SoziFon - aus dem Leben eines digitalen Sozialunternehmers

SoziFon - aus dem Leben eines digitalen Sozialunternehmers

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By Marc Hasselbach
Spannende Themen, interessante Gäste und neue Ideen
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Lösen von kreativen Blockaden - Das White Paper Syndrom
 In kreativen Prozessen ist es so, dass ein inneres Bild von Etwas nach Außen soll. Eine #Idee, ein Projekt, ein #Contentplan sind solche Etwasse. Wenn wir aber #Blockaden  haben, dieses innere Bild, diese Idee nach Außen zu transportieren,  verzweifeln viele kreativ Schaffende. Was ist das was uns blockiert und  wie stellen wir es ab? 
11:10
January 22, 2019
Wer bin ich? Die Suche nach dem neuen Ich
In der heutigen Episode 303 möchte ich über mich sprechen. Die Talsohle die ich zurzeit durchlebe und die notwendigen Schritte kennzeichne die mich immer wieder zur Frage bringen: Wer bin ich?
19:39
December 10, 2018
Verletzlichkeit - Die Superkraft aus dem Innen
In einer Welt, die von leistungsorientierten Maßstäben beherrscht wird, erscheint Verletzlichkeit oft als Schwäche. Verletzlichkeit - was ist das? Wie geht man damit um? Verletzlichkeit ist zum einen die Grundvoraussetzung und die Grundtatsache menschlichen Lebens. Verletzlichkeit ist aber auch eine Persönlichkeitseigenschaft. Verletzlichkeit macht uns stark und selbstsicher, weil es uns die Angst vor unseren Schattenseiten nimmt. Wenn wir zu unseren Schwächen und Ängsten stehen, fürchten wir uns weniger davor, von anderen dafür verurteilt zu werden. Wenn ich mich verletzlich mache, öffne ich mich emotional, lerne meine Schattenseiten kennen, bin ehrlich zu mir selbst und mache mein Selbstbild nicht von anderen abhängig. Ich zeige mein Innerstes und kann damit leben, wenn es anderen nicht gefällt. #Verletzlichkeit #Lösung #Abgrenzung
19:24
October 25, 2018
Umgang mit destruktiver Kritik
In so gut wie jedem Job brauchen wir Kritik. Kritik ist wichtig um sein eigenes Tun zu reflektieren, daran zu wachsen und schlussendlich zu lernen mit verschiedenen Situationen umzugehen. Als Kommunikation über Probleme bildet Kritik eine unverzichtbare Voraussetzung dafür, dass Probleme behoben werden können. Da niemand seine Handlungen gern in Frage gestellt sieht, wird sie vom Empfänger meist als unangenehm empfunden. Umgekehrt erteilen Menschen auch ungern Kritik, weil sie wissen, dass diese kaum willkommen ist. Die erlernte Fähigkeit, Kritik nicht als Angriff gegen die eigene Person, sondern als nützlichen Hinweis für Handlungsverbesserungen aufzunehmen, und die erlernte Fähigkeit, Kritik so zu üben und zu formulieren, dass sie, anstatt zu kränken, im Gegenteil motiviert, wird als Kritikkompetenz bezeichnet. Sie gilt somit als eine Komponente der allgemeineren Sozialen Kompetenzen. (Wikipedia) Destruktive Kritik erniedrigt, diskreditiert und verletzt Menschen. Im Gegensatz dazu verbessert und unterstützt konstruktive Kritik ein bestimmtes Verhalten, ohne die Person anzugreifen. Das Selbstwertgefühl bleibt dabei unangetastet. Wie aber gehen wir mit destruktiver Kritik um? Destruktive Kritik wird selten direkt ausgesprochen oder kommt nachträglich per Post. Erste Reaktion: Verteidigung * Verletzungsreaktion / Vernichtungsreaktion * Das San Franzisco Prinzip Zweite Reaktion: Sie glauben es und richten die Kritik gegen Sich * "Erfolgreiche" Handlungsmuster aus der eigenen Biographie * Trinken, Drogen, Sex, Essen, Kaufen, Wut, --> Sich weg machen / Nicht spüren * Wichtig hierbei: Kränkungen machen krank - dauerhafte Kränkungen machen dauerhaft krank Neue Wege aus der destruktiven Falle 1. Verzichten Sie darauf sich zu verteidigen, atmen Sie tief durch und trinken Sie 1 Liter Leitungswasser auf ex 2. Eine Minimalaufstellung Holen Sie sich 3 DIN A4 Blätter Papier und einen Stift Ich | Die Kritik | Person XY Wer ist der/die Kritiker_in? Was will Sie/er? Wie fühlt Sie/er sich? Was hat es mit Ihnen zu tun? 3. Die 4-Finger Methode Für jede destruktive Kritik gibt es drei Komplimente für andere Menschen
15:53
October 15, 2018
Er ist einer von uns
Ein Leben ohne Zugehörigkeit ist kein Leben, habe ich mal gehört. Zugehörigkeit ist aber nicht nur das mitschwimmen in einer Gruppe, es ist etwas Essentielles. Zugehörigkeit ist ein Grundbedürfnis. Ich war neulich beruflich in einer Suchthilfeeinrichtung, konnte dort mit den Rehabilitandinnen Mittagessen und hörte von einer jungen Frau den Satz: "Er ist einer von uns", als sie eine andere Rehabiltandin mich schräg anschaute. Ach ja? Bin ich einer von Ihnen, von Euch? Dieser Satz ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Er brannte sich richtig ein und vermischte sich mit anderen Fragen in meinem Inneren. Ich wurde auf die vielen Brüche aufmerksam die mein Leben durchziehen. Brüche, wo Menschen sich von mir, ich mich von ihnen oder wir uns voneinander entfernt haben oder eine Situation eintrat die alles zerbrach. Dieser Satz hallte in mir und ließ mich nicht mehr schlafen. Bis heute!
16:25
October 9, 2018
Sendungsbewusstsein
Es ist kurz vor 300, die für mich magische Episodenanzahl. So kurz vor dieser Zahl ist etwas passiert, ja es ist eigentlich schon seit längerem, dass mir die Themen bei SoziFon schwer fallen. Es fällt schwer zu moderieren, zu recherchieren und auch motiviert dahinter zu stehen ist schwer geworden. Ich suche nach Auswegen, suche nach Lösungen und bekomme auf einmal ein Feedback zu meiner letzten Videoepisode die mich wie ein Hammer trifft. Was habe ich für ein Sendungsbewusstsein? Was will ich? Was ist SoziFon?
14:32
September 14, 2018
Energiemanagement im Sozialen Bereich
In helfenden Berufen wie der Sozialen Arbeit ist man unablässig damit beschäftigt Energie zu verteilen. Wir schenken den Klienten, den Kunden oder Rehabilitanden Aufmerksamkeit und geben somit meist Energie an sie ab. Es ist dabei egal ob es Kleinten sind, es sind die Menschen und die Dinge die uns Energie rauben oder seltsamerweise auch geben. Wie aber gehen wir in der Sozialen Arbeit damit um? Wie haushalten wir in unserem Alltag, im oft chaotisch zugehenden Arbeitsalltag? Ich hoffe mit diesem Video einige inspirierende Tipps für all die Fachkräfte in helfenden Berufen zu geben, die ihre Energie ungerichtet verteilen. Meine Angebote: https://www.entwicklungsbuero.org/
17:50
September 4, 2018
Selbstständigkeit im Sozialen Bereich
Immer wieder werde ich auf die Selbstständigkeit im Sozialen Bereich angesprochen. Wo kann man arbeiten und was sind die finanziellen Möglichkeiten, sind die häufigsten Fragen. In dieser Sechsteiligen IGTV Serie möchte ich Fachkräften der Sozialen Arbeit Mut machen sich diese Art der Arbeit mal durch zu denken (und spüren). 🚦🚀🌞🌚☔🔥🌏🏗🌅🏘 #digitalesozialearbeit #sozialearbeit #selbständigkeit #freiheit
23:19
August 27, 2018
Was kommt nach dem hustle
Wir arbeiten, wir sind geschäftig, wir gründen Start Ups und haben 4 Kinder, Hund und eine glückliche Partnerin oder Partner. Wir "husteln" uns einen ab und feiern die Erfolge still und heimlich bei Instagram mit dem Hashtag #hustle. Gary Vaynerchuk, US Social Media Pionier, prägt den Begriff des hustelns seit einiger Zeit auf allen gängigen Social Media Plattformen: Real hustle is deploying your energy in an actionable way toward the pursuit of some goal. Ansich ist dem husteln ja nichts entgegenzusetzten, was jedoch nicht bedacht wird bei der ganzen Hustlerei ist, das Ausmaß und die Folgen einer extrinsischen Motivation. Sind wir von aussen motiviert, entsteht sehr schnell Stress und Überfordeung und nicht der coole Hustle Flow. Dann wirds schnell pathologisch. #wursteln #WurstelChallange
13:02
August 22, 2018
Sozialarbeitswissenspeicher
Wenn man die Arbeit der letzten drei Tage auf eine #Soziale #Einrichtung oder ein #Projekt transferiert, muss man sagen: Wir haben mit 50 Personen die nach #Bachelor Arbeit und #Seminaren am Ende des #Studiums sind und für neuartige Dinge in dieser Phase kaum #Motivation haben, #Content für ein Jahr produziert. Wenn das jetzt automatisiert über die Webseite, zeitgesteuert veröffentlicht wird kann man sich um neuen Content kümmern oder den aktuellen optimieren. Das alles mit den denkbar schlechtesten #Laptops, zu wenig #Mikrofonen, #Handykameras und alles mit #Opensource Software die bis dato unbekannt war. Und dazu im #Sommer, wo man auf Instagram und Facebook nur #Urlaubsfotos sieht und alle im #Freibad hängen. Das ist eine Sensation. Ganz ehrlich
07:03
August 18, 2018
Der Umgang mit Tod und Verlust
Das Thema Sterben, Tod und Trauer ist eines der unbeliebtesten Themen überhaupt. Wir sprechen kaum darüber noch lesen wir viel in der gängigen Presse. Tagtäglich sterben aber Menschen in unserem nahen oder fernen Umfeld. Wir haben entweder einen emotionalen Bezug zu der Person oder nicht, wir gehen zur Beerdigung oder nicht, wir trauern oder eben nicht. Menschen die ihre Kinder verloren haben wird ein besonders schwerer Schmerz, eine besonders traumatische Trauer zugeschrieben. Wie gehen wir aber damit um? Wie gehen wir persönlich mit Schicksalsschlägen um die nichtmal rational erfassbar sind? ...Der Tod ist das Absolute, das Nichtdiskutierbare im Leben ...
26:00
August 7, 2018
Darknet & Soziale Arbeit - Teil 2
Der zweite Teil der kurzen Serie über das Darknet und die Soziale Arbeit. Ich gehe den zentralen Fragen weiter nach und versuche auf alles fachgerecht einzugehen. Die Fragen die mich durch den gesamten Prozess begleitet haben: Wer kommuniziert im Darknet mit welchen kulturellen und digitalen Codes? Wo können solche Fragen offen diskutiert werden (z.B. in Abgrenzung zu Facebook, Twitter)? Wo wird diese Frage fachlich begleitet? Kann und soll Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession (Staub-Bernasconi) das Darknet „beleuchten“? Kann es Aufgabe Sozialer Arbeit sein, im Darknet Stimmen von „Subalternen“ (Spivak) wahrzunehmen und ggf. zu verstärken oder bewusst zu widersprechen? Wie und in welchen Dimensionen materialisiert sich Migration im digitalen Rückzugsraum Darknet?
14:11
July 27, 2018
Energetische Verantwortung für deinen Content
Seit knapp 300 Episoden produziere ich Content für meinen Podcast, seit 10 Jahren schreibe ich immer wieder Blogartikel und ab und zu produziere ich ein Video oder Foto. Trage ich für diesen Content dann eine Verantwortung? Ist es meine Sache, was das bei den Hörern oder zuschauern auslöst? Heute morgen hatte ich ein krasses Erlebnis diesbezüglich. Ich scrollte so auf Instagram durch und kam zu nem Bild von nem Kind auf einem Friedhof. Darunter ein Text über Kinder und die geistige Welt und ein Link zu nem Podcast. Dazu waren ca 40 Kommentare dabei und Antworten des Bilderstellers. Die Antworten waren sehr oberflächlich und maximal drei Worte lang, sowas wie "viel Kraft". Die Kommentare waren überraschend offen zum Tod ihrer Kinder. Was dann passierte war ein Schwall Schwere irgendwie aus meinem Handy in mich rein...ich musste weinen und spürte dass der Schmerz nicht meiner ist.... Da kam mir die Frage auf, wieviel Verantwortung trage ich als Person, energetisch, für meinen Content?
13:40
July 4, 2018
Blockchain, Sozial Media und die Soziale Arbeit
Seit einiger Zeit macht eine neues Social Media "Plattform" von sich reden. Sie sei neu und funktioniere ganz anders. Alles läuft dezentral, nichts kann gelöscht werden und alles ist transparent. Alles ist Blockchain. Die Rede ist von Steemit. Steemit ist eine auf Blockchain basierte Social Media Plattform die für Soziale Projekte oder für viele Organisationen der Sozialen Arbeit durchaus interessant sein könnte. Die Idee eines dezentralen und gegen Zensur-Bestrebungen resistenten Medien-Netzwerkes wurde im März 2016 als White Paper veröffentlicht. Die Grundidee ähnelt Blog-Plattformen wie Reddit. Im Gegensatz hierzu werden Inhalte in einer Blockchain gespeichert. Dies ermöglicht es, Autoren von Kommentaren und Posts mit einer Kryptowährung zu belohnen. Steemit erlaubt es, Texte und Bilder hochzuladen. Anderer Multimediainhalt wird anderweitig hochgeladen und verlinkt - Videos beispielsweise per DTUBE.
28:35
June 29, 2018
Meine größte Herausforderung steht bevor
Vom 21. bis 23. Juni 18 fand an der Technischen Hochschule Köln die 18. internationale Migrationskonferenz statt und mein Abstract „Ist es richtig eine Frau zu schlagen?“ Eine Recherche des Podcast Sozifon zum Thema Darknet und Soziale Arbeit wurde für einen Workshop angenommen. Ich hatte damals keine Ahnung was im Jahr 2018 alles an fachlicher, emotionaler und schmerzlicher Erfahrung auf mich zukommen sollte. Der Tod meine Sohnes überschattete die Zusage, das Weitermachen und auch die Konzentration auf den bevorstehenden Termin. Die Google-Suche zu „Darknet und Migration“ ergibt auf Anhieb 224.000 Webseiten. Bei genauerer Betrachtung sind viele der dort aufgelisteten Links von einer Terrorfrage flankiert. Der eingereichte Beitrag befasst sich mit der Recherche des Podcasts Sozifon für eine Serie zum Thema Darknet & Soziale Arbeit im Sommer 2016. Vor dem Hintergrund der Lebenswelt- und Sozialraumorientierung (Thiersch, Hinte) steht die These, dass in einer verne
16:23
June 25, 2018
Der entsorgte Vater
Es war lange still hier auf dem Kanal und ich möchte den Raum nutzen um einige Dinge klarzustellen. Vor allem, wieso es so still hier war und was dies mit meinem Kinobesuch gestern Abend zu tun hat. Der Titel des gestrigen Films war "Der entsorgte Vater". Eine Dokumentation über Väter in Deutschland die, das gleiche Schicksal hatten wie ich. Auch sie kämpften darum ihr Kind zu sehen, es lieben zu dürfen oder einfach nur um Hallo sagen zu können. Jeder dieser Männer hatte eine andere Biographie, andere Motive und einene anderen Weg. Was alle verband (auch mich irgendwie) war die Tatsache, dass Mütter in Deutschland alles tun und lassen können was sie wollen um den leiblichen Vater zu zerstören, wenn sie (die Mütter) die beabsichtigen. Die Dokumentation deckt sich mit meinen Erfahrungen wie Jugendämter und Gerichte, wie SozialarbeiterInnen und Psychologen, wie alle, das ganze System in einen menschenverachtenden Strudel gezogen werden dessen Ziel es scheint den Mann, den Vater zu vern
17:29
May 19, 2018
Alles auf Krypto
Ich hatte es ja schon auf Instagram kurz angekündigt, dass ich zur Zeit aufgrund meiner Videoaktivitäten nach einer passenden Plattform Ausschau halte. Youtube kommt einem dabei sofort in den Sinn, bei Audioinhalten natürlich iTunes etc. Ist alles nice und toll aber das zieht mich irgendwie nicht so hinterm (nicht vorhandenen) Ofen raus. Nach einem Tipp, habe ich mir mal D.Tube angeschaut, kam dann zu Steemit und weiter zu DAudio. Was? Was geht jetzt? Die gennanten Plattformen sind neu und basieren all auf der Blockchain Technologie, sind somit dezentralisiert und bieten eine attraktive Monetarisierungsfunktion für alle an. Aber hört einfach rein
17:14
March 14, 2018
Wie ich clean wurde
Es ist immer die zentrale Frage gewesen wenn ich das Thema clean leben angesprochen hatte. Es ist immer die gleiche, verwaschene Antwort von mir auf die Frage wie ich clean geworden bin. War es die Therapie, die Location, die Menschen, der therapeutische Prozess? Was hat mir wirklich geholfen und mich nach vorne gebracht? Ich möchte heute mit der Suchthilfe Miniserie abschließen. Ich möchte euch mein Fazit erzählen. Ich möchte einen kleinen Einblick in meine Innenwelt geben, was mir wirklich geholfen hat.
29:00
February 28, 2018
Suchtselbsthilfe
Selbsthilfe ist eine spannende Sache. Sich selbst, sich gegenseitig zu helfen liegt scheinbar in unserer Natur (es gibt natürlich Ausnahmen). Im Suchthilfesystem ist die Selbsthilfe eine wesentliche Stütze. Von Medizinexperten oft, ja fast immer belächelt, aber irgendwie scheint das was die da machen zu helfen. Bei "Selbsthilfe" hatte ich immer Strickpollunder, Hornbrillen und Männer mit Schnautzbärten die über ihre sexuellen Probleme reden, im Kopf. Da sitzen dann Erwachsene im Kreis (im Stuhlkreis) bei Tee und Keksen und reden über Suchtdruck oder was? Was machen die da jederw Woche und ist das überhaupt hilfreich?
18:19
February 21, 2018
Clean leben
Vor fast genau einem Jahr war eine schwierige Situation für mich und meine Familie. Ganz plötzlich in unser Leben getreten hat Es versucht zu zerstören. Ich habe mich für eine Zeitspanne entschieden dem inneren Druck nachzugeben. Ich war rückfällig. Es sind einige SoziFon Episoden vergangen, manche sagten mir, dass die Suchtthemen von mir nun ausreichen, andere schrieben dass sie gern mehr hören möchten. 1 Jahr clean, 1 Jahr trocken. Ich versuche aufgrund der letzten Episode nochmals in mich rein zu horchen und neue Ideen dafür zu finden was clean sein bedeuten könnte.
20:50
February 14, 2018
Suchthilfe - Im Gespräch mit Dr. Dirk Kratz
Sucht, Abhängigkeit oder genauer gesagt die Suchthilfe soll Thema im Februar sein. Für das heutige Gespräch habe ich Dr. Kratz vom Therapieverbund Ludwigsmühle per Skype eingeladen. Dirk und ich waren Stipendiaten der Friedrich Ebert Stiftung und latent über Social Media immer wieder in Kontakt. Er arbeitet als Geschäftsführer beim Therapieverbund Ludwigsmühle und hatte mir vorab schon erzählt, dass sich was in der Suchthilfe bewegen müsse. Wir sprechen über Entwöhnungstherapie, verstaubte Konzepte und eine Abstinenzbild das scheinbar auch in die Jahre gekommen ist. Dirk ist in Action, das habe ich gemerkt.
00:00
February 7, 2018
Systemwechsel - Im Gespräch mit Isabel Hundt
Vor kurzem saß ich im Bus und hörte den US amerikanischen Podcast EOFIRE von John Lee Dumas und war wie geflasht von der Geschichte die ich dort hörte. Isabel Hundt war mit ihm im Gespräch und sie berichtet von ihren deutschen Wurzeln, ihren Traum mit 12 Jahren und die Entscheidung in die USA zu migrieren und noch vielem mehr. Mich hat Isabels Geschichte fasziniert und schrieb sie kurzerhand an ob sie Lust auf ein Gespräch auf deutsch hätte. Isabel erzählt in dieser Episode eine bemerkenswerte Geschichte über ihre Gefühle, die damaligen DDR, dem Wechsel in die BRD und dann in die USA. Isabel ist heute verheiratet, Mutter und erfolgreiche Speakerin und Coach. Sie hat die Fähigkeit, Farben bei Menschen wahrzunehmen (nein, nicht die Aura ;) ). Es ist Isabels erstes Interview auf deutsch und mein erstes Interview in die USA. Viel Spaß :D
1:00:10
January 31, 2018
Tola und das Coffee bike
Neulich war ich mir das neu renovierte Shopping Center in Ravensburg anschauen und habe was faszinierendes entdeckt. Da stand Tola mit einem E-Coffee-Bike im Eingangsbereich des Gänsbühl Centers in Ravensburg. Jung, dynamisch, ein super Service und einen exzellenten Kaffee. Wir kamen ins Gespräch über dieses Geschäftsmodell, wieso sie das alles macht und was ihre drei Kinder damit zu tun haben. Ich habe recht spontan eine junge Frau kennen gelernt die ohne Klimbim ein Herzensprojekt für sich verwirklicht hat. Respekt Tola & Familie!!!
20:00
January 24, 2018
Mobil podcasten mit Heike Stiegler
Immer wieder lernt man neue Menschen kennen. Ob online oder offline, ob beruflich oder privat, die eigenen Netzwerke verändern sich. Ich habe auf Anchor Heike Stiegler kennen gelernt und habe sie sporntan zum Interview eingeladen. Heike podcastet auch und hat sich darüber hinaus auf mobiles podcasten spezialisiert. Ob auf dem Weihnachtsmarkt in Nürnberg oder per Instagram Livestream im Fachgespräch, Heikes Angebote überzeugen mich. Wir sprechen über ihren Weg zum podcasten, zu Social Media und hin zum Moggerla.
48:39
January 17, 2018
EAT, MOVE, FEEL – Der Mind-Detox-Plan für den Körper und das Leben deiner Träume
Wenn du auf der Suche nach einer neuen Diät oder dem nächsten Workout-Plan bist, dann rate ich dir, ein anderes Buch zu kaufen. Denn „EAT, MOVE, FEEL – Der Mind-Detox-Plan für den Körper und das Leben deiner Träume“ zielt nicht darauf ab, dass du dir die letzten überflüssigen Pfunde abstrampelst oder runterhungerst. Dieses Buch verspricht dir vielmehr eines: Dass du den Körper deiner Träume neu definieren lernst – und ihn Realität werden lässt. Ganz ohne Hungern. Versprochen. Wir leben in einer Welt des ständigen Vergleichens und Optimierens. Wir vergleichen unsere Körper, unsere Häuser, Autos, Partnerinnen und Partner. Wir vergleichen und erhoffen uns Freude oder Glück durch diesen Vergleich, doch meist finden wir nur Schmerz. Annika Maier hat dies erkannt und sich in ihrem ersten Buch mit diesem Wahn auseinandergesetzt. Ein junges Buch, eine junge Autorin die von ihren Vergleichs-Erlebnissen berichtet. Annika ist studierte Soziologin und von ihrem Wesen jemand der Wirkung in d
36:08
January 10, 2018
Wohgefühl - plastikfrei und unverpackt
Bis neulich habe ich mir über Verpackung meiner Lebensmittel wenig bis gar keine Gedanken gemacht. Höchstens die Menge an Verpackung war bisher interessant. Ich sah eine Reportage über die Thematik im Fernsehen und kurz drauf eine junge Frau die einen Laden gegründet hat, der keine Verpackungen nutzt. So Oldschool-Hippie-Öko dachte ich erst. Dann erhielt ich die Info, dass in Ravensburg ein ebensolcher Unverpacktladen entstehen soll oder schon irgendwo exisiert. Er existiert!!! Und ich habe mich mit Alicia Dannecker getroffen und ein spontanes Gespräch über ihre Gründung geführt.
27:17
January 3, 2018
das Jahr der Positiven Devianz
Die Jahresrückblicksaison ist schon seit geraumer Zeit eröffnet stelle ich fest. Man kann die gekommene Zeit der Jahresrückblicke fast gleichzeitig mit den ersten Dominosteinen in den Discounterregalen erkennen. Ich hab mir also besagte Dominosteine gekauft und wage meine Rückschau des Jahres. Es war turbulent und zwar so, dass ich sogar meinen Nachnamen verloren hatte. Aber was hat das mit der positiven Devianz zu tun? Bin ich positiver Abweichler und worin weiche ich ab? Ich sage Dankeschön für ein wahnsinniges Jahr 2017 mit Euch Hörern! Danke an die Unterstützer, Spender, Kunden und Menschen die an mich und meine Arbeit glauben. Danke an die vielen Zweifler und Ausreder, die es fast geschafft hätten ;). Danke an Daniela, dass Du jeden Scheiss mit mir mitmachst Danke an Hanna, dass Du mir zeigst was wirklich wichtig ist Danke an Julian, dass Du mich stets vor neue Herausforderungen stellst Für den inspirierenden nationalen Content 2017 danke ich: Pfarrer Hans Spiegl
48:37
December 27, 2017
Seien Sie JETZT glücklich
Gerade jetzt vor Weihnachten nimmt bei den meisten der Stress zu. Es ist auch die Zeit, sich langsam Pläne für 2018 zu machen und neue Ziele festzulegen wo es denn hingehen soll. Bei all dem Alltag, den Zielen und Plänen vergessen wir leider oft das Jetzt, die Gegenwart. Das Jetzt ist das Einzige, was wir wirklich wahnehmen und doch hetzen wir Zielen hinterher die uns nach Erreichen der selbst auch glücklich machen soll. Diese Ziele machen uns nur selten glücklich! Sie sind so flüchtig und nichtssagend ohne ein Jetzt. Aber wenn ich durch die Stadt laufe, höre ich sehr häufig: "..wenn die Kleine dann groß ist, dann...", "..Wenn ich das Studium fertig habe, dann...", "Wenn ich gesund bin / erst wenn ich wirklich krank bin, dann... ". Das Jetzt ist uns irgendwie abhanden gekommen.
15:52
December 20, 2017
Capoeira minha vida
Vor fast genau 15 Jahren begann mein Weg des Capoeirista. Nichts mache ich länger im Leben. Keine Beziehung dauerte länger, kein Job oder irgendwas anderes. Capoeira könnte man alszentrale Konstante in meinem Leben sehen. In Vorträgen sagte ich manchmal, Capoeira sei der Garant für mein abstinentes Leben. Ich weiß nicht ob das stimmte. Nun in 15 Jahren ist so vieles geschehen. Ich war 6 Monate in Brasilien mit fast keinem Geld und nur einem Hin- und Rückflugticket. Ich wurde Trainer, Instrutor und irgendwann Professor. Wir gründeten Zweigstellen und hatten Auftritte. Ich trainierte bei faszinierenden Meistern und tauchte in diese Welt ein. Ich war auf verbotenen Candomble Zeremonien und lernte Flickflacks und Saltos (mit knappen 110kg). Capoeira war mein Leben. Aber vieles hat sich verändert, hauptsächlich ich mich selbst. Nun scheint ein Ende gekommen.
25:20
December 14, 2017
Elsagate, Suizid und Golden Shower
Es könnte manchmal so schön sein, so ruhig und geregelt. Es könnte sogar so sein, dass man seinen Kinden ein Tablet gibt und die neue YouTube Kids App vorbehaltlos startet. Es gibt Jugendmedienschutzstaatsverträge, FSK und Communityrichtlinien noch und nöcher. Und doch schaffen es skurrille Gestalten, einem computergenerierten Animationsvideo fast 50. Mio Views zu verschaffen, obwohl der Inhalt jugendgefährdend, verstörend und wertetorpedierend ist. #Elsagate ist ein Begriff der für dieses Phänomen steht. Verstörende Kindervideos die von Kanibalismus über Fetisch, Nudismus und kranke Doktorspiele jeglichen Abgrund zeigen.
15:43
December 12, 2017
[Adventszeit] Kann man ein soziales Prototypenbusiness skalieren?
Der Marc macht schon wieder was Neues! So oder so ähnlich beginnen immer wieder Gespräche mit Bekannten wenn es um meine beruflichen Pläne geht. Was istd as Neue und was habe ich vor? Neulich erst schrieb ich über einen Digialen Kurs den ich erstelle und der für Fachkräfte aus dem Sozialen Bereich für irgendwas gut sein soll. Nun die Info, dass was anderen neues am Start ist. Was ist da los und ist das alles nur heiße Luft? Ich möchte heute ein bisschen Licht ins Dunkel bringen, also soweit es überhaupt Licht braucht um das was da gerade am entstehen ist zu erhellen. Ich möchte euch von der Projektidee "DigitaleSozialeArbeit" erzählen. Mich erwärmt das und es passt zum Hashtag der Adventszeit: #waswirklichwärmt
25:14
December 7, 2017
[Adventszeit] Ist es okay eine Frau zu schlagen?
Wenn wir diese Frage lesen, entrüstet sich etwas in uns. Was soll so eine bescheuerte Frage? Was soll so eine Frage von einem Sozialarbeiter? Es ist natürlich nicht ok dass man Frauen schlägt! Und doch sind bundesweit unzählige Fachkräfte im Sozialen Bereich mit dieser Frage konfrontiert. Menschen aus anderen Kulturen kommen in unser Land und haben diese Frage komischerweise auch. Nur, wo wird diese Frage denn wirklich offen und ehrlich, ja vielleicht sogar schonungslos diskutiert? Kann ich diese Frage auf der neuen Caritas Facebookseite erfragen und dort diskutieren? Kann ich da ein schönes Instagram Bildchen posten und hoffen das eine rege Diskussion entfacht wird? Gehe ich in eine Selbsthilfegruppe für anonyme Gewalttäter? Gehe ich zur Polizei, zum Streetworker, zur UMF Fachkraft oder vielleicht doch ganz woanders hin? Dorthin wo mich alle verstehen...
11:30
December 5, 2017
[Adventszeit] Feedback muss man annehmen können
Heute war das Ende der Kultur, Ästhetik und Medien Vorlesung. Der letzte Tag in diesem Modul. Für mich ist das immer ein ganz besonderer Tag. Resümee, Rückblick, Ausblick und vor allem Feedback. Als Dozent ist ein konstruktives, ehrliches Feedback lebenswichtig, habe ich in den letzten Jahren feststellen dürfen. Bisher habe ich die Feedbacks dazu verwendet meinen Kurs zu optimieren, meinen Stil zu verfeinern und das Thema Augenhöhe neu anzugehen. Heute war nun die Zeit um von allen 75 Studierenden schriftliche Feedbacks bezüglich des Moduls und meiner Rolle als Dozent einzufordern. 75 Feedbacks in Schriftform können auch einen gestandenen Professor wie eine geschliffene Axt fällen wenn die angesprochenen Punkte einen "Knopf drücken". So war's dann auch bei mir.
10:27
December 4, 2017
[Adventszeit] Ein Zeichen
Vor langer Zeit saß ich mit einigen Menschen zusammen, wir gaben uns die Hände und ich sagte: " Gib Frieden Herr, gib Frieden, denn trotzig und verzagt hat sich das Herz geschieden von dem was Liebe sagt. Gib Mut zum Hände reichen, zur Rede die nicht lügt und mach aus uns ein Zeichen dafür, das Liebe siegt." und wir aßen unser Mittagessen am 1. Advent.
05:56
December 3, 2017
[Adventszeit] Die Auflösung des Schmerzkörpers
Heute möchte ich einen kurzen Abschnitt aus dem Buch Jetzt von Eckhardt Tolle vorlesen. Es geht um emotionale Schmerzkörper in diesem Text und wie man damit umgehen kann. Mir geht es um den Advent, Menschen die sich gegenseitig unterstützen und Schmerzen aus der Vergangenheit. Ich mache ruhig und reflektiere die Beziehungen und Kontakte zu Menschen in meinem Umfeld. Was verletzt mich dabei und was freut mich und baut mich auf? Es ist eine gute Zeit, diese Adventszeit.
07:14
December 2, 2017
[Adventszeit] Die Zugehörigkeit der Erde
In der ersten Adventsepisode habe ich heute ein Text von John o'Donohue ausgewählt. Er nennt sich Die Zugehörigkeit der Erde und spiegelt recht gut die Eigenheiten der Adventszeit heutzutage wider. Ich denke, Zeit in Ruhe zu verbringen ist uns teilweise fremd geworden. Die Surrealität des Alltags ist oft so deckungsgleich mit absurden Träumen der Nacht. Schönen ersten Adventstag.
00:00
December 1, 2017
Adventszeit bei SoziFon
Jedes Jahr sollte es ruhig werden um diese Zeit. Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, Weihnachten steht vor der Türe und das Essen und die Geschenke rücken in den Fokus. Bei Einigen auch eine Auszeit in Form von Urlaub oder eines geschickten Travelhacks "zwischen den Tagen". Manche Menschen sitzen in diesen Tagen in der Psychiatrie und entgiften. Manche Sitzen im Knast und sind froh nicht zu erfrieren. Ich saß mehrmals um diese Zeit in den Entgiftungsstationen und war hochgradig deprimiert. Diese Gefühle ließen sich früher nur mit ein bis zwei Flaschen Schnaps betäuben. Eine ätzende Zeit war das. Ich möchte mit dem Hashtag #WasWirklichWärmt eine andere Adventszeit einläuten. Eine Zeit der Wärme und der Geborgenheit. Schreibt an waswirklichwaermt@sozifon.de und teilt Eure wärmenden Geschichten. Ob als Text oder Ton, alles was wärmt wird gesendet. Ich lese die Texte vor, füge die eingesendeten Audiodateien in die täglichen Episoden ein oder spreche über meine Adventszeiten. Es gibt gen
13:56
November 30, 2017
Mein erster digitaler Kurs
Ich hatte ja in den vergangenen Wochen verschiedene Posts auf Facebook abgesetzt, dass ich einen digitalen Kurs produziere. Nun, "Digitaler Kurs" scheint in der Sozialen Arbeit nicht so der gängige Begriff für das zu sein was ich da eigentlich mache. Um was geht es, was für ein Kurs? Fangen wir doch mal erst bei dem Problem an, für das der Kurs die Lösung darstellen soll. Das Problem ist (aus meiner Sicht), dass Soziale Organisationen, Projekte oder auch Fachkräfte im Sozialen Bereich oft nicht das Handwerkszeug haben, adäquat Öffentlichkeitsarbeit bzw. Social Media zu gestalten. Es fehlt an Technik, an Wissen, an Geld ... wie immer. Aber ich denke, da geht noch was. Da ist doch noch Luft, um mit diesen Mitteln dieser tollen Projekte eine gescheite Digitale Kommunikation zu gestalten. Um das gehts.. :D
20:12
November 24, 2017
Blogparade #NewWorkSozial
Christian Müller hat es eingeläutet: Neue Arbeit Sozial soll das heutige Thema sein. Neue Arbeit im Sozialen. Wow, das ist ein riesen Fass, wenn ich mich wage an die Sonntagmorgenartikel von Hendrik Epe erinnere in denen es um Fridtjof Bergman ging. Freiheit als zentrale Ausgangslage, Handlungsfreiheit im Detail, so meine wage Erinnerung. Ich wurde gestern erst gefragt wie ich mich denn sehe, als Entrepreneur, Unternehmer, etc.? Ich sehe mich als Solopreneur mit einem Analog/Digitalen Business oder einfache, mit einem realen Büro und Studio und sonst viel Arbeit digital. Videobearbeitung, Audioproduktion, Kommunikation über Messenger, etc. Meine Arbeit ist meist digital angehaucht. Aber was war der Grund von dem allen? Wie fing es an und was ist bei mir aus #NewWorkSozial geworden? Ist die Freiheit wirklich gekommen?
23:27
November 16, 2017
Soziale Arbeit und die Medien
Wir als Fachkräfte im Sozialen Bereich haben es nicht gelernt über unsere Arbeit zu bereichten. Es ist irgendwie eine unausgesprochene Sache hier im Land, über gute Dinge die man tut, nicht zu sprechen. Es gehört sich nicht, sich groß zu machen. Die aufgeblasenen Leute sind meist aus anderen Bereichen. Wir sind demütig, Christen, introvertiert oder sonst was aus dem "Handbuch für gute Sozis". Und dann hören wir vermehrt den Ruf nach Digitalem, nach Breitband, Mobil und E-Learning. Virtuelles Coaching und eine "Blended Therapie" setzen dem neuen Zeugs noch die Krone auf. Wir sollen Story tellen, Geschichten erfinden und plötzlich Instagram Stories wie am Fließband produzieren. Christian Müller sagte neulich, wenn eine Webseite und ein Social Media Kanal besteht und die eignene Reichweite nicht ausreicht, solle man sich als Soziale Organisation den Influencern bedienen. Menschen ins Boot holen die schon Reichweite haben, in der Öffentlichkeit stehen. Es scheint eine neue Welt angeb
14:35
November 9, 2017
Ich habe Geld zu verschenken
So als Sozialarbeiter und auch neuerdings als Unternehmer stehe ich wiederholt vor der Frage wo meine Kohle hingeht. Ich meine, ich leiste mir nicht besonders viel und besitze quasi nichts. Keine teuren Sportwagen oder Häuser in Saint Bart beim Marc. Aber irgendwie scheint es so dass ich so lebe. Weil mein Bankkonto quillt nicht über. Auf anderen Ebenen ist das oft genau so. Wir haben die emotionale Ausgaben und Einnahmen nicht im Blick und schon wird ein Chaos draus. Wenn ich feststelle, dass ich eine zehnfach zu teure Versicherung abgeschlossen habe die nur so teuer ist weil sich mein rechtlicher Status geändert hat, ist das schlichtweg Dumm und naiv. Bei psychologischen Dingen, bei Sachen im Innen gehen wir erstmal zu 28 Freunden und 3 Arbeitskollegen und heulen uns aus. Danach haben wir dann 57 Antworten auf meine Frage. Wir haben Geld, Gesundheit, Ausgleich und Zeit zu verschenken, wir alle. Leider ohne Rücksicht auf eigene Verluste.
16:04
October 30, 2017
Ein StartUp Seminar mit Erstsemestern
Mein letztes Seminar an der Dualen Hochschule in Villingen-Schwenningen sollte irgendwas Besonderes sein. Ich wollte den Studierenden möglichst hohen Nutzen bieten und warf neulich mein gesamtes Konzept über den Haufen. Aus "Digitale Coachingkonzepte" wurde plötzlich eine Art Startup Seminar. Teilnehmer waren Studierende der Sozialen Arbeit im ersten Sememster. Erstis, ganz neu, ganz frisch, ganz unbedarft. Es wurde ein Kreativworkshop über das Lösen von sozialen Problemen, Betrachten von gesellschaftlichen Engpässen und überraschenden Konzepten in Millionenhöhe. Es waren 24 Std. Flow, jedenfalls für die Meisten. Und selbst die die feststellten, dass dies nicht ihr Weg sein wird, waren mit Motivation dabei. Herausgekommen sind 5 Projekte die m.E. Potenzial haben weiter verfolgt zu werden. 5 Konzepte aus einem 24 Std. Workshop mit 20 Personen und mir. Was könnten wir alles schaffen ... Wenn Sie zu den Gruppen Kontakt aufnehmen möchten, schreiben Sie an gruenderstudis@sozifon.de
55:23
October 27, 2017
Fachtag Schule & Wirtschaft IHK Ulm
Die Problematik der unterschiedlichen Lebenswelten ist heute spürbarer als bisher. Junge Erwachsene scheinen Kommunikation komplett neu zu definieren und sich immer mehr von der Offlinewelt der Schulen zu entfernen. Wieso das so ist und was man für eine gelingende digitale Kommunikation benötigt, wurde neulich auf dem Fachtag Schule und Wirtschaft bei der IHK Ulm diskutiert. Ich habe eine kleine Zusammenfassung als Video unten verlinkt.  Was kann in dem Social Media Strom voller schillernder und attraktiver Contentformate sowas wie Bildungs- oder Ausbildungsinhalte neu abgebildet werden? Wo sind die Schüler wenn sie uns Smartphone schauen und wieso ist das alles so nice? Aber ... hört einfach rein.
20:15
October 25, 2017
Der Umgang mit komplexen Entscheidungen
Manchmal, so vor Entscheidungen die sehr wegweisend sein können, werde ich unsicher. Sind die ganzen vorherigen Eindrücke wirklich real, stimmt mein Gefühl, meine Wahrnehmung? Ist das der Weg? Hab ich Schiss? Hab ich genug Mut und Durchhaltevermögen? Oft sind das Entscheidungen, die auch meine Familie betreffen, nicht nur mich, mein Business oder meine Arbeit. Wie ich mit solchen Situationen umgehe, möchte ich anhand dieser Episode und eines kleinen Videos zeigen. Die Bilder dienen der Orientierung und zeigen KEIN therapeutisches Setting.
30:49
October 20, 2017
Wie man mit Herausforderungen umgehen kann
Wir stehen alle permanent vor Herausforderungen. Manchmal sind es kleine und andermal kaum zu überwindende Hürden. Eine wirkliche Strategie oder einen soliden Plan sind oft nicht anzutreffen. Wir reagieren meist und vergessen das agieren. Was bringt uns wieder in Balance?  Bei mir ist es ein ständiges Wechselbad und ein permanent dynamischer Prozess des positionierens und repositionierens. Mal mehr Medienpädagogik, weniger Persönlichkeitsentwicklung, dann wieder andersrum. Wie kann man auf so einer Sache Sicherheit aufbauen?
18:12
October 12, 2017
Das Ende meiner Kultur, Medien, Ästhetik Veranstaltung
Es ist wieder soweit, ein neuer Schwung Ersties (er)wartet am Montag Vormittag eine Medienvorlesung von mir. Kultur, Medien, Ästhetik.. oder andersrum. Ein medienpädagogisches Basismodul im Studium der Sozialen Arbeit. Leider hat die Hochschule beschlossen dieses Modul sterben zu lassen und Medien eher flankierend zu behandeln. Ein eklatanter Fehler wie ich finde, aber um mich gehts ja nicht :D Was hab ich denn da gelehrt und wie hab ich das denn nun gemacht, fragen mich immer wieder verschiedenen Fachkräfte. Inverted classroom, blended learning, mobile learning in Kombination würde ich mal die Veranstaltung methodisch beschreiben. Sehr viel selbst tun und wenig konsumieren wäre eine andere Beschreibung. Aber hört doch einfach rein.
25:34
October 6, 2017
[InternationalPodcastDay] Mein langer weg des Audio
Heute ist International Podcast Day und ich dachte, ich mache eine Episode zu meinem Weg zum Podcast. Also nichts technisches oder was zum Thema Digitale Soziale Arbeit exakt passen würde. Ich bin ganz offen und berichte wie ich über ein kommunales Jugendradio, ein freies Internetradio irgendwann zum Studium, zum Master Medien- und Bildungsmanagement, zu Media Sozial und irgendwann zu SoziFon kam. Es war ein steiniger und unglaublich toller Weg bisher.
00:00
September 30, 2017
Der Bürgermeister soll kommen
Gestern war ich in Gießen um einen Workshop zum Thema Öffentlichkeitsarbeit für Soziale Einrichtungen abzuhalten. Ein Thema, dass in der Sozialen Arbeit nicht immer auf offene Ohren stößt. Wir Sozis reden nicht so gerne über unsere Taten. Wir machen das für die leuchtenden Kinderaugen, die dankbare Hand der alten Oma, nicht für smarte Zieldefinitionen oder organisch generierten Traffic in Social Media Sales Funnel. Wir wollen keine Werbung machen, als Menschenrechtsprofession fällt es uns einfach schwer ein Bild mit Klienten zu posten oder über die Flüchtlingsgruppe einen Kurzfilm zu drehen. Datenschutz, Klientenschutz... Schutz. Schutz geht vor Publicity! Wie schaffen wir es aber dennoch, sinn- und nutzvollen Social Media Content zu produzieren der wirklich anspricht. Also so wie Game of thrones, ne eiskalte Coke oder Casey Neistad Vlogs? Wie schaffen es so kleine Projekte, einen dauerhaften, qualitativ hochwertigen Content zu produzieren ohne gleich wieder in der Jobdiskussion zu
30:58
September 28, 2017
Zwölfkommasechsprozent
Nach der Wahl ist vor der Wahl könnte man heute sagen. Aber der Schock der 12,6% sitzt tief in den demokratischen Gliedern. Man erinnert sich an den Geschichtsunterricht in der 9. Klasse und sieht seine Zukunft hinter Stacheldraht oder vor braunen Uniformen. Was ist passiert gestern abend oder die letzten Jahre? Ist Wut doch nicht gut? Die großen Social Media Gruppen der Sozialen Arbeit sprudeln seit gestern über. Heute morgen waren schon 300 Kommentare auf die Frage was die Soziale Arbeit mit dem Wahlergebnis mache. Möchte ich darauf vertrauen, dass die Politik die Nichterreichten wieder erreicht? 12,6% ist die Ohrfeige, der Arschtritt für die Soziale Arbeit und die Politik.
00:00
September 25, 2017
für Soziale Einrichtungen wichtig
Es ist eine spannende Frage, welche Social Media Plattform für welchen Zweck die richtige ist. Wo soll der eigene Content hin? Erreiche ich über Facebook überhaupt die Leute die zum Kita Sommerfest kommen sollen? Ist es sinnvoll als Sozialarbeiter, Coach etc. eine Facebook Seite zu haben? Mag man als User öffentlich sagen "Die Psychotherapiepraxis da und dort... die finde ich SUPER!" ? Man muss sich überlegen was zielführend ist, wenn man als Soziales Projekt oder auch als Organisation die Social Media Bühne betritt. Nicht nur zu schauen was angesagt und wo viele Nutzer sind, sondern auch zu hinterfragen was die einzelnen Plattformen für eigene Sprachen sprechen. Die einen sind eher derbe, die anderen eher gebildet, die nächste ästhetisch angehaucht. Und so weiter und so fort. Aber konzentrieren wir uns heute mal auf die BIG5 und die unscheinbaren Trends.
25:33
September 19, 2017
Beherrsche die Rache und lebe die Wut
Es gibt immer wieder Situationen im Leben, da will man einfach Rache. Man will den Anderen verletzen oder weh tun. Nicht unbedingt physisch aber doch schon so richtig das es sitzt. Wenn wir genau hinschauen, dann sind diese Situautionen gar nicht so selten. Bei mir jedenfalls nicht. Ich denke mir manchmal schon, dem Gegenüber eine reinzuhauen oder einfach am wichtigsten Punkt zu treffen. Wie gehen wir mit diesen Rachegelüsten um? Ist das das gleiche wie Wut und Aggression? Kann man einfach verzeihen und positiv denken? Kann man das alles einfach vergessen, in sich irgendwo tief vergraben und mit einer Flasche Martini besiegeln? Was hat es auf sich mit dieser ganzen Positivdenkerei, dem regelmäßig angewendeten Antiaggressionstraining?
25:15
September 16, 2017
DigiKids.online - Ein medienpädagogisches Angebot für die Kita
Nicht das es in meinem Leben grad anstehen würde aber was machen eigentlich die ganzen Kitas beim Thema #Digitalisierung? Wie wichtig oder unwichtig ist Medienkompetenz in der Kindertagsesstätte von heute? Sind Tablets und Smartphones die neuen Bauklötze und Kochecken? Möchte ich meine Tochter in eine Kita bringen die das Thema Medien lieber ausklammert, wie eine Käseglocke behandelt und den Job an die Schule weitergibt? Ich habe mich mit Benjamin Wockenfuß zu diesem Thema unterhalten. Benjamin ist Projektleiter des medienpädagogischen Projekts Digikids.online, dass Kitas in Hessen unterstützt, Kindern Medien und Mediennutzung in einem gesunden Maße zu vermitteln. Benjamin erzählt wie das Projekt entstand, was seine beruflichen Hintergruünde sind und was die Hessische Landesstelle für Suchtfragen damit zu tun hat. Ein Leuchtturmprojekt mit Nachahmcharakter.
38:47
September 14, 2017
Wieviel digital braucht sozial?
Wieviel digital braucht sozial? - Ein Audiokommentar von Prof. Dr. Petra Ganss und Stefan Klein "Die Soziale Arbeit stirbt" hatte ich vor einiger Zeit hier öffentlich behauptet. Die rasende Geschwindigkeit der Digitalisierung und die symptomatische Abneigung gegen Technik der Sozialen Arbeit waren der Aufhänger in der damaligen Episode. Ich wurde auch auf keine meiner bisherigen Episoden so oft angesprochen wie auf diese. Die Downloadzahlen und die Reaktionen in den Social Networks waren spannend. Und neulich beim Sozialcamp in Siegburg sprach mich Stefan an. Er meinte, die Folge hat ihn wirklich bewegt. Krass! Ja und dann kommt da eine E-Mail am Montag zu mir. Mit einem Dropboxlink und einem netten Text von Stefan. Er hat sich mit Petra Ganss, einer befreundeten Professorin, hingesetzt und spontan einen 30 Minuten Audiokommentar zu einem bestehenden Audokommentar von Hendrik Epe aufgennommen. Was soll man da noch sagen! Danke! So habe ich mir das vorgestellt.
31:35
September 12, 2017
Hilfe ich kann nicht bloggen
Mir geht es seit längerem so, dass ich es nicht schaffe einen Blogpost zu schreiben. Also wir reden hier von +500 Wörtern in einer angenehmen Schreibweise, Quellenangaben und weiterführende Links, wenn ich von Blogpost spreche. Bloggen ist so schwer für mich geworden. Manchmal bin ich Schreibfaul oder die richtige Umgebung fehlt. Die Inspiration ist vielleicht gerade durch den nervenden Nachbarn jäh unterbrochen oder mein Anspruch an das Thema macht mir zu schaffen. Ich bin auch nicht der Satzzeichenheld und darüber hinaus kann ich nicht mit 10 Fingern tippen. Bloggen ist kacke! Als Social Media Mensch kann man sich so eine Aussage kaum leisten, ausser man ist von einem reichen Ölscheich lebenslang gesponsort. Nun was ist die Lösung aus diesem Dilemma das, in abgewandelter Form, auf ganz viele Menschen zutrifft? Wie kann ich bloggen ohne bloggen zu müssen, ohne dieses permanente getippe? Hört rein :D
20:03
September 8, 2017
Im Gespräch mit Georg Staebner von helpteers.net
Neulich war in Bonn / Siegburg das Barcamp Soziale Arbeit, kurz Sozialcamp. Ein Barcamp, eine Unkonferenz, war in diesem Fall ein Zusammentreffen von verschiedenen Fachkräften aus dem Sozialen Sektor die sich zum Thema Digitalisierung austauschten. Es wurden verschiedene Sessions angeboten in denen mehr oder weniger frei diskutiert wurde. Spannende Sache! Ich traf dort Podcasterkollege Georg Stabner von Helden und Visionäre und viele andere spannende Menschen. Mit Georg kam ich mehrmals kurz ins Gespräch und war sehr von seiner Arbeit angetan. Er ist Sozialunternehmer aber kein Sozialarbeiter. Er ist ein Macher und bewegt andere Menschen ebenso zum mitmachen. Eine faszinierende Idee, ein spannendes Projekt und ein Mensch der inspiriert.
1:16:19
September 5, 2017
Das Projekt Hotel Parasol
Ich freue mich ganz besonders, dieses Interview heute präsentieren zu dürfen. Wieso und mit wem? Es ist für mich persönlich eine Geschichte, die in meinem Heimatort spielt. Eine soziale Geschichte, die Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen unter einem Dach zusammen bringen möchte. Menschen mit Beeinträchtigungen haben spezifische Bedürfnisse um ihren Alltag zu meistern. Dies ist auch bei Reisen von großer Bedeutung. barrierefreie Hotelzimmer sind nur vereinzelt zu finden. Das Hotel Parasol wird genau auf diese Bedürfnisse abgestimmt, um Menschen mit unterschiedlichsten Einschränkungen ein Wohlfühl- und Erholungserlebnis zu ermöglichen. Jedes Zimmer wird mit Hilfe modernster Technik und Sensorik barrierefrei bewohnbar sein. Der Förderverein Parasolhotel e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht die dadurch entstehenden höheren Baukosten über Spenden zu finanzieren. Er setzt sich dafür ein, dass alle Menschen selbstbestimmt leben und sich persönlich entfalten können. Ich
45:12
August 29, 2017
Ich stottere (Teil 2)
Jochen Praefcke aus dem oberschwäbischen Ravensburg stottert seit er denken kann - Ursache unbekannt. Wir sprechen weiter über seine Bewältigungsstrategien, über Hürden, Vorfälle und seinen Karriereweg in einer Bank. Wir sprechen über sein aktuelles Buch, was ihn antrieb seine Erfahrungen zu veröffentlichen. Ein Buch über eine lebensbegleitende Konstante, über das Reden und Schweigen, über Leidensdruck und Leugnung, über die eigene Begriffsstutzigkeit und die anderer Leute, über stotternde und nichtstotternde Deppen im Film und im echten Leben, über Freundschaft und Familie, über Klarinetten und Gitarren, über hilfreiche und weniger hilfreiche Bewältigungs-strategien, über Selbstsicherheit, Erfolge und Rückschläge - kurzum: eine Achterbahnfahrt durch das Gefühlsleben eines lebenslänglichen Stotterers, höchst subjektiv und zutiefst unwissenschaftlich.
38:53
August 24, 2017
Ich stottere (Teil 1)
Jochen Praefcke aus dem oberschwäbischen Ravensburg stottert seit er denken kann - Ursache unbekannt. Jahrzehntelang war Stottern das beherrschende Thema in seinem Leben. Wie fühlt es sich an zu stottern? Was bedeutet Stottern im Alltag eigentlich? Wie prägend ist es für die Persönlichkeit, ein Stotterer zu sein? Jochen gab mir die Möglichkeit ungeschminkt Fragen zu stellen zu dürfen. Wir sprechen über seine Bewältigungsstrategien, über Hürden, Vorfälle und seinen Karriereweg bei einer Bank.
31:39
August 21, 2017
Wieso die Digitalisierung das Ende des Menschen bedeuten könnte
Wir haben langsam verstanden, dass Gene unser Vermächtnis an die nachkommende Generation sind. Wir geben das Beste von uns weiter, nicht bewusst und nicht über Nacht. Ganz langsam und über Tausende oder Millionen Jahre hinweg werden wir besser. Darwin hat es uns erzählt, hat eine Richtung gewiesen. Die Nazis haben sich damals dieser (und weiterer) schönen Theorien bedient und so hingebastelt, dass die Arier seit den 1930er Jahren das höchste allen Lebens seien. Gene geben Informationen weiter. Aber auch eine kinderlose Schriftstellerin kann Informationen an die Nachwelt weitergeben. Sie kann Bücher schreiben die ganze Generationen bewegen. Dies geschah erstmalig durch einen Affen vor vielen Jahrtausenden. Die Weitergabe von Gedankeninhalten. Meme genannt. Nun sind wir an einem Punkt angekommen wo es uns als Gen- oder Memvehikel nicht mehr braucht (oder fast nicht mehr). Wir überlasen Smart living, Google oder Amazon die Selektion. Wir geben nach Millionen Jahren der Evolution das Ru
17:12
August 14, 2017
Große Pläne aus der Wohlfühlzone
Wir kennen sie alle, die netten Instagram Bilchen die uns täglich motivieren sollen: "Nutze den Tag... hustle... work harder...don´t give up...Umgib dich mit kraftvollen Menschen... gib mehr Liebe". Es klingt so einfach und doch ist etwas so fern, es ist oft zu amerikanisch zu progressiv, zu real, zu direkt und oft zu ehrlich. Aber es hilft uns nichts diese schönen Botschaften zu lesen. Wir sind in der Wohlfühlzone, dem warmen Zustand des Lebens, wir leben in einem der reichsten Länder, genießen kostenlose Bildung auf hohem Niveau. Wir haben Pläne und Vorhaben und wissen nicht wie umsetzen. Wir verharren oft in einem Zustand des Kompromisses, des Arrangierens mit den Umständen. Können die Kinder noch in den Montessori Kindergarten oder in die kreative Waldorfschule wenn die Eltern aus diesen Wohlfühlzonen ausbrechen? Lässt sich das nicht irgendwie mit dem verbinden was man studiert hat, damit es nicht ganz umsonst war? Wir haben unsere Wohlfühlzone einfach zu lieb gewonnen.
18:34
August 7, 2017
Die Subspießer
Drogenkonsumenten bezeichnen sich ja gerne als Kämpfer gegen das Spießertum. Spießer sein ist quasi das Ende, der Tod oder sowas wie ein verlorenes Spiel. Als Drogenkonsument sieht man die Welt mit einem "erweiterten Bewusstsein" oder was man dafür hält und weil man ja erweitert ist, ist man automatisch kein Spießer mehr. Man sieht die Welt anders und neu. Man ist sozusagen der Antispießer. Aber irgendwie stimmt das Bild nicht. Wikipedia sagt dazu: "Als Spießbürger oder Spießer werden in abwertender Weise engstirnige Personen bezeichnet, die sich durch geistige Unbeweglichkeit, ausgeprägte Konformität mit gesellschaftlichen Normen, Abneigung gegen Veränderungen der gewohnten Lebensumgebung und ein starkes Bedürfnis nach sozialer Sicherheit auszeichnen." Als Kiffer will man keinen Alkohol und auch kein LSD es muss das Gras sein, das Lemon Haze #420 mit den besonderen Duft im Abgang. Es muss das Heroin aus Guatemala oder Thailand sein. Kein Spießer-Methadon vom Arzt. Irgendwie
13:56
August 1, 2017
Wielange müssen SIE durchhalten?
Wir sind fast täglich in der Situation nach Hilfe suchen zu müssen. Wenn wir nicht mehr weiter wissen, wenn wir einen Experten brauchen, wenn jemand einfach mehr Erfahrung hat. Das passiert jeden Tag in unseren Firmen und Teams. Wir lernen langsam auszugliedern, outsourcing betreiben nennt man das dann. Wir outsourcen immer mehr und öfter. Wir sind in dieser Mehtode langsam firm. Was ist aber wenn wir nach innen schauen und dort Hilfe brauchen? Was ist wenn wir einen Experten brauchen aber den Glaubenssatz "Ich schaffe alles alleine.." pflegen? Wir sind es nicht gewohnt bei inneren Angelegenheiten Hilfe anzunehmen oder nur HIlfe die wir kennen (auch wenn die Hilfe die falsche darstellt). Wir sind kein Volk der Lifecoaches oder Wellnessberater. Wir halten lieber durch bis... ja bis was?
19:34
July 27, 2017
. Klasse - Ein Mitschnitt
Neulich wurde ich von dem Bildungszentrum in Bodnegg zum Drogenpräventionstag eingeladen. Meine Biographie sollte ich in zwei Durchläufen, á drei Schulstunden, mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 8 diskutieren. "Hände weg von Drogen" sollte wohl die Botschaft lauten. Was erwarten Schüler von einem Ex-Suchkranken, eines Ex-Junkies oder auch eines Abhängikeitskranken (man wieviele Begriffe man sich da einfallen lassen könnte)? Was erwarten die Lehrerinnen und Lehrer, die Schulleitung oder gar die Eltern von mir? Früher habe ich solche Veranstaltungen regeläßig gemacht, da war es irgendwie anders. Da habe ich mir über Erwartungen auch keinen Kopf gemacht. Aber was soll meine Botschaft sein, was möchte ich an dem Tag mit den knapp 50 Schülern machen, was soll am Ende sein? Ich habe mich für einen recht geläufigen Weg entschieden, indem ich erst kurz was zu mir erzählte (so 20 Minuten) und die Restzeit Raum für Fragen und Diskussion bot. 3x45 Minuten ohne Pause ist ja auch recht lange
34:26
July 25, 2017
Wieso wir uns Ehrlichkeit nicht leisten können
Wir schmücken uns sehr gerne mit unserer übertroffenen Ehrlichkeit. Wir fordern Selbige von unseren Gegenüber immer wieder ein und setzen sie schlussendlich überall und jederzeit bei allem voraus (ausser bei schlechten Nachrichten). Was aber Ehrlichkeit ist, was es ganz individuell bedeutet, das weiß interessanterweise kaum jemand. Wo fängt denn die Ehrlichkeit an und wie fühlt sich das dann an? Was passiert aus einer Unehrlichkeit heraus? Basiert etwas auf Unehrlichkeit, kann es überhaupt Bestand haben? Was bedeutet es gerade zu sein, gerade zu leben? Innerlich gerade sein ist leider eine Seltenheit.
17:20
July 20, 2017
Sie sind bei mir falsch
Immer wieder begegnet mir der Satz, man sei falsch bei dem oder jenem. Es ist ein Satz der mehr Bedeutung und Tiefe hat als man im ersten Moment glauben mag. Mir begegnet dieser Satz schon lange, neuerdings jedoch gehäuft. Ob es nun die möglichen Klienten bei Entwicklungsbüro sind oder potentielle Auftraggeber für Media Sozial, ja es ist sogar so, dass selbst im Freizetbereich die Leute oft bei mir falsch sind. Sie wollen Capoeira lernen, wollen Saltos lernen oder gekonnte Luftsprünge mit Kick. So viele sind einfach falsch bei mir. Macht mich das einsam? Wer kommt denn nun zu mir und wer ist wohl richtig? Diese Aussage, sie sind bei mir falsch, kam von meiner Lieblingsmetzgersfrau zu einer verwirrten Kundin. Wir sind so oft aus den richtigen Gründen bei der falschen Hilfe, manchmal auch aus den falschen Gründen bei der richtigen Hilfe. DIe Passgenauigkeit ist fast immer ausschlaggebend.
22:35
July 17, 2017
Die Halb-Zeiten sind angebrochen
Wir leben in scheinbar halben Zeiten. Die Nachrichten sind voll von Halbwahrheiten, wir Menschen kommunizieren sehr auffallend häufig mittels Halbwissen und schlussendlich basieren unsere Überzeugungen und individuellen Weltsichten auf einem wackeligen Gebäude. "...ich hab von einer Studie gehört.. oder Ein Professor aus Palo Alto sagte..." Wir reflektieren unsere Informationen immer weniger und blasen unsere Alltagskommunikation unwahrscheinlich auf. Ebenso gibt es die Halbexperten, wie ich sie gerne nenne. Die "In einem Wochenende ein Coachingbusiness" Leute, die den Markt überschwemmen. Es ist nicht überprüfbar ob das Bildungsinstitut Sonnenschein an der Mühlbrücke was seriöses ist oder doch lieber der Indigene-holistic Coach eher was für einen wäre. Mir scheint, die aufstrebenden Lifestylecoaches sind sehr diffus. Wie das aber nun mit dem Stillen eines Babys oder dem Smartphone von Kindern zusammenhängt erfahrt ihr nur beim zuhören.
29:42
July 13, 2017
Komm mir nicht mit deinen Ritualen
So oder ähnliche Sätze höre ich als Coach immer wieder. Rituale scheinen einen eigentümlichen Nebengeschmack zu haben. Schwarzmagisches Zeug mit Masken und nackt oder so, denkt der Ein oder Andere wohl bei dem Begriff Ritual. Rituale sind der Kit einer Kultur, die Verbindung innerhalb einer Kultur. Leider ist dieser Kit am bröckeln. Rituale wurden durch Routinen ersetzt (naja hört sich ja ähnlich an) und Rituale, besonders heilende oder helfende Rituale, in den Pseudoesobereich verbannt. Morgenseiten, wie sie Christian Müller sehr ästhetisch über seinen Instagram Acocount publiziert oder Motivational Videos, als Start in den Tag. Mit Kaffee und 10 Minuten Zeit für sich lebt es sich doch besser, für Jeden!
14:41
July 11, 2017
Wieviel Gift verträgst DU?
Wir vergiften uns permanent! In unterschiedlichen Ebenen, in verschiedenen Lebenslagen und in wiederkehrender Intensität. Der ersten Gedanken bei so einem Satz sind oft Drogen, Essen, Tierhaltung, Atomkraft. Was aber ist so giftig am Leben? Was ist giftig in unserem Umfeld? Es sind meiner Meinung nach viele kleine, subtil wirkende, nicht-stofftliche Dinge die uns mürbe machen. Es sind die emotionalen Gifte wie Misstrauen oder Neid, die seelischen Gifte wie Abhängigkeiten oder Hektik. Es sind mehr Ebenen als wir oft sehen.
24:41
July 7, 2017
Ich mach jetzt auch in nicht-sozial
Es ist ja immer so ein Ding mit dem Sozialen Sektor. Nicht nur dass die Eigenheiten des Sozialmarktes sehr speziell sind, auch die Menschen die in diesem Bereich arbeiten sind meist anders gestrickt. Soziale Einrichtungen sind aber denoch nicht in einer Blase und von der real existierenden Aussenwelt abgeschirmt. Nein auch in den Chefetagen der caritativen Organisationen wird heftigst über Digitalisierung und Social Media diskutuiert. Es gibt verschiedene Protagonisten die öffentlichkeitswirksam wahnsinnig geile Projekte starten und ebenso spitzen Social Media Arbeit leisten. Aber leider sind das die Ausnahmen. Die Regel ist eher ein "vorsichhinwursteln" und hoffen das der Hype des Internets langsam verschwindet. Ich verstehe das, man hat ganz andere Sorgen als freudig vor sich hin zu podcasten und zu schimpfen oder über agiles Irgendwas zu bloggen. Die meisten Sozis sind doch irgendwie an der Front. Da ist nix mit kreativ und mobile working. Ich habe das Gefühl, sehr viel von den Eige
21:13
July 5, 2017
Ich hätte gern mehr Zeit mit meiner Familie gehabt
Sehr viele Väter sagen, wenn man sie fragt was sie rückblickend anders machen würden, dass sie gern mehr Zeit für die Familie und weniger für den Job gehabt hätten. Heutzutage gibt es ja Elternzeit, auch für Väter. Das ist eine spitzen Errungenschaft und keine Selbstverständlichkeit. Nur wie organisieren Männer das? Ist es wirklich so easy die ersten Tage, Wochen ja vielleicht sogar Monate Zeit für die Familie zu haben? Wirkliche Zeit, keine "Auf dem Sprung" Zeit. Zeit für Nähe, spielen, und alles was man gerne tut. Ich bin gerne draußen und frühstücke gerne. Ich arbeite auch gerne und bin gern mobil und flexibel. Ich versuche ein "Zu viel .." zu vermeiden. Zu viel Arbeit, zu viel Events, zu viel Socializing, zu viel Lärm.Aber Geld verdienen mag ich natürlich auch. Wie gestaltet sich aber heutzutage so ein digitales, mobiles, smartes (sozial) Business? Klappt das wirklich und kann man damit auch Geld verdienen?
15:57
June 30, 2017
Ich wär so gerne ein Preneur
Die letzten Jahre wächst eine neue Spezies in unserer Gesellschaft heran. Entrepreneure, Solopreneure, Sidepreneure, Mamapreneure, Papapreneure, Travelpreneure und was auch immer es noch für Preneure gibt, nennt sich das neue Phänomen der Selbständigkeit. Selbständige Arbeit scheint langsam en vouge zu werden. Scheiß auf Dienstwagen, Rentensicherheit, und Beamtung. Die neuen "Formate" stehen für Freiheit und Passion in der Arbeitswelt. Am Strand den nächsten E-Kurs erstellt oder im Basislager des Mount Everest noch die nächste Podcast Episode mobil produziert. Alles scheint möglich, alles ist möglich. Aber es gibt einen Haken. Viele wollen ihr Hobby zum Beruf machen und bedenken dabei nicht, dass sie dann kein Hobby mehr haben. Manchmal sollte Hobby, Hobby bleiben und Arbeit einfach Arbeit. Aber wo bliebe dann der Spaß an der ganzen Sache? Wo wäre die eigene Kreativität, wenn sie nicht an solchen Stellen ausgelebt werden könnte? Arbeit kreativ zu sehen, das ist das wirklich Neue.
15:50
June 27, 2017
Neues Leben
Ich bin wieder Vater geworden. Das ist ja schön aber wieso gibt es darüber eine SoziFon Episode? Es soll heute nicht um meine Tochter gehen oder mich als Vater der ja jetzt Windeln wechselt und nur noch Dadadada rausbekommt. Es soll um meinen Weg der Vaterschaft gehen, wie es vor 19 Jahren war und wie es heute ist. Es ist eine emotionale Resumeeepisode über Glaubenssätze, schlechte und gute Väter, Ansprüche an das Leben und neue Chancen.
28:27
June 21, 2017
Im Gespräch mit dem Abstinenzcoach Frank Joseph
Nach all den Suchtthemen in letzter Zeit, freut es mich ausserordentlich nun ein angrenzendes Thema mit einem befreundeten Experten anzusprechen: Abstinenz. Experte auf diesem Gebiet ist Frank Joseph, Abstinenzcoach aus Ravensburg, und zu Gast in der heutigen Episode. Ich spreche mit Frank über seinen Weg zum eigenen Business, über Hindernisse, Straucheln und neue Hoffnungen und Wege. Er hat in den letzten Jahren an einem eigenen Konzept zur Abstinenzsicherung gearbeitet und entwickelt es kontinuierlich weiter. Braucht es bei so einem hochprofessionalisierten Suchthilfesystem so ein Angebot überhaupt? Wer ist die Zielgruppe und was hat man von Franks Angeboten? Eine äussers spannende Sendung über einen äusserst spannenden Menschen.
1:06:04
June 15, 2017
Die verzweifelte Suche nach dem Sinn in der Arbeit
Es ist zum heulen in meinem Job...Ich werde einfach nicht gesehen...ich mache nur Tätigkeiten wie ein Roboter.. Solche Aussagen hören wir in den letzten Jahren immer häufiger. Ich höre sie irgendwie fast wöchentlich bis täglich. Wenn man nicht über die Arbeit jammern kann, kann man sich ja über sonst nichts aufregen, so mag man meinen. Was ist dieser Sinn in Arbeit den Alle suchen? Die Sozialarbeitenden sind da fein raus, meinen viele. Die haben ja Sinn durch das Helfen. Was ist das für eine diffuse Sache mit dem Sinn und was kann ich als Einzelner tun? Was kann die Firma tun? Sinn gibts ja nicht gerade im Katalog.
19:26
June 14, 2017
und dann war da noch die Sache mit dem Namen
Es sind verwirrende Zeiten. Ich heiße jetzt anders. Immer noch Marc, jedoch Hasselbach im Nachnamen. Ich habe geheiratet. Trotz eigener vieler Bedenken, ob so ein Typ wie ich heiratsfähig ist, haben wir es geschafft zu heiraten. Ich habe, wie 8% der deutschen Männer den Nachnamen meinr Frau angenommen. Wieso? Nun so tiefschürfende Beweggründe waren nicht dabei. "40 Jahre Kummer reicht..." oder "Ich hab den Kummer besiegt..." waren immer wieder Sprüche die ich so los lies. EIne kurze Update Sendung. p.s. Ich heiße jetzt Hasselbach, Marc F. Hasselbach.
18:23
June 6, 2017
Suchtprävention in Deutschland - Was nichts kostet ist nichts wert
Sucht- / Drogenprävention schreiben sich so einige Organisationen der Sozial- und Gesundheitsbranche immer wieder auf ihre Fahnen. Sei es die Polizei, Krankenkassen, Drogenberatungsstellen oder auch neuerdings Banken. Man will ja Gutes tun. Corporate social responsibility nennt man das ganz im anglizistisch Neudeutsch. Ausgetragen werden diese Präventionsmaßnahmen hauptsächlich in Schulen, Jugendzentren oder Vereinen. Also da wo man meist Jugendliche oder Kinder antrifft. Dann kommt der gute Polizeibeamte mit seiner Powerpoint und erzählt aus Sicht der Polizei, was die Jugendlichen besser nicht tun sollten: Drogen nehmen. Oder es kommt die Psychologin der hiesigen Suchtberatungsstelle und macht ganz in sozialarbeiterischer Manier mit tollen Kärtchen, Smilies und Stuhlkreis ein emotionales Fass auf. Meist geht es da auch recht verbotsmäßig zu. Und dann gibts da noch die wenig beachtete Gruppe der Ex-User. Die werden gerne gesehen, weil, die haben es ja wirklich erlebt. Finanziert werden
28:27
May 31, 2017
Sagen Sie wenn der Preis zu hoch ist
Wir laufen tagtäglich wie der Esel hinter der Glücksmöhre her. Wir wollen glücklich sein, zufrieden oder einfach mal Ruhe haben. Wir wollen uns gut fühlen, das ist ein Grundgefühl eines Jeden. Um uns gut zu fühlen, bedienen wir uns verschiedener Strategien. Oftmals bedienen wir uns dem Grundsatz, dass wenn wir etwas kaufen wollen, brauchen wir Geld. Um Geld zu haben brauchen wir Arbeit. Die Arbeit hat aber nichts mit dem eigentlichen Motiv zu tun. Wir investieren jedoch immer wieder Zeit. Jeden Tag investieren wir X Stunden um im Urlaub entspannen zu können, die vier Wände in denen wir leben unser Eigen zu nennen. Wir investieren viel Zeit in das Anbahnen von Beziehungen um festzustellen dass sich die Investitionen an Eros und Intensivität falsch sind. Wir suchen uns neue Jobs, bessere, mehr Kompetenzen voraussetzend und bedenken nicht den Preis. Wir sehen oft nur das Geld, das flüchtige Glück.
12:28
May 22, 2017
Sozialarbeitsfront trifft Digitalen Nomaden
Ich bezeichne meine Arbeit normalerweise nicht als Digitales Nomadentum. Ich bin ja grundständiger Sozialarbeiter oder auch Medien- und Bildungsmanager. Man könnte vielleicht bei den beiden Berufen vermuten das was Digitales in meiner Tätigkeit steckt. Auch arbeitet man als Sozialarbeiter klassisch an verschiedenen Orten wie den Wohnungen der Klienten, auf Sportplätzen oder auch gelegentlich in Cafés. Ortsunabhängig halt. Nun bin ich auch Unternehmer, was in Deutschland nicht ungewöhnlich ist, jedoch von einer Schaar Digitaler Nomaden exponentiell in den Sozialen Medien hochgehalten und gefeiert wird. Man arbeitet in Co-Working Spaces neuerdings, nimmt in Bali in der Hänematte noch schnell ein Webinar auf, am Strand von Miami noch die letzten Wörter im neuesten deep-social-impact-blogpost fertig geschrieben und schon ist man digitaler Nomade. Es geht nicht um Nutzen, Hilfe oder Beziehungsarbeit. Vieles wird reduziert auf gelegentliche Barcampkontaktmomente, auf die Häppchen in den Hote
30:04
May 19, 2017
Ich komm nicht mehr mit, mit der Digitalisierung
Gerade stand ich beim Bäcker um mir meine Brezel zu holen, da tippt mich eine ältere Dame an und meint, ich kenne mich doch mit den Medien aus und so. Ja, ich kenne mich aus, meinte ich, ein wenig. Ihre Tochter hat ihr aufgeschrieben, sie müsse sich in Sachen Digitalisierung fit machen. Die gute Dame war lässige 70 und ich meinte, sie solle sich mal keine großen Gedanken machen. Aber was ist mit uns Jungen? Was ist mit unseren Eltern? Wo fängt Medienkompetenz, Medienbildung denn an und wo ist Digitale Informationskompetenz angesagt? Fragen und Unsicherheiten machen sich verständlicherweise breit. Soll ein 4 jähriger Junge ein iPhone 7 haben weil es so schon blinkt auf dem Retina Display und braucht Opa Hubert ein neues Tablet mit UMTS? Was brauchen wir? Ich schwenke mal um und offenbare meine Ohnmacht und wie ich mit der ganzen technischen Entwicklung umgehe.
23:55
May 16, 2017
Gedanken zu Genuss, Konsum und Abhängigkeiten
Heute soll es kurz um verschiedene Begrifflichkeiten gehen die in der vorletzten SoziFon Episode für Unklarheiten gesorgt hatte. Ich brachte Heroin, Cannabis, Zucker und Glücksspiel in einer pauschalisierten Aussage in einem Topf zusammen und differenzierte diese Dinge nicht klar. Daher möchte ich auf verschiedene Begriffe heute mal eingehen und schauen was zum Beispiel die WHO dazu sagt, was man so in der Alltagssprache raushaut und wo noch Unklarheiten sind. Shownotes Zahl der Drogentoten: Drogenbeauftragte Marlene Mortler verbreitet "Fake News" Marlene Mortler & Holger Münch (BKA) über Drogentote und Rauschgiftkriminalität - BPK 8. Mai 2017 Abhängigkeit (Medizin) Schädlicher Gebrauch von nichtabhängigkeits­erzeugenden Substanzen Substanzungebundene Abhängigkeit Abhängigkeitssyndrom durch psychotrope Substanzen Co-Abhängigkeit Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD)
28:11
May 11, 2017
Geistliche Auszeiterfahrungen
Ich möchte Euch in der heutigen Episode meine Erfahrungen des Auszeitwochenendes für Männer mitteilen an dem ich teilgenommen habe. "...Letztes Wochenende war ich im Kloster...", so schrieb ich das in den Sozialen Medien und keiner wusste was damit anzufangen. Wovon Auszeit und wo und was macht man da? Es ist in unserer heutigen, hochgetakteten Leistungsgesellschaft oftmals schwer zu erkennen as man für sich selbst braucht, was die Ebene ist in der man etwas für sich tun möchte. Wir kennen Wellness mit Sauna und Massagen, kennen Urlaube und Wanderungen oder Fahrradausfahrten. Wenige kennen Klöster und was man dort so alles machen kann. Wir kennen vielleicht einige Leute aus den Medien die ahnscheinend regelmäßig nach Indien oder Thailand fliegen um sich dort in Klöster zurück zu ziehen. Was passiert in den heiligen Hallen der Klöster denn nun und was ist diese Auszeit für Männer? Outing auf spirituellen Niveau oder vielleicht ein Initiationsritus einer Geheimgesellschaft? Ich möchte Eu
41:23
May 9, 2017
Digitale Drogenaufklärung
Simon Ruane betreibt seit einigen Jahren den Youtube Kanal "Open Mind". Open Mind beschäftigt sich im engeren und weiteren Sinne mit Drogen, Drogenkonsum, Set und Setting. Also nicht mal so schlecht, wie man als aufgeklärter Bürger meinen mag. Simon testet verschiedene Substanzen, filmt sich dabei und gibt verschiedene Ratschläge zu allem möglichen rund ums betreffende Thema. Des weiteren beschäftigt er sich mit der aktuellen Gesetzeslage rund um das Thema Drogen und scheut sich nicht die blind-konservativen Dummschwätzer der CSU im Bundestag ihrer frechen Lüge zu entlarven. Simon ist 28, wohnt in München und macht der Sozialen Arbeit eine lange Nase. Wieso? Weil, wenn andere noch über "irgendwann realisierbare" Social Media Konzepte debattieren oder gar ihre chronische Unzufriedenheit über die aktuelle technische Entwicklung verlautbaren, macht Simon eigentlich unseren Job. Ein Beispiel aus 2017 wie sich die Soziale Arbeit abhängen lässt. Wenn wir über Fallzahlen und Rückfallstatistik
17:18
May 3, 2017
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Liebe Hörer, Kollegen und Freunde, ich möchte mich für die geknackte Marke von 20.000 Downloads von SoziFon bei Euch allen herzlich bedanken. Geknackt, naja, es war ja nie ein Ziel. Statistiken sind wie Fahnen im Wind, jedoch war für mich die Zahl 20.000, als ich neulich zum ersten mal die Webstatistik von SoziFon genauer betrachtete, ein sehr bewegender Moment. Das ist schon ne Hausnummer. Man kann natürlich die erhobenen Daten anzweifeln oder beliebige Dinge rausrechnen. Das ist klar und mir geht es weniger um eine Zahl sondern, dass ich Euch in einem so hohen Maße mit den Themen anspreche. Mir ist klar, dass das Format SoziFon sehr gewöhnungsbedürftig ist, irgendwie wie ich selbst vermute ich mal. Es ist halt mein Kanal und das ist auch ganz gut so. SoziFon darf sich verändern und wachsen, so wie alles wächst und gedeiht und vielleicht geschieht im Laufe dieses Prozesses Neues. Über 220 Episoden in knapp einem Jahr, Interviews, die "täglich SoziFon" Challange, Gemeinschaftsepiso
14:59
April 27, 2017
Wenn Herzensprojekte wachsen dürfen
Die beiden Reiterinnen Vanessa und Anka waren wieder bei mir im Studio und haben unfassbare Veränderungen bezüglich ihres Herzensprojekts zu berichten. Wie schon in Episode 204 berichtet, wollen die beiden zu Gunsten der Urmel Kinderkrebsstiftung mit ihren Ponys durch Oberschwaben reiten. Nun ist es so, dass die beiden Damen mächtig Bambule machen und ein spitzen Medien- & Bevölkerungsecho zurück bekamen. Was und wie man sich selbst beteiligen kann, wieso es cool ist mitzumachen und wie ihr die beiden persönlich kennen lernen könnt, gibts in dieser Episode.
41:45
April 26, 2017
Die Soziale Arbeit verändert sich
Die nun dritte Episode zum Thema Soziale Arbeit & Digitale Veränderung bringt einen weiteren Audiokommentar. Christian Müller, hat sich ebenfalls zu der Episode "Die Soziale Arbeit stirbt" Gedanken gemacht und mit spontan alles in Audioform zugesandt. Spitze, so muss das sein! Ja worum geht es heute? Ziehe ich wieder über die Soziale Arbeit her? Bin ich wieder der stechende Schmerz wenn es um dieses leidige Thema geht? Kommen noch mehr Untergansszenarien? Nein, heute möchte ich gerne den Kreis schließen und eher Lobeshymnen singen. Naja fast. Am Montagmorgen kann man es ja auch langsam angehen lassen.
21:57
April 24, 2017
Soziale Arbeit stirbt - Ein Audiokommentar von Hendrik Epe
Nachdem die gestrige Episode ab ging wie ne Rakete, geht’s heute mit einem spitzen Audiokommentar von Hendrik Epe weiter. Die Soziale Arbeit stirbt, so der reißerische Titel der gestrigen Episode, war im Kontext der gerade stattfindenden Digitalisierungsdebatte entstanden. Kann sich die Soziale Arbeit zurück lehnen und glauben sie sei von der technischen Entwicklung verschont? Was Hendrik dazu sagt... seid gespannt.
38:13
April 20, 2017
Die Soziale Arbeit stirbt
Es ist eine gewagte These so knapp nach Ostern, dem Fest der Auferstehung. Und doch bin ich überzeugt, dass die Soziale Arbeit in ihrer gegenwärtigen Form keine 10 Jahre mehr Bestand hat. Wir erleben es täglich wie sich die Welt wandelt. Vor kurzem saßen wir noch in einem befreundeten Nachbarland und genossen unseren frischen Ayran und schwupsdiewups sitzt da ein Diktator und schockt die halbe Welt. Vor kurzem wurde man noch vom freundlichen Chefarzt am Blinddarm operiert und kaum dreht man sich um, sitzt der Arzt in Sydney am PC und operiert mich via Virtual Reality / Augmentetd reality. Nur die Sozialarbeit scheint davor gewappnet. Immer geht es in Diskussionen darum das wir ja quasi unersetzbar seien. Wir leisten Beziehungsarbeit, trösten, helfen und motivieren. Schon klar. Nur über was regen wir uns denn immer auf? Die Dokumentiererei, die Bürokratisierung, den scheiß Verwaltungskäse. Das liebe Leute ist bald zu Ende. Ich freu mich drauf.
26:08
April 19, 2017
Sorge tragen für sich selbst
Morgens kommen mir immer spannende Impulse. So bei Kaffe, E-Zigarette mit Erdeer-Sahne Geschmack und dem Sonnenaufgang regt sich jeden Tag etwas in mir. Ich lese täglich ein Kapitel, ein Abschnitt in einem Buch das zum Tagesgefühl passt und sinniere dann so vor mich hin. Heute ist ja Ostern und an solchen Hochfesten der Kirche stimme ich mich immer etwas tiefer ein. So auch heute. Ich stelle fest, dass wir uns nicht mehr wirklich um uns selbst sorgen. Also sorgen in Bezug auf "etwas gutes tun". Wir ziehen uns morgens schnell einen Kaffee mit Kippe rein und hetzen zur Arbeit, vielleicht noch ein Laugenbrötchen im Auto oder Bahn und gut ist. Nein! Nichts ist gut. Wir betreiben irgendwie Missbrauch an uns selbst. Ausgelöst durch meine jüngsten Erfahrungen im Krankenhaus wollte ich diese Episode heute aufnehmen. Gerade weil Ostern ist und wir ahnscheindend alle erlöst seien. Erlöst kommt mir der Morgen in der Öffentlichkeit aber eher nicht vor.
20:59
April 17, 2017
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Jahrbuch Sucht 2017 Wir steuern in eine ungewisse Zukunft höre ich immer öfter von Nachbar und Freunden. Gemeint sind damit wohl die äußeren Begebenheiten wie Häusle bauen oder Urlaube oder sogar der Kauf des neuen Smartphones P10 für 900€. Alles scheint unsicher. Abhilfe schaffen da die handelsüblichen Methoden wie Drogenkonsum oder nichtstoffliche Trends wie Zocken und Glücksspiel. Die deutsche Hauptstelle für Suchtfragen hat die Lage der süchtigen Nation mal in einem schicken Buch zusammengestellt und macht jetzt kräftig Bambule. Kräftig in Bezug auf öffentlicher Wahrnehmung. So hat es diese alarmierende Nachricht, in ganzen 79 Sekunden beim Bayrischen Rundfunk Gehör gefunden und bei einschlägigen Webseiten wie Focus und Zeit doch einen netten Bericht dazu. Alarm? Unsicherheit? Achwas, alles ok. Nur Medikamente nehmen wir halt zuviel. Es ist mehr als alarmierend, es betrifft jeden. Auch Dich!
23:00
April 12, 2017
Digitale Coachingkonzepte - Ein Seminarrückblick
Ich möchte heute einen kleinen Rückblick auf das Seminar letztes Wochenende wagen. Digitale Coachingkonzepte als 24 Std. Seminar an drei Tagen für Studierende im ersten Semester der Sozialen Arbeit. Man könnte meinen, dass das Seminar ein bisschen zu früh angesiedelt ist oder die zu vermittelnden Inhalte noch nicht in ihrer Gänze überrissen werden können. Ja, das kann sein. Mein Erleben ist allerdings ein ganz anderes. Ich habe das Seminar über die letzten 4 Jahre permanent weiterentwickelt. Von "E-Coaching, Mobile Coaching & Blended Coaching" hin zu dem was es heute ist. Es ist ein Einblick in meinen Alltag, in meine Art sozialarbeiterisch zu arbeiten, ja irgendwie in mein Mindset. Für Erstsemester ist es glaub eh schwer meinem Redefluss zu folgen hab ich schon oft gedacht und bin immer wieder beruhigt nach Hause gefahren und wurde eines Besseren belehrt. Es wächst eine neue, mutigere und kritischere Generation Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter heran. Geil!
29:32
April 11, 2017
Ein Leben auf dem Prüfstand
Wir leben ein Leben voller Prüfungen. Manche sagen jetzt vielleicht Gott stelle uns vor Prüfungen oder Andere meinen wir sollen aus allem etwas lernen. Die Antworten auf den Sinn der ganzen Prüfungen erschließt sich nicht wirklich. Wir fangen schon vor der Geburt an das Ungeborene in eine Schublade zu pressen. Immer mit der Frage ist es denn gesund, ist es "normal"? Wir werden bis zu unserem Tod an diesem seltsamen Gebilde des Normalen gemessen. Prüfung über Prüfung und Ergebnis über Ergebnis erhalten wir mehr Daten, die keiner zusammenfügt. Wir stehen nur da und wissen, wir sind nicht normal oder eben wir sind sogar zu normal. Alles scheint ein Problem. Prüfstände: Vor der Geburt Als Baby Vorsorgeuntersuchungen Im Kindergarten im Übertritt zur Schule oder während der Zeit wenn man "auffällig" ist in der Schule permanent der Peergroup in der Ausbildung dem Führerschein dem Job und dem vorgeschalteten Assessment Center der Vorsorgeunter
33:00
April 5, 2017
Von zerbrochenen Senioren und saufenden Rentnern
Wir haben in unserer Gesellschaft ein schleichendes, kaum merkliches Problem mit unseren alten Menschen. Nicht dass es reicht unsere Alten in eine unsichere von Altersarmut geprägte Zukunft zu schicken, nein, sie saufen sich regelrecht den Kragen ab. Es ist kein individuelles Problem oder eine Auffälligkeit einer bestimmten Region, es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem wenn ältere Menschen trinken. Es ist schmerzhaft auf Entgiftungen Menschen mit Rollatoren und in Oldscholl Bademäntel anzutreffen. Einsam, verschüchtert und voller Scham. Eine noch unsichere Zukunft als die "Normalen". Finanziell am Anschlag, gesundheitlich fragil und sozial vereinsamt. Nicht jedem ist es vergönnt mit 68 Tennis zu spielen oder in Sahara Quadtouren durch den Dünensand zu erleben. Viele sitzen in den Altenheimen, fangen dort erst richtig an mit trinken und segeln was ganz anderem entgegen als sie sich das ganze Leben vorgestellt haben. Sie segeln in den persönlichen Abgrund und wir folgen ihnen mit P
26:44
April 3, 2017
Von Visionen und Visionskillern
Die erste Outdoor Episode 2017 sollte sich um Visionen drehen habe ich mir gedacht. Und gedacht... getan! Es ist schrecklich für mich wahrzunehmen, dass wir in einer Gesellschaft ohne Visionäre leben müssen. Wir werden von klein auf darauf getrimmt möglichst nicht zu träumen, nicht zu visionieren. Wir werden in Normkarrieren sozialisiert, gehen auf die tolle Schule die unsere Eltern für uns aussuchten, wir machen eine Ausbildung von der wir glauben das Richtige zu lernen und wir machen Jobs weil er unseren Lifestyle finanzieren soll. Wir haben keine Vision, vielleicht haben wir eine Vorstellung davon wo und wie der nächste Job, die nächste Frau aussehen soll. Wir haben alles in unserer Rübe aber nichts ist konkret. Man könnte ja enttäuscht werden und die Sicherheit, die uns unsere Eltern vorgebetet haben, verlieren. Wir sind Gefangene unseres Verstandes. Wir glauben wir sind unser Verstand, wir sind überzeugt wir machen das was wir schon immer wollten. Wir umgeben uns mit Energieräube
32:16
March 30, 2017
Drei kleine Geschichten über Mut
Neulich war in einer der Sozialarbeits Facebook Gruppen eine spannende Diskussion über die Bedarfe von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern. Was braucht Ihr war die zentrale Frage. Eigentlich eine coole Idee, diese Frage in den Pool an scheinbar unzufriedenen Dauernörglern zu geben. Was braucht ein Sozialarbeiter? Mehr Geld war natürlich der Grundtenor, Dienstwagen, Persönliche Einflussnahme etc. Es war eine bunte Sammlung an Ideen. In einer Seitendiskussion forderte ich mehr Mut zur Selbständigkeit im Sozialen Bereich. Schnell kam aber auch auf, dass einigen der Mut fehle sich selbständig zu machen. Nicht fehlende Ideen oder Konzepte, nein Mut fehlt den Menschen. Ich denke auch, die anderen Beteiligten mit ihren monetären Interessen fehlt schlussendlich der Mut etwas zu verändern. Wir sind gefangen in unbefristeten Verträgen und einem nie enden wollenden Strom an Klienten. So ist die Soziale Arbeit, es wird nie weniger. Die Routinen nehmen uns den Mut. Die Denkweise macht uns krank
34:35
March 29, 2017
Wieso Suchtkranke immer wieder scheitern
Es ist ein Phänomen bei dieser Krankheit, die Rückfallquote ist zum heulen. In den ersten 6 Monaten, sagen verschiedene Statistiken, werden 80-97% der Suchtkranken rückfällig. Sei es nach einem Kalten Entzug, nach einer stationären Entgiftung oder auch nach einer stationären Therapie, fast keiner schafft es abstinet zu leben. Das erste Jahr ist das brenzligste und das trotz persönlicher Bemühungen, fachlicher Unterstützung und auch familiärer Hilfe. Es ist zu verrückt werden. Was aber brauchen dann Suchtkranke? Wenn diese ganzen Maßnahmen so gut wie unwirksam sind, wenn nur 3,6% der Menschen in Deutschland abstinent leben, muss man sich unweigerlich fragen was da los ist, was denn menschen fehlt. Ich habe mich eine Woche mit Menschen unterhalten die wie ich auf der Entgiftungsstation waren. Ich habe mir einige Geschichten angehört, meine eigene mehrfach erzählt und eine bittere Erkenntnis gewonnen. Kaum einer, eigentlich keiner hat eine Vision für sich selbst. Keiner hat ein klares Leb
36:18
March 24, 2017
Seelenschmerzen
Wir haben kranke Seelen, so mein Fazit nach drei Wochen Dunkelheit in meinem Leben. Ich habe eine kranke und doch hungernde Seele. Ich bin süchtig. Nach einem lebensbedrohenden Rückfall bin ich in mich gegangen, habe alles auf den Prüfstand gestellt. Ich hab doch schon so viel getan um abstinent leben zu können. Ich habe Ziele, Träume, Visionen in meinem Leben. Ich reflektiere mich schonungslos und lasse mir regelmäßig Feedbacks geben. Ich habe einen gesunden Freundeskreis, ernähre mich gut und treibe Sport. Ich habe Hobbies, Leidenschaften und bilde mich permanent fort. Ich arbeite in einem gesunden Umfeld und achte immer auf meine Gefühle. Nach therapeutisch-medizinischen Richtlinien ist scheinbar alles nice. Was fehlt mir dann? Was habe ich nicht bedacht? Ich habe die Rechnung ohne die Seele gemacht. Habe mir ein spirituelles Weltbild zurechtgezimmert das kein Fundament hat. Das nichts hat, ausser schöner Worte. Ich habs mir zurechtgebogen, das Ding mit der Seele. Ich hatte Seelensc
42:38
March 22, 2017
Deine Motivation reicht nicht für den Erfolg
Motiviert zu sein, ambitioniert zu sein, erfolgreich sein zu wollen... reicht nicht aus. Das ist ein Satz den wir nicht hören möchten. Wir wollen doch "genug sein". Motivation ist doch nur ein hypothetisches Konstrukt, um die Antriebskraft eines Individuums zu beschreiben. Motivation ist das Ergebnis von individuellen Bedürfnissen (Motiven) einer Person und den Anreizen der Umwelt bzw. der Situation. Was braucht es denn noch? Wir motivieren unsere Kinder, Mitarbeiter, Chefs, Politiker oder neuerdings auch die Menschen die neu in unser Land kommen. Wir motivieren bis der Arzt kommt. Und es soll nicht reichen? Nicht genug sein, um hier in diesem reichen und fortschrittlichen Land sich "erfolgreich" schimpfen zu dürfen? Genau, das ist nicht genug. Nichts wert. Motivation ist nur die halbe Miete.
15:09
February 28, 2017
Warte nicht auf Günter - Digitale Krisenkommunikation Sozialer Organisationen
Warte nicht auf Günter, so mein dringender Rat an die Leitungsebene Sozialer Organisationen. Das Team Wallraff war in Leverkusen investigativ unterwegs und hat desaströse Zustände in einer Werkstatt für behinderte Menschen aufgedeckt. Mir geht es heute jedoch um eine zentrale "Begleiterscheindung" die sich hier offenbart. Es gibt keinen Krisenkommunikationsplan wie es scheint und erst recht keinen digitalen Plan. Selbst die Vorsitzende des betroffenen Vereins, tobt sich auf dem Karneval aus und postet fleißig Bilder (so ganz neben der Panik in der Lebenshilfe selbst). Was braucht es in diesen Zeiten in der alles Gesichtslosen Protagonisten wieder schreien, dass die ganze Profession in den Dreck gezogen würde. Wutsozis sind plötzlich überall. Bullshit Leute. SO geht das nicht. RTL hat hier gerade die Informationshoheit über eine Soziale Organisation übernommen. Das ist das Schreckliche neben den ganzen menschlichen Abgründen der eigentlichen Situation. Keine Digitale Kommunikationskultu
13:43
February 24, 2017
Ich kapituliere
"Marc, du musst endlich kapitulieren" ist ein Satz der mich doch nun schon fast mein ganzes Leben begleitet. Ich bin seit 1999 in unregelmäßigen Abständen damit konfrontiert bei unterschiedlichen Anlässen kapitulieren zu müssen. Bei der Sucht, da musste ich kapitulieren, weil es sonst mein Leben gekostet hätte. In Beziehungen, weil es sonst bei der Frau oder bei mir um eine Verlängerung des Schmerzes gegangen wäre oder bei einem erneuten Rückfall. Immer wieder saß ich in Psychiatrien oder Krankenhäusern oder manchmal auch zuhause und wusste einfach nicht wie. Wie geht kapitulieren? In der Lifestylewelt von heute, bei der Onlinekurse oder das schlichte "folgen" spezialisierter Instagram Accounts, eine Zufriedenheit ungeahnten Ausmaßes versprechen, gibt es da Kapitulieren überhaupt? Gibt es Scheitern und Loslassen von Altem? Es ist der wunde Punkt von uns allen, die Unfähigkeit die weiße Fahne zu schwenken. Ich kapituliere vor der Kapitulation.
22:34
February 21, 2017
Überall Alte Säcke
Wohin wir auch schauen, wir finden überall Alte Säcke vor. Alte Säcke Politik, Alte Säcke Sozialarbeit, Alte Säcke Bildung, Alte Säcke Wirtschaft, Alte Säcke Freizeit, Alte Säcke Urlaub und als wenn es noch nicht genug wäre damit, Alte Säcke Denken wohin man auch schaut. Alte Säcke sind wie eine Pest. Alte Säcke sind weder Männer noch Frauen, noch Weiße oder Schwarze, noch Christen, Muslime oder Hindus. Alte Säcke tragen Anzüge, Abendkleider, Jeans und Jogginghosen. Sie schminken sich, machen Selfies, podcasten oder posten lustige Kuchenbackvideos in den Social Networks. Alte Säcke beherrschen die Hinterzimmer, die Vorderzimmer und aber keinesfalls die Frauenzimmer. Alte Säcke sind nicht androgyn oder transamorös. Sie sind die Finanzbeamten, die Sozialarbeiterinnen, die Rektoren und Vorstandschefs. Die alten Säcke sind die Vorarbeiter mit Fleischkäsbrötchen und die Sekretärinnen beim Architekt. Sie sind überall. Sie sind in Dir.
20:33
February 20, 2017
Ponys, Oberschwaben und zwei Frauen mit Herz - Der Urmel-Ritt für die Kinderkrebshilfe
Vanessa und Anka, zwei leidenschaftliche Reiterinnen aus der Region Oberschwaben, planen einen Ausritt für den guten Zweck. Hört sich ja klasse an aber was haben die Zwei vor? Die beiden planen, zu Gunsten der Urnel Kinderkrebshilfe in Tettnang, einen siebentägigen Ausritt durch die atemberaubende Landschaft Oberschwabens. Wege die sonst kaum einer kennt und die die Region so auszeichnet. Sie wollen Spaß, Abenteuer und irgendwie klingt es wie die Lagerfeuerromantik die wir immer wieder herbeisehnen. Es soll aber keine Egotour sein sondern sie wollen uns teilhaben lassen. Begleitet durch einen Fotoblog, Facebook Beiträge und noch vieles mehr, rufen die zwei Freundinnen auf, die Kinderkrebshilfe zu unterstützen. Eine spannende Idee, ein cooles Projekt und eine soziale Einrichtung mit Unterstützungsbedarf. Shownotes Urmel Kinder-Krebshilfe e.V. Tettnang Urmel-Ritt Facebook Seite Urmel-Ritt Blog Internationalen Kinderkrebstag (DKMS)
16:41
February 15, 2017
Verstrickungen - Das Anti-Mindset der Alten
Regelmäßig und mit zunehmender Häufigkeit erlebe ich bei mir und auch bei Gesprächen mit Kunden, wie tiefgreifend Verstrickungen in unserer Biographie verankert sind. Wir verstricken uns in Beziehungen, moralische und emotionale Abhängigkeiten oder auch in Glaubenssätze und Denkmuster die gar nicht von uns kommen. Nein nein, nicht von oben oder einer höheren Macht, nein das alles sind Übertragungen und Entscheidungen die auf uns einwirken. Wenn wir diese Verstrickungen aufdecken, Licht auf sie werfen und lernen neu zu betrachten, steht uns kaum noch was als Hindernis im Weg. Heute gehts um Aufstellungen eine kurze Geschichte in mein Inneres und eine spektakuläre Wendung.
23:23
February 11, 2017
Heute ist Safer Internet Day
Heute ist Safer Internet Day In vielen Schulen in vielen Ländern der EU wird heute der alljährliche Safer Internet Day thematisiert. Unzählige Workshops die sich mit einem Thema auseinandersetzen: Cybermobbing. Ein Thema das eine wachsenen Brisanz aufweist und nicht verschwiegen werden darf. Cybermobbing, also Mobbing mit Hilfe digitaler Medien, ist kein neues Phänomen. Ob USA oder UK, niemand weiss woher und wie es kam und nach Deutschland schwappte. Es ist auch egal wie und woher, wichtig ist heutzutage die Frage, wie man Kinder und Jugendliche kompetent befähigt mit diesem Thema umzugehen. Viele Lehrer sind noch im Hirten- und Beschützermodus und zeigen dies in WLAN Verboten und Smartphone-Bann auf dem Schulgelände... aus den Augen aus dem Sinn der Verantwortung. Aber heute nicht, heute ist ja Safer Internet Day für die Schafe, die Herde... Wann gibts sowas für Alle oder all jene die es bräuchten und keine Ahnung advon haben dass sie es brauchen?
21:26
February 7, 2017
Eine erschütternde Erkenntnis durch Klausuren
Nachdem ich fast den ganzen Januar am korrigieren der Klausuren war, muss ich dazu mal was los werden. Junge Frauen und Männer in unseren Sozialen Organisationen nehmen das Thema Digitalisierung, Medien und Gesellschaft ernst und beschreiben digitale Realitäten die mich wieder bestätigen. Es ist fünf nach zwölf, schrieb eine junge Studentin in der Klausur. Es ist ein alter Zopf und von zielgruppenorientiertem Marketing braucht man da noch nicht mal sprechen. Es ist teilweise hart und irgendwie auch frustrierend, dass Soziale Organisationen ihre primäre Qualifikation, die Beziehungsarbeit, in Form von digitaler Beziehungsarbeit ignorieren.
19:57
February 2, 2017
Wieso Du nicht in den Flow Zustand kommst
Wir laufen oft wie Lemminge dem eigenen Abgrund entgegen. Wir verharren in Jobs die uns keinen Spaß machen, treiben Sport der uns frustriert oder führen Beziehungen die uns nicht glücklich machen. Gleichzeitig machen wir den Frust auf diese Erkenntnissen kaum Luft und fühlen uns wieder getrieben etwas tun zu müssen. Manchmal fehlen uns auch die Ziele, die Muße, die Zeit oder der Raum sich über die zentralen Fragen Gedanken zu machen. Wir wollen aber in den Flow Zustand im Job. Wir wollen einen Job der uns beflügelt und uns zu Mehr bringt. Zu mehr Freude, Anerkennung oder Geld. Zu mehr Freiraum, Freiheit oder Selbstbestimmung. Wir haben aber keinen Fahrplan! Der Zug ist schon weg oder kommt noch, wir wissen es nicht. Wir suchen, teilweise verzweifelt nach Lösungen und smarten Hilfen. Aber alles dreht sich nur um eine zentrale Frage, einen Punkt. Egal ob man Angestellter, CEO oder freischaffender Straßenmusiker ist. Alles fußt auf einer Frage, die wir mit aller Macht und Kraft umgehen.
20:22
February 1, 2017
Mehrwert für Kunden und soziale Einrichtungen - Ein Audiokommentar
Eine Antwort auf die Frage, ob das sein muss und welchen Mehrwert durch kundenorientiertes Marketing für a l l e Beteiligten – und das sind einige – generiert werden kann, bietet die Beobachtung des Prozesses vom Annehmen einer Suchterkrankung bis zur stationären Rehabilitation. ...war der Satz. den ich heute morgen um 6 Uhr in meinem Feedreader las. Perpetua Schmid und Axel Olaf Kern schrieben einen Gastbeitrag auf Hendrik Epes Blog zum Themengebiet Marketing für Soziale Einrichtungen. Sie schreiben dort Die Phase der frühen Auseinandersetzung von Personen mit einer Abhängigkeitserkrankung und möglichen Hilfeeinrichtungen wird im Folgenden unter dem Aspekt eines kundenorientieren Marketingansatzes betrachtet. Das ist doch dein Thema dachte ich und fand überraschenderweise viele Parallelen zu meiner Vorlesung, was ich meinen Studierenden erzählte. Ebenso fand ich Gedanken wieder die ich bei meiner Firma Anwendung finden. Schlussendlich habe ich mich entschlossen meine Erf
19:51
January 29, 2017
Der Nischenlifestyle oder wie man lernt gegen den Strom zu schwimmen
Woran sich orientieren fragen sich täglich Tausende junger Menschen. Nicht die Jugendlichen oder Kinder, nein die jungen Menschen die im Arbeitsleben stehen und beginnen Ihren Platz zu finden. Woran orientieren wir uns wenn das erste Geschäftsgespräch ansteht, welche Klamotten ziehe ich an und wie muss "man" sich verhalten? Darf man sich selbst sein? Woran orientieren wir uns wenn wir Eltern werden? Müssen Männer auch ins Café nebenan und ihren veganen Latte Macciato trinken? Was ist eine Nische im Leben? Gibt es Lebensnischen die den Weg, das Leben angenehmer machen? Können wir uns gegen den Strom treiben lassen?
19:39
January 27, 2017
Und wenns dann doch noch nicht klappt? - Zweifeln und Grübeln
Wir verharren in manchen Situationen oft und überlegen, dann grübeln wir und wägen ab. Wir grübeln oft und gerne, wir Deutschen. Wir sind auch gerne skeptisch und haben doch auch Vorbehalte. Wenn wir dann mehr in unserem Leben möchten, mehr Freizeit, mehr Karriere, mehr Kinder, sind wir wieder in der Spirale des Grübelns verhaftet. Wie kommen wir dann aber wieder in Aktion? Wie macht man den Sprung in die Selbständigkeit, raus aus den verschiedenen Jobfallen oder rein in die Beziehung? Es ist leicht gesagt, dass man den Mut zusammennehmen solle und es einfach tun. Eine Sicht aufs Grübeln und Zweifeln.
14:32
January 25, 2017
Zwischen Business und Kreativität - Wieso Deine Motivation allein nichts bringt
Es ist nicht immer Sonnenschein als Selbständiger, nicht immer ist Sommer als Digital-kreativer Wissensarbeiter. Es gibt auch Momente des Einschlags und des Schmerzes, wenn mal alles nicht funktioniert wie man sich so denkt. Oder wenn einen die Vergangenheit wieder einholt und unsanft in Form eines Gerichtsvollziehers an die Tür klopft. Man sollte ja immer in seiner Mitte sein um alles abzufedern, quasi der dynamische Part bei allem stabilen außen rum. Nur ist die Realität oft anders. Man hat ja Verpflichtungen, Ausgaben, man muss Unterhalt oder Raten fürs Haus abzahlen. Manche müssen ihren letzten Urlaub bei der Onlinebank mitsamt neuem 4K Smart-TV abstottern. Wie soll man da noch kreativ und zielgerichtet arbeiten? Kann man da überhaupt arbeiten?
22:05
January 23, 2017
Wieso das Bundesverfassungsgericht heute für die Freiheit entschieden hat
Wieso das Bundesverfassungsgericht heute für die Freiheit entschieden hat Die Tagesschau meldete es heute schon recht früh und Phönix als TV Sender meiner Wahl lieferte auch promt nach: Das NPD Verbot ist beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gescheitert. Und ich finde das super! Ja, es mag nun auf einmal seltsam klingen, dass der Sozi sich ins rechte Lager schlägt, mag man vermuten. Nein ich sehe das alles nur aus einer anderen Perspektive. Das Bundesverfassungsgericht schreibt: Auf Einschüchterung und Bedrohung sowie den Aufbau von Gewaltpotentialen muss mit den Mitteln des präventiven Polizeirechts und des repressiven Strafrechts rechtzeitig und umfassend reagiert werden, um die Freiheit des politischen Prozesses ebenso wie einzelne vom Verhalten der NPD Betroffene wirkungsvoll zu schützen. Ich glaube an diese Demokratie, auch wenn mich die Bürokratie zum Wahnsinn treibt. Ich glaube daran auch wenn sie mich machmal enttäuscht. Und ich glaube daran "für" etwas zu
17:41
January 17, 2017
Sozialunternehmerferien in einem nicht-sicheren Herkunftsland
Es ist eine andere Welt in Marakesch, der Millionenstadt im Herzen Marokkos. So habe ich die 13 Tage Reise in dieses Land erlebt. Voller Widersprüche, Neuigkeiten, Armut, Lehmziegelhäusern, der immer wehenden Staatsflagge und eines omnipräsenten Königs. Es ist ein Land am hinteren Ende der Weltweiten Rangliste der menschlichen Entwicklung, ein Land voller Toleranz und Offenheit, ein Land voller Tradition und dem Willen der Modernisierung. König Mohammed VI ist einer der reichsten monarchen der Erde und wird doch König der Armen genannt. Es ist ein Land ohne sichtbare Unruhen und überall aus dem Boden sprießenden Sozial- und Gesundheitsprojekten. Es ist ein lautes Land, ein weiteres Land voller Einwanderer und Füchtlinge. Es ist ein Land ohne Kehrwoche und Kässpätzle, ein Land mit Würde und Stolz ohne gleich den rechten Arm zu heben. Es ist ein Land voller Kraft, leider viel ungenutze Kraft.
37:22
January 12, 2017
scheitern werden
Es ist vielleicht nicht die feine englische Art mit der ersten Episode im neuen Jahr gleich wieder pessimistisch zu starten. Stimmt, das dachte ich auch. Ich bin auf die Suche gegangen, wieso die ganzen tollen Vorsätze immer wieder in die Hose gehen. Woran liegt es wenn wir die coolen neuen Methoden und Modelle aus unseren Arbeitsalltag nun anwenden sollen und irgendwie alles nicht so geht? Smarte Ziele? Visionboards und Mindmaps und für die ganz sogar ein Set Canvas scheint uns manchmal doch nicht zu reichen. Was fehlt ist das Gefühl, das Spüren, die Emotion. Dann sollten wir da mal genauer hinschauen!
00:00
January 10, 2017
Mein Jahresrückblick
Nach dem Sozialpodcasterrückblick hatte ich die Idee doch noch eine ausführlichere Version des 2016 Rückblicks aufzusprechen. Es war ein turbulentes Jahr. Ein Jahr von stetigem Wachstum und permanenten Hürden. Es war ein Jahr von neuen Erfahrungen und neuen Sichtweisen. Es war ein Jahr voller finanzieller Schwierigkeiten, gesundheitlicher Wendepunkte und fröhlicher Grillabende. Es war ein Jahr voller Coachings, als Coach und als Klient gleichzeitig. Spannend und fruchtbar. Danke an Alle Menschen die mich begleitet haben, die an mich gedacht und mir vertraut haben. Danke
19:29
December 30, 2016
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Sozialpodcaster Jahresrückblick 2016 Es war neulich eine spontane Aktion, ich stöberte durch meine Webstatistiken und stieß auf eine Erwähnung von SoziFon auf Matthias Palm von sozial.audio. Ich bedankte mich standesgemäß via Facebook Messenger ohne Freundschaftsanfrage. Wir chatteten ne Weile und kamen im Laufe des Gesprächs auf Benedik Geyer und Christian Müller. Kurzerhand überlegten wir ob die vier Sozialpodcaster Deutschlands nichtmal einen gemeinsamen Jahresrückblick wagen möchten. So mit einleitenden Worten eines von uns bestimmten Sprechers (wir waren einstimmig für Christian). Es ist der erste Rückblick aus der jungfräulich-sozialpädagogischen deutschen Podcasterszene. Wir sind alle Sozialpädagogen, arbeiten in unterschiedlichsten Konstellationen in unterschiedlichen Bundesländern. Und so ist auch dieser Rückblick entstanden, an vier Standorten, ohne Skype :) , mit viel Spaß und in erstklassiger Audioqualität. Digitale Soziale Arbeit zum Jahresende Shownotes Matth
40:27
December 28, 2016
Frohe Weihnachten
Frohe Weihnachten Es ist die letzte Sendung vor Weihnachten und ich möchte Danke sagen. Danke an all die Menschen die für und mit Menschen arbeiten. Danke an die Soziale Arbeit, danke an die Menschen im Gesundheitswesen, danke an die vielen Lehrerinnen und Lehrer, Hochschuldozenten, Professoren und Geburtshelferinnen. Danke an die Hebammen, die Ärzte, die Streetworker, Altenpflegerinnen und Heilerziehungspfler. Danke an die Pfarrer, Mönche, Zen-Buddhisten und Esotherikerinnen. Danke an die Psychotherapeuten, Erotherapeutinnen und Logoädinnen. Danke an die Ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer, den Bufdis und FSJlerinnen, Danke an die Praktikanten, Studenten und Auszubildende. Danke für die vielen Stunden für eine gute Welt. Schöne Weihnachten Euch!
11:03
December 21, 2016
von den Erwartungshaltungen
Besonders jetzt vor Weihnachten wird der Erwartungsdruck auf uns immer höher. Jahresabschluss vorbereiten, letzte Rechnungen schreiben und die allerletzten Geschenke besorgen. Das ist allerdings nicht alles, es sind auch noch die richtigen Entscheidungen zu treffen, die passgenauen Geschenke zu besorgen und auch der Weihnachtsbraten muss nach den Erwartungen der 17 Gäste gemacht sein. Erwartungen, besonders die unausgesprochene Variante, fügt uns tägliches Leid zu, es unterjocht uns quasi und doch praktizieren wir diese subtile Machttechnik bei all unseren Mitmenschen, besonders bei denen die wir lieben. Was sind denn diese unausgesprochenen Erwartungen eigentlich? Wieso fügen wir abends auf dem Sofa mit ebendieser Methode unserer Partnerin einen unsichtbaren Stich zu, der schwer zuheilt. Wir inszenieren Streits und Kriege wegen eben diesen Erwartungen. Wir erwarten von einem 14 jährigen Syrer das er die Kultur hier schätzt und lernt und sogar aneignet, wir erwarten von Politikern die
16:05
December 20, 2016
Stellenanzeigen im Sozialen Bereich
Seit Jahren verfolge ich die hiesigen Stellenanzeigen des Sozialen Bereichs Sozialpädagogen scheint man immer zu brauchen, scheint es, wenn man das Jobcenter Portal besucht. Ungeachtet des scheinbaren Fachkräftemangels scheint auch ein Mangel an Kreativität in den Sozialen Einrichtungen eingezogen zu sein. Man wirbt nicht mehr um die zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, man erwartet dies und das und als Dank bekommt man bei Dienstfahrten das Privileg eingeräumt mit dem eignen PKW fahren zu dürfen. Auf eigene Kosten versteht sich. Nein mal im Ernst, was sind denn das für sinnentleerte Stellenanzeigen in Zeiten von Leanmanagement und Innovation Camps? Was wollen wir mit dieser Kommunikationsart der nüchternen Anzeige als Soziale Einrichtung denn kommunizieren? Ihr habt uns gar nicht verdient liebe Organisationen, so mein Fazit.
30:28
December 17, 2016
Ist digital arbeiten erstrebenswert
Die Welt wird zunehmend digitaler, das dürfte wohl auch der oder die Letzte im Schwarzwald oder dem Allgäu mitbekommen haben. Nicht nur in der Freizeit sondern auch in der Arbeitswelt lebt der digitale Geist langsam auf. Es soll sogar Menschen geben, die eine Firma rein im Internet haben und außer digitalen Daten nichts generieren. Nicht mal Freude oder Nutzen. Nun seis drum, wie digital darf ein Sozialarbeiter, Coach oder sonst wer sein der eigentlich die Menschenrechtsflagge hochhält und eigentlich den Ausgegrenzten der Gesellschaft helfen sollte?. Wie digital ist so ein Alltag und ist es erstrebenswert? Manchmal fragen mich die Leute wie und was ich eigentlich arbeite. Wenn ich es ihnen schlussendlich erzähle, wundern sie sich meistens über den hohen analogen Anteil des Digitalen Sozialarbeiters.
18:45
December 15, 2016
Besinnlich beginnt mit Sinn bei sich selbst
Besinnliche Weihnachtszeit wünschen wir zur Zeit immer wieder lieben Menschen in unserem Umfeld. Sie sollen sich also besinnen und es ist ein Appell? Ein Appell zur Besinnung auf irgendwas. Mich machen solchen Zustände immer halb wild. Wenn ich dann nicht weiß auf was ich mich besinnen sollte. Ich hatte auch lange keinen Sinn auf den ich mich besinnen hätte können. Sollten wir uns auf die christlichen Tugenden besinnen und Glaube, Nächstenliebe und Hoffnung unter die Lupe nehmen oder falls wir anderem Glaube zuträglicher sind, sollen wir da die Grundethik wieder in Erinnerung rufen? Es ist so leicht das Sinnsuchen auszurufen, das Sinnbeleuchten oder auch das Sinnschaffen. In einer immer komplexer werdenden Welt, in einer Gesellschaft die bunter kaum sein kann brauchen wir wieder neue Bedeutungen für die Dinge. Sinn, Besinnung, Besinnungslos, Sinnfrei, Sinnentleert, Sinnlos sind die Worte die ich leider oft höre, öfters als "besinnliche Weihnachtszeit".
19:41
December 13, 2016
Es ist Zeit um Hilfe zu bitten
Um Hilfe zu bitten ist eine unangenehme Sache. Wir bitten nicht gerne um Hilfe und doch müssen wir uns mit diesen Situationen immer wieder auseinandersetzen. Wenn es uns nicht gut geht, gehen wir zum Arzt und bitten um seine / Ihre medizinische Hilfe. Wenn wir eine Firma gründen wollen oder ein Haus bauen möchten, gehen viele Menschen zur Bank und bitten da um finanzielle Hilfe. Was geht aber bei der Person innerlich ab, die um Hilfe bittet? Was ist mit den vielen Hartz4 Empfängern, die immer wieder mit dem Gang zum Jobcenter um Hilfe bitten? Wir sehen es oft als selbstverständlich an, dass unser Gegenüber selbst die Motivation besitzt um entsprechende Hilfe zu bitten. In einer Situation die oft von Scham begleitet ist, es nicht alleine geschafft zu haben, ist die Innenwelt oft auf den Kopf gestellt. Wir erwarten von Bittstellern klaren Fokus. Ist das überhaupt möglich?
14:58
December 8, 2016
Vertraut Euren Studenten
Es ist als Dozent nicht leicht das Zepter aus der Hand zu geben, schließlich hat man für das Zepter ja lange geschuftet. Das Zepter ist oft der Frontalunterricht, die Vorlesung oder das Seminar das man gestaltet. Da hält man das Wissen, das Zuvermittelnde in den eignen Händen und kann mit Tafelkreide oder Whiteboardmarker die Erkenntnisse den jungen Novizen erklären. Ich habe versucht die ganze Vorlesung mal neu zu denken als ich vor knapp einem Jahr frustriert vor den Klausuren saß. Neben dem Konzepts des Invertes Learnings kam auch noch eine weitere Sache dazu, das Präsentieren von Erkenntnissen oder Ergebnissen. Auch hier halten Dozenten und Professoren das Zepter in der Hand, oft jeden Falls. Was und wie zu recherchieren ist, wie zusammenzufassen gestaltet sein soll und wie schlussendlich präsentiert wird, unterliegt doch häufig den Vorgaben des Lehrenden. Was aber wenn sie freigelassen? Was aber wenn alles an Lehre umgeschmissen wird was bisher so traditionell war?
18:24
December 6, 2016
Debbie Ford Die dunkle Seite der Lichtjäger
SoziFon #40 Debbie Ford Die dunkle Seite der Lichtjäger
14:42
December 5, 2016
Beschenke mal Dich zu Weihnachten
Wir sind wieder auf Autopilot, wir alle! Es wird Dezember und daraus folgt unweigerlich die Weihnachtszeit. Die Adventszeit ist da und wir werden von lieben & freundlichen Einzelhändlern umgarnt. Wir können Socken kaufen oder auch Goldkettchen. Wir können Urlaubsreisen zu Megarabatten ebenso erstehen wie den 70 Zoll MegaHDUltra4K3D Fernseher mit abschließender Playstation für die nachweihnachtliche Langeweile im Alltag. Wir schenken uns einen ab das es fast schon an Surrealismus erinnern lässt. Aber wo sind eigentlich WIR? Gibt es uns noch in dieser Glühwein durchtränkten, andächtigen Zeit? Was schenken wir uns? Was tun wir an diesen Tagen für uns? Was denken wir für uns? Frohe Adventszeit.
14:29
November 30, 2016
Was bringt die ganze Digitalisierung der Sozialen Arbeit
Was bringt die ganze Digitalisierung der Sozialen Arbeit Neulich ist mir eine seltsame Frage begegnet. Bei all den Digitalisierungsbestrebungen vergessen wir oft die Mama die Sozialarbeiterin ist. Die Tante die in der Wohngruppe mit über 50 noch rackert. Was bringt dieser Fachkraft dieser ganze Quatsch mit der Digitalisierung? Was hat eine Fachkraft Ü50 für Bestrebungen oder welchen Nutzen sich in Facebook Gruppen zu engagieren? Was kann Sie aus Twitterfeeds und Podcast Abos für sich raus ziehen? Sind jetzt die schönen Sozikonferenzen in Bad Wörrishofen und Jena Vergangenheit? Das war doch so toll beim Kaffee, damals. Sollen nun die Wohngruppenleiter Webinare abhalten oder nur noch über Instagram Stories ihre Klienten kontaktieren? Ist Beziehung aufbauen, eine neue Kompetenz mit neuen Rahmenbedingungen? Shownotes https://bonn.camp/sozialcamp/ https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenslanges_Lernen https://de.wikipedia.org/wiki/Digitalisierung
18:27
November 29, 2016
Weshalb ich 2017 nicht mehr coache
Es ist fast Jahresende und eine neue Entscheidung muss her. Nach reiflicher Überlegung und fast 6 Monaten Positionierung muss ich mir eingestehen das ich kein Coach bin. Ich habe weder eine NLP Ausbildung noch bin ich Business Coach. Ich habe kein Wochenendseminar Coaching besucht noch bin ich im Anzug bei CEO Treffen anwesend. Ich habe keine Zertifizierung um in die großen Coaching Datenbanken eingetragen zu werden. Gleichzeitig bin ich aber auch nicht nur in "die Schule des Lebens" gegangen und habe aufgrund meiner Tiefschläge neuartige Herangehensweisen entwickelt. Ich bin was anderes.
17:23
November 23, 2016
Ein subjektiver Zwischenstand der Inverted Learning Vorlesung
Wir hatten Halbzeit im Turnus der Vorlesung Kultur, Ästhetik, Medien. Halbzeit des Inverted Learning Konzepts. Halbzeit um mal kurz durch zu schnaufen. Ich möchte ganz unwissenschaftlich, ganz ohne Fragebogen oder narrative Interviews einen Zwischenstand mitteilen. Was ist passiert durch das Konzept und was ist eher nicht passiert? Was war anders und was war überraschend? Es ist aus meiner Sicht wahrscheinlich anders als aus studentischer Sicht. Aber die kommt ja am Schluss, als Sahnehäubchen. Seid gespannt!
22:35
November 22, 2016
Wir haben die Muße verloren
Wenn wir am Freitag angekommen sind beginnt für Viele der Ausgleich. Wir nennen es oft Wellness, Freizeit oder auch Urlaub. Wir verlagern unseren kreativen Teil, den Teil der nichts will und nichts muss auf ein Andermal. Wir schöpfen Kraft aus Wellnesskaffee, Wellnesssocken undWellnesswochenenden. Wir verschenken Wellnessgutscheine zu Geburtstagen und trinken Wellnesstee in der 15 Minuten Frühstückspause. Wo aber ist unsere Muße hin? Die Muße eine Tätigkeit voller Liebe zu tun? Die Muße zu faulenzen, nichts zu tun? Wir fühlen uns nicht gut wenn wir an einem sonnigen Herbsttag auf dem Sofa liegen, wir sollten ja raus! Betätigung in der Arbeit und Betätigung in der Freizeit. Wo ist Ruhe in unserem Leben? Wo ist Muße in der Arbeit anzutreffen?
21:55
November 21, 2016
2017 wird es hybrid
Nun ist die Positionierung von Entwicklungsbüro so gut wie fertig. Es gibt neue Themen, klare Bereiche und verschiedene Angebote. Nun bin ich aber auch ein Medientyp. Ich mag Onlineveranstaltungen, On-demand, free content etc. Da liegt es nahe diese Formate auch bei Entwicklungsbüro zu etablieren. Nach reiflicher Überlegung und ausgiebiger Recherche habe ich zwei Anbieter gefunden die ich für passend halte. Was wird es aber Neues geben? Es wird die beiden Seminare Achtsamkeit und Downshifting als komplette Onlineversionen geben. Ein Mix aus freien systemischen Einzelaufstellungen, Checks für die eigene Lebenssituation und klar strukturierte, professionelle Anleitungen zum gezielten Runterschalten und zur Steigerung der eigenen Achtsamkeit. Viel Inhalt, kleine Lektionen und immer die Möglichkeit die ganzen Inhalte zu wiederholen. Ab 2017 wird es als hybrid bei Entwicklungsbüro.
17:47
November 16, 2016
Die Krux mit der Schwarmintelligenz
Immer wieder lese ich in den großen Facebook Gruppen den Anfangssatz "... Liebe Schwarmintelligenz, ich habe eine Frage...". Unweigerlich fühle ich mich da an Heuschrecken, Bienen oder Ameisen erinnert und wundere mich ob wir als Menschen ein Schwarm sind? Ich meine, wenn wir Zugriff auf diese kollektive Intelligenz hätten, wieso leben wir dann noch so voller Chaos und Kampf? Ist es nicht vielmehr so, das wir uns nach dieser Verbundenheit sehen, und das "Gesetz der großen Zahlen" einfach dafür hernehmen? Was steht dahinter und wieso sind wir vielleicht gar nicht so getrennt wie wir immer wahrnehmen?
15:40
November 15, 2016
Informationsabstinenz
Ich hatte es ja schon gestern gesagt, Ich musste mal pausieren mit der ganzen Social Media Sache. Ich war in einem wirklichen medialen Overflow gefangen. Permanent online, immer am recherchieren, publizieren und aufsprechen. Es ist nicht einfach geworden mit der Medienkompetenz. Die permanente Flut an Informationen zehrt an einem, kaum merklich und doch irgendwie spürbar. Ich habe mich für eine mehrtägige Informationsabstinenz entschieden. Alles aus! Whatsapp, Facebook und Konsorten und dabei eine spannende Erfahrung gemacht.
15:28
November 11, 2016
Der Trump in uns
Die USA hat ein neues Oberhaupt, ein neuer König ist gestern auf die Bühne der Weltpolitik gestiegen. Wir möchten diese neue Welt nicht wahrhaben, es scheint zu surreal was da gestern um 8:30 geschehen ist. Donald J. Trump soll die USA in neue Zeiten der Stärke führen. Und wir regen uns auf, sind bestürzt über die Bewegung der Abgehängten weltweit. Reicht es nicht das hierzulande die Afd mit einem Paukenschlag die behäbige Politikerwelt verunsichert? Wir wollen es nicht glauben und sind wütend über soviel Dummheit oder fehlendem Bewusstsein. Was aber ist es wirklich was wir an Trump so verabscheuen? Wenn wir mal die Fakten auf den Tisch legen, was wir persönlich da für ein Bild haben, in uns. Was ist das für ein Bild, was ist der Trump in uns? Wir alle schimpfen auf einen Clown, den Feind, die Lachnummer aber wieso? Wieso machen uns diese Menschen solche Angst? Was ist das für eine komische komplexe Welt in der wir an jeder Straßenecke einen Trump finden können und doch nur der eine is
11:52
November 10, 2016
Wieso es so schwer ist glücklich zu sein
Wenn wir uns mit Leuten treffen und gefragt werden wie es uns geht oder was so los ist bei uns reagieren wir häufig mit dem Fokus auf Negatives. Dies läuft nicht und das ist schwer, hier zwickts und da könnte es besser laufen, aber he mir gehts echt gut. So oder so ähnlich hören wir uns an und andere Menschen antworten auf diese Aussagen meist im gleichen Grundton. Es ist schwer, wir sind busy, wir haben manchmal verlernt glücklich zu sein. Woran liegt das? Wieso können wir uns so selten über das Schöne in der Welt freuen?
14:56
October 30, 2016
Wieso Impulse immer richtig sind
Gestern war ich mit halber Kraft in der Veranstaltung, schon in der Nacht meldete sich die Grippe an. Nun stand ich da, mit halbvollem Akku und diskutierte mit den knapp 30 Leuten aus Kurs B über Syrien, Kriegsberichterstattung, Menschen die In Schwenningen im Vorraum der hiesigen Bank schlafen und über Medien, die Soziale Arbeit. Und da war es, der Impuls der angehenden Sozialarbeiterinnen ".. Das müssen wir was tun, oder..." Es ist nicht oft anzutreffen das Menschen intrinsisch diese Impulse wahrnehmen und dann auch aussprechen. Was sind denn diese Impulse und wie kann man sie hervorrufen?
16:25
October 29, 2016
Archetypen und der männliche Sozialarbeiter
Letzte Woche hatte ich in der Vorlesung über die seltsame Bewandnis gesprochen, dass Männer Soziale Arbeit studieren. Es ist irgendwie untypisch, feminin oder auch skurril angehaucht als Mann mit lauter Frauen zu studieren. Aus diesem Anlass habe ich mir die Archetypen nochmals angeschaut. Björn Thorsten Leimbach schreibt in seinem Buch "Männlichkeit leben" sehr klar über diese Urbilder die scheinbar in uns verankert sind. Liebhaber Potenziale Der Suchende Der Sohn Platz im Leben suchen Philosophie, Religion, Esoterik, Weltanschauung Unmögliches erreichen liebt es zu träumen Sucht nach einer Vision Der Mystiker sucht spirituelle Erfahrung Gurus, Esoterik, Mystische Erfahrungen Ekstase Der Kreative Querdenker Ideenreichtum Genie, Erfinder reißt Konventionen ein Zugang zum Krieger - Geld Der Genießer Spaß ist wichtig Erfahrungen Reiseblogger Beruf Sohn Das Kommunikationstalent Du fixiert zuhören, einfühlen, mitschwingen Prozessorientiert Sprunghaf
22:45
October 28, 2016
Ich werde als Sozialarbeiter vor Robotern bedroht
Marco Eckle hatte in den Sozialen Medien eine tolle Grafik über die Automatisierbarkeit des Sozialarbeiters gepostet. Zählt der Sozialarbeiter zur von Künstlicher Intelligenz und Roboter bedrohte Art? Sind Roboter die besseren Sozis? Einfühlsamer durch Biodatenschnittstellen, sensorische Reize und Echtzeitscanner? Sind Künstliche Intelligenzen vielleicht aber die Heilsbringer für die leidigen Dokumentations-- und Verwaltungsaufgaben? Wie umfassend lassen wir uns ersetzen? Haben wir überhaupt Mitspracherecht?
15:33
October 27, 2016
Die Vergangenheit loslassen
Gibt es Gott und ist das Leben von ihm vorgezeichnet? Haben wir uns das Leben hier und heute ausgesucht? Bewusste Entscheidung den Wahnsinn zu erleben? Gibt es vielleicht gar kein Karma und die Geistführer sind längst weg? Wir wissen es nicht und dies Unsicherheit spiegelt sich in unserem Selbst wieder. Wenn wir an einer Vergangenheit festhalten, einer Definition unseres Selbst, sind wir diese Person auch heute, ohne Veränderung. Es ist dann unsere Sicht in die Welt. Wenn wir loslassen, kann was Neues kommen, eine neue Definition von Welt, Leben und Ich.
15:49
October 26, 2016
FridayNightTalk mit Hendrik Epe
Wie kann Innovation in Sozialen Organisationen gelingen? Was ist Innovation überhaupt und ist sie auch gut für die Soziale Arbeit? Was machen Social Entrepreneure anders als die Sozialarbeiter der Neuzeit? Hendrik Epe, Sozialarbeiter und Experte für Innovation in Sozialen Einrichtungen hatte spontan Zeit um über diese Themen mit mir zu sprechen. Ausgehend von den Überlegungen einer Disruptiven Sozialen Arbeit gestaltete sich das Gespräch am Freitagnacht dann doch nicht so punktgenau. Es ist ein breites Feld mit mannigfaltigen Hürden und Blockaden. Kann es sein, dass Innovation niemals vorgesehen war? Sind wir verdammt hinterher zu hinken?
1:02:43
October 25, 2016
Vergeude nicht deine Zeit
Ich lese öfters in den Sozialen Netzwerken den Satz, man solle seine Zeit nicht vergeuden. Don´t waste time, so steht es auf vielen Instagram Bildchen. Was bedeutet das aber, welche Zeit ist denn vergeudet? Ich denke wir vergeuden täglich so viele Stunden, wir fokussieren und auf Belanglosigkeiten, Streits und Illusionen. Wir werden gefüttert von Fußball, Netflix und Amazon Prime. Wir vergeuden oft unser ganzes Leben um dann auf dem Sterbebett, in den letzten Minuten festzustellen was wirklich wichtig war und ist im Leben. Das Leben selbst! Schaut bei Euch nach, wie viel Zeit ihr durch sinnentleerte Arbeit, Streit, Kriegs- und Elendsmeldungen vergeudet. Wie so oft ist der Drang des Einzelnen Opfer der Masse. Der Mehrheit, den Normalen. Und wieder kommen mir Momo in den Sinn, die grauen Herren, Zeitsparkasse, Optimierung, Effizienz. Es ist doch toll gelebt zu werden!
11:24
October 24, 2016
Chin Puff, Fu Manchu oder doch blankziehen
HippsterBartträger sind die Rockstars der Café- und Promenadenszene 2016. Überall sehen wir Vollbärte, Krausbärte und jugendliche Bartanwärter in diesem Spätherbst. Der Trend ist klar, die Botschaft ebenso: Sei ein Mann! Ich find das sehr cool, auch wenn ich eher der halbglatte Typ bin. Parallel jedoch zieht eine anderer Hype die deutsche Männerwelt vor ungeahnte Konflikte. Sollen wir und nun den Genitalbereich auch mit Bartöl einreiben, Brusthaare weiterhin heißwaxen oder neue unentdeckte und dunkle Bereiche des eigenen Körpers ebenso haartechnisch absäbeln? Wirre Spiel um die Haare. Ob Hygiene oder Trend, es ist verwirrend.
16:15
October 23, 2016
Keine Demo für alle
Ich hatte mich schon damit arrangiert mich aus den politischen Treiben raus zuhalten Naja als Sozialarbeiter ist das immer ein wunder Punkt, man muss ja schon fast was tun wenn man irgendwo Probleme riecht. So auch in diesem Fall. Benedikt Geyer, einigen von dem Podcast "Irgendwas mit Menschen" bekannt, postete folgende Nachricht in einer Facebookgruppe. Hallo Kolleg_innen, Es gibt Bewegungen, die mich doch etwas beängstigen/irritieren/ärgern. Eine davon ist die Bewegung Demo für Alle. Dort mischt sich munter, was dem konservativen bis weit-rechts-außen Spektrum zuzuordnen ist. Konkret geht es um den Lehrplan zur #Sexualerziehung in Hessen (4). Die Organisator_innen der sog. "Demo für Alle" (1) sprechen in einem offenen Brief von der "Indoktrinierung von Kindern mit der Gender-Idiologie" und sprechen sich implizit gegen jede Form der Vielfalt aus und fordern "Denken Sie an die Kinder, leisten Sie Widerstand gegen diesen Wahnsinn! Jetzt." Eine nähere Auseinandersetzung mit den Ver
18:13
October 22, 2016
Mittelmaß kennt keine Grenzen
Wir sind von einer Infektion befallen die sich mit Tuberkulose messen kann. Eine Infektion des Geistes und der Seele. Wir finden sie überall, vom Ministerium bis in den Kindergarten. Es ist das Mittelmaß. Lange galt sie als deutsche Tugend. Irgendwie hat das Mittelmaß in Baden Württemberg Einzug in viele Köpfe und Herzen gehalten. Gleich sein, angepasst, nicht großkotzig, wie alle, ohne Probleme, mit vielen Versicherungen und Bequemlichkeiten. Wir schreiben Exzellenz Initiativen aus, sind wieder made in germany, sind Deutschland und doch... Mut und Alpha ist uns oft zuwider. Wir brauchen eine Rebellion, einen Crash, Elektroschocks für Gatekeeper und eine Prise Vertrauen. In uns!
15:39
October 21, 2016
Disruptive Soziale Arbeit
Disruptive Innovation im Sozialen Sektor ist an manchen Tagen ein Gedankenexperiment in meinen kreativen Arbeitsphasen. Ich versuche zu ergründen was die Soziale Arbeit so disruptives bräuchte um endlich aus dem Quark zu kommen. Welchen neuen Markt könnte die Soziale Arbeit denn aufmischen? Was aus den eignen Lagern müsste torpediert werden? Was müssen wir tun um von einer evolutionären Sustaining Innovation hin zu echter disruptiver Innovation zu kommen? Was ist das iPhone der Sozialen Arbeit?
16:55
October 20, 2016
Akzeptiere dein Sterben
Es ist oft leicht gesagt sich mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen. Menschen in der Familie werden älter, vergreisen, werden krank und manchmal gehen sie sprichwörtlich ein wie eine Primel. Wie gehen wir mit diesem Wissen und mit dem Gefühl des Sterbens um? Wir wissen es alle, klar, aber wie gehen wir mit dem Gefühl um? Ich bin im Alter von 24 Jahren mit dem eigenen Tod konfrontiert worden. Hat mich das im Umgang mit sterben umdenken oder umfühlen lassen? Ja, ich will leben. Ich will so arg leben, so intensiv, so frei, dass ich das manchmal kaum aushalte.
14:50
October 19, 2016
Hilfe ich bin medienaffin
Zu Beginn des Studiums hat man ja immer romantische Vorstellungen wo es hingeht. Je nachdem wie und wo man studiert ist natürlich sehr wichtig. Jeden Semesterstart nehme ich Studenten wahr die eigentlich recht medienaffin sind, jedoch im Laufe der Zeit diese Fähigkeit eher im privaten ausleben. Die Kompetenz in den Arbeitsalltag, die eigene Einrichtung und das eigene Tätigkeitsfeld zu übertragen ist eine schiere Mammutaufgabe, wenn die Organisation eher auf dem Mittelaltertrip beim Thema Internet ist. Teufelszeug sag ich nur! Wo und wie können aber jungfräuliche Erstsemester gehen wenn auch die eigene Fakultät den Medienbereich als eher nicht so zukunftsträchtig ansieht und die Soziale Einrichtung bei der man arbeitet eben sowenig Motivation hat? Oje... mal wieder der Untergang des Abendlandes.
15:57
October 18, 2016
Es ist Zeit nach Innen zu gehen
Auch der letzte hat es mitbekommen, wir haben Herbst. Im Herbst bieten sich neue Möglichkeiten, wenn man weiß wie, wo und was. Welche Möglichkeiten ich meine? Im Herbst beginnt die Natur sich langsam nach Innen zu wenden. Blätter wechseln die Farben und alles wird kraftloser. Es geht nach Innen. Wir assoziieren diese Zeit oft mit Decke, Tee, guten Büchern und ein Kaminfeuer. Wir leben allerdings in keiner emotional geprägten Industriewelt, im Business gibt es keinen Herbst, kein innen. Wir haben so langsam und stetig vergessen auf die Natur zu hören, sie wahrzunehmen. Wir quälen uns aus den Betten in der Nacht und kommen heim in der Nacht. Ob das irgendwie Auswirkungen auf uns hat? Diese beiden Zeitmodelle, das eine natürlich, das andere künstlich. Mal sehen was besser zu uns passt.
15:10
October 17, 2016