MEDIZIN ASPEKTE - Der Podcast über Gesundheitsthemen wie Diabetes, Depressionen, Schmerzen, COPD...

Medikamente im Internet: Zwei Drittel der Deutschen kaufen online

An episode of MEDIZIN ASPEKTE - Der Podcast über Gesundheitsthemen wie Diabetes, Depressionen, Schmerzen, COPD...

Avatar
By MEDIZIN ASPEKTE
In den Audiobeiträgen von MEDIZIN ASPEKTE sprechen wir über medizinische Studien, lassen Ärzte zu Wort kommen und geben Betroffenen Ratschläge für den Alltag. Medizin und Gesundheitsthemen zum Hören.
More places to listen

More places to listen

Wenn Demenz das Leben verändert – Fünf Tipps für Angehörige zum Umgang mit Demenzerkrankten
Mit der Diagnose „Demenz“ ändert sich der Alltag auch für die Angehörigen schlagartig. Viel Geduld, Zuwendung und Zeit sind nötig, um mit den Betroffenen ein würdiges Miteinander zu gestalten. Gleichzeitig fühlen sich viele Angehörige in diesem Prozess allein gelassen und sind unsicher, wie sie auf die Veränderungen reagieren sollen. Demenzberater und Autor des Demenz-Knigge Markus Proske weiß aus seiner langjährigen Arbeit mit Demenzerkrankten, dass ein Verständnis für die Hintergründe des veränderten Verhaltens des Erkrankten hilft, das Gefühl von Hilflosigkeit zu überwinden. Zum Welt-Alzheimer Tag am 21. September 2019 möchten wir heute fünf Tipps vorstellen, die den Alltag mit erkrankten Angehörigen erleichtern können. Der Demenz-Knigge, ein einfühlsames, praxisnahes Nachschlagewerk für Angehörige, ist ab Ende Juli auch auf polnisch erhältlich. Nach einer Demenz-Diagnose fühlen sich Angehörige häufig überfordert und allein mit ihren Fragen. „Sie erleichtern sich und Ihrem dementen Familienmitglied das Leben ungemein, wenn Sie anfangen, sich außerhalb normaler Denkstrukturen zu bewegen“, sagt Markus Proske. Wer sich darauf einlässt, die Gedankengänge und Beweggründe des Erkrankten nachzuvollziehen, kann viele Situationen einfacher lösen.  Der Erkrankte merkt selbst, dass etwas nicht mit ihm stimmt. Dies ist bereits belastend, daher ist es wichtig, dass Angehörige nicht zusätzlich verunsichern, in dem sie zum Beispiel durch das Abfragen von verloren gegangenem Wissen Druck aufbauen („Wie heißen deine Enkelkinder?“) oder gar für Leistungsdefizite tadeln. Vielmehr ist es Aufgabe der Angehörigen und Pflegenden, den dementen Menschen einfühlsam in seine neue Welt zu begleiten. Und dazu gehört es manchmal auch, einen vermeintlichen Einbrecher zu verjagen und den Erkrankten in seiner Not ernst zu nehmen, statt zu versuchen, ihn mit Worten davon zu überzeugen, dass kein Einbrecher in seinem Zimmer sein kann. Auch wenn ein dementer Mensch Worte benutzt, die nicht korrekt sind, sollte man ihn nicht korrigieren. Wenn man ihn nicht versteht, sollte man sein Anliegen dennoch ernst nehmen. Sucht eine Demenzerkrankte z.B. ihren „Wärmer“ und man kann auch aus dem Kontext nicht ergründen, was gemeint ist, sollte man nicht sagen „Ich verstehe Sie nicht“. Dies verstärkt nur das Gefühl der Hilflosigkeit. Besser ist: „Ich weiß leider nicht, wo Ihr Wärmer ist“. Diese Antwort ist leichter zu akzeptieren und die Erkrankte fühlt sich in seinem Bedürfnis wahrgenommen. Der „Wärmer“, nach dem Herr Proske bei einem Besuch in einem Pflegeheim gefragt wurde, war übrigens der Ehemann der Patientin. Derjenige, der sie wärmt. Hier wurde die Funktion zum Begriff für das Gemeinte. Hören Sie im Podcast: Fünf Tipps für Angehörige zum Umgang mit Demenzerkrankten Markus Proske, Der Demenz-Knigge - Verlag Corporate Minds, 2018. Informieren Sie sich über den Demenz-Knigge: www.demenz-knigge.de Besuchen Sie die Website zum Podcast: www.medizin-aspekte.de
08:36
July 16, 2019
Sommer und Hitze: Trinkwasser aus dem Hahn für den Wasserhaushalt Ihres Körpers
Derzeit rollt eine Hitzewelle nach der anderen über Deutschland hinweg. Schön für alle, die jetzt Ferien haben und sich im Schwimmbad oder am Badesee abkühlen können – beschwerlich für alle, die im Job, in der Schule, zuhause oder unterwegs einen kühlen Kopf bewahren müssen. Das Forum Trinkwasser gibt Trinktipps und erklärt, wie man die Hitze gut übersteht und erträglicher machen kann. Stiftung Warentest und Öko-Test bescheinigen dem Trinkwasser in Deutschland aktuell gute Qualität und beurteilen das Gute aus dem Hahn als die ökologischere Variante. An heißen Tagen kann der Körper zwei- bis dreimal mehr Flüssigkeit verlieren als üblich. Jetzt ist es besonders wichtig, reichlich und regelmäßig zu trinken, um fit und konzentriert zu bleiben. In der Hitzeperiode sollten es mindestens zwei bis drei Liter täglich sein. Wer im Freien und unter direkter Sonneneinstrahlung körperlich hart arbeiten muss, muss noch mehr trinken. Alle 15 bis 20 Minuten sollte ein volles Glas Trinkwasser getrunken werden, denn Wassermangel kann bei den derzeit herrschenden Temperaturen schnell kritisch werden, rät Ernährungswissenschaftlerin und Trinkexpertin Iris Löhlein vom Forum Trinkwasser. Stiftung Warentest und Öko-Test empfehlen Trinkwasser Sorgen um die Qualität von Trinkwasser muss sich niemand machen. Die Stiftung Warentest kommt erneut zum Schluss: „Unser Nass aus dem Hahn ist sicher.“ Dafür haben die Tester aktuell Wasserproben aus 20 Orten in Deutschland untersucht, darunter aus Großstädten wie Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und München und aus Orten, die z. B. besonders von intensiver landwirtschaftlicher Nutzung geprägt sind. Das Ergebnis: Die Qualität von Trinkwasser stimme. „Kosten, Reinheit, Umweltschutz – unser Vergleich von Mineral- und Leitungswasser spricht eher für das Nass aus dem Hahn“, verkündet die Redaktion in der aktuellen Juli-Ausgabe von „test“. Zapft man sein Wasser aus der Leitung, so koste die Jahrestrinkmenge auf Basis von Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) nur 2,11 Euro. Das ist unschlagbar. Auch Öko-Test rät aktuell nicht zum ersten Mal: „Versuchen Sie es mal wieder mit Leitungswasser.“ Die Qualität von Trinkwasser wird in Deutschland streng überwacht. Es ist jederzeit verfügbar. „Zudem ist sein Konsum billiger und ökologischer als der von aufwendig produziertem Mineralwasser. Mit einem Wassersprudler können Sie es leicht in Sprudelwasser verwandeln“, so die Redaktion. Wasser löscht den Durst – aber nicht eiskalt!  Eiskalte Getränke sind als Durstlöscher während der Hitze tabu. Denn der Körper gleicht den Temperaturunterschied zur Körpertemperatur wieder aus, indem er zusätzliche Wärme produziert. In heißen Ländern wird deswegen auch verbreitet warmer Kräuter- oder Früchtetee getrunken. Noch einfacher wird der Durst mit frischem Trinkwasser gelöscht, das stets angenehm kühl aus der Leitung kommt. Frische Früchte und „Infused Water“ Noch ein Hinweis: An heißen Tagen sollten besser leichte Snacks auf den Speiseplan wie frisches Obst, Smoothies oder kalte Suppen. Besonders wasserreich sind Melone, Orange, Nektarine, Ananas und Erdbeere sowie Salat, Gurke, Tomate und Zucchini. Der hohe Wasseranteil erfrischt und liefert ganz nebenbei viel Flüssigkeit, die durchs Schwitzen verloren geht“, so Löhlein. Wer sein Trinkwasser etwas aufpeppen möchte, kann je nach Geschmack rote Sommerbeeren, einige Scheiben Zitrusfrüchte oder Gurke sowie Kräuter in eine Karaffe geben und einfach mit kühlem Trinkwasser übergießen. Das nennt man auch „Infused Water“ – und schmeckt lecker. Forum Trinkwasser e.V. Weitere Informationen erhalten Sie auf MEDIZIN ASPEKTE
04:34
July 2, 2019
Akute Lungenembolie: Was ist die beste Therapie?
Zwei große Studien der Universitätsmedizin Mainz empfehlen neue Strategien im Krankenhaus und belegen die Wirksamkeit und Sicherheit der ambulanten Behandlung In Deutschland erleiden immer mehr Menschen eine akute Lungenembolie. Mehr schwerkranke Patienten könnten von einer frühen Auflösung des Lungenthrombus mit einem Medikament profitieren. Für stabile Patienten, die einen Blutgerinnungshemmer erhalten, kommt eine frühe Entlassung in Betracht. Dies belegen zwei Studien aus dem Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) und dem Zentrum für Kardiologie, Kardiologie I der Universitätsmedizin Mainz. Sie unterstreichen die große Bedeutung des Krankheitsbildes „akute Lungenembolie“ für die Bevölkerung und liefern Hinweise für eine bessere Behandlung. Die beiden Studien wurden in der renommierten kardiologischen Fachzeitschrift „European Heart Journal“ veröffentlicht. Eine akute Lungenembolie entsteht durch ein Blutgerinnsel, das sich zumeist in den Beinvenen bildet und von dort in die Lungenarterien eingeschwemmt wird. Die Patienten leiden an Atemnot und in schweren Fällen kann es zum Herz-Kreislaufversagen kommen. Ziel der Therapie ist es, den Thrombus möglichst schnell aufzulösen und neue Lungenembolien („Rezidive“) zu verhindern. Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH) der Universitätsmedizin Mainz Trends in thrombolytic treatment and outcomes of acute pulmonary embolism in Germany. Keller K, Hobohm L, Ebner M, Kresoja KP, Münzel T, Konstantinides SV, Lankeit M. Eur Heart J. 2019 May 18. pii: ehz236. doi: 10.1093/eurheartj/ehz236. [Epub ahead of print]. PMID: 31102407 Link: https://doi.org/10.1093/eurheartj/ehz236 Weitere Informationen erhalten Sie auf MEDIZIN ASPEKTE
03:14
June 28, 2019
Reiseziele für Allergiker - Hierhin reisen Sie mit Ihrer Allergie im Sommer
Sommerzeit ist Urlaubszeit – und die können Allergiker nutzen. Denn wenn zuhause Gräser, Birkenpollen und Co. umherfliegen, hilft oft nur eines: den Pollen entfliehen. Tipps, wohin die Reise gehen kann und wie man sich am besten vorbereitet, haben die Wetterexperten von WetterOnline. Wichtig: die eigenen Allergien kennen Vor der Reise steht die richtige Planung. „Wer genau weiß, welche Pollen einen plagen, kann seinen Urlaub dementsprechend vorbereiten“, weiß Matthias Habel, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline. „So empfiehlt es sich, Orte auszuwählen, in denen die entsprechenden allergieauslösenden Pollen wenig oder gar nicht fliegen.“ Ärzte können gezielt auf Allergien testen und verschreiben gegebenenfalls auch Medikamente. Eine Reise auf die deutschen Nord- und Ostseeinseln ist für Pollenallergiker oft eine Wohltat. Denn dort bringt der Seewind pollenarme Meeresluft ins Land, die viel Salz, Magnesium und Jod enthält. Diese Bestandteile beruhigen die gereizten Atemwege und lindern somit die Symptome des Heuschnupfens. Vor allem Helgoland gilt als allergikerfreundlich. Wen es ins Ausland zieht, dem ist generell eine Reise in Meeresnähe zu empfehlen. Hier kommen beispielsweise die Atlantikküsten in Frankreich, Spanien oder Portugal in Frage. Auch Urlaubsziele rund um das Mittelmeer oder das Schwarze Meer eignen sich für Allergiker gut. Die salzige Luft ist wohltuend und befreit die Atemwege, ein Sprung ins kühle Nass erfrischt und hilft zudem bei anderen Krankheiten wie Neurodermitis. Doch auch für einen Urlaub am Meer gilt: Die Pollenbelastung an den Küsten und auf Inseln ist sehr von der herrschenden Windrichtung abhängig. Bei starkem Landwind können große Pollenmengen vom Festland zur Küste gelangen. Übrigens: Das Tote Meer bietet beste Bedingungen für Pollenallergiker und Lungenkranke. Obwohl sich der abflusslose Salzsee im Landesinneren befindet, ist die Luft dort frei von Pollen, da er in der Wüste liegt. Die Lage unterhalb des Meeresspiegels führt zudem zu einem besonders hohen Sauerstoffgehalt in der Luft. Wer dem festen Boden ganz den Rücken zuwenden möchte, entspannt sich im Urlaub am besten bei einer Kreuzfahrt auf hoher See. Dort lässt sich das ganze Jahr über pollenfreie Luft genießen. Aufatmen können Pollenallergiker ebenfalls im Hochgebirge. Ab 2.000 Metern gibt es so gut wie keine Pollen mehr, genauso wenig wie Hausstaubmilben oder allergieauslösende Schimmelsporen – so reisen selbst Kreuzallergiker relativ beschwerdefrei. Ab Juli bietet sich für Allergiker ein Urlaub in den Alpen auch schon ab 1.500 Metern Höhe an. Denn nach der Gräserblüte ist die Luft hier so gut wie rein. WetterOnline Weitere Informationen erhalten Sie auf MEDIZIN ASPEKTE
03:10
June 27, 2019
Medikamente im Internet: Zwei Drittel der Deutschen kaufen online
Ein Medikament im Netz ordern? Für die Mehrheit der Deutschen ist das gängige Praxis: 66 Prozent der Bürger haben bereits rezeptfreie oder verschreibungspflichtige Arzneimittel im Internet bestellt, weitere zehn Prozent planen, das künftig zu tun. Lediglich 24 Prozent lehnen die Online-Konkurrenz ab und bleiben ihrer Apotheke vor Ort treu. Das ist Ergebnis des "Healthcare-Barometers 2019", einer repräsentativen Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 1.000 Bundesbürgern.  Es ist keinesfalls nur die Generation Digital, die auf den Medikamentenversand setzt - gerade ältere Menschen über 55 Jahre bestellen oftmals im Internet, insbesondere rezeptfreie Arzneimittel. Während in dieser Altersgruppe 50 Prozent angeben, schon häufiger bei einer Online-Apotheke eingekauft zu haben, sind es unter den 18- bis 34-Jährigen nur 37 Prozent.  "Der Apotheken-Versandhandel wächst dynamisch. Das Einkaufsverhalten von Verbrauchern, das sich zu Lasten des klassischen Einzelhandels verändert hat, überträgt sich auch auf das Gesundheitssegment", sagt Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswirtschaft bei PwC. "Dass die Bundesregierung das Verbot des Online-Handels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten gekippt hat, das ursprünglich im Koalitionsvertrag vorgesehen war, wird dem Versandhandel mit Medikamenten weiteren Auftrieb geben. Allerdings ist es wichtig, dass es weiterhin ein Netz aus Apotheken vor Ort gibt, die eine flächendeckende Versorgung gewährleisten. Diese Präsenzapotheken müssen gestärkt werden."  Der Preis entscheidet über die Auswahl der Online-Apotheke  Die verschreibungspflichtigen Medikamente waren zwar Gegenstand der politischen Debatte, doch im Mittelpunkt des Interesses der Verbraucher stehen freiverkäufliche Produkte aus der Apotheke: Während 64 Prozent der Bürger bereits rezeptfreie Arzneimittel online bestellt haben, ordern lediglich 28 Prozent verschreibungspflichtige Medikamente im Netz. "In diesem Punkt zeigt sich klar, dass die Verbraucher preissensibler werden. Rezeptfreie Arzneimittel unterliegen keiner Preisbindung, sodass Online-Apotheken mit günstigen Angeboten punkten können. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten können ausländische Versender allenfalls mit Rezeptboni locken, dafür müssen die Bürger ihr Rezept einsenden", kommentiert Michael Burkhart. [Weitere Informationen erhalten Sie im Audiobeitrag] PwC-Trendanalyse 2019 Weitere Informationen auf der Website von MEDIZIN-ASPEKTE Die Ergebnisse der Befragung finden Sie zum kostenlosen Download unter: www.pwc.de/onlineapotheken
04:57
June 26, 2019
Nur geringe Antibiotika-Belastung in Badeseen in NRW
Antibiotika in Badegewässern sorgten vergangenen Sommer für Schlagzeilen. Die Substanzen, die im Kampf gegen zahlreiche Infektionskrankheiten eingesetzt werden, können vor allem mit dem Abwasser in die Umwelt gelangen. Wird der Mensch häufig Antibiotika ausgesetzt, können sich resistente Keime bilden, gegen die fortan diese medizinischen Waffen stumpf sind. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV) und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) beauftragten deshalb Wissenschaftler der „One Health“-AG unter Leitung von Dr. med. Dr. agr. Ricarda Schmithausen am Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit (IHPH) des Universitätsklinikums Bonn (UKB) mit der Untersuchung von zehn Badegewässern in Nordrhein-Westfalen. Die Hygieniker untersuchten zudem sechs weitere Gewässer. Universitätsklinikum Bonn Weitere Informationen auf der Website von MEDIZIN-ASPEKTE Lesen Sie den ganzen Artikel unter: https://bit.ly/2KhZLQs
02:50
June 14, 2019
Übergewichtig durch Videospiele? Studie gibt Aufschlüsse
Ein pummeliger Jugendlicher sitzt stundenlang auf dem Sofa mit dem Controller in der Hand, direkt daneben die fettigen Chips und die ungesunde Cola auf dem Couchtisch. So stellen sich viele Menschen die typischen Gamerinnen und Gamer vor. Daher ist auch das Vorurteil, das intensives Spielen von Videospielen dick macht, weit verbreitet. Zurecht? „Die Studienlage bei Kindern und Jugendlichen widerspricht dem Stereotyp, bei Erwachsenen gibt es kleine Zusammenhänge zwischen Computerspielen und Körpermasse“, erklärt Professor Markus Appel, Kommunikationspsychologe an der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg. Forscher der JMU (Markus Appel, Caroline Marker) und der Johannes-Kepler-Universität Linz bzw. dem Leibniz-Institut für Bildungsverläufe in Bamberg (Professor Timo Gnambs) haben mit einer Meta-Analyse insgesamt 20 aussagekräftige Studien mit mehr als 38.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgewertet. Der Zusammenhang zwischen Videospielen und Übergewicht bzw. Körpermasse zeigt sich aber nur in geringem Umfang. Lediglich ein Prozent des individuellen Übergewichts kann demnach durch die Zeit mit Videospielen erklärt werden. Lehrstuhl für Kommunikationspsychologie und Neue Medien, Universität Würzburg Weitere Informationen auf der Website von MEDIZIN-ASPEKTE Lesen Sie den ganzen Artikel noch einmal im Web: https://bit.ly/2R9rpjb
03:20
June 13, 2019
Herz-Kreislauferkrankungen: Selbstheilung nach Herzinfarkt verbessern
Bei einem Herzinfarkt sterben Herzmuskelzellen ab. Zellen des Immunsystems lösen daraufhin eine Entzündungsreaktion im Herzmuskel aus, durch die das abgestorbene Gewebe abgebaut wird. „Die meisten Therapien zielen darauf, die Entzündung nach einem Herzinfarkt zu hemmen“, sagt Professor Oliver Söhnlein vom Institut für Prophylaxe und Epidemiologie der Kreislaufkrankheiten an der LMU. „Normalerweise ist jede Entzündung im Körper aber selbstlimitierend. Wir haben daher einen Therapieansatz entwickelt, der diese endogenen Prozesse nutzt, die eine Entzündung wieder abschalten.“ Darüber berichten Söhnlein und sein Team aktuell in der Fachzeitschrift Journal of the American College of Cardiology. Institut für Prophylaxe und Epidemiologie der Kreislaufkrankheiten, LMU München Weitere Informationen finden Sie auf MEDIZIN-ASPEKTE Hier können Sie den Beitrag nachlesen: https://bit.ly/2WBvDGc
02:15
June 12, 2019
Mozart verbessert die Stimmung - Pilotstudie zu ADHS
Sie wurden gemeinsam mit gesunden Kontrollpersonen zufällig einer von zwei experimentellen Bedingungen zugeordnet. Während die Musikgruppe zehn Minuten lang die Klaviersonate 448 von Mozart hörte, blieb die zweite Gruppe zehn Minuten lang in einem stillen Raum. „Anhand von Fragebögen gaben dann die Teilnehmer beider Gruppen an, wie angespannt sie sich fühlen und in welcher Stimmung sie sich befinden“, so Prof. Dr. Christian Mette, Leiter der Arbeitsgruppe ADHS bei Erwachsenen am LVR-Klinikum.  Die Wissenschaftler haben die Daten von über 80 Studienteilnehmern ausgewertet. Sie konnten zeigen, dass das Musikhören zu einem Rückgang der negativen Stimmung führte. „Sowohl in der ADHS-Gruppe als auch bei den gesunden Kontrollpersonen war ein Rückgang der Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit zu erkennen“, so Dr. Marco Zimmermann (LVR-Klinikum), Initiator und Erstautor der Studie. „Dieser Effekt war in keiner der stillen Gruppen nachweisbar.“ LVR-Klinikum Essen Weitere Informationen über Medizin und Gesundheit: www.medizin-aspekte.de
01:28
June 11, 2019
Schaufensterkrankheit: Schmerzen in den Beinen können Warnsignal für Herzinfarkt & Schlaganfall sein
Es beginnt mit Schmerzen beim Gehen – häufig in den Waden: Bei der „peripheren arteriellen Verschlusskrankheit“ (pAVK) sind die Arterien in Becken und Beinen verengt. Dadurch gelangt nicht mehr ausreichend Blut in die Beine und es kommt zu Schmerzen, weil die Muskelzellen in den Waden nicht genügend Sauerstoff und Nährstoffe erhalten. In Deutschland leiden vier bis fünf Millionen Menschen an der tückischen Durchblutungsstörung der Gefäße (Arteriosklerose). Da Betroffene aufgrund der Schmerzen häufig gezwungen werden stehen zu bleiben, wird die pAVK auch „Schaufensterkrankheit“ genannt. „Mit der pAVK geht ein hohes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall einher“, warnt Herzspezialist Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, die in ihrer aktuellen Ausgabe HERZ HEUTE über die Diagnose und Therapie der pAVK informiert. „Wer erste Anzeichen der Schaufensterkrankheit bemerkt, sollte daher möglichst bald einen Arzt aufsuchen.“ Gleiches gilt für Schmerzen, die sich beim Hinlegen in der Zehenregion bemerkbar machen, besonders wenn Aufstehen für Linderung sorgt. Wird die pAVK nicht erkannt, bleiben möglicherweise auch Gefäßverengungen in anderen Körperregionen wie Halsschlagader, Gehirn, Nieren und Herzen unbehandelt. Die Folge sind z. B. Infarkte, wenn die Arteriosklerose stark vorangeschritten ist. Mit einer einfachen Untersuchung lässt sich der Zustand der Gefäße rasch feststellen. Deutsche Herzstiftung e.V. Besuchen Sie MEDIZIN ASPEKTE Weitere Informationen und der gesamte Beitrag: https://bit.ly/2KwWWu5
02:05
June 7, 2019
Richtig. Wichtig. Lebenswichtig. Tag der Organspende
Unter dem Motto „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.“ setzte der bundesweite Tag der Organspende am 1. Juni ein Zeichen für die Wichtigkeit der persönlichen Entscheidung. Er findet jährlich am ersten Samstag im Juni statt, zentraler Veranstaltungsort ist in diesem Jahr Kiel. Im Vorfeld erklärt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Über 80 Prozent der Menschen stehen der Organspende positiv gegenüber. Nur ein Drittel der Deutschen hat aber einen Organspendeausweis ausgefüllt. Informieren Sie sich, sprechen Sie mit Ihrer Familie und treffen Sie eine Entscheidung! Knapp 10.000 Menschen in unserem Land warten auf ein Spenderorgan. Jeder von uns könnte schon morgen selbst auf ein Spenderorgan angewiesen sein - oder ein naher Angehöriger. Mit einer Entscheidung entlasten Sie zudem Ihre Familie, die sonst an Ihrer Stelle im Ernstfall unter emotionalem Stress diese schwierige Frage beantworten muss. Mein Dank gilt allen, die sich für die Organspende engagieren!“ Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) veröffentlicht anlässlich des Tags der Organspende die Studienergebnisse ihrer bundesweiten Repräsentativbefragung „Einstellung, Wissen und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende in Deutschland 2018“. Demnach steht mit 84 Prozent ein Großteil der Befragten dem Thema Organ- und Gewebespende positiv gegenüber. Insgesamt haben 39 Prozent der Befragten ihre Entscheidung zur Organ- und Gewebespende schriftlich festgehalten, sei es im Organspendeausweis und/oder in einer Patientenverfügung. Weitere 17 Prozent haben eine Entscheidung getroffen, diese aber nicht schriftlich dokumentiert. Hierzu erklärt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA: „Unter den Befragten, die bereits eine Entscheidung getroffen haben, überwiegt die Zustimmung zur Organ- und Gewebespende mit 72 Prozent. Das spiegelt eine generell positive Einstellung wider. Im Fokus der Aufklärungsarbeit der BZgA steht, mit spezifischen Angeboten Bürgerinnen und Bürger für das Thema Organ- und Gewebespende zu gewinnen und sie vor allem in ihrer Entscheidungs-findung zu unterstützen.“ Dazu gehört unter anderem, bestehende Wissenslücken zu schließen. So glaubt mit 48 Prozent fast die Hälfte der Befragten irrtümlicherweise, dass man ab einem bestimmten Alter kein Organ- und Gewebespender mehr sein kann. Und ungefähr ein Viertel der Befragten weiß nicht, dass der Hirntod die medizinische Voraussetzung für eine Organspende ist. Mit der Broschüre „Der unumkehrbare Ausfall der gesamten Hirnfunktionen (Hirntod). Antworten auf wichtige Fragen“ und dem Onlineportal organspende-info.de informiert die BZgA gezielt zu diesem Thema. Die Frage, welche Möglichkeiten der Dokumentation es für eine Entscheidung zur Organ- und Gewebespende gibt, beschäftigt ebenfalls viele Menschen, wie die aktuellen Studienergebnisse zeigen. Auch hier bietet die BZgA Unterstützung. Die Broschüre „Meine Erklärung zur Organ- und Gewebespende – Möglichkeiten der Dokumentation in Organspendeausweis und Patientenverfügung“ sowie die dazugehörenden Checklisten erläutern verständlich, was beim Ausfüllen eines Organspendeausweises und bei der Dokumentation der Entscheidung zur Organ- und Gewebespende in der Patientenverfügung zu beachten ist, damit der Wille der jeweiligen Person rechtssicher dokumentiert ist und eindeutig umgesetzt werden kann. Für die BZgA-Repräsentativbefragung wurden von November 2017 bis Februar 2018 bundesweit 4.001 Bürgerinnen und Bürgern im Alter von 14 bis 75 Jahren befragt. // Bundesministerium für Gesundheit // Weitere Informationen auf www.medizin-aspekte.de
04:01
June 5, 2019
Impfschutz vor Meningokokken-Erkrankungen: Wissenslücken und Unsicherheiten bei Eltern
Wie eine aktuelle internationale Studie (1) zeigt, wissen Eltern zu wenig über Meningokokken und den möglichen Schutz durch Impfungen. Viele sind zudem nur unzureichend über den Impfstatus ihrer Kinder informiert und wissen nicht, dass es verschiedene Meningokokken-Impfungen gibt.  Nur 28 Prozent der befragten Eltern in Deutschland wissen, dass es verschiedene Meningokokken-Typen und daher verschiedene Impfungen gibt. Viele kennen den Impfstatus ihrer Kinder nicht. Sie glauben, diese seien durch die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) öffentlich für alle empfohlene Standardimpfung gegen Meningokokken C bestmöglich gegen die Bakterien geschützt.  Verfügbare Meningokokken-Impfungen  Neben der Meningokokken-C-Impfung gibt es eine Kombinationsimpfung gegen die Typen ACWY sowie eine Impfung gegen Typ B.(2) Die Kombinationsimpfung gegen ACWY wird aktuell bei gesundheitlicher Gefährdung oder bei Reisen in Risikogebiete empfohlen.(3) Für die Meningokokken-B-Impfung liegt bereits eine Impfempfehlung bei geschwächtem Immunsystem, engem Kontakt zu einem Meningokokken-Erkrankten sowie bei Reisen in Risikogebiete vor.(3) Mittlerweile übernehmen aber bereits viele Krankenkassen diese Impfung auf Anfrage ganz oder teilweise.(4) Denn Typ B ist mit knapp 60 % für die meisten Fälle in Deutschland verantwortlich - gefolgt von C, W, Y und A.(5)  Über Meningokokken-Erkrankungen  Meningokokken sind Bakterien, die über Tröpfcheninfektion (z. B. Sprechen, Husten, Küssen) übertragen werden.(6) Babys und Kleinkinder haben aufgrund ihres noch nicht ausgereiften Immunsystems das höchste Erkrankungsrisiko.(7)  Meningokokken-Erkrankungen sind in Deutschland mit knapp 300 Fällen pro Jahr selten, können aber innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich verlaufen.(7) Sie können zu einer Hirnhautentzündung und/oder Blutvergiftung führen. Bei zehn bis 20 Prozent der Betroffenen kann es zu Folgeschäden wie Taubheit, Lähmungen und notwendigen Amputationen kommen. Bei Kindern können auch Entwicklungsstörungen möglich sein. Bis zu zehn Prozent der Erkrankten versterben trotz intensivmedizinischer Behandlung.(6)  Das Fortschreiten der Erkrankung kann nur mit der rechtzeitigen Gabe eines Antibiotikums aufgehalten werden. Daher sollten sich Eltern frühzeitig über mögliche Impfungen für einen bestmöglichen Schutz gegen Meningokokken informieren. GlaxoSmithKline (GSK) Informationen über Medizin und Gesundheit auf www.medizin-aspekte.de ------- (1) GSK meningitis parent vaccine awareness survey 2018 (Ref. 2019N402242_00). (2) RKI-Ratgeber Meningokokken: Verfügbar unter: http://ots.de/hQyeKW, Mai 2019. (3) Epidemiologisches Bulletin 34/2018. Verfügbar unter: http://ots.de/J2EjCy. Mai 2019. (4) Übersichten verfügbar unter: http://ots.de/cKcI8R. Mai 2019 (5) Robert Koch-Institut: SurvStat@RKI 2.0, https://survstat.rki.de, Stand Epid. Jahrbuch 2018 Fallzahlen gemäß Referenzdefinition; Meldepflicht gemäß IfSG; IME mit Angabe der Serogruppen A, B, C, W und Y 2018, abgerufen am 25.04.2019 (6) BZgA Erregersteckbrief. Verfügbar unter: http://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/meningokokken/, Mai 2019. (7) RKI Epidemiologisches Bulletin 03/2018: Verfügbar unter: http://ots.de/gaeQ0A, Mai 2019. 
02:58
June 4, 2019
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: Kommunizierende Zellen und Entzündungen
Mehr als 400.000 Menschen in Deutschland leiden unter den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Die Erkrankungen verlaufen in Schüben, in welchen das Immunsystem im Darm fehlerhaft aktiviert und so das Darmgewebe zerstört wird. Trotz Fortschritten in der medikamentösen Behandlung kann die chronische Entzündung nach wie vor bei einer Vielzahl von Patienten nicht ausreichend kontrolliert werden. Zudem ist weitgehend unklar, wie die Entzündungsschübe ausgelöst werden.  Sebastian Zundler und sein Forscherteam gehen davon aus, dass intestinale TRM-Zellen bei der Entstehung dieser Darmerkrankungen sowie unter Umständen auch bei anderen chronisch entzündlichen Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis eine Rolle spielen. „Vorarbeiten hatten bereits ergeben, dass TRM-Zellen eine Schlüsselrolle bei der Auslösung von Schüben zukommt und sie die Einwanderung und Entwicklung anderer Immunzellen in einem frühen Stadium der Entzündung kontrollieren“, erläutert Zundler. „Uns gelang es dann zu zeigen, dass TRM-Zellen über unterschiedliche Botenstoffe mit anderen Immunzellen kommunizieren und diese steuern.“ Dieses Kommunikationsnetzwerk will Zundler entschlüsseln und verstehen, um es für Therapieansätze nutzbar zu machen. Universitätsklinikum Erlangen MEDIZIN ASPEKTE www.medizin-aspekte.de Informationen und er Artikel: https://bit.ly/2MAeDeO
01:49
June 3, 2019
DEGUM-Experten fordern Ultraschall der Eierstöcke als Kassenleistung
Um harmlose Eierstockzysten von bösartigem Eierstockkrebs zu unterscheiden, verwenden Ärzte das Ultraschallverfahren. Zysten und Krebsgeschwülste bilden im sonografischen Bild bestimmte Muster, die ein erfahrener Fachmann unterscheiden kann. Für ein hohes Qualitätsniveau der Untersuchung setzt sich die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) ein. Sie fordert, dass der Ultraschall der Eierstöcke eine Kassenleistung wird – auch wenn kein akuter Verdacht auf Eierstockkrebs besteht. Mit diesem Verfahren ist eine frühe Diagnose der Erkrankung gut möglich, wodurch die Überlebensrate der Patientinnen deutlich verbessert werden kann. An den Eierstöcken können sich gutartige Zysten und bösartige Krebsgeschwüre bilden. Jüngere Frauen sind eher von den harmlosen Zysten betroffen. Eierstockkrebs, das sogenannte Ovarialkarzinom ist bei Frauen unter 50 Jahren selten. Er tritt meistens erst bei älteren Frauen auf. Sowohl Zysten als auch Eierstockkrebs machen sich erst ab einer gewissen Größe bemerkbar, zum Beispiel durch Schmerzen oder Blutungen. Weil sich ein bösartiger Tumor oft schon weit entwickelt hat, wenn er entdeckt wird, hat Eierstockkrebs eine ungünstige Prognose: Nach fünf Jahren leben nach Angabe des Robert Koch-Instituts (RKI) nur noch etwa 41 Prozent der Patientinnen. „Wichtig für das Überleben der Betroffenen ist eine möglichst frühe Diagnose. Eine gute Möglichkeit hierzu bietet das Ultraschallverfahren, denn bestimmte Muster im Ultraschallbild lassen eine Krebsgeschwulst ziemlich eindeutig erkennen. So wird eine deutliche Unterscheidung von harmloseren Erkrankungen wie Eierstockzysten möglich“, erklärt Professor Dr. med. Professor h.c. Eberhard Merz, Experte der DEGUM.  Die harmlose Ultraschalluntersuchung erspart einer Frau möglicherweise eine Gewebeentnahme; diese ist dann nur nötig, wenn der Ultraschallbefund Zweifel offenlässt. Bei Frauen während oder nach den Wechseljahren untersucht der Arzt zusätzlich das Blut auf sogenannte Tumormarker. Entscheidend für eine sichere Diagnose sind die Qualifikation des behandelnden Arztes und erstklassige Ultraschallgeräte. Die DEGUM sorgt mit ihren Zertifizierungen für entsprechende Standards und gewährleistet sowohl auf personeller als auch auf gerätetechnischer Ebene ein hohes Qualitätsniveau. „Patientinnen sollten darauf achten, die Ultraschalluntersuchung möglichst bei einem von uns zertifizierten Arzt durchführen zu lassen“, rät Professor Merz. Momentan bewertet der von den gesetzlichen Krankenkassen finanzierte Monitor für Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL-Monitor) den Nutzen des Ultraschalls der Eierstöcke zur Krebsfrüherkennung als negativ. Wenn kein akuter Verdacht auf die Erkrankung besteht, müssen Frauen den Ultraschall der Eierstöcke als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) selbst bezahlen. Professor Dr. med. Professor h.c. Eberhard Merz, Leiter des Zentrums für Ultraschalldiagnostik und Pränatalmedizin Frankfurt, fordert aber: „Das Ultraschallverfahren zur Früherkennung von Eierstockkrebs sollte künftig eine Leistung der Krankenkassen werden – auch wenn kein akuter Verdacht auf Eierstockkrebs besteht.“ So könne die Überlebensrate der Patientinnen deutlich verbessert werden.  Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) MEDIZIN ASPEKTE www.medizin-aspekte.de
02:48
May 29, 2019
E-Zigaretten dürfen nicht verharmlost werden: Dampfen in der Schwangerschaft gefährdet das Kind
Laut Schätzungen des Robert Koch-Instituts raucht jede zehnte Frau in Deutschland während der Schwangerschaft Zigaretten (1). Damit stören sie die Entwicklung des Kindes im Mutterleib und erhöhen sein Risiko für diverse Erkrankungen im späteren Leben. „Da die E-Zigarette als Hilfsmittel zu sanften Ausstieg aus der Tabakabhängigkeit beworben wird, müssen wir annehmen, dass Schwangere, die das Rauchen aus eigener Kraft nicht aufgeben können, E-Zigaretten als Alternative nutzen, sagt Professor Dr. med. Robert Loddenkemper als Vertreter der DGP. Diese Vermutung wird von einer amerikanischen Langzeitstudie bestätigt, an der über 3.000 Frauen teilnahmen, die währenddessen Mütter wurden (2). Sieben Prozent von ihnen gaben an, während der Schwanger-schaft E-Zigaretten geraucht zu haben. Die Hälfte von ihnen nannte als Begründung, dass E-Zigaretten weniger schädlich für das Kind seien und zudem bei der Tabakentwöhnung helfen würden. Jede vierte Schwangere wusste nicht, dass ihre E-Zigarette den Suchtstoff Nikotin enthielt. Lungenexperten halten diese Ergebnisse für besorgniserregend, wenngleich für Deutschland noch keine Zahlen erhoben wurden. „Die Studie zeigt, dass die Vermarktungsstrategie der Industrie auf-geht, die die schädlichen Effekte von E-Zigaretten verharmlost“, sagt Professor Dr. med. Stefan Andreas, der die Deutsche Lungenstiftung vertritt. Zwar sind die gesundheitlichen Langzeitfolgen der E-Zigarette nicht so gut untersucht wie die des Tabakkonsums. Als belegt gilt aber, dass Nikotin die embryonale Entwicklung stört: Zu den Folgen zählen Früh- oder Totgeburten, ein niedriges Geburtsgewicht und ein erhöhtes Asthmarisiko (3). Auch in nikotinfreien E-Zigaretten fanden Forscher Substanzen, die akute Entzündungen im Lungengewebe hervorrufen können (4). Um werdende Mütter und ungeborene Kinder zu schützen, fordert die DGP deshalb eine bessere Aufklärung und Angebote, um rauchende Schwangere bei der Tabakentwöhnung zu unterstützen. „Der überwiegende Anteil der unabhängigen Studien konnten nicht zeigen, dass E-Zigaretten beim Rauchstopp helfen“, ergänzt Andreas. „Vielmehr wird deutlich, dass mit dem Umstieg auf E-Zigaretten eine neue Sucht geschaffen wird.“ Zum Schutz von Schwangeren und Kindern fordern DGP und DLS auch ein Rauchverbot in geschlossenen Räumen und Autos. Schon das Rauchen einer Zigarette oder E-Zigarette führt zu einer hohen Konzentration verschiedener Schadstoffe wie Feinstäube, Nikotin, Propylenglykol und Ace-ton, die bei Kindern chronische Erkrankungen der Atemwege verursachen können (5). „Nicht zuletzt müssen Kinder auch durch ein umfangreiches Werbeverbot für Tabak und E-Zigaretten geschützt werden“, betont Loddenkemper. Untersuchungen ergaben, dass jeder zehnte Jugendliche über Anzeigen auf dem sozialen Netzwerk Facebook dazu gebracht wurde, E-Zigaretten auszuprobieren (6). Mit zahlreichen süßlichen Aromen sind sie vor allem für diese Zielgruppe besonders ansprechend. Eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ergab, dass 22 Prozent der Jugendlichen, die bereits mit E-Zigaretten Erfahrungen gemacht hatten, in der Folge auch Tabakzigaretten rauchten – bei ihren nie-rauchenden Altersgenossen waren es nur 10 Prozent (7). [Bitte besuchen Sie zum Abruf der Quellen (hinterlegte Nummern hinter den Aussagen) unsere Website. Vielen Dank!] Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. MEDIZIN ASPEKTE www.medizin-aspekte.de Weitere Informationen für unsere Hörerinnen und Hörer: https://bit.ly/2Xbk7O0
02:53
May 28, 2019
Sommer, Sonne, Sonnenbrand? – Tipps für den richtigen Umgang mit den Sonnenstrahlen
Der Sommer rückt näher, meteorologisch und kalendarisch. Mit der intensiven Sommersonne steigt aber auch die Gefahr eines Sonnenbrandes mit möglichen Langzeitfolgen wie vorzeitiger Hautalterung und einem erhöhten Hautkrebsrisiko. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gibt Tipps für den richtigen Umgang mit den Sonnenstrahlen, denn viele Menschen können sich und ihre Haut noch effektiver vor der Sonne schützen. Hören Sie im Audiobeitrag: Der richtige Lichtschutzfaktor - darauf kommt es an Die ausreichende Menge gegen Sonnenbrand Das „MEHR“ an Sonnenschutz Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) MEDIZIN ASPEKTE www.medizin-aspekte.de Weitere Informationen für unsere Hörerinnen und Hörer: https://bit.ly/2WogYgI
05:23
May 27, 2019
Diagnose Hautkrebs? Ein Algorithmus kann den Pathologen bei der Diagnose unterstützen
Der schwarze Hautkrebs, das sogenannte maligne Melanom, ist für den Großteil der Hautkrebs-bedingten Todesfälle verantwortlich. Nach wie vor stellt bei Verdacht auf schwarzen Hautkrebs die Untersuchung einer Gewebeprobe den Goldstandard in der Diagnostik dar. Die Proben werden so gefärbt, dass sich verschiedene Gewebestrukturen im mikroskopischen Bild unterscheiden lassen. Das ermöglicht es dem erfahrenen Pathologen zu entscheiden, ob es sich um ein Melanom handeln könnte oder nicht.  Internationale Studien zeigen, dass zwei Pathologen bei der Entscheidung, ob es sich um ein gutartiges Muttermal oder einen schwarzen Hautkrebs handelt, in bis zu 26 Prozent der Fälle zu unterschiedlichen Ergebnissen gelangen. Heidelberger Wissenschaftler und Ärzte haben nun die diagnostische Qualität eines lernfähigen Algorithmus mit der Leistung von Pathologen verglichen. Für diese Untersuchung stellte das Institut für DermatoHistoPathologie Krahl in Heidelberg Proben zur Verfügung: Die 345 mit Melanom- und 350 mit Muttermalbiopsien beladenen anonymisierten Objektträger waren zuvor nach Leitlinie durch einen erfahrenen Pathologen klassifiziert worden. Anschließend wurden zufällig ausgewählte Bildausschnitte von 595 der 695 Objektträger für das Training des Algorithmus eingesetzt. Die übrigen 100 Bildausschnitte – 50 Melanom versus 50 Muttermale – wurden verwendet, um die diagnostische Qualität des lernfähigen Algorithmus gegenüber dem Pathologen zu testen. Das Ergebnis: Zum Teil irrte sich die künstliche Intelligenz genauso häufig wie die Pathologen. Im Regelfall traf der Computer aber mehr richtige Entscheidungen und das in weniger als jeweils einer Sekunde. „Unsere Studie zeigt, dass künstliche Intelligenz ein großes Potential hat, die diagnostische Genauigkeit bei Hautkrebs zu verbessern“, kommentiert Jochen Sven Utikal, Leiter der klinischen Kooperationseinheit für Dermato-Onkologie am DKFZ die Ergebnisse. „Die künstliche Intelligenz kann Pathologen nicht ersetzen, aber unterstützen. Das Potential sehen wir derzeit vor allem in der Form von Assistenzsystemen, die frühzeitig Alarm schlagen, wenn bei einer Probe Hautkrebsverdacht besteht, sodass weitere Färbungen angefordert werden können. Hierzu bedarf es jedoch prospektiver klinischer Studien“, betont Alexander Enk, Direktor der Universitäts-Hautklinik am UKHD. Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg MEDIZIN ASPEKTE www.medizin-aspekte.de Der gesamte Artikel auf MEDIZIN ASPEKTE: https://bit.ly/2YO6W6j
04:05
May 24, 2019
Urlaub und Arzneimittel: Das sollten Sie beachten
Der Start der Sommerferien steht vor der Tür. Millionen Reisende planen, in den nächsten Wochen mit dem Flieger zu ihrem Traumziel abzuheben. Ganz klar: Ins Gepäck gehört auch eine Reiseapotheke. Was viele allerdings nicht wissen: In einigen Ländern kann es selbst mit alltäglichen Hustenstillern zu Problemen bei der Einreise kommen. Marlene Haufe, Gesundheitsexpertin bei apomio.de erklärt, worauf Flugreisende bei der Mitnahme von Arzneimitteln achten sollten. Wenn der Koffer verloren geht, kann die Urlaubsfreude bereits zu Beginn einen erheblichen Dämpfer erfahren. Fatal können die Folgen werden, wenn sich im Koffer dringend benötigte Arzneimittel etwa für chronisch Kranke befinden. Daher lautet der wichtigste Hinweis von Marlene Haufe: „Die Reiseapotheke gehört ins Handgepäck.“ Aber auch dieser Grund spricht dafür: Im Laderaum eines Flugzeugs kommt es mitunter zu extremen Temperaturschwankungen. In einigen Flugzeugtypen können sogar Minusgrade erreicht werden. „Dadurch kann die Wirksamkeit von einigen Medikamenten beeinträchtigt werden“, erklärt die Gesundheitsexpertin und verweist auf das Beispiel Insulin, welches durch Einfrieren unwirksam wird. Doch wie verträgt sich diese Empfehlung mit den EU-Richtlinien in Bezug auf das Handgepäck? Diese schreibt vor, dass Flüssigkeiten, Cremes und Gels nur in kleinen Behältern und Mengen von maximal 100 ml im Handgepäck mitgeführt werden dürfen. „Arzneimittel sind von diesen Vorgaben ausgeschlossen“, weiß Marlene Haufe: „Allerdings müssen Reisende bei einigen Medikamenten einen Nachweis des behandelnden Arztes vorlegen können, welcher die Erkrankung und die Medikation beinhaltet und bescheinigt, dass die Medikamente nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt sind.“ Das ist auch wichtig, wenn es um die Mitnahme von Spritzen etwa für Diabetiker geht, da diese ansonsten als Waffen gelten. Für Reisen innerhalb der EU können so Medikamente für den Eigenbedarf in der Regel problemlos mitgenommen werden. „Wer auf Betäubungsmittel angewiesen ist, muss allerdings ein vom Arzt ausgefülltes und dem zuständigen Gesundheitsamt unterzeichnetes Formular vorlegen können“, verdeutlicht die Expertin. Dieses Formular steht auf der Website des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte zum Download bereit. In den Ländern außerhalb der EU bestehen mitunter völlig unterschiedliche Bestimmungen. Vor allem in islamisch geprägten Ländern sind die Regelungen sehr streng und die Ermittler gehen bei manchen Mitteln, die bei uns als Medikamente anerkannt sind, von Drogen aus. Im Zweifel sollten sich Reisende nur auf die Auskunft der jeweiligen Landesvertretung verlassen und sich diese Informationen schriftlich bestätigen lassen. „Hier erfahren Sie, welche Mengen Sie einführen dürfen und welche Dokumente nötig sind.“ Die entsprechenden Bescheinigungen sind in der Regel mehrsprachig verfasst. Wer abseits der üblichen Touristenrouten reist, der sollte in jedem Fall auch eine Bescheinigung in Landessprache mit sich führen. Auch wer im Normalfall nicht auf Medikamente angewiesen ist, der sollte ein Minimum an Arzneimitteln mit sich führen.  Unabhängiges Preisvergleichsportal für Apothekenprodukte apomio.de MEDIZIN ASPEKTE www.medizin-aspekte.de Weitere Informationen für unsere Hörerinnen und Hörer: https://bit.ly/2JAhthQ
03:43
May 23, 2019
Risiko der Kurzsichtigkeit minimieren und Sehfehler vermeiden
Der weltweite Trend einer Zunahme der Kurzsichtigkeit lässt sich für Deutschland bisher nicht belegen. Doch der Trend zu vermehrter Naharbeit könnte in den kommenden Jahren auch hierzulande dazu führen, dass mehr Kinder kurzsichtig werden. Prof. Dr. Wolf Lagrèze und Prof. Dr. Bernd Bertram, erläutern, wie Eltern dazu beitragen können, dass ihre Kinder den Durchblick behalten. Es ist relativ einfach: Kinder sollten sich täglich mindestens zwei Stunden bei Tageslicht im Freien aufhalten. Dann sinkt das Risiko, dass sie kurzsichtig werden, um die Hälfte. Naharbeit – längeres konzentriertes Schauen auf ein Objekt in einem Abstand unter 30 cm – fördert dagegen die Kurzsichtigkeit. Eltern sollten deshalb unter anderem kritisch im Blick behalten, wie lange ihre Kinder sich mit Smartphones, Tablets und Computern beschäftigen. Wissenschaftlich fundierte „Grenzwerte“, wie lange pro Tag Kinder welchen Alters höchstens auf solche Bildschirme schauen sollten, gibt es nicht. Aber Augenärzte sehen es mit Sorge, wenn sich schon Kleinkinder mit diesen Geräten befassen.  Je jünger ein Kind ist, desto kürzer sollte die Zeit sein, die es mit Naharbeit verbringt. Warum wird unser Auge kurzsichtig? Das „normale“ menschliche Auge ist etwa 24 mm lang. Ein längerer Augapfel ist kurzsichtig – schon ein Millimeter mehr macht einen Sehfehler von 2,7 Dioptrien aus. Beim Schauen in die Ferne werden die ins Auge fallenden Lichtstrahlen dann nicht mehr auf der Netzhautebene fokussiert, sondern davor. In Deutschland sind etwa 15 Prozent aller Kinder am Ende der Grundschulzeit kurzsichtig, im Alter von 25 Jahren sind dann 45 Prozent aller Menschen betroffen. Dabei ist die Rate in den letzten 15 Jahren gleich geblieben: Der Anteil der Brillen, die Kindern und Jugendlichen wegen einer Kurzsichtigkeit verordnet wurden, ist nicht gestiegen. Von einer „Epidemie der Kurzsichtigkeit“ kann also bisher keine Rede sein. Doch Prof. Lagrèze und Prof. Bertram empfehlen Eltern, das Sehvermögen ihrer Kinder im Auge zu haben. Aktuelle Stellungnahme Wenn ein Kind kurzsichtiger wird, dann können Augenärzte mit verschiedenen Maßnahmen ihre Zunahme bremsen, so dass der Sehfehler möglichst klein bleibt. Dafür stehen neben der Beeinflussung der Umweltfaktoren Augentropfen, die niedrig dosiertes Atropin enthalten, und spezielle Kontaktlinsen zur Verfügung. In einer aktuellen Stellungnahme haben der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) und die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) ihre Empfehlungen zu diesem Thema zusammengefasst.  Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) MEDIZIN ASPEKTE www.medizin-aspekte.de Weitere Informationen für unsere Hörerinnen und Hörer: https://bit.ly/30yH0gI
03:20
May 22, 2019
Menschen in Bewegung bringen
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung veröffentlicht ihre neue Broschüre "Menschen in Bewegung bringen" Ausreichende und regelmäßige Bewegung hat nachweislich positive Effekte auf Körper, Geist und Seele: Beispielsweise fördert sie einen gesunden Lebensstil, verbessert die motorische sowie kognitive Leistungsfähigkeit und stärkt das Selbstvertrauen. Ein Mangel an Bewegung ist eine der Hauptursachen für nichtübertragbare Krankheiten wie Typ-2-Diabetes. Wer täglich nach dem Essen nur rund zehn Minuten zügig spazieren geht, kann damit sein Risiko für Diabetes schon erheblich reduzieren. Auch Menschen mit manifestem Diabetes profitieren noch von Bewegung. Je mehr sie sich bewegen, desto mehr können sie ihren Medikamenten- oder Insulinbedarf verringern. Gesundheitsrelevante positive Effekte sind nicht nur durch Sport zu erreichen, sondern auch in Form von Alltagsaktivitäten. Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, betont: „Bewegung und Bewegungsförderung sind wesentliche Faktoren im Bereich der Prävention und Gesunderhaltung in allen Lebensphasen. Körperliche Bewegung sollte deshalb jeder Mensch, ob jung oder alt, für sich als positiv entdecken und in den Alltag integrieren.“ Medizinische Universität Innsbruck, Sektion für Medizinische Statistik und Informatik MEDIZIN ASPEKTE www.medizin-aspekte.de Weitere Informationen / der gesamte Artikel für unsere Hörerinnen und Hörer: https://bit.ly/2JOLidE
01:43
May 21, 2019
Fettleibigkeit nimmt in ländlichen Regionen stärker zu als in Städten
Die Analyse der globalen Trends bei der Entwicklung von Übergewicht und Adipositas in der erwachsenen Bevölkerung bringt ein überraschendes Ergebnis: Nicht, wie erwartet, im urbanen, sondern im ländlichen Raum wächst die Zahl der fettleibigen Menschen stärker an.  In Ländern mit hohen Einkommen war der durchschnittliche Anstieg des BMI zu über 50 Prozent auf die Gewichtsentwicklung im ländlichen Raum zurückzuführen, bei Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen sogar zu über 80 Prozent.  „Österreich gehört neben Schweden, Tschechien, Irland, Australien und den USA zu jenen Industrieländern, die beim BMI eine besonders große Differenz zwischen ländlichen und städtischen Regionen aufweisen – und das bereits seit 1985, also dem ersten Untersuchungsjahr“, betont Biostatistiker und Epidemiologe Hanno Ulmer von der Medizinischen Universität Innsbruck, der die populationsbasierten Gesundheitsdaten des Vorarlberger Arbeitskreises für Vorsorge- und Sozialmedizin aufbereitet und für die Meta-Analyse analysiert hat.  Weltweit gesehen wiesen Frauen und Männer in städtischen Gebieten im Jahr 1985 im Großteil der untersuchten Länder einen höheren BMI auf als ihre Pendants im ländlichen Raum. Im Verlauf des Untersuchungszeitraums hat sich dieser Gap zwischen Stadt und Land weltweit verringert und sogar umgekehrt. Der Sachverhalt eines höheren BMIs am Land ist in Österreich nicht nur aktuell, sondern für den gesamten Studienzeitraum seit 1985 nachweisbar.  Medizinische Universität Innsbruck, Sektion für Medizinische Statistik und Informatik MEDIZIN ASPEKTE www.medizin-aspekte.de Weitere Informationen / der gesamte Artikel unter: https://bit.ly/2WT0g69
01:56
May 20, 2019
Haar-Zyste liefert Erkenntnisse zur Tumorentstehung
So groß wie ein Hühnerei können sie werden: Trichilemmalzysten sind gutartige Tumore, die aus Haarfollikeln der Kopfhaut entstehen. An diesen Zysten hat ein internationales Team unter Leitung von Forscherinnen und Forschern des Instituts für Humangenetik des Universitätsklinikums Freiburg einen neuen Mechanismus der Tumorentstehung beschrieben. Sie wiesen in aufwändigen Experimenten nach, dass es ausreicht, wenn in einer Zelle nur eine von zwei Genkopien fehlerhaft ist. Anhand von genetischen und funktionellen Laboruntersuchungen konnten sie zeigen, dass ein Teil dieser Genfehler vererbt wurde. Allerdings entstand die Zyste nur dann, wenn im Laufe des Lebens weitere Fehler in derselben Genkopie hinzukamen. Eine solche kombinierte Schädigung in nur einer Genkopie war bislang nicht beobachtet worden. Ihre Erkenntnisse, die auch für das Verständnis anderer zystenartiger Erkrankungen von Bedeutung sein könnten, veröffentlichten die Forscher am 10. Mai 2019 im Journal of Investigative Dermatology. Institut für Humangenetik, Universitätsklinikum Freiburg MEDIZIN ASPEKTE www.medizin-aspekte.de Weitere Informationen und der Link zur Originalstudie unter: https://bit.ly/2VvmCt1
01:32
May 17, 2019
Wie bleiben Patienten der Therapie treu?
Das Mittel vertrage ich nicht, die Tablette habe ich vergessen, ich weiß gar nicht, wozu die Salbe gut sein soll – aus den verschiedensten Gründen und erstaunlich oft können oder wollen sich Patienten nicht an die mit ihrem Arzt abgesprochenen Behandlungsmaßnahmen halten.  In einem zweistufigen Forschungsprojekt untersucht eine Forschungsgruppe am Universitätsklinikum Jena jetzt allgemeine und krankheitsspezifische Faktoren, die zu einer Abweichung vom Therapieplan führen, und welche Maßnahmen die Adhärenz verbessern können. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Nachwuchsgruppe an der Klinik für Neurologie leitet PD Dr. Tino Prell. Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Jena MEDIZIN ASPEKTE www.medizin-aspekte.de Weitere Informationen zum Nachlesen: https://bit.ly/30r9p8n
05:13
May 17, 2019
Bewegung und Stressbewältigung senken Bluthochdruck
Zwischen 20 und 30 Millionen Erwachsene in Deutschland haben einen zu hohen Blutdruck. Bluthochdruck entsteht durch das Zusammenspiel erblicher Anlagen und ungünstiger Lebensstilfaktoren wie Übergewicht, zu hohe Salzzufuhr, Bewegungsmangel, zu viel Alkohol, Rauchen und Stress, die den Blutdruck nach oben treiben. Wer seinen Blutdruck mit natürlichen Mitteln senken möchte, sollte sich regelmäßig bewegen und Wege zur Stressbewältigung finden. Die Herzstiftung empfiehlt zur Blutdrucksenkung neben regelmäßiger Ausdauerbewegung (an fünf Tagen pro Woche je 30 Minuten) Rauchstopp, wenig Alkohol (Männer max. 20 g am Tag, Frauen max. 10 g) und eine gesunde Ernährung (Mittelmeerküche), geringe Salzzufuhr von max. 5 g am Tag. Übergewicht ist ein wesentlicher Faktor für die Entstehung von Bluthochdruck und Diabetes mellitus. Beim Taillenumfang sollten Männer weniger als 102 – besser sind 94 cm – und Frauen weniger als 88 cm anstreben. Allerdings sollte eine Gewichtsabnahme in Absprache mit dem Arzt, in kleinen Schritten und in Anpassung an die individuelle Situation des Betroffenen erfolgen. Weitere Informationen: www.herzstiftung.de Redaktion Audio: Medizin Aspekte; Redaktion Text: Deutsche Herzstiftung e.V. Der Artikel zum Nachlesen: https://bit.ly/2WKDc9v
05:30
May 16, 2019
Make your own podcast for free with Anchor!