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wenden ... svoltare

wenden ... svoltare

By Anita Rossi
A podcast for changemakers

Wir stehen an einem Wendepunkt: Kulturwandel ja oder nein. Ist ein ökosozialer Wandel möglich? Das fragen sich viele. Ich auch. Darum rede ich am liebsten mit Menschen, die Altes auf den Kopf stellen und Neues wagen. In allen Bereichen unseres Alltags. Mit einem Augenzwinkern. Und mit Blick über den Tellerrand Südtirols hinaus.

La svolta ecosociale: Il futuro inizia adesso. Il coraggio di (s)voltare pagina e vita.
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#7 Papà avanti tutta

wenden ... svoltare

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#7 Diamoci una mossa
Quanto ci facciamo male con questo parto difficile del piano climatico altoatesino, con le misure concrete e impattanti rimandate da anno in anno, mentre un’estate da paura sta finendo e i Sustainability Days si sono appena conclusi con molte dichiarazioni di intenti. C’è chi sta cercando di risvegliare l’attivismo, chi sciopera e occupa strade e piazze come i Fridays for Future, chi mobilita contro l’indifferenza. Sono per lo più giovani arrabbiati e preoccupati per il proprio futuro e quello delle prossime generazioni. Ne ho parlato con il bolzanino Zeno Oberkofler, una delle menti dei FfF locali oltre che musicista professionista e studente di economia a Ferrara. Zeno è convinto che la cosa peggiore sia non far niente, crede alle movimentazioni di massa, sta cercando di non perdere la pazienza mentre riflette sul sistema economico da rivoluzionare. In questa puntata parliamo di attivismo per proteggere il clima, dei Fridays for Future Alto Adige/Südtirol e del lavoro che rimane da fare in tutti gli ambiti, partecipando, impegnandosi anche sul piano individuale – che in questo caso è più politico che mai. # bethechange climatechange crisiclimatica giustiziaclimatica Fridays for Future attivismo partecipazione
34:09
September 15, 2022
#6 Oder Kopf in den Sand?
Ökobilanz, Fußabdruck, Co2-Budget, Kostenwahrheit und Förderrichtlinien, die Klimaneutralität zur unabdingbaren Bedingung machen. Aber vor allem mutige, weil unbequeme, Prioritäten. Das ist das Rezept einer ernst zu nehmenden Klimapolitik. Dass die zwei Bedrohungen “Erderwärmung” und “Artensterben” Hand in Hand gehen und nicht von der Politik gegeneinander ausgespielt werden dürfen, und dass der Energiekonsum weltweit zuerst gedrosselt und dann erst Energie aus erneuerbaren Quellen erzeugt werden muss, davon zeigt sich Madeleine Rohrer überzeugt. Denn der Energiehunger ist im Athropozän zu groß für unseren Planeten. Die junge Geschäftsführerin des Südtiroler Dachverbands für Natur und Umwelt ist ein durch und durch politisch denkender und handelnder Mensch. Das Mandat der Meraner Umweltstadträtin im Rucksack und die Lust auf Gestalten im Blut, zeichnet Rohrer im Gespräch nach, worauf es ankommt, welche Rolle etwa der Gemeindeentwicklungsplan dabei spielt und was Menschen zu Asteroiden macht …  Kriegen wir noch die Kurve, oder stecken wir den Kopf in den Sand? @ Foto Thomas Zelger #bethechange #systemwandel #klimakatastrophe #artenvielfalt #erderwärmung #bettenstop #öffentlichefinanzierung #dachverbandfürnaturundumwelt #umweltschutz #klimapolitik #umweltpolitik #zivilgesellschaft
37:04
June 09, 2022
#5 Inkubator & Humus
Wir brauchen eine aktive Zivilgesellschaft, damit Veränderung möglich wird. Nur, wie kommen wir da hin? Katharina Erlacher und Katherina Longariva, die zwei Dialog-Pionierinnen der Sozialgenossenschaft blufink, glauben, dass Transformation und Entwicklung nur im gemeinsamen Denken geschieht, dass Räume geschaffen werden müssen für echte Begegnungen und Erkenntnisse im Dialog – Räume im Dazwischen: zwischen Möglichkeit und Utopie, Richtig und Falsch, Indidivuum und Kollektiv. Dazu haben die zwei jungen Frauen verschiedene Formate erfunden, zum Beispiel den Ideensalon, zu dem sie als Salonières des 21. Jahrhundert regelmäßig einladen. Eine gebende und eine nehmende – offene – Gesellschaft ist die Voraussetzung dafür, dass teilgenommen und letztlich gehandelt wird. Durch eine neue Dialogkultur entstehen neue Denkräume, neue Möglichkeiten, auch Problemlösungen. Die zwei Südtirolerinnen sehen sich als Befähigerinnen und Mutmacherinnen, auch in Hinblick auf die notwendige Veränderung und die zyklischen Transformations-Tätigkeiten von blufink, außerhalb unserer Bubbles.
32:11
May 12, 2022
#4 Identità multiple, autonomia e Ucraina
Autonomie, minoranze, libertà … partendo sempre dal principio che la libertà mia esiste solo se c’è anche la tua. Sono tanti gli smottamenti nel giro degli ultimi anni, che hanno messo in discussione l’unicità del nostro sistema di diritto, dei nostri stati, delle nostre democrazie – I nuovi nazionalismi, le contrapposizioni, le guerre, le migrazioni, l’emergenza climatica. Quello che sta emergendo ora spaventa molto, ma le paure diffuse creano terreno fertile per ulteriori pericolosi processi di destabilizzazione. L’esperto di diritto costituzionale comparato, italiano ed europeo, Francesco Palermo, analizza la situazione attuale e invita alla riflessione … in un momento storico dove le categorie politiche tradizionali e il modo di percepire l’economia e i diritti fondamentali saltano. E poi c’è la domanda da 100 milioni di dollari: cosa c’entrano l’acquario e la zuppa di pesce con la Guerra in Ucraina ed i vari conflitti di identità etniche o di interessi contrastanti? In questa puntata parliamo del clima geopolitico internazionale che sta cambiando, delle politiche di polarizzazione, della democrazia che oggi non può che essere di tipo partecipativo, di cosa c’entra in tutto questo lo statuto d’autonomia altoatesino, e infine, della necessità di non guardare dall’altra parte. foto: eurac research
36:20
April 14, 2022
#3 Aktivismus früher und heute
Das Um und Auf: Haltung. Eine, die das Gemeinwohl in den Vordergrund stellt, einen Systemwandel einfordert und in vielen Bereichen selbst auch lebt. Das ist der Kern vieler Aktionen von Evi Keifl, einer politisch Denkenden und Handelnden unserer kleinen Alpenprovinz. Schwer mit einer Bezeichnung zu fassen, die nicht das Wörtchen politisch enthält, war und ist Keifl als Katalysator, Resonanzkörper und Lautsprecher einer Bewegung tätig, die früher Ökobewegung hieß und sich heute Klimabewegung nennt. Die “femina politica” und streitbare Widerständlerin (Jahrgang 1956) ist auch als Medienfrau und Kommunikatorin tätig in den Bereichen Umweltschutz, Tierwohl, Verbraucherschutz, Feminismus und Zivilcourage. Beruf und Aktivismus vermischen sich bei ihr zur Lebensaufgabe. Mit ihrer Analyse der Zeitläufe werfen wir auch einen Blick auf die frühe ökosoziale Bewegung der 1980er und 1990er Jahre in Südtirol. #bethechange #systemwandel #ökosozialewende #klimakatastrophe #klimabewegung #climateaction #mahlzeit #ernährung #umweltschutz #tierwohl #aktivismus #zivilcourage #politik #feminismus #verbraucherschutz copyright Bild: Manuela Tessaro
36:03
March 17, 2022
#2 Basta (nur) Äpfel!
Knackig, süß und saftig - es geht auch anders, beim Apfel zum Beispiel. Die Palette der Möglichkeiten bei den Apfelsorten ist gigantisch, im Supermarkt-Regal finden wir aber nur die üblichen drei bis vier. Und wenn wir uns die Bäume anschauen, die diese Früchte getragen und zur Reife gebracht haben, dann lautet der Lieblingsspruch von Dominik Greiss: “furchtbar fruchtbar!” Augenscheinlich ist das Ausbeuten der Bäume in der intensiven Anbauweise. Sie lassen kein selbsterhaltendes System mehr zu: können nicht alleine aufrecht stehen, müssen gedüngt und bewässert werden, sind angewiesen auf Pflanzenschutz und werden zu Krüppeln zurechtgestutzt, damit der Ertrag gesichert und die Ernte in Monokultur maschinell ermöglicht wird. Die Abhängigkeiten werden deutlich, nicht nur jene der Pflanzen, auch jene der Menschen, die sie pflegen. Dominik Greiss ist Jungpionier in der Permakultur-Landwirtschaft, Experte alter Obstsorten (auch beim Verein Sortengarten Südtirol), lebt als nahezu Selbstversorger im Vinschgau und träumt von einer Kehrtwende – weg von der Industrialisierung im Obstbau und hin zu einer Vielfalt im Streuobstwiesen-Anbau, mit Sortenzüchtung vor Ort im Feld und mit der politischen Unterstützung von lokalen Kreisläufen. Die Nachfrage nach alten Obstsorten wächst, auch beim Apfel und nicht nur in der Gourmet-Nische. Die Vielfalt in Geschmack, Lagerung, Verwendung bedeutet auch Biodiversität und umgekehrt. Und nicht zu vergessen: Die Natur braucht uns nicht, aber wir sie ... #bethechange #sortengartensüdtirol #alteobstsorten #obstanbau #permakultur #saatgutvermehrung #selbstversorgung #biodiversität #seeds #farming
36:53
February 17, 2022
#1 Lasst uns eine Fliegenschiss-Party machen!
Aus dem Mund der Südtiroler Umweltaktivistin Maggy Gschnitzer heißt das: Lasst uns gemeinsam lästig sein, Druck ausüben, laut werden, die Wende einleiten. Ein Fliegenschiss allein stört kaum, aber das Ergebnis einer Fliegenschiss-Party, na, das könnte die Welt retten. Die Rede ist vom authentischen Leben, davon, die eigenen Werte zu leben, um das Glück zu finden und um für jenes von Mensch, Tier und Planet Erde zu kämpfen. Maggy Gschnitzer hat ihr junges Leben danach ausgerichtet, hat im Umweltschutz ihren Lebenssinn gefunden, nachdem sie vor neun Jahren ein Erweckungserlebnis unter Wasser hatte. Heute ist die Aktivistin weit weniger als Freiwillige auf Kampagnen weltweit unterwegs und vielmehr als Influencerin, Buchautorin, Referentin und Filmerin tätig. Ihr ganz persönlicher Motor ist die Hoffnung, die sie selbst tagtäglich nähren muss durchs eigene Handeln und durch das Netzwerk mit anderen Suchenden - Held*innen des Alltags. # bethechange, hope, projecthope, activism, animalrights, fortheplanet, sanusplanet, podcaster, influencer, climatechange Musik neu. Danke an Karl Michaeler ;-)
34:26
January 20, 2022
#22 "Sono arcistufa." 2022: l'anno del far rete
Mille sogni nel cassetto, una curiosità spiccata, indignazione e rabbia per le diverse ingiustizie sociali, una propensione per il salto nel buio – quello che ci vuole per vivere consciamente e prendersi le proprie responsabilità.  Il peso delle parole nella pratica femminista è importante. Ne sa qualcosa Christine Clignon, tuttofare nel senso migliore, imprenditrice e volontaria, comunicatrice e donna in rete, attivista, presidente di GEA - l’associazione che gestisce il Centro Antiviolenza e la Casa delle Donne di Bolzano, rubricista su SALTO.bz (kalašnikov&valeriana), altoatesina davvero multilingue … una rarità, quindi. In questa puntata, l’ultima del 2021, parliamo di potere e di privilegi, di coraggio civile e di passioni, ma soprattutto di voglia di cambiamento.
32:52
December 30, 2021
#21 Mein Traumprojekt "housing first"
Ganz unten ankommen … auf der Straße. Das kann jede/r nach einer schwierigen Lebensphase wie Krankheit, Arbeitsplatzverlust, Scheidung, Traumata und Flucht. Wohnungs- und Obdachlosigkeit ist demnach vielfältig. Menschen vom Rand in die Mitte ziehen, das wollen Projekte wie derzeit das Nachtquartier Dormizil in Bozen – sie wollen Schubkraft für Neues in der Sozialarbeit sein – neue, aber schon bewährte Ansätze wie das „housing first“. Das Südtiroler Freiwilligen-Urgestein Paul Tschigg erzählt von den bisherigen Erfahrungen und von den Beobachtungen in Bozen, von Verantwortung und Verantwortungslosigkeit, von den Bemühungen der Freiwilligen und den Fehlern der Politik, von kleinen und großen Erfolgen beim Helfen = Chancen ermöglichen. Italienweit sind laut ISTAT 0,2 % der Bevölkerung obdachlos, europaweit betrifft das Phänomen in absoluten Zahlen rund 700.000 Menschen (in Südtirol geht man von rund 500 Menschen aus). Die Bereitschaft der Zivilgesellschaft zu helfen – und das zeigen private Projekte wie das Dormizil – ist nicht nur in der Adventszeit groß. Während die institutionalisierte Unterstützung momentan noch zuschaut. Bildrechte: Maria Lobis
32:05
December 16, 2021
#20 Wieso jammern Bauern alle?
Saatgut von samenfesten Sorten. Was heißt das? Und wieso gibt es im Handel zu 98% nur mehr Hybrid-Samen zu kaufen? Sogar Biogärtner*innen und Bio-Bäuer*innen kaufen überwiegend Hybrid-Saatgut ein, ebenso Jungpflanzen aus Hybrid-Züchtung. Jedes Jahr neu, denn Vermehrung durch Gemüsesamen aus diesen Hybrid-Sorten (F1 steht auf dem Samenpaktl!) ist in der folgenden Saison nicht mehr möglich. Warum, das erklärt Elisabeth Kössler neben allerhand Missverständnissen zur Pflanzen-Vermehrung. Die Permakultur-Fachfrau ist in Südtirol mittlerweile zur Pionierin samenfester Pflanzensorten geworden. Was Elisabeth ärgert? Die Tatsache, dass Vielfalt in der Landwirtschaft kaum mehr geschätzt wird, und der Markt, die EU-Bestimmungen und Vorschriften das Leben der Bauern und Bäuerinnen zum Spießrutenlauf machen, noch schlimmer: sie in eine gefährliche Abhängigkeit drängen. Was die Gärtnerin glücklich macht? Das Leben in und mit der Natur, nach Permakultur-Prinzipien. Foto: copyright Karin Micheli
30:30
December 02, 2021
#19 Mutige Politik ist jetzt gefragt
Diese Trägheit des Systems gilt es zu überwinden, um Veränderung und Wende einzuleiten, beim Klima genauso wie bei der sozialen Gerechtigkeit – die übrigens nicht voneinander zu trennen sind. Das sagt David Hofmann, junger Physiker und Gehirnforscher aus Sterzing, in seiner Freizeit Aktivist. Gewaltfreier ziviler Ungehorsam ist sein Mittel, jenes der Umweltbewegung Extinction Rebellion, um die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger*innen in die Verantwortung zu nehmen. Das Gespräch kreist um die 1,5° C Erderwärmung als Minimalziel, um die globale Not einzudämmen, aber es befasst sich auch mit einer notwendigen Vermögenssteuer, um Fallen der Konsumindustrie und das Wissen der Neurowissenschaften. Dabei nennt David einige Absurditäten, fordert eine Abkehr vom Greenwashing und eine neue Vorsicht beim Allheilmittel Digitalisierung. Was hingegen global und lokal möglich und machbar ist, um die Klimaneutralität zu erreichen, und warum eine Klimawende mit eindeutig mehr Gerechtigkeit und mehr Lebensqualität einhergeht, das verdeutlicht der Wissenschaftler ... ohne Umschweife. Abseits von Weltuntergangsszenarien: “Wir müssen uns bemühen, Kurs zu ändern, damit wir Kurs halten”. David Hofmann war maßgeblich am Spinnen des Netzwerks für Klimaschutz und Klimaanpassungen in Südtirol beteiligt. 12 Forderungen an die Lokalpolitik sind dessen erste Ergebnisse. Siehe https://regalazukunft.info/
39:21
November 18, 2021
#18 Gefunden, was ich gesucht habe
Was pubertierende Kinder mit dem ökosozialen Wandel gemeinsam haben, wie dieser gelebt werden kann und was soziales Engagement mit sich bringt, das erzählt Alexander Nitz von der Hausleitung des HdS in Brixen (Haus der Solidarität). Die Podcast-Folge setzt sich mit Obdachlosigkeit in Südtirol auseinander, obdachlos aus welchem Grund auch immer, und spricht systemische Defizite im Auffangen von Notsituationen an. Die Einrichtung HdS – das „kunterbunte Zwischenwohnen“ im Brixner Stadtteil Milland - wird bald 20 Jahre alt. Die Struktur bietet jährlich an die 150 Menschen eine Bleibe und daneben auch Begleitung in eine neue Form von Selbstständigkeit. Sie tat und tut dies gänzlich ohne öffentliche Beiträge, um unabhängig und „frei“ zu bleiben, dafür mit einer Riesenanstrengung von vielen Haupt- und Ehrenamtlichen. Was das heißt und wie Solidarität, Zivilcourage und soziales Engagement auf der einen Seite sinnstiftend und energetisierend wirkt, auf der anderen Seite politisch und populistisch instrumentalisiert wird (Etikett „Gutmenschen“), ist ebenso Thema wie Alex‘ Auffassung von gutem Leben und Überlegungen zur Art des Wandels, der ansteht. Bild: © Jewgeni Roppel
32:00
November 04, 2021
#17 Non escludere nessunƏ
Un femminismo attento alle differenze? Un femminismo transfemminista? Un femminismo decoloniale? Beh, quando si parla di femminismo, il plurale è d’obbligo. Ma quali sono le differenze che creano questi filoni diversi tra di loro? E come fare rete o imparare le une dalle altre? Rachele Sordi, educatrice sociale ma anche ambientale coordina la cooperativa sociale Officine Vispa a Bolzano e si sente mediatrice. La giovane attivista è molto impegnata nella lotta per una società più equa. Al momento nell’associazione Liscià – donne che raccontano donne. Quello che colpisce più di ogni cosa di Rachele è che vive a 360° gradi: il lavoro è anche impegno politico, è anche visione, è anche tempo libero e soprattutto crescita personale. Tutto è connesso, se la teoria viene messa in pratica, viene vissuta. In questa puntata parliamo di discriminazioni e di privilegi in Alto Adige e di rabbia come motore di cambiamento sociale, anche del perché “inclusione” parte col piede sbagliato. Copyright foto: Liscià
32:18
October 21, 2021
#16 REX oder Der Kern der Dinge
Dinge, Gegenstände, Materialien – wir kaufen sie, wir benutzen sie, wir werfen sie weg. Oder wir finden eine neue Verwendung. Auf den Kern dieser Alltagsdinge schaut ein Künstler aus Wien, der sich allen Kategorien entzieht, obwohl er sich selbst als Bildhauer betrachtet: Götz Bury. Mit seinen Fundstücken und Objekten stellt er, ohne anzuklagen, die alles entscheidende MACHT-Frage. Bury war neulich mit einer Performance in Brixen, anlässlich der Tage der Offenen Tür im REX, einem neuen Treffpunkt für Menschen, die sich Gedanken über Konsum machen und die Lebenszeit der Dinge verlängern möchten. Diesen besonderen Ort im Zeichen der Wiederverwertung, angesiedelt in einer aufgelassenen Militärkaserne, stelle ich in dieser Podcast-Folge vor, mit seiner Seele und Macherin, der jungen Flickmeisterin Julia Vontavon.
29:48
October 07, 2021
#15 Real men are feminists
Auch wenn er das wörtlich nicht 1:1 sagt, so ist der coole T-Shirt-Slogans doch das Fazit eines Gesprächs mit dem Experten für Gewaltprävention Lukas Schwienbacher. Der Ultner Pädagoge, Vater und Bergretter steht mit Überzeugung dafür ein, dass Männer sich dringend und eingehend mit ihrer Rolle und mit den toxischen patriarchalen Strukturen und Machtverhältnissen auseinandersetzen, um die Gesellschaft voranzubringen, aber auch um mehr individuelles Glück zuzulassen. Ermächtigung auf der einen, Entmachtung auf der anderen Seite … Was wie ein Privilegienkrieg klingt, Reibungen entstehen lässt, wird für Schwienbacher zur Win-win-Situation für alle, unabhängig vom biologischen oder sozialen Geschlecht. Wo Handlungsbedarf besteht, wie Ungleichheit beseitigt und Gewalt vermieden wird, und schließlich was Feminismus für die Präventionsarbeit leisten kann, darüber zerbricht sich der Koordinator der Fachstelle Gewalt im Forum Prävention den Kopf, anlässlich des „Action Day Frauenmarsch – Donne in marcia“ am 25. September in Bozen.
28:28
September 23, 2021
#14 Fare la differenza
“Il cambiamento è inevitabile, ora si tratta di velocizzare i tempi, perché siamo in un'emergenza", di questo è convinta Cecilia Muñoz, animatrice interculturale e artista meranese con radici argentine. Non parla di introdurre nuove leggi o di fare qualche investimento in più, ma di un cambiamento epocale che comprende il nostro modo di vivere e rapportarci con l’ambiente come con le persone. Per questo chiama in causa soprattutto il femminismo. E lo fa partendo dalla rabbia di ni una menos, movimento nato proprio nella sua terra di origine nel 2015, con l’intento di scardinare un sistema, il patriarcato. Nella puntata non si parla solo di “femminismo”, che tuttora spaventa (!), di azioni collettive per risolvere il problema delle disuguaglianze, si parla anche dell’importanza di osservare e ascoltare prima di intervenire … della potenza delle parole, che fanno sempre la differenza.
33:02
September 09, 2021
#13 Just do it!
„Soziale Landwirtschaft“: Was ist damit gemeint? Und wie lebt es sich auf einem Bauernhof, der Arbeitseingliederung ermöglicht? Miriam Zenorini und ihr Mann Mirco Postinghel begleiten Menschen, die aus der Bahn geworfen wurden oder ihre Bahn noch gar nicht gefunden haben. Sie tun dies seit drei Jahren als Biolandwirte am Stadtrand von Brixen, am Vintlerhof. Sette ettari di terreno: coltivazione di ortaggi, vigne, api, galline, anatre, pecore, punto vendita, ma anche agriturismo, punto ristoro con piatti genuini (a km0), asilo nel bosco, pet therapy con asini, inserimento lavorativo di persone con difficoltà: moltissime sfide umane, ma anche climatiche nel lavoro quotidiano sia nei campi che nella stalla e nell‘agriturismo della fattoria certificata biologica. Sfide, che i due affrontano con grande tenacia.
36:07
July 08, 2021
#12 Unser System be-hindert
, dass alle Menschen gleichen Zugang zu Ressourcen und Möglichkeiten haben“, meint die junge Südtiroler Kindergärtnerin und Aktivistin Julia Dalsant. Ein Gespräch über Barrieren in unserem System - ob Sprachbarrieren oder mentale Barrieren – und über den Mut, auf diese Ungerechtigkeiten lautstark hinzuweisen. Die Pädagogin steckt viele ihrer Energien in den Bildungsbereich und in den politischen Aktivismus: gegen Rassismen, Sexismen & Co.   Wie das alles zusammenhänge, welchen Stellenwert Diversität im Kindergarten hat und haben kann, UND vor allem, wie das gehe, Vorurteile schon im Kindergarten abzubauen, das beschäftigt die Umtriebige nicht nur beruflich. Beruf & Berufung in einem. Aber auch über die Schattenseiten von Aktivismus denkt Dalsant laut nach, über schmerzhafte Erfahrungen von Grenzen, Verantwortung und Mitverantwortung.
35:47
June 24, 2021
#11 Wandel hier und gleich
Lisa Maria Kager mag eine Träumerin sein, aber genauso ist sie eine Anpackerin und Realistin. Genug, um zu wissen, was sie tut und dass Wandel in erster Linie harte Arbeit ist – an sich selbst und an der Gesellschaft. Vor einigen Jahren haben sie und ihre Familie in St. Pauls bei Eppan den elterlichen Hof im konventionellen Apfelanbau komplett umgestellt auf Mischkultur: Kräuter, Gemüse- und Obstbau – in Direktvermarktung. Begonnen mit den Lehren der Permakultur, hat vor allem die junge Generation einen Schritt weiter gesetzt und arbeitet nun nach den Prinzipien der regenerativen Landwirtschaft: dem Boden zurückgeben, was du ihm nimmst, Humusaufbau, kein Pflügen … um nur einige der Grundsätze zu nennen. Heute lebt und arbeitet die junge Kommunikationsfrau, Landwirtin, Yogalehrerin und Mutter am Hof des Wandels, liefert gern Impulse und zettelt damit kleine und größere Revolutionen an.
33:17
June 10, 2021
#10 La cronaca non è mai neutrale
Chi urla più forte … non ha per questo ragione. E chi tira in ballo il diritto di cronaca come scusa per stare dalla parte dell’aggressore, non ha capito le nozioni base del mestiere giornalistico. Come chi si aggrappa ad un linguaggio che non rispetta le donne e diventa parte dell’abuso... Un ritaglio del problema è determinato proprio dai mass media, da quella fetta di giornalismo che invece di mettere il dito nella piaga culturale, manca di responsabilità civile. Perché la lettura del fatto segue sempre la narrazione che ne viene fatta. Ecco perché c’entrano le testate giornalistiche online e offline, audio, video e/o a mezzo stampa. È di questo che parlo con la giornalista Monica Pietrangeli, romana di nascita e bolzanina d’azione – attivista femminista nei sindacati di categoria e parte della rete GiULia giornaliste. Nella puntata emerge il fatto che, tuttora, il punto di vista della vittima spesso manca. Per darle voce e per non fare cancellare le donne dalla e nella vita pubblica ci vuole ancora molto impegno da parte delle giornaliste e dei giornalisti: impegno per dire NO alla narrazione tossica.
38:02
May 27, 2021
#9 Biodiversität = Lebensvielfalt
„Raus aus der Komfortzone“ heißt es bei Myrtha Zierock. Die Lust am Experimentieren ist größer als das „immer schon so gemacht“. Und man schmeckt sie, die Experimentierfreude, auch am Teller. Denn das Gemüse, das sie im Trentino zieht, ist nach Prinzipien herangereift, die naturnah und so biodivers wie nur möglich sind. Diese Vielfalt ist ein Markenzeichen – beim Gemüse genauso wie beim Rohmilch-Käse und beim biodynamischen Spitzenwein des Familienguts Foradori in der Piana Rotaliana, der Talebene um Mezzolombardo. „Da wächst nicht nur Löwenzahn“ zwischen den Rebzeilen, staunen die Nachbarn. Da grasen entweder Kühe, oder es sprießen Kohlarten, Radieschen und Asiasalate in allen Farben und Formen. „Der Hof ist ein Organismus, und wir sind Teil davon“, erklärt die junge Start-up-Unternehmerin, Umweltwissenschaftlerin und „Market Gardening“-Expertin. Den Ansatz dieser biointensiven Art von Permakultur hat sie in Kanada gelernt und vor drei Jahren ins Trentino importiert, wo sie seitdem erfolgreich beweist, dass es sehr wohl Querdenker*innen-Möglichkeiten gibt, Landwirtschaft zu gestalten. Und, dass Biodiversität in der Natur und Lebensvielfalt im menschlichen Dasein eindeutig einhergehen.
36:36
May 13, 2021
#8 Prima l'essere umano
non prima i bolzanini, i roveretani, non prima gli italiani  … caso mai prima i più deboli. È quello che sottolinea il noto avvocato difensore, appassionato di diritti fondamentali Nicola Canestrini. Il fulcro dal quale parte il suo istinto legale è la Difesa penale. Il suo impegno professionale e sociale è tutt’uno, mirato a rimuovere le disuguaglianze, visto che è questo il compito di ogni Stato e il compito della legge. Per Canestrini “o i diritti si difendono sempre e ovunque o diventa un problema di coerenza”, per questo per quanto antipatico possa sembrare “un’avvocato e un’avvocata non è solo tale quando indossa la toga in tribunale”. Nella puntata si parla di delicatissimo equilibrio fra potere e società, di stato di diritto, di giornalisti “watchdogs of democracy”, di libertà di espressione e diritto di cronaca, anche di Convenzione di Istanbul sulla prevenzione e la lotta alla violenza contro le donne.
33:05
April 29, 2021
#7 Selber machen befreit
… von finanziellen Abhängigkeiten, aber nicht nur. Auch von Zwängen, die in unseren Köpfen herumspuken: Konsumzwang und Leistungsdruck vor allem. Die Selbstversorgerin und Gemeinschaftsgärtnerin Irene Hager betrachtet ihre Art zu leben, sich und ihre Familie selbst zu versorgen, als Geschenk, als Befreiungsschlag und als politischen Auftrag. Das wirtschaftliche Weiter-So aus der VOR-Corona-Zeit ist keine Option für sie. So beobachtet die Kräuterfachfrau, Buchautorin und Museumspädagogin mit Genugtuung, dass altes Wissen, Handarbeit, regionale Kreisläufe, kleinstrukturierte Landwirtschaft, Ressourcenschonung und eben auch Selbstversorgung erneut einen Platz in der Gesellschaft bekommen, beinahe zu Trendsettern werden. Wobei Selbstversorgung mit Vorratswirtschaft und mit einem Gemeinschaftsgedanken einhergeht: Nachbar*innen, Freund*innen, Weggefährt*innen – alle tragen dazu bei, dass alle möglichst alles haben, was sie brauchen. Und niemand zurückbleibt.
30:55
April 15, 2021
#6 Slower, smarter, safer
Das sind die drei Eigenschaften, die wir (nicht nur) im Tourismus künftig beherzigen werden oder beherzigen sollten – je nachdem wie optimistisch du in die Zukunft blickst. Der Tourismushistoriker und ehemalige grüne Landtagsabgeordnete Hans Heiss beschäftigt sich schon seit langem mit der Tradition des Gastgewerbes im Alpenraum, und er plädiert für einen Tourismus, der sich intelligent mäßigt, um konkurrenzfähig zu bleiben. Und nachdem wir alle Tourist*innen sind, viele von uns im Tourismus tätig oder indirekt mit Tourist*innen konfrontiert - und sei es, weil wir über die Gäste-Horden schimpfen, die jährlich unsere Straßen verstopfen -, sollten wir uns diesem brisanten Aspekt unseres Wirtschaftens stellen: Tourismusindustrie oder Tourismushandwerk, stetiges Wachstum oder Gesundschrumpfung? Was wünschen wir uns für die Zeit nach der Pandemie? Und welche Linie darf nicht überschritten werden, damit es uns ALLEN dabei gut geht? copyright Porträtfoto: Manuela Tessaro
34:53
April 01, 2021
#5 Mutige Entscheidungen fällig
Lust auf Veränderung? Mit der größtmöglichen Wirkung auf Gesundheit und Umwelt? Dann lautet das Ziel, fahrradmobil(er) sein. Die Geschäftsführerin des Ökoinstituts Südtirol Irene Senfter, selbst begeisterte Radfahrerin, mag nicht von Verzicht reden, sondern von Genuss – beim Umstieg vom passiven Verkehrsmittel Auto auf das aktive „in die Pedale Treten“. 40% unserer Alltagswege (nicht nur in Südtirol) sind kürzer als 5 km, 20% sogar kürzer als 2,5 km, und 60% dieser Alltagswege sind kürzer als 10 km. Fast die Hälfte davon, lässt sich also mit dem Fahrrad zurücklegen. Nur wenige Gemeinden können im alpinen Raum mit einer klimatischen Entschuldigung dagegen kontern. Senfters Mantra lautet: Wir alle müssen, aber vielmehr die Politik muss mutiger entscheiden und das Auto zum geduldeten Gast und nicht mehr zum Star in unseren Dörfern und Städten machen. Was auf keinen Fall gelingt: Radmobilität zu fördern und gleichzeitig motorisierte Mobilität nicht einzuschränken. Auch in der Verkehrspolitik lauten die Schlagwörter: Mut & Rücksicht. Mehr Mut, sinnvolle, aber anfangs unsympathische Entscheidungen durchzuboxen, und mehr Rücksicht auf Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. Foto: © Ivo Maier
32:20
March 18, 2021
#4 Veränderung ist lebenserhaltend
oder, wie die Vinschger sagen: Holla, stop so! Die junge Bürger*genossenschaft Obervinschgau „Da“ ist ein Gegenversuch zum alten Wachstumsdenken in der Wirtschaft. Ihre Mitglieder sagen Pfui zu einer weiteren Steigerung von Konsum und Konkurrenz, und sie sagen Hui zu mehr Kooperation und Vielfalt in einer überschaubaren Region, die ihre Identität sucht. Zugrunde liegt dieser Gemeinschaft das Wissen, dass es althergebracht nicht weitergehen gehen. Nur, wie geht es dann? Not macht erfinderisch … Die Menschen hinter der Obervinschger Bürger*genossenschaft, allen voran der Bildungswissenschaftler Armin Bernhard, haben mittlerweile eine Ahnung entwickelt, wie Alternativen aussehen könnten. Sie versuchen sich seit fünf Jahren mit praktischen Beispielen im Brückenbau vom Bisher zum Nachher, z.B. mit einer ortsnahen Lebensmittelproduktion. Fazit: Langfristig sinnvoll sind nur ökologisch und menschlich tragbare Projekte im Sinne eines „guten Lebens“.
38:27
March 04, 2021
#3 Wie ernst nehmen wir Menschenrechte?
Das ist eine der Fragen, die sich Daniela Unterholzner täglich stellt. Neben der Beobachtung, dass jede*r Mensch unterschiedliche Ressourcen hat, um Krisen zu bewältigen. Wer in Armut und Scham lebt, ist auch weniger resilient. Die junge Tisnerin leitet seit drei Jahren das neunerhaus in Wien und beobachtet zusammen mit ihrem großen Team, dass Obdachlosigkeit in Europa jünger, weiblicher und geografisch mobiler wird. Ihre Devise: Hinschauen und zwar gerade dort, wo’s weh tut, wo der Zugang zum Wohnen und zur Gesundheitsversorgung versagt sind. Und dann aus der Empörung heraus handeln, denn „Das kann doch nicht sein!“ Mit seinem Ansatz „Housing first“ – zuerst eine Wohnung, dann alles andere – ist neunerhaus in der Bekämpfung von Wohnungs- und Obdachlosigkeit erfolgreich. Die promovierte Historikerin und Marketing-Expertin mit Südtiroler Wurzeln sieht die größte Herausforderung der Zukunft darin, soziale und ökologische Fragen zusammenzudenken. Und Rückenwind komme gerade aus dem allgemeinen Notstand. copyright Foto: Christoph Liebentritt
33:15
February 18, 2021
#2 Es ist Pflicht der Wissenschaft, Handlungsbedarf mitzuteilen
 „Mit einem schönen dicken elektrifizierten SUV rumzufahren, das wird’s nicht sein“, meint der Klimafolgenforscher Marc Zebisch zur Zukunft im Zeitalter der Klimaneutralität. Der wissenschaftliche Leiter am eurac-Institut für Erdbeobachtung ist auch einer der Mitbegründer von „Scientists for Future Südtirol“. Global schlittern wir einer Klimakatastrophe entgegen, erstmals in der Erdgeschichte vom Menschen verursacht. Warum die Politik immer noch zu langsam auf diesen Klimawandel reagiert, warum Greta Thunberg und Fridays for Future die Wende herbeiführen könnten und was wir alle für die Reduzierung der Treibhausemissionen tun soll(t)en, das erzählt Zebisch in dieser Folge. Auch dass ein Teil der Wirtschaft bereits kapiert hat, dass Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel und Klimaschutz ein Geschäftsfeld darstellen. Mein persönlicher Aha-Effekt: Der größte Beitrag, den wir Einzelne leisten können, ist das Einfordern einer anderen Politik. Erst danach kommt unser CO2-Fußabdruck mit Änderungen im Konsumverhalten. Fotorechte Ivo Corrà
39:34
February 04, 2021
#1 Die Freiheit Rücksicht zu nehmen
Was praktische Philosophie von Astrologie unterscheidet, beim Blick in die Kristallkugel zum Jahresbeginn 2021 und wie sie uns im Pandemie-Alltag helfen kann, das erzählt Esther Redolfi, Bozner Philosophin und Ethikerin. Wie steht es um deinen Hausverstand? Und ärgerst du dich auch, wenn andere ihn nicht walten lassen? Dann wirst du dich in angewandter Ethik und praktischer Philosophie wohlfühlen. Sie liefern Instrumente, um sich auf die Suche zu machen nach den großen und eben auch kleinen Fragen des Lebens. Hausverstand, aber auch Freiheit und Verantwortung sind wichtige Stichworte in der aktuellen unliebsamen Situation. Nicht anders als früher, in Antike oder Aufklärung.
30:31
January 21, 2021
Best of 2020
16 episodes, 18 protagonists, ... a lot of learning. I'm still filled with wonder and gratitude.    Bis bald - a presto!
05:15
January 10, 2021
#16 Nie wieder business as usual
in memoriam Agitu Ideo Gudeta - Soziologin, Ziegenzüchterin, Käserin und Biobäuerin (ermordet am 29.12.2020) Bilanz ziehen zu Jahresende: Psychohygiene beim Aufräumen und gleichzeitig Luftholen für Neues. Das tu ich mit einer Frau, die sich schwer in Schubladen pressen lässt, mit der Unternehmerin Marion Maier aus dem Südtiroler Unterland. Ihr Krisenjahr 2020 hat sie bestärkt in Lebens-Entscheidungen, hat ihren Weg geebnet für noch mehr Wandel und Engagement fürs große Ganze. Tun und nicht nur reden - lautet ihr Motto. Den Gedanken eines ganz Großen (Mahatma Gandhi) herunterbrechend auf unseren Alltag: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht, für die Welt. Viel Spannendes, Inspirierendes und Gutes in der Veränderung 2021 wünsch ich dir!
31:58
December 31, 2020
#15 Christmas Special 2020
Zwei junge Südtirolerinnen in Subsahara Afrika: die eine, Julia Lantschner, in Tansania, die andere, Verena Michaeler, in Uganda. Beide leben bereits seit Jahren ihren ganz persönlichen Wandel. Was wissen wir darüber, wie die derzeitige Krise auch anderswo ein- und zugeschlagen hat, Menschen bewegt? Vor allem vom Süden der Welt erreichen uns nur selten Nachrichten über die üblichen Kanäle. Wenn Die Grenzen unserer Sprache die Grenzen unserer Welt sind (Wittgenstein), dann sind die Grenzen der Berichterstattung genauso die Grenzen unserer Welt. Ein Denkimpuls mit herzlichen Weihnachtsgrüßen!
37:46
December 24, 2020
#14 Siamo stufe di chiedere
Gli ultimi 30 anni di lotta contro le ingiustizie nei contronti delle donne - in Alto Adige, in Italia, nel mondo... L’avvocata e attivista per i diritti delle donne Marcella Pirrone la sa lunga sulla strada percorsa e sintetizza il momento storico: La crisi che viviamo (Covid, clima, disgregazione sociale) è indubbiamente la crisi di un modello dalla gestione maschile. Invece, le donne hanno retto bene all’urto, occupandosi – come sempre - del lavoro di cura, in famiglia, negli ospedali, nelle strutture per gli anziani, nelle scuole, e sono di nuovo e prevalentemente donne a guidare il cambiamento. Ma quale? „Il cambiamento che vogliamo è non lasciare dietro nessuno“, in questo crede Marcella Pirrone, che a capo della rete europea WAVE vede la necessità di implementare la Convenzione di Istanbul sulla violenza contro le donne e di rafforzare i centri antiviolenza, sempre più sotto attacco da parte di politiche di destra e sempre più depauperati dai finanziamenti pubblici. fotografata da Manuela Tessaro
40:60
December 17, 2020
#13 Kunst als Humus
Lockdown – Lockout, Einschnitt und kreativer Widerstand. Und über allem schwebt die Sorge um die finanzielle Absicherung und um ein Prekariat hoch2. Zwei Kunstschaffende erzählen von ihrem Alltag im Lockdown, fragen sich und uns nach dem Stellenwert und der Aufgabe der Kunst in unserer krisengebeutelten Gesellschaft. Sie fragen nach, ob eine Gesellschaft ohne Kunst überhaupt sein kann und wie Allianzen den Berufsstand der KünstlerInnen retten können. AliPaloma und Hannes Egger über aktuelle Entwicklungen in der Südtiroler Kunstszene und zur Frage nach der Systemrelevanz von Kunst. Foto: links Hannes Egger, fotografiert von Maria Gapp („Ich kann keine Kunst mehr sehen“) – rechts AliPaloma, fotografiert von Leonhard Angerer („Unter der Maske“)
36:36
December 03, 2020
Best-of dei primi 12 episodi
Lockdown2, 2nd chance? Siamo nuovamente impantanati. E sì, siamo senza dubbio in una crisi profonda, iniziata ben prima che la pandemia ci rallentasse, ma ora accentuata enormemente. Sono in gioco i nostri mezzi di sussistenza, il nostro benessere collettivo costruito a mo‘ di castello di carta, ipotecato non solo a vita ma sul futuro delle prossime generazioni. Non voglio essere cinica, perché il cinismo non ci porta da nessuna parte e ci toglie la capacità di sognare e di immaginare un mondo nuovo. Quindi, che ne dici di approfittare di questo momento di stallo tanto assurdo quanto „utile“? È per questo che ho iniziato a produrre un podcast, per farmi trascinare – con l’orecchio - da chi ha le idee più chiare e tanta voglia di cambiamento. Ogni 2 settimane trovi un episodio in lingua italiana o tedesca (vivo a confine con l’Austria), a seconda dell’ospite. Prestami un orecchio, se vuoi!
03:50
November 26, 2020
#12 Heimat, Fremde … ja, was denn nun?
„Damit positive Veränderung möglich ist, braucht es mehr als eine Krise. Es braucht den Willen einer Gesellschaft zur Veränderung.“ Soviel weiß die Sozialanthropologin Johanna Mitterhofer, Forscherin an Eurac, am Institut für Minderheitenrecht. Und dieser Wille hat in der Migrationsgesellschaft Südtirols bisher eindeutig gefehlt. Trotzdem ist in den letzten zwei Jahrzehnten vieles passiert, das Althergebrachtes auf den Kopf stellt. Die Politik hat lang den Kopf in den Sand gesteckt und wenn, dann nur auf Druck der Zivilgesellschaft reagiert. Aber „Seßhaftigkeit ist die Ausnahme, nicht Migration“. Was das heißt, nicht nur für Südtirol, und wie Integration und Inklusion eine ganze Gesellschaft positiv verändert, das erzählt Johanna auf der Grundlage des Eurac-Migrationsreports (September 2020). Ganz nach Karl Valentins Denkansporn: „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“. Foto: Eurac Research
40:10
November 19, 2020
#11 I sogni vanno alimentati
" ... e bisogna farlo con costanza." È quello che dice l’allevatrice di capre e casara Agitu Ideo Gudeta dalla “sua” valle dei Mocheni. La sociologa per formazione e contadina per vocazione, nata e cresciuta in Etiopia, poi rifugiata politica, ora vive il suo sogno in una valle sperduta delle Alpi trentine: un’idea di sostenibilità, di recupero del territorio e di vecchie tradizioni contadine che rendono felici, non solo le capre … #vivereconlanatura #ritmidellanatura #allevamentocapre #formaggiocapra #casara #Etiopia #valledeiMocheni #caprafelice
27:23
November 05, 2020
#10 Weidekultur und Wolfsgedanken
Der Wanderhirte Markus Mahlknecht über Weidekultur und Weidewirtschaft früher und heute. Darüber, dass eine artgerechte Tierhaltung und die jahrtausendjährige Erfahrung von Schäfern nicht nur der beste Herdenschutz, sondern der einzig praktikable Schutz vor Raubtieren ist. Wolf und Bär brauchen Widerstand. Was die Natur mit einem macht, der sich das ganze Jahr über mit einer Schafherde den Naturkräften aussetzt, was Vegetarier voraushaben und warum wir unbedingt wieder auf den Geschmack von Schaffleisch kommen sollten.
34:20
October 22, 2020
#9 Kooperation bringt uns weiter als Konkurrenz
Der Kommunikationsdesigner an der Uni Bozen Kris Krois über Aktivismus. Seinen eigenen und den von anderen. Sein Motto? „Raus aus den Bullshit-Jobs“. Er plädiert fürs Finden und Erfinden von Jobs, die nicht sinnentkoppelt sind, und für eine echte Nachhaltigkeit im Sinne von Science for Future und des Südtiroler Zukunftspaktes. Und er wünscht sich und uns allen einen tiefgreifenden Wandel, Mut bei der notwendigen und dringenden Transformation unseres Lebens und unserer Gesellschaft. Lokal genauso wie global.
31:59
October 08, 2020
#8 Kunst&Kultur IST lebensnotwendig
Manuela Kerer hat zeitgenössische Musik zu ihrem Beruf gemacht und mag das Attribut „schräg“ nicht, das viele damit assoziieren. Sie definiert sich als Kultur-Unternehmerin: „Ich bin Unternehmerin, ich verkaufe ein Produkt“. Die Komponistin aus Brixen über die Frage nach der Rolle von Kunst in unserer Gesellschaft, über unsichere Zeiten und die Zukunft der KünstlerInnen, über eine fehlende Streitkultur, Frauen in ihrem Gewerbe, dringend notwendige Entscheidungen der Kulturpolitik, ein neu zu findendes Gleichgewicht von Tradition und Moderne in Südtirols Kultur und über eine Haltung des Staunens als Einstieg in Fragen des Alltags. www.manuela-kerer.bz fotografiert von Ingrid Heiss
35:38
September 24, 2020
#7 Papà avanti tutta
“Se vogliamo scardinare il sistema, dobbiamo investire nei futuri padri”: La ricercatrice Silvia Vogliotti, vicedirettrice dell’Istituto per la Promozione dei Lavoratori AFI/IPL di Bolzano, sulle sfide della conciliazione tra famiglia e lavoro, sull’occupazione femminile prima, durante e soprattutto dopo il lockdown, sulla differenza sostanziale tra telelavoro e smart working. E, infine, sulla condivisione della genitorialità come “chiave di svolta”.
39:16
September 10, 2020
#6 Ich möchte gerne arbeiten
Die Haus- und Palliativärztin Ingrid Windisch über narrative Medizin und ihre Implikationen für die Gesellschaft, übers Zuhören, Ernstnehmen und Beobachten-Können und zwar nicht nur in der Ärztin-Patient Beziehung. Ein ganzheitlicher Blick auf das eigene Tun öffnet neue Perspektiven auch für den individuellen und gesellschaftlichen Wandel.
31:19
June 25, 2020
#5 Autoproduco, ergo sum
La regista, saggista ed ecologista Elisa Nicoli sulla smania di autoprodurre, sulle molte possibilità di ridurre l’impatto delle nostre azioni sull’ambiente, sulla quotidianità “alternativa”, la riduzione di rifiuti e superfluo, ed il divertimento di creare, anche con le mani.
27:45
June 18, 2020
#4 Qualität vor Quantität
Die Biologin, Umweltökonomin und Umweltpolitologin Sonja Gantioler über das Recht auf Grün in der Stadt, darüber dass Grün noch lange nicht grün ist, dass die Qualität von Grün entscheidend ist für unsere Lebensqualität und jene von Tieren. Auch darüber wie das Grün gerecht verteilt wird, wie klimafitte Städte zu gestalten sind und wo am meisten Handlungsbedarf ist. Im Privaten: Weg mit den Sichtschutzhecken, her mit dem Dschungel am Balkon.
31:53
June 11, 2020
#3 Den Neustart können Sie sich sonstwohin schmieren
Die junge Neurobiologin und Wortaktivistin Barbara Plagg über das Reizwort „Neustart“ nach der Coronakrise, ver-rückte Machtgefüge, über Feminismus, soziale Gerechtigkeit und die Notwendigkeit, sich einzubringen und sich mit den Schwächeren zu solidarisieren. 
31:50
June 04, 2020
#2 L’ascensore sociale non deve fermarsi al pianterreno
La vicepresidente dell’INPS e politica bolzanina Luisa Gnecchi sul periodo di lockdown, il telelavoro, la reclusione sociale, le fragilità ingigantite e i cambiamenti nella società con e a seguito della pandemia.
31:49
May 28, 2020
#1 Oberflächlich ist alles wie immer
Die Psychotherapeutin Karin Gusella aus Brixen über die individuelle und die gesellschaftliche Krise, über Zwangsverpflichtung und Ohnmacht nach Ausbruch der Corona-Pandemie. Was macht das labile soziale Gefüge mit uns, was soll Verzicht, wie äußert sich Resilienz, und gibt es einen Neubeginn?
29:28
May 14, 2020
Trailer
Gespräche über den "Neustart"
01:33
May 01, 2020