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Fokus Frieden

Fokus Frieden

By Fokus Frieden - Friedensakademie Rheinland-Pfalz
Warum wird eigentlich so viel über Konflikte und wo wenig über Frieden gesprochen? Falls ihr euch das auch schon einmal gefragt habt, hört doch bei uns mal rein. Wir beleuchten aktuelle Themen und laden uns dazu jeweils eine*n Expert*in ein, um Zusammenhänge in Friedensdynamiken zu verstehen. Wir wollen Friedenspotentiale aufzeigen und Aktionsräume für friedliche Transformationsprozesse schaffen. Dabei verstehen wir Frieden nicht nur als "Abwesenheit von Gewalt", sondern als vielfältig und "gestaltbar".

E-mail: fokus-frieden@uni-landau.de;
Twitter: @friedensakadem1
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Von Landminen und Killer-Robotern - Die Relevanz humanitärer Rüstungskontrolle"

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Naturschutz gegen Rechtsextremismus - Die grüne Tarnung der Neonazis durchschauen und dagegenhalten
Rechtsextreme tragen Springerstiefel, Bomberjacken, haben glattrasierte Haare und sind voller Tätowierungen. Sie treffen sich auf Rockerfestivals, fahren schwere Motorräder und laufen mit Fahnen und schreiend durch die Innenstädte - das mag einmal so gewesen sein. Die wirklich gefährlichen Rechtsextremen, die geschulten Kader und Strippenzieher, kann man so einfach nicht erkennen. Sie haben sich im letzten Jahrzehnt auch immer neueren, scheinbar harmlosen Themen bedient. Naturschutz ist für rechtsextreme Organisationen ein Thema. Rechtsextreme haben sogar eine Umweltzeitung. In 'Umwelt & Aktiv' findet man Themen, die der demokratische Naturschutz auch betrachtet - mit Titeln wie 'Insektensterben – auf der Wiese wird’s still'. Doch das Magazin verbindet zwischen den Zeilen ökologische Themen mit rechtsextremen Argumentationen, u.a. werden die Themen Rassismus und Menschenfeindlichkeit miteinander verknüpft. Die Landeszentrale für Umweltaufklärung des Landes Rheinland-Pfalz möchte Jugendliche und junge Erwachsene für diese Themen sensibilisieren. Mit ihrer Initiative “Naturschutz gegen Rechtsextremismus” deckt die Landeszentrale die rechtsradikale Botschaft hinter dem Deckmantel des Naturschutzes auf. In dieser Episode sprechen wir mit Roland Horne, dem Leiter der Landeszentrale, über die Initiative “Naturschutz gegen Rechtsextremismus” und diskutieren, was getan werden kann, um rechtsextremem Gruppen die Argumentationsgrundlage für ihre menschenfeindlichen Äußerungen zu entziehen. Neben ihrer Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen publiziert die Landeszentrale auch Leitfaden, um der Zivilgesellschaft Argumente gegen rechtsextreme Parolen an die Hand geben. Einige Publikationen findet ihr hier: Die Natur des rechtsextremistischen Lebensstils – eine kritische Analyse seiner Ideologie: https://umdenken.rlp.de/fileadmin/um_denken/PDFs_Logos_PowerPoints/Dateien_Naturschutz_gegen_rechts/broschuere_natur_des_Rechtsextremismus.pdf Klartext gegen rechtsextreme Ökosprüche - Trainingseinheiten: https://umdenken.rlp.de/fileadmin/um_denken/PDFs_Logos_PowerPoints/Dateien_Naturschutz_gegen_rechts/klartext_broschuere_fuer_download.pdf Naturschutz gegen Rechtsextremismus – Eine Argumentationshilfe: https://umdenken.rlp.de/fileadmin/um_denken/PDFs_Logos_PowerPoints/Dateien_Naturschutz_gegen_rechts/broschuere_ngr_downloadversion.pdf
31:30
February 26, 2021
Von Landminen und Killer-Robotern - Die Relevanz humanitärer Rüstungskontrolle"
In dieser Folge diskutieren wir mit Junior-Professorin Elvira Rosert von der Universität Hamburg über inhumane Waffen und die Relevanz humanitärer Rüstungskontrolle. Was versteht man eigentlich unter inhumanen Waffen? Welchen Schaden können sie anrichten? Welche Initiativen zur Begrenzung und zum Verbot inhumaner Waffen gibt es von Seiten der Nationalstaaten und der Internationalen Organisationen? Und sind diese effektiv? Die Debatte zum Einsatz bewaffneter Drohnen im Bundestag zeigt, dass das Thema besonders inhumaner Waffen weiterhin relevant ist. Kampfdrohnen, Landminen und automatisierte Waffensysteme ermöglichen Tötungen mit wenig Risiko für die Angreifer. Damit wird nicht nur die Schwelle ihres Einsatzes, sondern auch die Bereitschaft zivile Lösungen anzustreben, gesenkt. Hinzu kommt, dass die Kontamination durch Landminen und Streumunition auch nach Ende des Krieges weiter Leid anrichten. Nicht nur werden Menschen und vielfach Zivilisten verwundet und traumatisiert, sondern es wird auch die sozio-ökonomische Entwicklung der betroffenen Länder massiv behindert. Aus diesen Gründen gelten diese Waffen als besonders inhuman.
37:45
January 29, 2021
Environmental Peacebuilding - Eine Chance für nachhaltigen Frieden?
Umwelt- und Klimaschutz und insbesondere erneuerbare Energien werden gefördert und sind gleichzeitig hoch umstritten. Oft scheitern Projekte am Widerstand der Bevölkerung und weniger an institutionellen Hürden. Außerdem dominiert nicht selten die einseitige Perspektive, dass Klimawandel zu Ressourcenknappheit führt und letztendlich Konflikte verschärft oder eskaliert. Kann es nur eine*n Gewinner*in geben? Entweder Mensch oder Umwelt? Environmental Peacebuilding würde hier deutlich widersprechen: Die umweltbasierte Friedensförderung hat das Ziel, friedens- und umweltbezogene Probleme zusammen zu denken und eine positivere und weniger deterministische Linse auf Umweltsicherheit zu richten. Gemeinsam mit Janpeter Schilling, Junior Professor für Landnutzungskonflikte und wissenschaftlicher Leiter der Friedensakademie Rheinland-Pfalz sprechen wir in dieser Folge über das Konzept des Environmental Peacebuilding, diskutieren Chancen und Problemfelder anhand praktischer Beispiele und fragen uns, wie Environmental Peacebuilding erfolgreich umgesetzt werden kann.
32:53
December 25, 2020
Durstige Blumen - von Rosen und Konflikten
Weihnachtssterne schmücken die Wohn- und Esszimmer vieler deutscher Haushalte im Dezember. Rote Rosen werden nicht nur zum Valentinstag in rauen Mengen verschenkt. Während wir uns tagtäglich an der Blumenpracht erfreuen, werden am Lake Naivasha in Kenia und am Lake Wamala in Uganda, dort wo die Pflanzen angebaut werden, zum Teil tödliche Konflikte um den Zugang zu Wasser ausgetragen. Während eine Rose pro Tag ca. 7-13l Wasser braucht, hat ein*e  Kenianer*in in der Nähe des Sees nur knapp die doppelte Menge (20l) pro Tag zur Verfügung. Durch die Vergabe von Land an internationale Firmen werden die Wasserzugänge für die Bevölkerung am See weniger. Gleichzeitig steigt die Bevölkerungsanzahl derer, die auf das Wasser im See für ihr tägliches Leben angewiesen sind. Dass diese Ungerechtigkeiten zu Konflikten führen können scheint offensichtlich. Aber worin genau liegen die Ursachen für diesen menschengemachte Wasserknappheit? Was sind die Hintergründe dieser Konflikte? Und was wären Handlungsoptionen der internationale Gemeinschaft? Zu diesen und weiteren Fragen haben wir heute ausnahmsweise keine*n externe*n Expert*in, sondern lassen unsere Co-Host Julia Renner, die in ihrer Dissertation zu diesen Themen geforscht hat, erzählen.
28:26
November 27, 2020
Shared Societies - Gemeinsam für ein neues Miteinander
Wie kann ein friedliches Miteinander in einer Gesellschaft erreicht werden? Wie können alle Menschen einer Gesellschaft gleichberechtigt am öffentlichen und sozialen Leben teilhaben. Mit diesen Fragen beschäftigt sich das internationale Programm Shared Society. In dieser Folge diskutieren wir mit drei Initiatoren des Programms zu Fragen, Herausforderungen und Dilemmata in der Entwicklung gemeinsamer Gesellschaften.  Wie gehen Gesellschaften mit identitätsbedingten Spaltungen und Konflikten zwischen verschiedenen Gruppen um? Das klingt alles theoretisch und abstrakt? Dann hört rein in unser Gespräch mit Clem McCartney von der Universität Ulster in Nordirland und Ran Kuttner von der Universität Haifa in Israel, die ihre Erfahrungen mit uns teilen und durch ihre anwendungsbezogenen Beispiele zeigen, was auch wir für eine Shared Society tun können.
42:25
October 30, 2020
Zivilgesellschaft vs. Staat - wieviel Spannung verträgt eine Demokratie?
Weltweit sind Demokratien durch aufstrebende autokratische Tendenzen gefährdet. In immer mehr Ländern beobachten wir die schleichende Aushöhlung der Justiz, die Einschränkung der Medienfreiheit und die teilweise gewaltsame Niederschlagung von Demonstrationen. Aber auch diese Einschränkung der Freiheitsrechte hält die Menschen nicht davon ab, für ihre Rechte einzutreten und für einen friedlichen Wandel zu demonstrieren. Dieses gesellschaftliche Engagement führt oft allerdings nicht zu mehr Freiheiten, sondern steigert vielmehr die Spannungen zwischen Staat und Gesellschaft. Was ist die Ursache dieser Rückschritte in der globalen Demokratisierung? Welche Rolle spielt die Zivilgesellschaft? Und was können wir als deutsche Zivilbevölkerung tun, um friedliche Transformation zu gestalten? Diese und weitere Fragen diskutieren wir in dieser Episode mit Hauke Hartmann, Projektleiter des Bertelsmann Transformationsindex.
38:03
September 24, 2020
Friedensprojekt EU!?
Ist das Friedensprojekt Europa gescheitert? Seit 10 Jahren jagt eine Krise die Nächste. Nationalstaatliche Interessen überwiegen Supranationalen. Doch es gibt Hoffnung: Auf ihrem letzten Gipfel ist die EU erwacht und hat institutionelle und supranationale Interessen in den Mittelpunkt gestellt. Doch nicht nur die Regierungschefs sind gefragt, sondern auch jeder einzelne von uns kann etwas tun, um das Friedensprojekt Europa zu unterstützen. Wie? Das diskutieren wir heute mit Sebastian Zeitzmann.
35:46
August 28, 2020
Post-Trump, Post-Corona - Möglichkeiten linker Politik in den USA
Was sind die Möglichkeiten linker Politik in den USA? Was unternehmen linke Protestbewegungen in den USA, um gegen aktuelle politische Missstände aufmerksam zu machen? Kann ein möglicher Präsident Joe Biden diese Spannungen überwinden?  Hört rein in unser Gespräch mit Sarah Wagner von der Atlantischen Akademie und Charlotte Dany von der Friedensakademie Rheinland-Pfalz. Gemeinsam diskutieren wir diese und weitere Fragen.  Sarah Wagner: https://www.atlantische-akademie.de/akademie/team/wagner/ Charlotte Dany: https://www.uni-koblenz-landau.de/de/friedensakademie/team/charlotte_dany Twitter: @Friedensakadem1 @AtlantAkademie
42:47
July 31, 2020
Fokus Frieden - Pilotfolge
Warum wird eigentlich so viel über Konflikte und wo wenig über Frieden gesprochen? Falls ihr euch das auch schon einmal gefragt habt, hört doch bei uns mal rein. Wir beleuchten aktuelle Themen und laden uns dazu jeweils eine*n Expert*in ein, um Zusammenhänge in Friedensdynamiken zu verstehen. Wir wollen Friedenspotentiale aufzeigen und Aktionsräume für friedliche Transformationsprozesse schaffen. Dabei verstehen wir Frieden nicht nur als "Abwesenheit von Gewalt", sondern als vielfältig und "gestaltbar". E-mail: fokus-frieden@uni-landau.de; Twitter: @friedensakadem1
07:46
July 27, 2020