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Radetzkystrasse 1

Radetzkystrasse 1

By Radetzkystrasse 1

Radetzkystrasse 1 ist der Podcast des künftigen Literaturhauses Vorarlberg. Hier sprechen wir mit Gästen, die eng oder auch erst auf den zweiten Blick mit der Literaturlandschaft verbunden sind. Gemeinsam mit ihnen blicken wir hinter die Kulissen des Literaturbetriebs und erzählen das spannende Making Of des Literaturhauses in der Radetzkystraße 1 in Hohenems.

Auf schönste Weise unterstützt von der Stadt Hohenems, dem Land Vorarlberg und dem Bundeskanzleramt Österreich. Alle Infos unter www.literatur.ist
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Wie man das Handwerk des literarischen Schreibens erlernt

Radetzkystrasse 1

1x
Wie eine Stadt zur Literaturbühne und der Landraum zum Sehnsuchtsort werden
Wie eine Stadt zur Literaturbühne und der Landraum zum Sehnsuchtsort werden
Wann seid ihr das letzte Mal am Meer gewesen, habt euren Blick über das Wasser streifen lassen und euch gefragt, wohin das Schiff, das ihr in dem Moment erblickt, wohl reisen mag? Das ist viel zu lange her? Dann kommt heute an Bord und hisst gemeinsam mit Dorit Ehlers und Frauke Kühn die Segel, schwelgt in dem Gefühl des Schiffsglücks, gebt euch der Schiffsehnsucht hin und erfahrt, wie man das Schiffsglück an Land holt, wenn gerade kein Schiff in der Nähe ist. Dorit Ehlers ist Schauspielerin, freie Theatermacherin und die selbsternannte Schiffssehnsuchtsforscherin ‚Miss A. Ship‘. In der Radetzkystraße erzählt sie Frauke Kühn, wie man eine Flaschenpost ohne Flasche und Wasser verschicken, wie man Landräume so gestalten kann, dass sich in ihnen das Schiffsglück wiederfindet und wie man der Sehnsucht im Alltag Raum geben kann. Darüber hinaus berichtet sie von einem Bootskranken und verrät, als Mitglied des Netzwerks für Theater- und Kunstprojekte ‚ohnetitel‘, wie man eine ganze Stadt zu Friedrike Mayröcker in Beziehung setzen kann und warum in Salzburg einige Menschen seit ein paar Monaten mit einem Tattoo in Form einer Mayröcker-Katze unterwegs sind.   Vielen Dank für das feine Gespräch, Dorit Ehlers! schiffssehnsucht.com
27:01
November 25, 2022
Wie man das Handwerk des literarischen Schreibens erlernt
Wie man das Handwerk des literarischen Schreibens erlernt
„Mon Cheri und unsere demolierten Seelen“ besticht mit schrägen Figuren, witzigen Einfällen und einer liebevollen Wahlverwandtschaft, in deren Mitte die optimistische 43-jährige Charly Benz steht. Gemeinsam mit ihrer Autorin Verena Roßbacher wirft Frauke Kühn im zweiten Gespräch einen Blick auf die Neuerscheinung des Verlages Kiepenheuer & Witsch und sie diskutieren über therapeutische Süßigkeiten und Postangst, über Leerstellen in der Familie und die wunderbare Kraft der Freundschaft. Die Autorin erzählt auch von ihren literarischen Anfängen, der außergewöhnlichen Studienwahl sowie von den Herausforderungen des Übergangs vom Studium zum Literaturbetrieb. Außerdem hat die gebürtige Vorarlbergerin und Teilnehmerin des Bachmann-Preises 2020 in dieser Folge einige Tipps im Gepäck, worauf es beim literarischen Schreiben ankommt und wie man den richtigen Ton für authentische Figuren und Dialoge trifft. Vielen Dank für das schöne Gespräch! Verena Roßbacher
26:15
November 18, 2022
Von französischen Eintöpfen, literarischen Irrtümern und Begegnungen mit Joyce
Von französischen Eintöpfen, literarischen Irrtümern und Begegnungen mit Joyce
Mehr Joy(ce) geht nicht: Nach dem in der V#37 ULYSSES erschienenen Text „John Ray und der große Joyce“ hat sie mit ihrer Intervention „Wie fest lieben Sie Joyce“ einen literarischen Persönlichkeitstest in der James-Joyce-Passage in Feldkirch installiert. Zu Gast in der Radetzkystrasse 1 spricht die Autorin Verena Roßbacher mit Frauke Kühn über ihre ganz spezielle Beziehung zu Joyce und was sie an Literatur im öffentlichen Raum reizt. Gemeinsam diskutieren sie über die Herausforderung des dialogischen Schreibens und darüber, warum sich ausgerechnet ein altes Fotoalbum als wahre Inspirationsquelle entpuppen kann. Die in Bludenz geborene und in Berlin lebende Autorin verrät in dieser Folge zudem, was sie braucht, um sich zuhause zu fühlen und wie es zum originellen Titel ihres Theaterstücks „Ich würde halt lieber nicht“ kam. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Verena Roßbacher
23:14
November 11, 2022
in|:sta:|ge - 12 Mal Lyrik
in|:sta:|ge - 12 Mal Lyrik
Heute ist ausnahmsweise nicht ein Gast im Studio, sondern es sind gleich zwölf Gäste. Genau genommen, begrüßen wir heute zwölf lyrische Stimmen in der Radetzkystrasse 1, die euch ihre zwölf Gedichte präsentieren. Diese kleine vertonte Gedicht-Edition ist im Rahmen unseres Projektes in|:sta:|ge entstanden. Ein Projekt, bei dem wir unseren Instagram-Account in eine Hörbühne verwandeln. Nach den ersten beiden Gedichten von Martin Piekar und Teresa Reichl folgen die Stimmen von Hamed Abboud, Sarah Rinderer, Mar Koch, Nadine Bösch, Fabian Navarro, Fabian Leonhard, Romina Nikolić, Michael Stavarič, Sünje Lewejohann und Sascha Garzetti. Nehmt vor unserer in|:sta:|ge-Hörbühne Platz: Schickt eure Sehnsucht mit dem Fluss auf die Reise, imaginiert die kursive Handschrift der Gräser im Wind, flüstert euch das Meer heran, erlebt, wie Sterne aus der Atmosphäre schnuppen oder fragt euch, was ihr noch wollt.
15:09
November 04, 2022
Ein Plädoyer für die Poesie
Ein Plädoyer für die Poesie
Poetische Gedanken in Form einer einheitlichen Stimme weiterzutragen, ist das große Anliegen von Michael Stavarič, der im Alter von sieben Jahren aus der damaligen Tschechoslowakei nach Niederösterreich kommt. Im zweiten Gespräch mit Frauke Kühn geht der Autor an seine Wurzeln zurück und verrät, warum er beinahe in Kanada gelandet wäre und was er in der deutschen Sprache gerne noch lernen möchte. Gemeinsam werfen sie einen Blick auf seine Arbeit als Übersetzer sowie auf den Gedichtzyklus „zu brechen bleibt die See. Ein Plädoyer“ und diskutieren darüber, was Poesie (nicht) zu leisten vermag. Der Hohenemser Literaturpreisträger erzählt zudem von seiner Liebe zum Inline-Skating, von der Reduzierung des eigenen Egos und von einer ganz speziellen Lesung für die Toten. Vielen Dank für das schöne Gespräch: Michael Stavarič
24:13
October 28, 2022
Warum der Krake das Zeug hätte in Zukunft an Land zu leben
Warum der Krake das Zeug hätte in Zukunft an Land zu leben
Vom Sternenhimmel des Universums bis in die Untiefen des Ozeans taucht der preisgekrönte Autor Michael Stavarič ab, um in die faszinierende Welt des Kraken vorzudringen. In seinem mehrfach ausgezeichnetem Kinder-Sachbuch ‚Faszination Krake‘, das 2021 bei leykam: erschienen ist, spürt er dem ältesten intelligenten Lebewesen der Welt nach und lädt junge und ältere Leser:innen zu einer abenteuerlichen Reise ein. In der Radetzkystrasse 1 erzählt der Autor von der Recherche zu seinem Buch, in dem er mühelos Realität und Fiktion, Lyrik und Prosa, kreatives Tun und spannendes Faktenwissen verknüpft. Das Buch hält Erstaunliches bereit, lädt zum Nachdenken, Träumen sowie zum Forschen ein und bringt mit den bestechend schönen Illustrationen von Michèle Ganser die geheimnisvolle und dunkle Welt des Kraken zum Leuchten. Im Gespräch mit Frauke Kühn berichtet Michael Stavarič davon, wie es ist, mit diesem poetischen Sachbuch auf Lesereise zu sein und dass er sich freut, wenn junge Menschen dem Buch mit viel Neugier, Stiften und einer Schere begegnen. Vielen Dank für das feine Gespräch: Michael Stavarič
34:11
October 21, 2022
Kundeyt Şurdum: Zwischen Fremde, Befremdlichkeit und Heimat
Kundeyt Şurdum: Zwischen Fremde, Befremdlichkeit und Heimat
Flucht, Migration und Trennung sind nur einige der zentralen Themen im umfassenden Werk Kundeyt Şurdums: Als eine der ersten Stimmen der interkulturellen deutsch-türkischen Literatur hatte er die Vorarlberger Literaturlandschaft nachhaltig geprägt. Claudio Bechter hat nun mit „Hier endet die Fremde“ eine Werkausgabe des 2016 verstorbenen Autors herausgegeben. Im Gespräch mit Daniela Egger gibt der Journalist und Kulturvermittler Einblicke in seine mehrjährige Archivarbeit und erzählt von der Zusammenarbeit mit der Familie des Autors. Gemeinsam diskutieren sie in der Radetzkystrasse 1 über die Bedeutung von Heimat, die Entstehung und Einzigartigkeit einer dritten Sprache und welchen besonderen Stellenwert der Lyriker für türkische Gastarbeiter in Vorarlberg einnahm. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Claudio Bechter vorarlberg museum
21:57
October 14, 2022
Wie wird aus einem Haus eine Kulturinstitution?
Wie wird aus einem Haus eine Kulturinstitution?
„Ein Hort von Ideen“ entsteht vor ihrem geistigen Auge, wenn Verena Konrad an das zukünftige Literaturhaus Vorarlberg denkt. Die Kulturmanagerin, Architekturexpertin und Geschäftsführerin des Vorarlberger Architektur Instituts in Dornbirn ist in der Radetzkystrasse 1 zu Gast. Gemeinsam mit Daniela Egger wirft sie einen Blick auf das Äußere und Innere der Villa Iwan und Franziska Rosenthal und erzählt, warum Kulturinstitutionen für die Gesellschaft von Relevanz sind. Dabei verrät die gebürtige Welserin auch den einen oder anderen Tipp für eine erfolgreiche Umsetzung. Darüber hinaus beleuchtet sie, wie ein Gebäude würdevoll in die Moderne gebracht werden kann, welche Auswirkungen die Preiserhöhung auf das Wohnen in der Zukunft hat und warum die Idee von Homeoffice für sie nicht mehr als eine Romantisierung ist. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Verena Konrad
19:01
October 07, 2022
Die Kunst des szenisch-dialogischen Schreibens
Die Kunst des szenisch-dialogischen Schreibens
Das Filmemachen und Schreiben von Theaterstücken faszinieren ihn und einen gemeinsamen Austausch im Theater würde er immer dem gemütlichen Ohrensessel zuhause vorziehen: Felix Kalaivanan ist zu Gast in der Radetzkystrasse 1. Im Gespräch mit Frauke Kühn erzählt der in Feldkirch geborene Regisseur und Autor von Drehbüchern, Dramen und Hörspielen, wie er über das Filmemachen die Liebe zum literarischen Schreiben fand und warum szenische Dialoge auch erfahrene Autor:innen vor große Herausforderungen stellen. Felix Kalaivanan ist Teil des langfristigen Projektes der writers:class und hat Schüler:innen mit Gemälden von Edward Hopper nicht nur zum kreativen Schreiben eingeladen, sondern mit ihnen auch ein Mikro-Hörspiel-Festival im W*ORT Lustenau ins Leben gerufen. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Felix Kalaivanan
19:29
September 30, 2022
Von der Eroberung einer neuen Sprache
Von der Eroberung einer neuen Sprache
Dem Krieg mit Humor trotzen – das musste der gebürtige Syrer Hamed Abboud, der 2012 aus seiner Heimat flüchtete und über die Balkanroute zunächst im Burgenland und dann später in Wien ankam. In seinen Texten jongliert er mit bunten Bildern zwischen Verlust und Sarkasmus und mischt gerne Deutsch mit seiner Muttersprache Arabisch. Für „Der Tod backt einen Geburtstagskuchen“ war er für den Internationalen Literaturpreis vom Berliner Literaturhaus der Kulturen der Welt nominiert. Sein neues Werk „Graffiti Wände“ erzählt davon, wie seine Mutter die Wohnung für seinen Bruder und ihn in ein außergewöhnliches Maturatrainingslager verwandelte. Im Gespräch mit Frauke Kühn berichtet der Autor von seinen ersten Schritten in die Literatur und in die deutsche Sprache, vom Schreiben auf der Flucht und wie sich dessen Bedeutung im Laufe der Zeit für ihn geändert hat. Außerdem diskutieren sie über den therapeutischen und bereichernden Effekt des Schreibens und sprechen über das unverzichtbare Vertrauen, das zwischen Autor:innen und ihren literarischen Übersetzer:innen gegeben sein muss. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Hamed Abboud
17:34
September 23, 2022
Wie können Kulturprojekte den Bildungsalltag bereichern?
Wie können Kulturprojekte den Bildungsalltag bereichern?
Die Zusammenarbeit von Kultur und Bildung ist das Ziel der noch jungen Initiative ‚Double Check‘ in Vorarlberg. Über ein breites Kulturangebot und einen niederschwelligen Zugang zu künstlerischen Projekten erleben sich Kinder und Jugendliche im Rahmen ihres Alltags in verschiedenen Bildungsinstitutionen selbst als Teil von Kunst und Kultur. In der Radetzkystrasse 1 gibt die Geschäftsführerin Melanie Greußing im Gespräch mit Frauke Kühn nicht nur Einblick in das abwechslungsreiche Projekt- und Förderportfolio von Double Check, sondern auch in ihren spannenden Arbeitsalltag. Dieser führt sie von den Kleinsten im Kindergarten über Kinder und Jugendliche in den Schulen bis zu den Lehrlingen. Gemeinsam mit Künstler:innen oder auch Kulturinstitutionen sowie der jungen bis jugendlichen Zielgruppe entstehen verschiedenste Kulturprojekte. Dafür können Interessierte auf bewährte Projektideen zurückgreifen oder aber auch eigene Konzepte einbringen. Mit finanzieller und ideeller Kraft unterstützt Melanie Greußing im Rahmen von Double Check die Umsetzung kurzfristiger oder auch langfristiger Ideen. Einfach anrufen! Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Melanie Greußing
16:29
September 16, 2022
Wie Schreibräume zu neuen Begegnungszonen werden
Wie Schreibräume zu neuen Begegnungszonen werden
Die Lyrik Sascha Garzettis richtet sich in fast allen Fällen immer an ein Du und öffnet damit die Möglichkeit zur Begegnung. Außerdem spiegelt sie seine genaue Beobachtung und das genaue Erfassen von Dingen und Orten in einer starken wie zarten Bildhaftigkeit wider. Gleichzeitig öffnen sich gerade in der Bildsprache über minimalistische Verfremdungen neue Bedeutungsräume für die Leser:innen, welche die Leseerfahrung auf besondere Weise bereichern. In der Radetzkystrasse 1 spricht der mehrfach ausgezeichnete Schweizer Autor und Lyriker mit Frauke Kühn darüber, warum man Paris zu Fuß erlaufen sollte, warum der analoge Raum unverzichtbar ist und vom Reiz klassische Musik, in Poesie zu verwandeln. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Sascha Garzetti
27:10
July 08, 2022
Wie man ein Theater in Vorarlberg leitet: Ein Erfolgsrezept
Wie man ein Theater in Vorarlberg leitet: Ein Erfolgsrezept
Sie ist seit 2018 die Intendantin des Vorarlberger Landestheater in Bregenz und hat es trotz Pandemie geschafft, die Anzahl der Besucher:innen zu erhöhen. Mit Daniela Egger spricht die Duisburgerin Stephanie Gräve in der Radetzkystrasse 1 über die Herausforderungen im ländlichen Vorarlberg und verrät dabei auch, welche Art von Theater sie persönlich schätzt. Sie geht der Frage nach, ob Frauen anderes Theater machen als Männer und was eine Kulturinstitution bieten sollte, die sich für ein breites und auch jüngeres Publikum öffnet. Sie zeigt auf, welche wesentliche Rolle ein Freundeskreis dabei spielt und dass es auf dem Weg zum Erfolg auch Widerstand braucht. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Stephanie Gräve!
18:37
July 01, 2022
Warum es mehr Klang in der Lyrik braucht
Warum es mehr Klang in der Lyrik braucht
Sie ist Autorin, Poetin, Performerin, Redakteurin, war Stadtschreiberin, hat ihren zweiten Lyrikband veröffentlicht und ist nun zu Gast in der Radetzkystrasse 1: Frauke Kühn begrüßt in dieser Woche die Salzburgerin Katharina Ferner. Gemeinsam sprechen sie über ihre außergewöhnliche Studienwahl, sowie die Wichtigkeit von Literaturzeitschriften und Schreibaufenthalte für Autor:innen. Katharina Ferner erzählt von der Stigmatisierung von Dialektlyrik, welche Probleme sich bei der Übertragung ins Hochdeutsche ergeben, aber auch welche Türen sich dadurch öffnen und welche Rolle der Klang dabei spielt. Schließlich wirft Frauke Kühn mit der Autorin und Teilnehmerin des Bachmann-Preises 2021 einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des jährlichen Wettlesens. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Katharina Ferner
20:44
June 24, 2022
Über die Gefahr, zu idyllisch zu schreiben
Über die Gefahr, zu idyllisch zu schreiben
Wie viel Magie darin stecken kann, durch einen kleinen Buchstabentausch falsch abzubiegen und statt in der Bienen- in der Birnengasse zu landen, zeigt Mathias Müller mit seinem literarischen Debüt „Birnengasse“. Gemeinsam mit Frauke Kühn blickt der Vorarlberger Autor in der Radetzkystrasse 1 auf den spannenden Entstehungsprozess seiner lyrischen Prosa. Er erzählt, wie aus Wörtern Straßen werden, wie seine Leser:innen sich darauf fortbewegen können und was es mit den fremdsprachigen Zitaten in seinem Text auf sich hat. Außerdem spricht Mathias Müller vom steten Vertrauen in die Sprache, auch wenn sie auf den ersten Blick scheinbar nirgendwo hinführt und lädt am Ende des Gesprächs zu einer kleinen Reise in die „Birnengasse“ ein. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Mathias Müller
20:18
June 17, 2022
Wie man eine Buchhandlung im Lockdown eröffnet
Wie man eine Buchhandlung im Lockdown eröffnet
16. März 2020: Die Eröffnung der neuen Buchhandlung “Lesezeichen” im Herzen von Hohenems fiel genau auf den ersten Tag des ersten Lockdowns. Inhaberin Melanie Rüdisser hat sich aber nicht unterkriegen lassen und z.B. mit der Auslieferung der Bücher per Rad eine intuitive wie ökologische Lösung gefunden. In der Radetzkystrasse 1 öffnet sie nun die Türen zu ihrer Buchhandlung und erzählt, wie wichtig es ist, zwischen dem Buchmarkt und den Leser:innen mit Feingefühl und Expertise zu vermitteln. Außerdem spricht die Umweltberaterin und Systemwissenschaftlerin mit Frauke Kühn darüber, warum Geschichten für uns alle gerade jetzt in dieser herausfordernden und hektischen Zeit besonders wichtig sind und weshalb es in jedem kleinen Ort unbedingt eine Buchhandlung braucht. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Melanie Rüdisser 
17:55
June 10, 2022
Über die Mehrsprachigkeit, das Leben und das Schreiben
Über die Mehrsprachigkeit, das Leben und das Schreiben
„Ich hätte sie pflegen müssen, diese Rehe, diese Sprache, diesen meinen Wald, meinen gozd…“ Dieser Auszug stammt aus dem Essay "The ever-living ghost – a new kind of landscape" für den Stefan Feinig 2021 den Hohenemser Literaturpreis für deutschsprachige Autor:innen nichtdeutscher Erstsprache erhielt. In der Radetzkystrasse 1 spricht der gebürtige Kärntner Autor, Philosoph und Publizist, der mit der slowenischen und der deutschen Sprache aufgewachsen ist, über die in seinem Siegeressay thematisierte Erfahrung des Verlustes beim Spracherwerb. Dabei beleuchtet er, wie sich die Relevanz seiner Erstsprache in verschiedenen Lebensphasen gewandelt hat und was diese Bilingualität für sein literarisches Schreiben bedeutet. Es geht aber auch über die Band of Horses oder die Geschichte hinter seinem slowenisch-deutschen Lyrikband mit dem Titel „374“, der beinahe eine ganz andere Nummer bekommen hätte. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Stefan Feinig Preisträgerlesung: Mittwoch, 8. Juni 2022, 19:30, Salomon-Sulzer-Saal, Hohenems
17:23
June 03, 2022
Warum Kinderbücher nicht nur junges Publikum begeistern wollen
Warum Kinderbücher nicht nur junges Publikum begeistern wollen
Der Schweizer NordSüd Verlag feierte 2021 sein 60-jähriges Bestehen. Gemeinsam mit Geschäftsführer Herwig Bitsche blickt Frauke Kühn in der Radetzkystrasse 1 in dieser Woche noch ein wenig detaillierter hinter die Kulissen des renommierten Kinderbuchverlags. Dabei erzählt der gebürtige Hohenemser von den besonderen Herausforderungen der Digitalität und wie wichtig es ist, nicht nur die Kinder für Geschichten zu begeistern, sondern vor allem ihre Eltern, die erst entscheiden, welches Kinderbuch es überhaupt bis ins Kinderzimmer schafft. Schließlich geht er der Frage nach, warum nach wie vor viel zu viele Kinderbuchillustrationen in der Schublade verschwinden und wie mehr Sichtbarkeit für diese Kunstwerke geschaffen werden könnte. Herzlichen Dank für das feine Gespräch, Herwig Bitsche 
18:06
May 28, 2022
NordSüd: Ein Kinderbuchverlag erobert die Welt
NordSüd: Ein Kinderbuchverlag erobert die Welt
Was haben der Regenbogenfisch, das Kaninchen Pauli und der kleine Eisbär Lars gemeinsam? Sie alle erblickten im größten Kinderbuchverlag der Schweiz das Licht der Welt: im NordSüd Verlag. Der gebürtige Hohenemser Herwig Bitsche ist Geschäftsführer des 1961 von Brigitte und Dimitrije Sidjanski gegründeten NordSüd Verlags. Im Gespräch mit Frauke Kühn gibt er in der Radetzkystrasse 1 persönliche Einblicke in die Geschichte des Verlags und erzählt, warum dieser ohne das Bilderbuch „Der Clown sagte Nein“ vielleicht nicht existieren würde. Außerdem verrät er, wie er selbst den Zauber der Bilderbücher entdeckte, inwiefern es wichtig ist, den internationalen Kinderbuchmarkt im Blick zu haben und warum dabei unbändige Experimentierfreude das Maß aller Dinge ist. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Herwig Bitsche
23:27
May 20, 2022
Über das poetische Potenzial der Sprache der Raumplanung
Über das poetische Potenzial der Sprache der Raumplanung
Verinselung, Verdichtung, Ballungsraum oder auch Weißzone. Die Fachsprache der Raumplanung und eine Bushaltestelle mitten in Hohenems haben Autorin Sarah Rinderer und die Illustratorin Katharina Ralser für ein außergewöhnliches Literaturprojekt im öffentlichen Raum inspiriert. Gemeinsam haben beide in Sprache und Bild über Themen der Raumplanung nachgedacht, die den Schlossplatz in Hohenems betreffen. Entstanden ist eine begehbarer Graphic Novel in der Bushaltestelle, in der Wartende Ortskerne knacken, die Haltestelle zwischennutzen oder auch Sichtbeziehungen knüpfen konnten. In der Radetzkystrasse 1 erzählen Sarah Rinderer und Katharina Ralser von der Auseinandersetzung mit dem Raum, von ihrem künstlerischen Arbeitsprozess und von ihren Lieblingsplätzen auf der Welt, die sie plötzlich mit ganz anderen Augen sehen und verstehen. Die RaumBildGeschichten sind ein Projekt des künftigen Literaturhauses in Kooperation mit der Abteilung Raumplanung und Baurecht des Landes Vorarlberg und mit Unterstützung der Stadt Hohenems. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Sarah Rinderer und Katharina Ralser  Hier geht es zu den RaumBildGeschichten
19:43
May 13, 2022
Wie kann Literatur Themen der Raumplanung erzählen?
Wie kann Literatur Themen der Raumplanung erzählen?
Eine Bushaltestelle mitten in Hohenems war über ein Jahr lang ein ungewöhnlicher Ort für besondere Geschichten. In einer fortlaufenden Serie von RaumBildGeschichten haben sich die Autorin Sarah Rinderer und die Illustratorin Katharina Ralser in Hohenems Zeit genommen, über Raum nachzudenken und dabei Themen der Raumplanung in öffentlichen Interventionen zur Sprache und ins Bild zu bringen. Dafür haben sie eine Bushaltestelle in eine begehbare Graphic Novel verwandelt und im Rhythmus alle vier Monate eine neue Geschichte einziehen lassen. Nach ‚ortskerne knacken‘ und ‚zwischen-nutzen‘ beenden sie die Intervention mit einer Geschichte über sicht-beziehungen. Stefan Obkircher von der Abteilung Raumplanung und Baurecht des Landes Vorarlberg und die Hohenemser Kulturamtsleiterin Elisa Rosegger sprechen in der Radetzkystraße 1 über die Bedeutung von Raumplanung und Stadtplanung und welche Kraft Kunst und Kultur haben können, die Menschen für den öffentlichen Raum ihrer Stadt ebenso wie für die Frage nach dem privaten Raum zu sensibilisieren. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Elisa Rosegger Stefan Obkircher
19:37
May 06, 2022
Wie literarische Mikro-Texte die Welt der Social Media erobern
Wie literarische Mikro-Texte die Welt der Social Media erobern
Seit fast zwei Jahren begehen die #kommentarkompliz_innen kleine charmante literarische Überfälle im World Wide Web und bringen Literatur dorthin, wo wir sie alle vielleicht am wenigsten erwarten: in die Welt der Social Media. Ob verzaubernd, irritierend oder aufregend, Spielwarenladen, Museum, Restaurant oder Regierung: Die #kommentarkompliz_innen flankieren die unterschiedlichsten Posts auf Facebook oder Instagram, indem sie die Ausgangsposts mit Haikus, Elfchen und anderen Mikro-Texten kommentieren. Neben Autorin und Schreibpädagogin Ruth Schmiedberger, die das Projekt für die Literatur Vorarlberg gemeinsam mit uns durchführt, ist auch Jungautor und Lehrer Simon Ludescher zu Gast. Stellvertretend für die über zwanzig jungen Schreibenden, die inzwischen zu den #kommentarkompliz_innen gehören, erzählt er davon, wie er als #kommentarkomplize in der Mittagspause ins Schreiben kommt, wie die Zeit in die Welt fällt und was eine Kirche und ein Escaperoom gemeinsam haben. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Ruth Schmiedberger Simon Ludescher
16:42
April 29, 2022
Sind Frauen im Literaturbetrieb benachteiligt?
Sind Frauen im Literaturbetrieb benachteiligt?
Integration und Widerspenstigkeit – zwei Begriffe, die für die Leiterin des ersten und einzigen österreichischen Frauenmuseums, Stefania Pitscheider-Soraperra, problemlos miteinander einhergehen. Seit 2009 leitet sie das preisgekrönte Museum in Hittisau im Bregenzerwald. Im Gespräch mit Daniela Egger lässt sie in der Radetzkystrasse 1 ihren geschärften Blick für Frauen in unserer Gesellschaft heute über die Literatur gleiten. Dabei streift Stefania Pitscheider-Soraperra auch weibliche Stimmen aus Dänemark, Österreich aber auch aus Afrika, die sie mit Begeisterung liest, weil sie Einblicke in andere Welten eröffnen, die uns auch helfen, zu verstehen, was bei uns vor Ort passiert. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Stefania Pitscheider Soraperra
15:56
April 22, 2022
Von den Gleisen, die 1915 das Schicksal des Ulysses entschieden
Von den Gleisen, die 1915 das Schicksal des Ulysses entschieden
Jeden Abend um halb acht führt es den weltberühmten Autor James Joyce im Sommer 1932 vom Feldkircher Hotel Löwen an den Bahnhof. Dort wartet er mit seinem Freund und Kollegen Eugene Jolas auf den Orientexpress. Fast blind, legt Joyce die Hände an den Zug und lauscht den Dialogen auf dem Bahnsteig. Tatsächlich finden sich Spuren dieses Rituals in einem der bekanntesten Werke von James Joyce, in Finnegans Wake. Dr. Philipp Schöbi spricht mit Frauke Kühn in der Radetzkystrasse 1 über die Beweggründe, die Joyce 1932 nach Feldkirch führen, und warum ein früherer Aufenthalt in der kleinen Stadt 1915 auf dramatische schicksalshafte Weise über das Schicksal seines Hauptwerkes, dem Ulysses, entschieden hat. Einer der Briefe, die Joyce im Sommer im Hotel Löwen auf hauseigenem Briefpapier verfasst, geht an seinen langjährigen Freund, den Dichter Felix Beran, mit dem er einen der wohl entscheidendsten Momente seines Lebens teilt.   Dr. Philipp Schöbi, Autor des Buches ‚Das literarische Feldkirch’ flankiert mit drei historischen Briefen von Georg Joachim Rheticus, Sir Arthur Conan Doyle und James Joyce die aktuelle Ausgabe der PAULA, dem literarischen Begleiter durch die Stadt Feldkirch. Die PAULA, die in ihrer dritten Ausgabe das Medium Brief thematisiert, ist ein Projekt, das wir gemeinsam mit der Stadt Feldkirch durchführen durften.   Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Philipp Schöbi Hier geht es zur Paula und zum Buch ‚Das literarische Feldkirch‘.
24:38
April 15, 2022
Was Krimiautor Sir Arthur Conan Doyle als Schüler in Feldkirch erlebte
Was Krimiautor Sir Arthur Conan Doyle als Schüler in Feldkirch erlebte
Stelzenfußball, Wanderungen, eine Bettschere und ein Bombenhorn: Dr. Philipp Schöbi lässt in dieser Folge der Radetzkystrasse 1 im Gespräch mit Frauke Kühn ein Jahr aus dem Schülerleben des weltbekannten Krimiautors Sir Arthur Conan Doyle lebendig werden. Als 16-Jähriger verbringt der spätere Vater des Meisterdetektivs Sherlock Holmes ein Schuljahr in der Stella Matutina, dem damaligen Jesuitenkolleg in Feldkirch in Vorarlberg. Zunächst auf Kriegsfuß mit der Mathematik erwacht in ihm hier nicht nur die Freude an besonderen Sportarten, sondern am Ende auch in ersten Ansätzen die Freude an der logischen Schlussfolgerung. Eine Kompetenz, die seiner literarischen Figur Sherlock Holmes später zu Weltruhm verhelfen sollte. Als Teenager in Vorarlberg initiiert er eine Schülerzeitung, die sich jedoch nur weniger Ausgaben erfreuen durfte. In seinen Briefen an seine Mutter Mary, der er aus Feldkirch regelmäßig schreibt, plagen ihn aber recht prosaische Sorgen, z.B. wenn das Taschengeld ausbleibt.   Dr. Philipp Schöbi, Autor des Buches ‚Das literarische Feldkirch’ flankiert mit drei historischen Briefen von Georg Joachim Rheticus, Sir Arthur Conan Doyle und James Joyce die aktuelle Ausgabe der PAULA, dem literarischen Begleiter durch die Stadt Feldkirch. Die PAULA, die in ihrer dritten Ausgabe das Medium Brief thematisiert, ist ein Projekt, das wir gemeinsam mit der Stadt Feldkirch durchführen durften.     Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Philipp Schöbi Hier geht es zur Paula und zum Buch ‚Das literarische Feldkirch‘
22:53
April 08, 2022
Wie ein Feldkircher Junge zum weltberühmten Humanisten wurde
Wie ein Feldkircher Junge zum weltberühmten Humanisten wurde
Geboren in der kleinen Stadt Feldkirch in Vorarlberg wird Georg Joachim Rheticus als Erwachsener nicht nur einer der renommiertesten Wissenschaftler, sondern ein Weltveränderer. Dr. Philipp Schöbi, Mitglied der Literaturgruppe des Theaters am Saumarkt in Feldkirch, blickt in der Radetzkystrasse 1 mit Frauke Kühn auf den erstaunlichen Lebensweg und die Geschichte des weltbekannten Humanisten. Als 14-Jähriger muss er erleben, wie sein Vater, der damalige Stadtarzt von Feldkirch, zum Tode verurteilt wurde, weil er angeblich mit dem Teufel im Bunde gestanden habe. Dieses Ereignis wird Rheticus prägen auf seinem Weg, der ihn als Gelehrter nach Wittenberg und schließlich zu Kopernikus führte. Nur ein Dokument bezeugt Rheticus' Biographie: ein Brief, den er 1542 an den Feldkircher Stadtamann Heinrich Widnauer geschrieben hat. Dr. Philipp Schöbi flankiert mit drei historischen Briefen von Georg Joachim Rheticus, Sir Arthur Conan Doyle und James Joyce die aktuelle Ausgabe der PAULA, dem literarischen Begleiter durch die Stadt Feldkirch. Die PAULA, die in ihrer dritten Ausgabe das Medium Brief thematisiert, ist ein Projekt, das wir gemeinsam mit der Stadt Feldkirch durchführen durften.   Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Philipp Schöbi Hier geht es zur Paula und zum Buch 'Das literarische Feldkirch'.
20:04
April 01, 2022
Collective Story Harvesting: Wie man Geschichten sät und erntet
Collective Story Harvesting: Wie man Geschichten sät und erntet
What if? Diese Frage stellt sich Isabelle Goller, deren Biographie vielfältige Richtung einschlägt, immer wieder. Nicht nur als Innovationsberaterin, sondern auch als Dozentin an der Fachhochschule Vorarlberg. Regelmäßig geht sie mit den Studierenden des ersten Semesters auf Lernreise, besucht Unternehmen und Initiativen, die sich mit spannenden Fragen rund um das Thema Gestaltung auseinandersetzen. In der Radetzkystrasse 1 erzählt Isabelle Goller Frauke Kühn davon, dass nicht nur Gestaltung überall sichtbar ist, sondern auch überall Geschichten über Gestaltung verborgen liegen. Geschichten, die geerntet werden wollen, weil sie Lernerfahrungen für Studierende und die Erzählenden anbieten, die tiefer gehen als jedes Handout oder Tafelbild. Am Anfang und am Ende dieser Geschichten steht nicht selten die Frage: What if?   Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Isabelle Goller
20:33
March 25, 2022
RaumHörGeschichten Teil 2
RaumHörGeschichten Teil 2
Eine Küchenzeile aus den 60er Jahren, ein Tisch, sechs Stühle und ein riesengroßer roter Kelim – und das alles mitten auf dem Schlossplatz in Hohenems. So sah im Sommer 2021 die Outdoor-Küche des Ensembles der RaumHörGeschichten aus. Die drei jungen Autor:innen Katharina Klein, Muhammet Ali Bas und Luca Manuel Kieser sind in dieser Küche unter offenem Himmel mit Passant:innen in Hohenems in Raumgespräche gegangen.    Gemeinsam mit der Autorin Neslihan Yakut und dem Sounddesigner Florentin Berger-Monit haben sie ihre Gesprächsnotizen anschließend im writers:room in zwanzig Mini-Hörspiele verwandelt.   Unsere Hörbühne öffnet sich für die zweite RaumHörGeschichte. Wir freuen uns, dass wir das Projekt der RaumHörGeschichten gemeinsam mit den Autor:innen durchführen durften und danken dem Museumsbund Österreich, dem Land Vorarlberg und der Stadt Hohenems für ihre freundliche Unterstützung!
18:58
March 18, 2022
RaumHörGeschichten Teil 1
RaumHörGeschichten Teil 1
Eine Küchenzeile aus den 60er Jahren, ein Tisch, sechs Stühle und ein riesengroßer roter Kelim – und das alles mitten auf dem Schlossplatz in Hohenems. So sah im Sommer 2021 die Outdoor-Küche des Ensembles der RaumHörGeschichten aus. Die drei jungen Autor:innen Katharina Klein, Muhammet Ali Bas und Luca Manuel Kieser sind in dieser Küche unter offenem Himmel mit Passant:innen in Hohenems in Raumgespräche gegangen.    Gemeinsam mit der Autorin Neslihan Yakut und dem Sounddesigner Florentin Berger-Monit haben sie ihre Gesprächsnotizen anschließend im writers:room in zwanzig Mini-Hörspiele verwandelt.   Heute öffnen sich die Türen hier in der Radetzkystrasse 1 für den ersten Teil der RaumHörGeschichten. Wir freuen uns, dass wir das Projekt der RaumHörGeschichten gemeinsam mit den Autor:innen durchführen durften und danken dem Museumsbund Österreich, dem Land Vorarlberg und der Stadt Hohenems für ihre freundliche Unterstützung!
20:02
March 11, 2022
Wie Notizen aus dem öffentlichen Raum im writers:room zu Miniatur-Texten werden
Wie Notizen aus dem öffentlichen Raum im writers:room zu Miniatur-Texten werden
Was passiert, wenn man mitten in der Stadt eine Küche aufbaut und Menschen auf eine Tasse Tee oder Kaffee und ein Gespräch über den Raum einlädt? Mit Muhammet Ali Bas, Luca Manuel Kieser und Katharina Klein haben drei jungen Autor:innen das Experiment gewagt und den Schlossplatz in Hohenems in eine Outdoor-Küche verwandelt. Mit den Passant:innen gingen sie ins Gespräch über den öffentlichen Raum sowie dessen Entwicklung in ihrer Stadt und spürten dabei auch den persönlichen Geschichten nach. Aus den gemachten Notizen entstanden im Anschluss im writers:room Miniatur-Texte, die dann als Soundclips das Licht der Welt erblickten. In der Radetzkystrasse 1 berichten die Autor:innen Daniela Egger über das Projekt und erzählen davon, dass man die besten Gespräche eben in der Küche führt. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Muhammet Ali Bas Luca Manuel Kieser Katharina Klein
17:32
March 04, 2022
Was haben kreatives Schreiben und Gemüsekisten gemeinsam?
Was haben kreatives Schreiben und Gemüsekisten gemeinsam?
Das W*ORT ist ein Ort in Lustenau in Vorarlberg, an dem Kinder lustvolle Erfahrungen mit dem Schreiben und der Sprache machen. Gleichzeitig ist es ein Ort, an dem Erwachsene Kindern ihre Zeit schenken und Expertisen im freudvollen Miteinander weitergeben. Basierend auf einer Idee des amerikanischen Autors Dave Eggers und Teil eines breiten internationalen Netzwerks, öffnet sich das W*ORT seit 2014 für Kinder und die Kraft der Sprache. In der Radetzkystrasse 1 erzählt Geschäftsführerin Gabi Hampson Frauke Kühn warum es das W*ORT aktuell gemeinsam mit der Literatur Vorarlberg und dem Vetterhof in der Gemüsekiste rappeln lässt.   Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Gabi Hampson
17:13
February 25, 2022
Wie kommt ein Manuskript in den Buchhandel?
Wie kommt ein Manuskript in den Buchhandel?
In ihrem Debütroman ‚Auto‘ schickt die Vorarlberger Autorin Christina Walker beim Braumüller Verlag eine männliche Hauptfigur ins Rennen, die aus einem sehr bewegten Leben aussteigt, indem sie in ein Auto einsteigt. Ein Auto, das vor der Tür steht – und nicht mehr fahrfähig ist. Ihr Protagonist Busch, der früher Vertreter in der Buchbranche war, übt die radikale Entschleunigung. Das öffnet den Blick für kleinste Mikrokosmen des Lebens, die Christina Walker sorgsam und in feiner Sprache ausleuchtet. In der Radetzkystrasse 1 spricht die Autorin, die bereits zwei Mal mit dem Vorarlberger Literaturpreis ausgezeichnet wurde, darüber, wie ihre Figuren beim Schreiben wachsen, welchen wertvollen Rat sie von einem Lektor bekommen hat, wie ein perfekter Schreibtag bei ihr aussieht und wie es zu dem knallgelben Cover ihres Romans kam. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Christina Walker 
16:50
February 18, 2022
Wie bringt man eine Straße in ein Museum?
Wie bringt man eine Straße in ein Museum?
Anika Reichwald ist Kuratorin am renommierten Jüdischen Museum in Hohenems. Gemeinsam mit dem Direktor des Museums, Hanno Loewy, hat sie für die aktuelle Ausstellung ‚Am Rand‘ die Geschichte der Straße in Hohenems in den Blick genommen, in der aktuell das künftige Literaturhaus Vorarlberg entsteht: die Radetzkystraße. Im Gespräch mit Frauke Kühn führt Anika Reichwald uns nicht nur durch die Ausstellung, sondern erzählt uns von dem Weg, den das Team des Museums von der ersten Idee bis zur fertigen Ausstellung zurückgelegt und am Ende eine ganze Straße, ihre Geschichte und Geschichten in das Museum gebracht hat. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Anika Reichwald
19:18
February 11, 2022
Wie übersetzt man antike Frauenfiguren heute auf der Theaterbühne?
Wie übersetzt man antike Frauenfiguren heute auf der Theaterbühne?
Seit 2019 ist die Schauspielerin Vivienne Causemann Teil des Ensembles des Vorarlberger Landestheaters. Die frühen Kinderjahre verbringt sie in Namibia, nach ihrem Abitur in Tübingen zieht sie nach Wien. Ihr Schauspielstudium schließt sie am renommierten Max Reinhardt Seminar ab und sammelt seither Erfahrungen am Theater und im Film. In der Radetzkystrasse 1 spricht sie mit Daniela Egger über ihre Bühnenreife, die sie in der Hälfte der Studienzeit erlangt hat, über den Bechdel-Test, darüber, wie sie antike Frauenfiguren heute auf der Bühne in die Übersetzung bringt und wie wichtig es ist, dass ein Text Veränderung auch will.   Herzliche Dank für das feine Gespräch: Vivienne Causemann 
17:32
February 04, 2022
Warum sich Literaturkritiker Stefan Gmünder als Anwalt für Texte betrachtet
Warum sich Literaturkritiker Stefan Gmünder als Anwalt für Texte betrachtet
2021 erhält Stefan Gmünder den österreichischen Staatspreis für Literaturkritik. In der Laudatio wird er als unbestechlicher Leser beschrieben, der immer auf Augenhöhe mit der Literatur und niemals im Sinne einer Eitelkeitsschau agiert. Von 2015 bis 2019 war der Autor und Kritiker Juror beim renommierten Bachmannpreis und bringt mit den von ihm vorgeschlagenen Autorinnen Tanja Maljartschuk und Birgit Birnbacher zwei Preisträgerinnen hervor. Gemeinsam mit Martin Prinz, Eva Schmidt und Dana Grigorcea brachte er das Format ‚Journal des Scheiterns‘ in die Kegelbahn des künftigen Literaturhauses Vorarlberg. Mit Frauke Kühn spricht er darüber, was einen Text für ihn als Kritiker interessant macht, was Literatur und Fußball gemeinsam haben und warum er sich eher als Anwalt denn als Kritiker versteht.   Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Stefan Gmünder
18:08
January 28, 2022
Wie küsst man eine Villa wach?
Wie küsst man eine Villa wach?
Ein sensibler Umgang mit historischer Bausubstanz ist für Architekt Ernst Waibel eine Herzensangelegenheit. In Hohenems zeichnet er aktuell mit der Projekt- und Quartiersentwicklung von Markus Schadenbauer für die Sanierung der Villa Iwan und Franziska Rosenthal verantwortlich. Damit revitalisiert er das Gebäude in der Radetzkystraße, in das 2024 das künftige Literaturhaus Vorarlberg einziehen wird. Gemeinsam mit Daniela Egger blickt er auf seinen Schreibtisch, erzählt von einer Villa und ihrem Dornröschenschlaf, von einem japanischen Schrifträtsel und von der Zukunft der Radetzkystraße.   Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Ernst Waibel
15:38
January 21, 2022
Was kann Literatur im öffentlichen Raum?
Was kann Literatur im öffentlichen Raum?
Yes O do please stop! So lautet der Titel der literarischen Intervention der Vorarlberger Autorin und Künstlerin Sarah Rinderer in der Joyce-Passage in Feldkirch. Die Vorarlberger Literaturpreisträgerin setzt sich im Rahmen unseres Projektes #feldkirchenjoyce auf ungewöhnliche Weise mit dem Ulysses auseinander. In der Radetzkystraße 1 spricht sie mit Frauke Kühn über die Schwierigkeit zum Punkt zu kommen, über die Melodie der Satzzeichen und von der besonderen Atmosphäre in Island.   #feldkirchenjoyce ist ein Kooperationsprojekt von literatur.ist mit der Stadt Feldkirch und der Literatur Vorarlberg. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Sarah Rinderer  
17:52
January 14, 2022
Warum kreatives Schreiben in der Schule wichtig ist
Warum kreatives Schreiben in der Schule wichtig ist
Wie klingt dein Lieblingsplatz in deiner Stadt? Was gibt es dort jetzt oder zukünftig in deiner Vorstellung zu sehen, zu hören, zu riechen? Welche Geschichte kommt an deinem Lieblingsort ins Rollen? Ausgestattet mit diesen Fragen und einem Hohenemser Stadtplan sind Autorin und Schreibpädagogin Ruth Schmiedberger sowie der Autor und Vorarlberger Kulturpreisträger Amos Postner gemeinsam mit 24 Schüler:innen der Klasse 3b der Mittelschule Hohenems Herrenried auf den Weg gegangen. Direkt an ihren Lieblingsplätzen zückten die Jugendlichen Stift und Papier und ließen sich von beiden Autor:innen über spielerische Methoden zum kreativen Schreiben einladen. In der Radetzkystrasse 1 erzählen Shalimar und Oliver, Amos Postner und Lehrerin Elisabeth Märk vom Projekt Stadtflüstern, von den Schreibanfängen eines späteren Kulturpreisträgers und davon, warum kreatives Schreiben in der Schule so wichtig ist.   Herzlichen Dank für das feine Gespräch:   Amos Postner Mittelschule Hohenems Herrenried
17:32
January 07, 2022
Wie zeichnet man eine Emotion?
Wie zeichnet man eine Emotion?
Lena Seeberger ist Grafikerin und Illustratorin und für das künftige Literaturhaus Vorarlberg hat sie sich zum ersten Mal auf dafür gewinnen lassen, eine grafische Mikro-Geschichte in Form eines Daumenkinos zu erzählen. Sie macht damit den Auftakt zu einer Serie von insgesamt neun Mini-Erzählungen, die sich in den nächsten drei Jahren um das historische Haus, die Sprache und Literatur ranken werden. Traumwandlerisch lässt Lena Seeberger ihre Figur in die Literatur und das Literaturhaus eintauchen und lässt eine ganz besondere unendliche Geschichte entstehen. Mit Daniela Egger spricht sie über den Weg vom weißen Blatt zur fertigen Geschichte, wie man Emotionen zeichnet, und über die Wirkung von Schriftbildern. Herzlichen Dank für das feine Gespräch: Lena Seeberger Daumenkinos bestellen unter: office@literatur.ist
16:12
December 31, 2021
Wie schreibt man Kinderbücher?
Wie schreibt man Kinderbücher?
Antonie Schneiders Kinderbücher werden in zwölf Sprachen übersetzt und von der NZZ ebenso rezensiert, wie von der New York Times. 2020 war die deutsche Lyrikerin und Kinderbuchautorin Teil unseres Briefprojektes Cara Roberta. 2021 erzählt sie in der PAULA, dem literarischen Begleiter der Stadt Feldkirch, von ihrem abenteuerlustigen Onkel, dessen Lebensweg von München über Amerika schließlich nach Vorarlberg führt. In der Radetzkystraße spricht sie mit Frauke Kühn über kleine Menschen und große Fragen, über eine schicksalshafte Begegnung am Flughafen Tiflis und über das Glück der Neugier.   Herzlichen Dank für das feine Gespräch:   Antonie Schneider
17:42
December 22, 2021
Radetzkystrasse 1 - Trailer
Radetzkystrasse 1 - Trailer
Radetzkystrasse 1 ist der Podcast des künftigen Literaturhauses Vorarlberg. Hier sprechen wir mit Gästen, die eng oder auch erst auf den zweiten Blick mit der Literaturlandschaft verbunden sind. Gemeinsam mit ihnen blicken wir hinter die Kulissen des Literaturbetriebs und erzählen das spannende Making Of des Literaturhauses in der Radetzkystraße 1 in Hohenems.
00:59
December 13, 2021