SIT-ZEN

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By Karl-Ludwig Leiter
Auf die Welt gekommen und aufgewachsen im Südwesten Deutschlands.

Zen Praxis unter Nagaya Roshi, Seki Yuho Roshi, Soju Suzuki Roshi und Taiikan Jyoji. Ab 1979 Schüler des tibetischen Meditationsmeisters Chögyam Trungpa Rinpoche. Viele Jahre lang Mitarbeit am Aufbau von Shambhala-Zentren in ganz Europa.

Seit Mitte der 80er Jahre Leitung von einigen hundert Workshops und Seminaren über Meditation und Lebensfragen weltweit. Verheiratet, drei Töchter, Inhaber eines Graphik Design Studios.
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#5 — Greifen und Fixieren

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#8 — WER hat die Meditation entdeckt?
Meditation wird immer mit Buddhismus in Verbindung gebracht. Und viele Menschen glauben, man müsse auch Buddhist werden, wenn man meditieren lernen möchte. Das kommt daher, dass der Buddhismus mehr als alle andere Religionen und Weltanschauungen die Meditation so gründlich studiert und praktiziert hat, dass man glauben könnte, der historische Buddha wäre der erste, der diese einfache Übung erfunden hat. Glücklicherweise ist die Meditationsübung klar und einfach und universell anwendbar. Sie ist zeitlos und offen und hat ganz und gar nichts mit Religion und Glauben zu tun. Sie müssen nicht zu einer anderen Religion konvertieren. Natürlich nicht! Aus dem Buch: WIE vor WAS Gelesen von: Michaela Leiter
18:15
June 18, 2020
#7 — WAS macht man in der Meditation?
Nichts! Gar nichts! Überhaupt nichts! Und auch das nicht! Viel Menschen denken, dass das Leben nur mit ganz viel Tun und Machen, mit Rennen und Schubsen, mit Mühe und Arbeit zu erledigen ist. Aber es geht ja gar nicht darum, dass man sein Leben erledigt, es hinter sich bringt und nur und ausschließlich auf´s Überleben figuriert ist. Es wird Zeit, dass wir lernen, dass reines Sein möglich ist. Und dass Haben wollen, Hetzen müssen und Stress wenig damit zu tun haben, dass unser Leben sinnvoll, genüsslich und heiter zelebriert werden kann. Die einfache Übung der Meditation im aufrechten SitZen bringt und wieder in Kontakt mit der ursprünglichen Klarheit und Weisheit unseres Herzens.
18:48
June 11, 2020
#6 — Meditationsanleitung
Es wird gesagt, dass der historische Buddha durch die sehr einfache Methode des "Nicht-Tuns“ Erleuchtung erlangt habe. Das kann man glauben oder nicht. Wichtig ist, dass in allen Zeiten oder Kulturen Menschen mit unterschiedlichem religiösen oder atheistischem Hintergrund durch ähnlich einfache Übungen einen lebendigen und authentischen Zugang zu sich selbst und der Welt bekommen haben. Wer Loslassen geübt hat, verstrickt sich nicht mehr so schnell in den Reflexen, Gewohnheiten und Fesseln aus Greifen und Fixieren. Wer nicht mehr unbedingt jemand anderes werden wollen muss, kann sich darin entspannen, dass die Dinge so wie sie sind bereits gut sind, gut waren und gut sein werden. Wer Stress und Ambition loslassen kann, hat Zeit für einfaches nur Da-Sein. Wer regelmäßig die Übung des Sitzens in stiller aufrechter Haltung Teil seines Alltags werden lassen kann, wird erfahren, wie heilsam und inspirierend Echtheit und  Einfachheit unser leben bereichern können.
04:13
June 4, 2020
#5 — Greifen und Fixieren
Das erste, was der Buddha gelehrt hat, ist bis zum heutigen Tag als Die Vier Edlen Wahrheiten bekannt. Alles Leben ist leidvoll Der Ursprung des LeidensKreislaufs wird in allen klassisch buddhistischen Texten als komplexer Prozess aus Unwissenheit, Begehren, willentlichem Handeln und Anhaftung beschrieben. Viele dieser 2500 Jahre alten Texte aus dem Pali Kanon klingen für moderne Ohren etwas steif und antiquiert. Der tibetische Meditationsmeister Choegyam Trungpa Rinpoche hat diese komplexe Zweite der Vier Edlen Wahrheiten in den frühen 70er Jahren als „Greifen und Fixieren“ verblüffend direkt und anschaulich für den westlichen Geist erklärt. Und der Film über die Art, wie Menschen in Afrika seit Jahrhunderten Affen fangen, ist für mich die anschaulichste Kurzfassung der zeitlosen Wahrheit vom Ursprung des Leidens, die ich kenne. 
08:58
May 23, 2020
#4 — Der Ursprung von Angst
Ängste haben die unangenehme Eigenschaft, nebulös, verschwommen und in ihrer bedrohlichen Emotionalität sich jedem rationalen Kontrollversuch zu entziehen. Am liebsten wäre es uns, sie wären gar nicht da. Deshalb versuchen wir sie grundsätzlich zu verleugnen oder sie an der Wurzel zu ignorieren. Es darf bezweifelt werden, ob man den ursprünglichen Impuls von Angst im Moment… https://www.sit-zen.com/blog
09:47
May 16, 2020
#3 — Meditation und die Wirklichkeit des Alltags
Die größten Hindernisse im Verständnis von Meditation kommen aus den Vorstellungen und Erwartungen die wir haben. Wir haben vielleicht alle möglichen Gedanken darüber, was Meditation ist, sein soll oder auf keinen Fall sein darf … und vergessen in der ganzen Unsicherheit das einzige, was in Bezug zu dieser Übung sicher ist: Meditation ist nicht, was man denkt !
11:32
May 9, 2020
#2 — WageMUT - Die Entwicklung von Furchtlosigkeit
Das Leben der meisten Menschen wird stark von bewussten und unterschwelligen Ängsten bestimmt. Diese Ängste äußern sich nicht nur in Unsicherheit oder Komplexen. Sie liegen oft auch hinter den glatten Fassaden von sogenannten Profis oder Workaholics verborgen. Wir verstecken uns vor unserer eigenen Angst. Jeder Versuch, sie mit rastloser Aktivität zu beruhigen oder hinter dicken Panzern von Bewegungslosigkeit zu verstecken, hilft nicht über die ehrliche Erkenntnis hinweg: Unser eigentliches Potenzial wird allzu oft gelähmt von Angst. Seit Jahrhunderten ist die Meditation eine einfache, erprobte und wirksame Übung, uns in unserem inneren Wesen zu verstehen. Nur, wenn wir bereit sind, uns selbst offen und mutig so zu begegnen, wie wir wirklich sind, nur dann können wir den endlosen Kreislauf von Selbsttäuschung und die Spirale immer wieder kehrender Ängste verlassen. Wenn wir innehalten, uns aufrecht und furchtlos unserem eigenen Leben und Selbst stellen, mögen wir feststellen, dass die meisten Ängste unbegründet waren und dass wir mutiger sind als gedacht. Wo der Mut wächst, verlieren die Ängste ihre Macht.
15:22
May 3, 2020
#1 — Pandemie der Angst
In unserem gewöhnlichen Alltag versuchen wir ununterbrochen, die Dinge so zu sehen, wie wir sie gerne hätten, befürchten oder vermeiden wollen. Schon von klein an versuchen wir, die Welt und unsere Wahrnehmung der Welt so zu manipulieren, bis sie in unser persönliches Weltbild passen. Und diese aktuelle Krise passt uns ganz und gar nicht. Da ist es gut, wenn man durch die Meditation eine Technik und Methode kennt, wie man lernen kann, die Dinge so zu sehen und anzunehmen, wie sie sind.
21:45
April 18, 2020