietet Hilfe zur Überwindung noch bestehender Unsicherheiten bei der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, zur Erprobung und weiteren Stabilisierung der Abstinenzfähigkeit und zur Verbesserung der Alltags- und Sozialkompetenzen. Weitere Bestandteile sind die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit und Teilhabe am Berufsleben (z.B. Durchführung von Praktika), berufliche Neuorientierung, weitere Verbesserung der Freizeitgestaltung sowie die Bewältigung besonderer Belastungssituationen. Die Folge könnte vor allem für diejenigen interessant sein, die vor der Aufnahme in eine stationäre Rehabilitation stehen und schonmal nach vorne blicken möchten, wie es am Ende einer erfolgreichen Behandlung aussieht. Aber natürlich auch für Angehörige, die wissen möchten, welche Hilfen einem suchtbelasteten Menschen nach der Behandlung zur Verfügung stehen. Was ist ein mentaler „Notfallkoffer“? Wie läuft das mit der beruflichen (Wieder-)Eingliederung? Und wie groß müssen die Schutzräume sein, um Rückfällen vorzubeugen? Links zur Folge: Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e. V.: https://suchthilfe.de/informationen/grundsatzpapier-adaption-2016-08-24.pdf  Die Adaption der Fachklinik Ludwigsmühle: https://www.ludwigsmuehle.de/angebote/adaption/adaptionludwigsmuehle/ Die Adaption der Fachklinik Villa Maria: https://www.ludwigsmuehle.de/angebote/adaption/adaption-villamaria/  Die Adaption Quellenhof: https://www.ludwigsmuehle.de/angebote/adaption/quellenhof/ 
1:21:14
April 29, 2019
Suchttherapie ist (k)ein Ponyhof (Teil 1 von 2)
Was ist eine Entgiftung und wie läuft das ab? Und wie beginnt die stationäre „Therapie“ bzw. die Rehabilitationsbehandlung im Anschluss? Viele Menschen haben nur eine grobe Vorstellung von dem, was eine stationäre Suchtbehandlung ausmacht und v.a. was sie für den_die Einzelne_n bedeutet. In dieser (sehr langen) Folge schauen wir uns dieses Thema näher an, versuchen Mythen abzubauen und realistisches Bild nachzuzeichnen. Beispielsweise beschreiben wir die ersten Schritte von der Feststellung einer Suchterkrankung bis in die Behandlung. Einen fachlichen Einblick in das, was in den ersten Tagen der Therapie auf die Rehabilitand_innen zu kommt und wie der Tagesablauf strukturiert, gibt ein Interview mit Doris Fritscher, einer langjährig erfahrenen Therapeutin in der Fachklinik Ludwigsmühle. Deswegen könnte sich diese Folge insbesondere für diejenigen, die sich eine Behandlung unterziehen möchten, oder auch für deren Angehörige lohnen. Links zur Folge: kurze Geschichte der Suchttherapie: https://www.fromm-gesellschaft.eu/images/pdf-Dateien/Johach_H_2010b.pdf  Infos zum Behandlungsverlauf: https://suchthilfe.de/therapie/  Informationen der Deutschen Rentenversicherung: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/2_Rente_Reha/02_Rehabilitation/02_leistungen/04_sucht_reha/sucht_reha_node.html#doc173416bodyText1  und https://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232574/publicationFile/51584/entwoehnungsbehandlung.pdf  Suchtberatungsstelle NIDRO: https://www.ludwigsmuehle.de/angebote/nidro/  Sucht und Drogen Hotline: https://www.sucht-und-drogen-hotline.de/  Fachklinik Ludwigsmühle: https://www.ludwigsmuehle.de/angebote/fachkliniken/ludwigsmuehle/ 
1:53:20
April 24, 2019
Rückfall – das Ende?
Der Rückfall gilt nach wie vor als eines der zentralen Merkmale, die über Behandlungserfolg oder –misserfolg entscheiden. Und sowohl auf der Seite der Betroffenen, ihrer Angehörigen und auch der Fachkräfte werden Rückfälle gefürchtet, da sie schließlich auch lebensbedrohend sein können. Einerseits gehören sie zum Suchthilfeprozess dazu, andererseits werden sie institutionell zum Gradmesser erklärt, ob und in welcher Form weiterhin Hilfe angeboten wird. Doch was ist ein Rückfall genau und wie läuft er ab? Kann man sich darauf vorbereiten, und wenn ja, wie? Welche Strategien gibt es zur Prävention und wie werden Rückfälle bearbeitet, wenn sie eingetreten sind? Marc berichtet viel aus seinen eigenen Erfahrungen mit Rückfällen, wie er diese erlebt hat und wie es sich bis heute vor neuen Rückfällen schützt. Dirk hat zu diesem Thema ein Interview mit Christiane Haag-Borchers geführt, Suchtmedizinerin und Leiterin der Fachklinik Villa Maria. Als ein zentrales Fazit der Episode kann man festhalten, dass es wichtig ist, seine Rückfallängste wahrzunehmen und darüber zu reden. Das ist der erste Schritt, etwas dagegen zu tun. Links zur Folge: https://www.drugcom.de/?id=topthema&sub=199 (Artikel zu Strategien gegen Rückfälle) https://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Broschueren/Kritische_Situationen.pdf (DHS-Broschüre Kritische Situationen meistern – Rückfällen vorbeugen)
1:05:00
April 15, 2019
Auf der Suche nach der Sucht
„Eh, du bist doch voll süchtig!“ – Wer hat das nicht schonmal gesagt oder gehört? Meistens wird es als Scherz abgetan, kann aber einen wahren Kern besitzen. Wann wird ein Verhalten zur Sucht? Oder anders gefragt: Was ist Sucht überhaupt? Und was kann man selbst oder als Angehörige_r tun? Diesen Fragen gehen wir in unserer 1. Folge nach. Dabei hangeln wir uns an den aktuellen Kriterien der ICD 10 entlang und sprechen über die einzelnen Anzeichen, wie man süchtiges Verhalten erkennen oder deuten kann. Dazu gibt es einen Input durch den Psychotherapeuten Christian Stadler aus München, mit dem Dirk ein kurzes Interview geführt hat. Links zur Folge:  https://www.drugcom.de/topthema/wann-ist-man-suechtig/ (inkl. Hinweise auf ICD10, DSM 5 und mehr) http://www.synanon-aktuell.de/ueber-uns.html (Infos zu Synanon, weil es am Ende der Folge kurz angesprochen wurde)
1:18:44
April 8, 2019
Was ist Freiheit ohne Druck?
Episode 0 – Was ist Freiheit ohne Druck? In dieser Folge stellen wir uns und unsere Podcast-Idee vor. Wer steckt hinter den beiden Podcastern? Was bedeutet der Titel? Was erwartet euch in dem Podcast? Dirk Kratz ist Sozialpädagoge und Geschäftsführer für  soziale Rehabilitation und Inklusion bei dem gemeinnützigen Suchthilfeträger THERAPIEVERBUND LUDWIGSMÜHLE, und Marc Hasselbach ist Sozialunternehmer, Sozialpädagoge und Coach. Marc kann viel zum Thema Sucht aus seiner eigenen  Biographie beitragen, Dirk ergänzt durch die Perspektive der Fachkräfte und Verbände. Dazu gibt es immer wieder spannende Inputs und Interviews aus der Drogen- und Suchthilfe. Der Titel „Freiheit ohne Druck“ spiegelt den Wunsch vieler von Sucht betroffenen Menschen wider. Es geht ihnen um Selbstbestimmung, um ein „ganz normales Leben“. Ein lebenswertes Leben ohne Alimentierung, Stigmatisierung und Abhängigkeiten, ein Leben in Freiheit. Diese Freiheit muss ohne Druck erlebbar sein und dafür Ziele beinhalten, die sich erreichen lassen. Mit dem Podcast möchten wir Wissen über die Sucht- und Drogenhilfe vermitteln, aber auch zum Nachdenken und zur Diskussion anregen und Ansätze zur Hilfe vermitteln.
38:51
April 3, 2019