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Kasha Today

Kasha Today

By ZK/U Berlin
Kasha* Today ist der andere Blick auf Russland: Nicht nach Moskau und in den Kreml schauen wir. Sondern in die Kochtöpfe der Mensen, in Zugabteile, Wohnheimszimmer und Bücherschränke. Wir graben in Erinnerungen, erforschen Alltagsphänomene und treffen Menschen in Städten, Dörfern und dazwischen. Wir klären über das auf, was ihr über Russland nicht gewusst, nie verstanden oder auch nur geahnt habt. Poechali!
*Kasha = traditionell als Frühstück zubereiteter Brei aus Hirse, Grieß, Hafer oder Buchweizen.

Initiiert vom ZK/U, moderiert von Barbara Anna Bernsmeier und Jürg Andreas Meister.
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03 - Kasha aus Buchweizen, Hering im Pelz. Auf der Suche nach der "echten" russischen Küche
Kann man Wareniki auch laktosefrei zubereiten? Trinken die Russ*innen wirklich immer Wodka zum Essen? Wieso steht Kasha nicht auf der Speisekarte in Berlin?  In Folge 3 gehen wir dem alltäglichsten aller Alltagsthemen auf den Grund: Den kulinarischen Besonderheiten in Russland und darüber hinaus. Barbara und Jürg erinnern sich an ihre Studienzeiten und den Gang auf Märkte, in Stolovayas (Mensen) und die Entdeckung buryatischer, georgischer, kalmückischer, belarusischer und tatarischer Köstlichkeiten. Fachkundige Unterstützung und Antworten auf die Frage, ob es die 'wahre' russische Küche überhaupt gibt bekommen sie dieses Mal von Ilja Kaplan, Besitzer und Chefkoch des legendären "Pasternak" im Prenzlauer Berg. Wir empfehlen dringend die Ausrüstung mit Salaten (Mayonnaise ist Muss!), Blinis mit allerlei Füllungen, Torten, einem Getränk der Wahl und natürlich Kasha zum Anhören dieser Episode. Приятного аппетита!  Literaturangaben und kulinarische Empfehlungen: Elena Molochovez: "Podarok molodym khozyaikam", 1897, http://www.edovo.ru/ Feinkostladen "Berjozka", Passauer Str. 4, 10789 Berlin Restaurant Pasternak, Knaackstraße 22-24, 10405 Berlin Bar "100 Gramm", Weinbergsweg 25, 10119 Berlin Überblick über Lokale, Bars, Restaurants in Berlin: https://russkij.berlin/de/essentanzen Einen herzlichen Dank an Ilja Kaplan für Fragen, Antworten und Küchenrundgang sowie an Ruslan Sabirov für die Live-Verkostung aus Kazan. Kasha Today ist Teil des Projektes CETKA des ZK/U Berlin, gefördert durch das Auswärtige Amt.
01:28:48
April 9, 2021
02 - Russland, das lesefreundlichste Land? Oder wieso kann mein Taxifahrer Puschkin zitieren?
Folge zwei geht einem weit verbreiteten Mythos auf den Grund: Sind die Russ*innen das lesebegeistertste Volk der Erde, und zwar durch alle Gesellschaftsschichten? Alltagsbeobachtungen lassen Barbara und Jürg darauf schließen: In Bücher vertiefte Passagiere in der Moskauer U-Bahn, Primetime-Werbespots in Gedichtform, Heine zitierende Grenzposten. Birgit Menzel, Professorin für russische Literatur und Kultur an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, klärt auf, was an dieser Ansicht dran ist und nimmt uns mit auf eine Reise in die (scheinbar ständig lesende) sowjetische Gesellschaft der 1970'er Jahre. Im Gespräch, das über den Samizdat* bis hin zu Rap-Battles und stihi.ru alle Facetten von Literatur in Russland abdeckt, kommt die Eingangsfrage doch sehr ins Wanken - und eine neue These zeichnet sich am Horizont ab.  *Samizdat = сам sam ‚selbst‘ und издательство isdatelstwo ‚Verlag‘ bezeichnete in der Sowjetunion die Verbreitung von alternativer, nicht systemkonformer Literatur über nichtoffizielle Kanäle. Gedichte:  Robert Rozhdestvensky "Человеку мало надо" (Der Mensch braucht wenig), 1973  Joseph Brodsky "Л.В.Лифшицу" (An L.V. Livshits), 1971 Igor Severyanin "Увертю́ра" (Ouvertüre), 1915 Literaturangaben und -empfehlungen: Alexei Yurchak: Everything Was Forever, Until It Was No More. The Last Soviet Generation (Princeton University Press) Birgit Menzel: "Vom Print zu Pixel. Buchmarkt und Lesen in Russland" (in: Osteuropa 1-2/2019) DJ Stalingrad: Exodus (Matthes & Seitz) Elena Guro: Lieder der Stadt (Friedenauer Presse) Einen herzlichen Dank an Birgit Menzel für das wundervolle und lehrreiche Interview sowie an Sergei und Olesia für ihre Gedichtrezitationen. Kasha Today ist Teil des Projektes CETKA des ZK/U Berlin, gefördert durch das Auswärtige Amt.
01:04:33
February 28, 2021
01 - Provodnica. Top-Managerin auf Schienen
In unserer ersten Folge nehmen wir Euch gleich mit auf die (fast) längste Reise, die Russland zu bieten hat: Zusammen mit Irina Anatolievna reisen wir im Platzkart-Waggon von Vladivostok am Pazifik in die Hauptstadt Moskau. Was bedeutet im größten Land der Erde eigentlich "nah"? Wie lebt es sich so 10 Tage im Zug? Reicht das mitgebrachte Essen? Barbara und Jürg geben außerdem Lifehacks, wie man sich bei Grenzübertritten zu verhalten hat, welche Betten eher die falsche Wahl sind und welche kulturellen Codes jede Zugreisende in Russland unbedingt kennen sollte.  *Provodnica = Zugbegleiterin. Kümmert sich um die Gäste im Schlafwagen, gibt Bettwäsche und Teegläser aus, hat ein offenes Ohr und immer die An- und Abfahrtszeiten im Blick.  *Platzkart = 3. Klasse in russischen Zügen, Schlafwagen im offenen Großraum-Stil mit 4 Betten als Abteil und zwei an der Seite.  Kasha Today ist Teil des Projektes CETKA des ZK/U Berlin, gefördert durch das Auswärtige Amt. 
46:49
January 4, 2021